Mordecai Richler Die Lehrjahre des Duddy Kravitz

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Inhaltsangabe zu „Die Lehrjahre des Duddy Kravitz“ von Mordecai Richler

Im jüdischen Viertel von Montreal wächst Duddy Kravitz heran. Als ihm sein Großvater den Floh ins Ohr setzt, ein Mann ohne Grundbesitz sei ein Niemand, unternimmt er alles, um diesem Schicksal zu entgehen. Hinterlistig und gewitzt, aber auch skrupellos, stürzt Duddy sich in eine Reihe von Abenteuern. Doch er muss lernen, dass manche Träume besser unerfüllt bleiben.

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  • Rezension zu "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz" von Mordecai Richler

    Die Lehrjahre des Duddy Kravitz

    Alexandra-Supertramp

    18. January 2010 um 13:20

    "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz" ist ein schöner "Comming-of-Age-Roman", gewitzt und flott erzählt. Richler erzählt pointiert und mit bissigem Humor von den Abenteuern eines jungen Mannes, der seine großen Träume verwirklichen will und alles dafür tut. Duddy scheint der geborene Geschäftmann zu sein, der es stets schafft, mehrere heiße Eisen gleichzeitig im Feuer zu haben. Zu beobachten, wie Duddy mit so vielen Bällen gleichzeitig jongliert, birgt schon eine gewisse Spannung, zumal man stets erwartet, dass er auf die Nase fällt. Mordecai Richlers Werk blieb immer sehr umstritten und warum, das lässt sich sehr gut nachvollziehen. Mit Duddy Kravitz skizziert Richler das Bild des geschäftstüchtigen Juden, der überall Geld wittert. Wegen seiner Darstellung jüdischer Lebensweise und jüdischer Traditionen musste Richler sich oft den Vorwurf des Antisemitismus gefallen lassen. Richler, selbst Jude, antwortete auf solche Vorwürfe meistens mit dem Hinweis: "Sie schämen sich für Dinge, die ich verherrliche." Und so spielt das Judentum auch in "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz" eine durchaus gewichtige Rolle und zeigt dabei, wie Richler das Judentum thematisiert. Er packt den Stoff nicht mit der Vorsicht an, die für die heutige Zeit typisch ist, sondern skizziert unverfälscht positives wie negatives und sucht dabei stets nach der satirischen Komponente. "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz" entwickelt sich mit zunehmender Seitenzahl zu einer fesselnden Lektüre. Man fiebert mit Duddy mit und versinkt dabei förmlich in der Geschichte. Obwohl Duddy kein uneingeschränkt sympathischer Mensch ist, obwohl er seine besten und loyalsten Freunde nicht so behandelt, wie sie es verdient hätten, schließt man ihn auf eine gewisse Art doch ins Herz. FAZIT: Ein gewitzter und flotter "Coming-of-Age-Roman" mit sympathischen und vor allem auch skurrilen Figuren. Richler erzählt seine Geschichte gleichermaßen erheiternd wie fesselnd. Er garniert das Ganze mit satirischem Witz und ironischen Blicken auf das Judentum und das Leben im französischsprachigen Teil Kanadas. Und so ist "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz" in jedem Fall eine Empfehlung wert.

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  • Rezension zu "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz" von Mordecai Richler

    Die Lehrjahre des Duddy Kravitz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. July 2009 um 18:34

    Duddy Kravitz ist der Sohn eines Taxifahrers in Montreal und schon früh muss er hinter seinem älteren Bruder Lennie zurückstecken, der dank der Förderung seines Onkels ein Medizin-Studium begonnen hat. Duddy hingegen ist von Kindes an ein Unruhestifter, der in der Schule seine Lehrer zum Wahnsinn treibt. Als sein Großvater ihm eingibt, dass man ohne Land ein "niemand" ist, stößt er damit bei Duddy auf offene Ohren. Als dieser ein -wie er meint- geeignetes Grundstück entdeckt, setzt er es sich in den Kopf das Land aufzukaufen ... und beginnt bereits als Jugendlicher auf die verschiedensten Weisen Geld zusammenzuklauben - doch nicht alle Versuche sind von Erfolg gekrönt. Irgendwie hat mich das Buch ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits lässt es sich wirklich gut lesen, ich hatte es innerhalb einer paar Stunden durch, weil man einfach wissen möchte, wie es weitergeht. Gleichzeitig sind ein paar Fragen von Duddys Charakter offen geblieben, da es mir manchmal vorkam, als wäre er 2 Personen statt einer - mal rücksichtslos, mal Rückhalt bietend bei familiären Problemen. Aber insgesamt überwiegt für mich das Positive, würde dem Buch 8 von 10 Punkten geben. Das Original erschien bereits 1959, dementsprechend spielt das Buch nicht in der heutigen Zeit.

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