Monkey D. Lincoln Hybris: Gates of Hell

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Inhaltsangabe zu „Hybris: Gates of Hell“ von Monkey D. Lincoln

»Eine unerwartete Macht zog mich in eine andere Welt. Ich war mir nicht sicher, ob ich nur träumte oder in mich in meiner eigenen Hölle befand. Wenn ich nicht Jacob und die anderen hätte, würde ich völlig den Verstand verlieren … oder habe ich das schon?« - Michael muss sich durch immer neue Albträume kämpfen, ist in immer neuen Welten, in die er geschleudert wird, stets mit Blut, Tod und Grausamkeit konfrontiert. Der feste Wille, seine Weggefährten zu beschützen sowie die Liebe, lassen ihn alle Prüfungen bestehen, doch der Preis wird von Mal zu Mal höher, die Gegner immer gräßlicher … Zwischen der ihm bekannten und zahlreichen bizarren Albtraumwelten hin und hergeschleudert, versucht er herauszufinden, wer oder was dafür verantwortlich ist und worum es bei diesem perversen Spiel eigentlich geht.

Wenn nicht unterhalten, so hat mich dieses Buch zumindest sehr nachdenklich gestimmt und auf seltsame Weise berührt.

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Zitat. " Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher, ob ich schlafe oder wach bin, aber so richtig ist man niemals wach ..."

— Selest
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    Hybris: Gates of Hell
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    04. October 2016 um 16:55

    Allgemeines: Titel: HYBRIS - Gates of HellAutor: Monkey D. LincolnGenre: Psychothriller/HorrorASIN: B012J0KFSUPreis: 2,99€ (Kindle-Edition)   Inhalt: "Eine unerwartete Macht zog mich in eine andere Welt. Ich war mir nicht sicher, ob ich nur träumte oder in mich in meiner eigenen Hölle befand. Wenn ich nicht Jacob und die anderen hätte, würde ich völlig den Verstand verlieren … oder habe ich das schon?" Der junge Alkoholiker Michael muss sich durch immer neue Albträume kämpfen, ist in immer neuen Welten, in die er geschleudert wird, stets mit Blut, Tod und Grausamkeit konfrontiert. Der feste Wille, seine Weggefährten zu beschützen sowie die Liebe, lassen ihn alle Prüfungen bestehen, doch der Preis wird von Mal zu Mal höher, die Gegner immer grässlicher … Zwischen der ihm bekannten und zahlreichen bizarren Albtraumwelten hin und her geschleudert, versucht er herauszufinden, wer oder was dafür verantwortlich ist und worum es bei diesem perversen Spiel eigentlich geht. Bewertung: Erster Satz: "Alles war noch verschwommen, meine Augenlieder schwer wie Blei..." So beginnt "Hybris - Gates of Hell", der wohl grauenvollste Psychothriller, den ich jemals gelesen habe. Dabei bezieht sich dieses Adjektiv gar nicht auf die Qualität des Buches, sondern mehr auf die Atmosphäre des Inhalts. In 9 "Akte", wie die Kapitel heißen, wird die brutale Geschichte von Michael Key erzählt.Der Titel wird bald Programm, schlimmer als dieses Buch kann die Hölle wohl kaum sein. Blut, Leichen, Gedärme, Schmerz, Folter und andere herzerweichend schöne Dinge kommen auf den unvorbereiteten Leser zu und um ehrlich zu sein, war mir beim Lesen das ein oder andere Mal schlecht. Mein erster Gedanke war wohl: "OMG, was muss man bitte genommen haben, um sich so etwas auszudenken?" Seltsamerweise musste ich des Öfteren an "Blasphemy" von meiner Lieblingsband "Twenty one Pilots" denken. Atmosphärisch und auch etwas vom Text her habe ich unterbewusst ständig Verbindungen geschlagen. Auf Amazon wird dieses Buch als "Übernatürlicher Thriller" eingestuft, doch ich würde eher die Kategorie "Horror" wählen. Außerdem würde ich auf jeden Fall eine Altersbegrenzung auf 16 Jahre ansetzten. Denn vor allem der Anfang, als es um kaum etwas anderes als pure Gewalt zu gehen scheint, ist sehr hart und unschön. Später kommen noch andere, doch ebenso belastende Aspekte hinzu, wie zum Beispiel erschreckende Abgründe der menschlichen Seele oder die Frage nach Gott und die Hölle. "Ich schoss mit der verbliebenen Patrone im zweiten lauf auf seinen Hals - Blut, Fleischfetzen und Knochensplitter spritzten in alle Richtungen, dann verlor ich den Halt. (...) Irgendwie macht er mir ja Spaß. ich weiß auch nicht ... diese ganze Brutalität, das ganze Blut ... das hat was ...." Insgesamt also einfach nur erschreckend und ekelhaft, nein! So einfach hat es mir der Autor dann doch nicht gemacht!Denn egal wie schrecklich es auch werden mochte, wie viele Blut, Gehirn, Gedärme und Körperteile in der Gegen herum flogen, welche Qualen die Charaktere erdulden mussten ... ich fand es irgendwie trotzdem faszinierend. Warum genau, werde ich versuchen, euch in dieser Rezi zu erklären. Doch erstmal noch zum Cover: Ganz in Schwarz gehalten lenkt es die Aufmerksamkeit des Betrachters sofort auf das große Auge, welches einen recht mittig platziert anzustarren scheint. Die Iris ist von einem irritierenden Rot-Braun, durch hellere Grau-Akzente wird die Augenpartie nochmals hervorgehoben. Der Titel hebt sich durch ein sehr grelles Rot super vom Hintergrund ab und wirkt etwas verschmiert und verspritzt. Sehr seltsam und doch eingängig spiegelt es die Grundstimmung des Buches wieder und motiviert sofort zum Lesen. Eine sehr gelungene Gestaltung also. Auch dass ab und zu schwarz/weiß Zeichnungen die Vorstellungskraft des Lesers angekurbelt haben und die Geschehnisse gelungen unterstrichen fand ich super! "Es fühlte sich an, als ob dieses Leben nur ein Traum wäre und die Realität nur eine Tangente zur Traumwelt der Konstante. Die Realitäten verschwammen nicht, aber niemand konnte sicher sein, welche Welt nur eine Illusion war - und doch kreuzten sie sich und verschlungen mich. Ich bin nur ein Pinselstrich auf der Leinwand des Lebens oder weniger, nichts als ein Farbklecks, ein Sandkorn. Ich werde nicht lockerlassen, ich werde herausfinden, wie wir uns von diesem Fluch lösen können." Der Schreibstil ist ... naja eher gewöhnungsbedürftig. Wenn man von den vielen Fehlern absieht, ziehen sich viele kurze und nicht sonderlich ausgefeilte Sätze durch das ganze Buch, garniert mit einer Art inneren Monolog. Oft erinnern diese kursiv gedruckten Passagen aber doch eher an einen ungefilterten Gedankenstrom von Michael, welcher uns aus der Ich-Perspektive an allem teilhaben lässt, und schmeißen noch mehr unvollständige und umgangssprachliche Halbsätze voller Fäkalsprache und verwirrenden Andeutungen in den verwirrenden Wortsalat. Doch genau dieses unordentliche Grammatikdebakel bringt einem die Person "Michael Key" sehr authentisch rüber und vereinheitlicht Sprache und Protagonist sehr anschaulich. "Ist es denn zu viel verlangt, dass ich auch mal Glück habe? Fickt euch doch alle! Fickt euch einfach! Drecks Gefühle .... warum muss der Scheiß immer so ablaufen...." Ich kann nicht sagen, dass dieser Stil mich nicht manchmal etwas genervt hat, doch ich muss ihn als sehr gewagt und auch gut konstruiert loben. Wenn man mal von diesem gewöhnungsbedürftigen Aufbau absieht, hat der Autor eine interessante Art, Geschehnisse und Umgebungen eindrücklich zu schildern. Wenn weniger Gehirn, Blut und andere Körperflüssigkeiten vorgekommen wären und nicht gerade verstümmelte Leichen und Folterknechte beschrieben worden wären, hätte ich den Stil jetzt als malerisch und atmosphärisch beschrieben. "Es ist eine sehr einsame und beängstigende Stille, die in der Luft hängt wie ein Damoklesschwert, wenn man das Wissen hat, dass etwas Furchtbares geschehen wird. ich spürte die Druckwelle, dann noch ein Augenzwinkern, danach brannte die Luft..." Was mich allerdings sehr gestört hat, sind die vielen kleinen Fehler, die ein Lektor unbedingt korrigieren hätte müssen. Oft sind es nur kleine Problemchen wie ein vergessener Buchstabe, Verdrehungen in Wörtern oder ein fehlendes Komma, doch das wirkt nun mal sehr störend und unprofessionell. Auch, dass andauernd die Zeitformen wechseln, hat mich zuerst verwirrt und dann ziemlich verärgert. Um gleich bei den Charakteren zu bleiben muss ich auch diese Darstellung loben. Hauptsächlich geht es in "Hybris" wie schon erwähnt um den jungen Alkoholiker Michael Key. Ich würde sogar fast so weit gehen und behaupten, dass er der einzige wichtige Charakter überhaupt ist. Er gegen die Hölle, so sieht er sich und tatsächlich sind die anderen Figuren nur sehr kurz und undeutlich charakterisiert. "Aber, aber ... solche harten Worte... Lass uns loslegen mit unserem kleinen Tanz. Jetzt können die Spiele beginnen. Simon sag stiiiirrrrrb Michael Key!" Da gibt es den diplomatischen alten Schulfreund von Michael, Jacob, Mitleid im Anzug, die rustikale Mia, die zart besaitete Samantha und einige andere, welche eher unwichtig sind und gleich sterben. Alle aus Michaels Sicht recht parteiisch, subjektiv und somit eher negativ bewertet, was ein Anfreunden schwer macht. Und natürlich unseren Protagonisten. Den verschlossenen und absolut mitleidslosen Michael, oder auch kurz nur Key, habe ich von Anfang an nicht gemocht, doch ich denke, das ging allen Lesern so. Er ist ein richtiges Scheusal, wie oft der Protagonist in Psychothrillern, und wirkt durch seine Komplexe, die pessimistische und fast depressive Weltdarstellung  und schiere Teilnahmslosigkeit sehr deplatziert in unserer Welt. "Der Obdachlose schrie um Hilfe, aber alle gingen einfach weiter, als würde das gar nicht passieren. Vielleicht geschieht ihm das recht. ich werde ihm jedenfalls nicht helfen. Sollen sich doch die Bullen mit dem pack rumärgern. Was für eine verkommene Welt.... Doch als er -natürlich nur sehr widerwillig- einem Schulfreund dabei hilft, einen ertrinkenden Penner zu retten, nimmt sein Leben eine unerwartete Wendung: er verliert das Bewusstsein - und wacht in einer für ihn vollkommen fremden Welt auf. An verlassenen, unwirtlichen und hinterlistig aufgebauten Orten erwacht er immer wieder, bloß angekündigt durch ein unangenehmes Geräusch und trifft dort schnell Menschen aus seinem Umfeld, die mit ihm verdammt sind, das Grauen an diesem dunklen Ort zu ertragen. Doch in dieser Welt, in der der Stärkere regiert, jeder um sein Leben kämpfen muss und nur Gewalt und Waffen deine Freunde sind, kommt Michael überraschend gut zurecht, und schon bald sehnt er den Ruf, der ihn in die fremde Welt bringt, die alle nur Elysium nennen, geradezu herbei...Bleibt nur die Frage: Ist es real, oder geschieht es allein in seiner Einbildung? "Die sind doch die größten Heuchler von allen. Preiset Gott, sagen die, aber wofür? Es gibt so viel Elend auf der Welt, Hunger, Kriminalität und Krieg. Wenn es wirklich einen Gott geben würde, würde der dann bloß zuschauen wie wir uns in den Abgrund wirtschaften. Man sollte meinen, die Wirtschaft ist Gott, sie gibt uns alles vor und wir sind die dummen Idioten mit den falschen Idolen..." Natürlich entwickelt er sich auch, ein fester Wille, seine neuen Weggefährten zu beschützen sowie eine Liebe, lassen ihn zweifeln und gleichzeitig stärker werden. Doch er bleibt ein kryptischer Einzelgänger, aus dem ich bis zum Ende nicht schlau geworden bin. Auch das Thema, die Grundidee, die hinter allem steckte, blieb für mich bis zum Ende recht undurchsichtig. Sehr spannend und nervenaufreibend werden die Charaktere in immer grauenvollere Situationen gepeitscht, die sie ganz klar nicht gewinnen können. Denn ihr Gegner ist zu mächtig... "Ich vernahm ein helles, schräges Gelächter und dieses dumpfe Pfeifen, das sich tief und schmerzhaft in die Synapsen meines Gehirns bohrte. Mein Kopf war am platzen." Immer wieder hatte ich gedacht, jetzt wüsste ich, wie es ausgeht, wurde ich wieder in die Irre geführt. Ich habe in alle möglichen Richtungen überlegt - Sind sie alle tot und wirklich in der Hölle, oder ist er vielleicht echt verrückt und bildet sich alles ein, ein weiterer Albtraum, hat er sich selbst in den Wahnsinn getrieben und bekämpft nun als Simon sich selbst? Mir sind die verrücktesten Dinge eingefallen und ehrlichgesagt war ich deshalb vom Ende etwas enttäuscht. Ich hatte auf eine epische Auflösung gehofft, wenigstens eine erwartet und nichts davon bekommen. "Der Boden kam rasend schnell näher, ich wartete darauf auf dem Gehweg aufzuschlagen, mit ihm zu verschmelzen, zu einer roten Masse aus Asphalt und fleischfarbenem Knochenbrei. Ich schloss meine Augen wieder.Sind wir nicht alle nur Träumer?" Episch und aufregend war das Ende zwar schon, doch nichts löste sich auf oder erklärte sich. Praktisch mitten in der Handlung endete der Roman. Vermutlich steht das für den abrupten Tod der Charaktere oder etwa anderes, doch ich war erstmal sehr verwirrt und habe vergeblich nach einer Fortsetzung gesucht. Wirklich interessant ist für mich also die authentische Darstellung Michaels gewesen. Er fühlt sich allein und vertritt die Meinung, ganz alle der ganzen Welt entgegentreten zu müssen, worin er sich durch gewisse Ereignisse auch bestätigt sieht. Er versucht täglich seinem Leben einen Sinn zugeben, doch scheitert auch immer wieder daran. Er hasst alles und jeden und wird aber vor allem von einer alles verschluckenden Lethargie beherrscht. Im Zusammenhang mit der Danksagung des Autoren fand ich den Gedanken einfach nur traurig. Denn der Autor schreibt: "Das Buch zeigt nur, wie die Welt wirklich ist" und damit kann ich mich absolut nicht anfreunden!!! "Was sollte das? War es Realität oder doch nur ein Traum?" Fazit: Dieses Buch hat etwas, eine sehr interessante Essenz, die mich fasziniert und vor der Bewertung recht ratlos zurückgelassen hat. Für meinen Geschmack ist es viel zu verbittert, unnötig blutig und depressiv, doch das kann man ja eigentlich von einem Psychothriller erwarten. Wer Fan von so etwas ist, oder zumindest besser als ich damit klarkommt, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens! Wenn nicht unterhalten, so hat mich dieses Buch zumindest sehr nachdenklich gestimmt und auf seltsame Weise berührt.  Vielen Dank an den Autor für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars! Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei: www.w0rdw0rld.blogspot.com

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  • Die Geschichte hat was ... aber

    Hybris: Gates of Hell
    Selest

    Selest

    05. September 2016 um 12:58

    Zitat. " Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher, ob ich schlafe oder wach bin, aber so richtig ist man niemals wach ..."Kay, schwer  desillusioniert eigentlich schon ehr resigniert hat schwere Albträume,wen er überhaupt mal schlafen kann. Doch sind es wirklich nur Alpträume oder macht er seine persönlichen  Erfahrungen mit den sieben Kreisen des Fegefeuers, was ist Wirklichkeit,was ist Traum? Warum muss er durch diesen Wahnsinn?Hier habe ich lange überlegt was ich schreiben soll und bin jetzt beim schreiben noch hin und her gerissen.Das Buch ist sehr platt und einfach geschrieben, ehr wie wen man es abends nach einen langen Tag jemand erzählt,bei dem man jetzt nicht so wirklich viel Rücksicht nehmen muss, das man den richtigen Ton trifft.Also eigentlich ehr ein hmm ....Aber die Geschichte hat was und je länger ich darüber nachdenke, um so mehr gefällt mir der Gedanke daran.Es ist nachdenklich, wirkt zum Teil verbittert und strahlt doch was von" jeder hat seinen Platz", man muss ihn nur finden aus.Von daher reißt mich die Sache mit den Sternen, etwas hin und her.Ich würde hier wirklich an eine Überarbeitung denken, mit einem Lektor, da könnte was richtig gutes draus werden.Hätte die ganze Geschichte die Eindringlichkeit und die Verletzlichkeit des Schlusswortes, wäre sie genial,Und zumindest in dem mir vorliegenden Rezensionsexemplar fehlt das Impressum.In der Form jetzt von mir leider nur 2 Sterne. Wer aber über das etwas platte hinweg lesen kann und nur die Geschichte sehen kann,der wird sicher seinen Spaß damit haben. Die ist ein 'Rezensionsexemplar wie man glaube ich sieht ohne vorgaben, Wie immer meine Worte, meine Gefühle, meine Einschätzung. 

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