Monsieur Rainer

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ONKEL HENRI

ONKEL HENRI

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Erschienen am 04.03.2013
Luise Kautt: Blutfreitag

Luise Kautt: Blutfreitag

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Erschienen am 04.10.2011
Mord im Elyséepalast

Mord im Elyséepalast

 (0)
Erschienen am 08.07.2009
Die Nizza Connection

Die Nizza Connection

 (0)
Erschienen am 18.04.2012
Der Winkeladvokat

Der Winkeladvokat

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Erschienen am 19.01.2009

Neue Rezensionen zu Monsieur Rainer

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Rezension zu "Commissaire Carlucci: Der Sizilianer: Kriminalroman" von Monsieur Rainer

»Commissaire Carlucci: Der Sizilianer« Politthriller - Aufklärung exkluv!
Heidelinde12vor 5 Jahren

Nach seiner fristlosen Entlassung gerät Flavio Carluccis Leben völlig aus dem Ruder. Er ist innerlich erstarrt, psychisch wie tot und gelähmt, bricht den Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden ab und spricht dem Alkohol über die Maßen zu. Finanziell ist er abgebrannt, sein Äußeres und sein Wohnungsumfeld sind in einem erbärmlichen Zustand.

Plötzlich wird seine Enkelin entführt. Und nach einer Pferdekur, die ihm seine Freunde und Kameraden verpassen, ist er fast wieder der alte Carlucci. Und gefährlicher, denn er ist an keine Gesetze mehr gebunden. Mit seinen alten Weggefährten durchkämmt er zuerst die Altstadt von Nizza nach dem angeschossenen Entführer. Sie hinterlassen bei den Unterweltspitzeln eine Spur der Verwüstung und der Gendarmerie so manchen verschnürten Ganoven und auch so manches Rätsel.

Von einem Russen bekommen sie den entscheidenden Hinweis, wo sich die Enkelin von Flavio Carlucci befindet und wer sie entführt hat. Carlucci und seine Freunde nehmen die nicht immer freiwillig gegeben Hinweise zur Sicherheit auf Band auf. Carlucci nimmt seiner Tochter, Lucia Carlucci de Sobieski das Versprechen ab, ihrem Mann die Existenz der Bänder zu verschweigen. Sie übergibt die Bänder einem befreundeten Staatsanwalt. Auf Grund dieser Beweise erfolgt der Zugriff durch das Sondereinsatzkommando der Gendarmerie Nationale auf das Schiff Moskwa Blue im Golf de Saint Tropez.

Die Tochter von Lucia Carlucci de Sobieski wird unversehrt geborgen und mit ihr noch weitere 22 Kinder. Es scheint, als wenn man einem Organhandelsring auf die Spur gekommen ist. Doch die Enkelin Carluccis wurde dort aus einem anderen Grund festgehalten. Es war ein Racheakt. Das gesunde Misstrauen gegenüber seinem Schwiegersohn Jean de Sobieski war doch berechtigt. Als Colonel des französischen militärischen Geheimdienstes DGSE hatte sein Schwiegersohn die Idee, der Piraterie vor Somalias Küste ein Ende zu setzen, indem er den Sniper (Bewaffneter aus dem Hinterhalt) Capitaine Alain Rossi auf Mahmud Al-Bashir ansetzte. Die Aktion ging schief und Rossi wurde verhaftet und gefoltert.

Anstatt Sobieski ihn dort rausholte, vernichte er sämtliche Akten und somit konnte Frankreich nicht mit diesem Vorfall in Zusammenhang gebracht werden. Als Top Agent mit exzellenter Ausbildung gelang Rossi die Flucht und seitdem sinnt er auf Rache.

Commissaire Carlucci wird wieder eingestellt, bekommt auf Jahre sein Gehalt nachgezahlt. Er ist direkt dem Innenministerium und somit dem DGPN (Directeur der Police Nationale) unterstellt. Seine Aufgabe ist die Aufklärung von Verbrechen mit Bedeutung für die Republik Frankreich. Dazu zählt auch die Ergreifung des Captaine Alain Rossi. Carlucci will Rossi aber nicht töten, sondern ob seiner Verdienste nur verhaften.


Mit der Mutter (Pate von Marseille) des Rossi Clan handelt er einen Plan aus, an den sich Rossi aber nicht hält. Commisaire Carlucci stellt letztendlich Rossi, kurz bevor dieser einen Anschlag auf den Präsidenten ausführen kann. Gleichzeitig lässt er seinen Schwiegersohn verhaften und lastet ihm an, dass dieser ihm unterstellte Offiziere an ausländische Terrororganisationen verraten hat.

Flavio verlässt mit seiner Tochter, die sich von Sobieski scheiden lässt, und seiner Enkelin, nach einem zu Herzen gehenden Abschied seiner Mannschaft, Nizza für immer. Er wird seine Arbeit zentriert in Paris fortführen. Glücklich ist er, dass ihm auch seine langjährige Mitarbeiterin Simone Bouè mit seinem Schützling Mousse nach Paris folgt.

Das Buch ist grandios und exzellent geschrieben. Der Inhalt des Buches zeigt viel an Insiderwissen. Das Buch ist eine Bombe. Und um die wenigstens etwas zu entschärfen, beschreibt Monsieur Rainer, seine Wahlheimat mit viel Herzblut und Liebe. Die Leser lernen die wundervolle Landschaft und das Klima der Côte d'Azur kennen, wandeln mit dem Autor durch das kulturhistorisch bekannte Biot und erfahren viel über das Klima und die Vegetation der Côte d'Azur.

Doch auch über die Schattenseiten des wunderschönen Landstriches lässt Monsieur Rainer seine Leser nicht im Unklaren. Wir lernen die Elendsviertel und auch die Lebensweise der Neureichen vieler Länder kennen. die die Gelder der Entwicklungshilfe verprassen. Alles im Allem sehr aufschlussreich für die Leser.

»Commissaire Carlucci: Der Sizilianer« muss man unbedingt gelesen haben. Es ist ein sehr actionsreiches, spannungsgeladenes Buch. Manchmal sehr explosiv in seinen Handlungssträngen und dann auch wieder traurig und melancholisch. Es führt uns in tiefste Abgründe, zeigt uns die Verbundenheit von Familie und Freundschaften und führt uns in wunderbare Landschaften.

Heidelinde Penndorf

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Rezension zu "ONKEL HENRI" von Monsieur Rainer

Onkel Henri- ein Politthriller und Liebesroman der Extra Klasse
Heidelinde12vor 5 Jahren

Der Autor Rainer Kahni hat mich mit der Handlung des Buches auf eine wunderbare, spannende, luxuriöse Reise mitgenommen. Ich bin mit meinem Herzen, meiner Seele und ja sogar mit meinem Kopf  mitten unter den handelnden Personen gewesen. Mir hat sich eine Welt erschlossen, aus der es mir schwer fiel, wieder aufzutauchen. Eine Welt voller Poesie, voller Harmonie,  zwischenmenschlicher Liebe, voller Verständnis  Füreinander, voller Verzeihen und voller Musik. Ein  traumhaftes Ambiente und ein zartes Gespinst  eines individuellen Flairs  verleihen dem Roman einen besonderen Zauber.

Ich spazierte im Nieselregen durch Paris, gab mich den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings hin, genoss die Natur und den Anblick der Mutterstuten mit ihren Fohlen beim Spielen auf der Weide.  Ich bestaunte  aus dem Flugzeug die großen Schweizer schneebedeckten Berge und war gefangen vom Ambiente der Toskana. Mit den handelnden Personen lustwandelte ich durch ihr zu Hause, durch ihre  Burgen und Schlösser, genoss mit  Onkel Henri so machen Calvados und riss mit ihm so einige zotige Witze. 

Voller Freude ritt ich mit dem Sohn des Comte Billancourt, Jean-Francois über die Felder und Wiesen und spürte später seine tiefe innige Liebe zu Ségolène Leblanc. Michel, dem schwarzen Schaf der Familie, war ich sehr nahe, verwuschelte  sein langes lockiges Haar und bewunderte seine wundervollen Zeichnungen. Beim Spaziergang an der Côte d’Azur war es sehr verlockend mit bloßen Füßen am Strand entlang zu laufen. Der Gang über die wundervollen Märkte und der kurze Streifzug durch die Glasbläserstadt Biot waren einzigartig schön.

Wundervolle heile Welt- doch es wäre nicht Rainer Kahni, wenn er nicht dunkle dichte Wolken aufziehen lassen würde, die die heile Welt erschüttern.

Auch mich rissen die finsteren Wolken, die die Familie Billancourt bedrohten, aus meinen Träumen. Das Firmenimperium der Familie wird bedroht und als Faustpfand bedient man sich des schwächsten Sprosses der Familie  dem drogensüchtigen und hepatitiskranken Michel! Ein großer Konzernteil des Firmenimperiums ist ein militärisch industrieller Komplex und mit der Rüstungsindustrie Frankreichs stark verbunden. Offshore Gesellschaften spekulieren mit den Aktien des Familienkonzerns. Sie wollen das Imperium zerschlagen. Wichtige Drahtzieher vermutet man im größten Mohnanbau Gebiet Afghanistans.

Doch diese Spur ist zu schnell und zu offensichtlich von gefassten Hintermännern preisgegeben worden, deshalb zweifelt Onkel Henri an deren Richtigkeit.

Ich begegne im Zusammenhang der Aufklärung des Desasters  alten Freunden wieder, unter anderem Santini, Gomez, Lo Grasso und Herve und bewundere ihren Zusammenhalt, ihre Stärke, Mut und Loyalität zur  Familie Billancourt. Starke Nerven sind von allen Mitglieder der Familie gefragt,, als aus Sicherheitsgründen ihre Domizile durch die CRS abhör- und anschlagssicher umgebaut werden und auch die Comtesse de Billancourt  keinen privaten schritt mehr ohne die Bewachung durch die CRS machen kann, liegen die Nerven ziemlich blank. Und als gar Michel aus der Entzugsklink in Genf entführt und höchstwahrscheinlich Opfer eines Attentates durch eine Explosion in der Nähe des Bergdorfes Plan de la Tour wird, ist der Schmerz kaum auszuhalten. Es ist krass, was der Familie noch bevorsteht, was sie psychisch aushalten muss. Doch die Achtung zueinander, Loyalität und Liebe untereinander  schweißt sie fest zu einem Team zusammen- so dass sie diese schlimme Zeit mit Bravour meistern.

Sie beziehen die Familie Leblanc in ihre Familienbande ein und als der Vater Ségolènes im Zusammenhang mit einer fehlgeschlagenen neuen Entführung Michels schwer verletzt wird, kümmern sie sich rührend um ihn und zeigen ihm und seiner Familie, was sie dem „Imperium“  Billancourt menschlich bedeuten. Die Harmonie unter den Mitglieder der Familie und ihren Freunden und auch des Dienstpersonals sind in der Handlung immer sehr positiv spürbar. Ich hab mich so richtig wohlgefühlt beim Lesen.

Trotz der nervenden Sicherheitsvorkehrungen werden Verlobungsfeier und auch die traumhafte Hochzeit von Jean-Francois mit seiner innig von ihm geliebten Ségolène ein traumhafter Erfolg.

Die Männer der Familie Billancourt arbeiten ohne Unterlass an der Aufklärung, wer ein Interesse daran hat ihr Firmenimperium und dadurch auch  Frankreich zu schaden. Onkel Henri immer an vorderster Front. Ihn muss man einfach mögen. Er ist ein alter Haudegen, der sich durch die französische Geschichte gequält und dabei einige Blessuren an Leib und Seele abbekommen und Verbindungen und Beziehungen in die höchsten Kreise hat. Er kann hart, kaltblütig und rabiat reagieren, wenn es um seine Familie geht. 

Die Männer der Familie Billancourt bringen Licht ins Dunkle und klären die Frage: Warum lenkt man den Verdacht nach Afghanistan?  Antwort: Um einen Krieg vom Zaun zu brechen? Und wer wäre der lachende Dritte. Die USA! Auf diese Weise schafft sich die USA Verbündete, die die schmutzige Arbeit für sie erledigen und aus Angst vor noch mehr Terror noch mehr Truppen nach Afghanistan senden. Denn die USA sind finanziell am Ende und wollen auf diese Art und Weise ihre Hegemonialmacht in aller Welt behaupten.

Rainer Kahni liebt seine Wahlheimat Frankreich. Und wahrscheinlich gerade deshalb  zeigt er, wie so oft in seinen Politthrillern, auch auf Schwachstellen Frankreichs, gerade im sozialen Bereich. Er schildert in seiner ihm eigenen brachialen Sprachgewalt die Not in den „Elendsvierteln“ Paris, verschweigt nicht, dass die Kriminalitätsrate dort sehr hoch ist und verweist auch auf Lösungswege. Drastisch ist auch seine Schilderung, wie Untersuchungshäftlinge untergebracht und behandelt werden.

Onkel Henri- ein Politthriller und Liebesroman der Extra Klasse. Sehr flüssig und sehr bildhaft geschrieben. Die Leser werden keinen Augenblick gelangweilt. Mon respect, Chapeau! Rainer Kahni!

 Heidelinde Penndorf

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