Moritz Averdunk

 4,2 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Das Geheimnis der Museumsinsel, Tiefseeland und weiteren Büchern.
Autorenbild von Moritz Averdunk (©Moritz Averdunk)

Lebenslauf von Moritz Averdunk

Moritz Averdunk schreibt Romane und Sachbücher, die spannende Unterhaltung mit umfangreich recherchierten Fakten aus Historie, Wissenschaft und Gesellschaft verknüpfen. 2017 „Tiefseeland“: Die Förderung metallhaltiger Rohstoffe am Meeresgrund (z. B. Manganknollen) im 21. Jahrhundert bildet das Hintergrundszenario eine Episoden-Erzählung, in der eine Tiefseestation eine besondere Rolle spielt. Der zweite Roman „Das Geheimnis der Museumsinsel“ (2022 erschienen) blickt zurück auf die Entstehung der Berliner Museumsinsel im 19. und 20. Jahrhundert. Als Nächstes in Arbeit: ein Sachbuch über Wirtschaft und Gesellschaft.

Moritz Averdunk ist 1979 geboren. Er hat Biologie, Systemwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften studiert und lebt in Ammersbek bei Hamburg.

Alle Bücher von Moritz Averdunk

Cover des Buches Das Geheimnis der Museumsinsel (ISBN: 9783756515530)

Das Geheimnis der Museumsinsel

 (13)
Erschienen am 19.07.2022
Cover des Buches Tiefseeland (ISBN: 9783746701080)

Tiefseeland

 (0)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Tiefseeland (ISBN: 9783756524419)

Tiefseeland

 (0)
Erschienen am 22.08.2022

Neue Rezensionen zu Moritz Averdunk

Cover des Buches Das Geheimnis der Museumsinsel (ISBN: 9783756515530)
K

Rezension zu "Das Geheimnis der Museumsinsel" von Moritz Averdunk

Durch die Zeit auf der Museumsinsel
KlaraDvor 3 Monaten

"Das Geheimnis der Museumsinsel" von Moritz Averdunk erzählt die Geschichte von Annabell, Lennart und Tim, die im Jahre 2030 auf der Museumsinsel sind - in diesem besonderen Jahr wird ein ägyptischer Armreif ausgestellt. Lennart und Annabell möchten ihn stehlen und Tim versucht es zu verhindern. Und dann kommt alles ganz anders, denn die Protagonisten dieses Romans werden in die Vergangenheit geschickt - und erleben die Eröffnungen der verschiedenen Museen mit und treffen auf bekannte Forscher...

Der Schreibstil liest sich an den meisten Stellen sehr gut. Manche sind etwas langwierig und vollgepackt mit Informationen zur Museumsinsel - das sollte man vielleicht etwas reduzieren/ leichter gestalten. Aber ansonsten eine sehr interessante Idee, mit Anfang und Ende, die gut zueinander passen - und eben ein paar Schwächen.

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Das Geheimnis der Museumsinsel (ISBN: 9783756515530)
SaintGermains avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Museumsinsel" von Moritz Averdunk

Schnitzeljagd durch die Zeit
SaintGermainvor 4 Monaten

200 Jahre nach dem Untergang des Frachtseglers "Gottfried" soll 2030 zum 200-jährigem Jubiläum der Museumsinsel ein in der Elbe gefundener geheimnisvoller Armreif ausgestellt werden. Und mehrere Parteien wollen diesen Armring: Zum einen ist da die Kuratorin Annabel Lindenkamp, die ihn im Auftrag ihres Mäzens stehlen soll; auf der Seite Lennard Seefischer, der mit einigen weiteren Mitgliedern den Armring für eine reaktionäre Sekte holen soll. Und schließlich ist da auch noch der Verfassungsschutz-Mitarbeiter Tim Morgenstern mit seinem Roboterhund Asimov, der den Raub verhindern will. Und sie alle werden in der Zeit zurückgeworfen.

Das Cover des Buches ist zwar sehr schlicht gehalten, gefällt mir aber trotzdem.

Der Schreibstil des Autors ist an für sich gut; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt. Zudem ist das Buch glänzend recherchiert, was auch die Quellennachweise am Ende des Buches belegen.

Der Prolog konnte mich noch nicht wirklich fesseln, da er in mir keine Emotionen auslösen konnte. Danach werden die einzelnen Charaktere dargestellt, die hervorragend gewählt wurden. Dann folgen wir in jedem Kapitel einem anderen Hauptprotagonisten, was die Spannung erhöhte.

Spätestens beim 1. Zeitsprung war ich dann gefangen on der Handlung, weil die Spannung sehr hoch war. Allerdings wurden die Rätsel allesamt doch sehr schnell gelöst, was mich dann doch etwas störte. So war zwar der Plot sehr gut gewählt, aber die Handlung war dann einfach zu rasant; hier wäre es besser gewesen das Tempo etwas runterzunehmen.

Fazit: Zeitreisethriller, der noch besser ausgearbeitet werden könnte. 4 von 5 Sternen

Kommentare: 3
Teilen
Cover des Buches Das Geheimnis der Museumsinsel (ISBN: 9783756515530)
FranziskaBo96s avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Museumsinsel" von Moritz Averdunk

Die Museumsinsel durch Raum und Zeit
FranziskaBo96vor 4 Monaten

Das Jahr ist 2030 und die Berliner Museumsinsel feiert ihr hundertjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass soll ein ganz besonderes Ausstellungsstück präsentiert werden, nämlich ein Armreif aus dem antiken Ägypten. Sowohl Kuratorin Annabell als auch Ordensmitglied Lennart möchten das seltene Schmuckstück stehlen, Verfassungsschutzmitarbeiter Tim will dagegen genau das verhindern. Was folgt, ist eine wilde Jagd durch die Geschichte und die Vielfalt der Berliner Museen.

Was bei der Lektüre hier sofort deutlich wird, ist der Ideenreichtum des Autors sowie seine enorme Recherchearbeit zur Museumsinsel. Man hat danach gleich Lust, den Museen mal wieder einen Besuch abzustatten. Ich denke, das Buch ist perfekt für all diejenigen, die dort gerade waren und wirklich begeistert von den Ausstellungen waren.

Leider wurden mir die zahlreichen guten Ideen an vielen Stellen nicht zu genau ausgearbeitet und nur zu oberflächlich abgegrast. Auch die Figuren gingen mir nicht tief genug, ich konnte kaum eine Verbindung zu ihnen und ihren Persönlichkeiten aufbauen, da die Geschichte einfach zu rasant voranschritt. So kam es zum Beispiel oft zu Handlungen und Reaktionen, die ich etwas unlogisch fand. Ich denke, dass das Buch hier von mehr Länge profitiert hätte, da wäre auf jeden Fall mehr Zeit gewesen, sich mit den vielen, wirklich guten Ideen auseinanderzusetzen.

Alles in allem ist "Das Geheimnis der Museumsinsel" ein gutes Buch mit viel Spannung, was vor allem Fans der realen Museumsinsel sicher gefallen wird.

Kommentieren
Teilen

Gespräche aus der Community

Dies ist die erste Leserunde, die ich veranstalte und ich bin sehr gespannt und freue mich auf euer Interesse, den Austausch und Feedback, Rezensionen zum Buch.

„Das Geheimnis der Museumsinsel“ beginnt mit einem Prolog im Sturm 1822, danach kommen Kapitel 1. – 3. in denen sich die drei Hauptcharaktere das erste Mal, und ohne ihr Wissen, begegnen. Diese drei Kapitel stelle ich hier als Leseprobe ein: 

1.

Juli, 2030

Wasser. Tim Morgenstern war auf dem Weg zur Museumsinsel und steckte in einer Zwickmühle. Einerseits fühlte er sich auf dem Gendarmenmarkt, der trotz hochsommerlicher Hitze zur Mittagszeit voller Touristen war, ziemlich unwohl, und wollte daher schnell weiter. Andererseits war er sich sicher, etwas Wasser trinken zu müssen, um in der ungewohnten Hitze nicht zu kollabieren. Daher wartete er seit ein paar Minuten in der Schlange vor dem öffentlichen Wasserspender am Schillerbrunnen. Asimov, seinem Roboterhund, machte die Hitze nichts aus, er wuselte in einem Umkreis von 20 Metern durch die Menschenmenge und ließ sich von neugierigen Berlinbesuchern das schwarze Kunstfell streicheln und fotografieren. Tim hatte sich den Hund auch angeschafft als eine Art Aufmerksamkeitsblitzarbeiter, um etwaigen kritischen Blicken seiner Mitmenschen zu entgehen. Das war zumindest in seiner Vorstellung ein Problem, auch wenn er manchmal den Verdacht hatte, in Wirklichkeit ziemlich unscheinbar zu sein. Er zählte die Säulen, Skulpturen und schließlich Fenster des Schauspielhauses, um sich vom Schweißgeruch des Vordermanns in der Schlange abzulenken. Endlich war er an der Reihe, beugte sich vorsichtig zum Wasserstrahl vor, drückte sein ausgebeultes blaues Hemd an den Bauch, wurde dann aber durch eine Frau im grünen Kleid abgelenkt. Dadurch bekam er Wasser in die Nase, taumelte schniefend rückwärts, dabei fast über seinen Hund stolpernd, und rauschte in den Bauchladen eines Eisverkäufers. Tim entschuldigte sich, indem er ein Eis kaufte. Der Eisverkäufer fluchte und bedankte sich für das Trinkgeld. Verärgert über sein Malheur riss Tim die Eispackung mit einem Ruck auf, um das Eis dann fallen zu lassen.

 Es war ja nicht so, dass er freiwillig hier war. Aber Tim musste einen Raub verhindern. Ein Raub, der in wenigen Wochen während der Jubiläumsfeier 200 Jahre Museumsinsel« stattfinden sollte. Die kryptischen Hinweise, Zahlenreihen, Symbolrätsel und codierten Botschaften, die er bei seiner Arbeit für den Verfassungsschutz versteckt in den Tiefen sozialer Netzwerke gefunden hatte, hatten ihn zu dieser Schlussfolgerung gebracht. Ein Raub, ausgeführt nicht von gewöhnlichen Kriminellen, sondern von einer Art Sekte, die er bisher nicht kannte, und die dann wer weiß was als nächsten Schritt geplant hatte. Andererseits, sicher war sich Tim keineswegs, im engeren Sinne Beweise für seine These, eindeutige Beweise, die er seinem Chef vorlegen konnte, hatte er noch nicht. Dafür die Sorge, dass er sich eine Verschwörung zusammenbastelte, die es gar nicht gab und er sich dann wieder einmal bei seinen Kollegen mit einem falschen Alarm blamieren würde. Daher hatte er bis jetzt niemandem beim Verfassungsschutz davon erzählt und versuchte, auf eigene Faust zu ermitteln. Für heute hatte er jedoch genug und trat den geordneten Rückzug an. Ein Druck auf die kleine Bedienung an seinem Schlüsselbund und Asimov trabte herbei, damit sie zusammen nach Hause gehen konnten.

2.

Annabel Lindenkamp trug das grüne Kleid, welches sie selbst entworfen hatte, nur zur Probe. Auf einem imaginären roten Teppich wandelnd, lief sie diagonal über den Gendarmenmarkt zu dem Geschäft, das ihre Lieblingspralinen im Angebot hatte. Das Ergebnis des Probeschaulaufens war überaus zufriedenstellend. Menschen allen Alters und Geschlechts drehten sich nach ihr um. Ein kleines Mädchen, dem sie zuzwinkerte, war so abgelenkt, dass es gegen eine große Leuchterlaterne lief, und ein Tollpatsch im blauen Hemd bekleckerte sich am Wasserspender. Sehr gut. Nur einer dieser neumodischen Roboterhunde zeigte keine Regung und taperte mit gesenktem Kopf ungerührt an ihr vorbei. Annabel kaufte ein Eis und betrachtete das große Plakat auf einem Aufsteller vor dem deutschen Dom. Sie hingen jetzt überall in der Stadt. Oben auf dem Plakat stand in goldenen Lettern »200 Jahre Museumsinsel«, darunter in Großaufnahme das Bild eines grünschimmernden Armreifs. Das Exponat war der Star der Jubiläumsausstellung. Erst im Frühjahr hatte man den Armreif aus einem schweren Granitsarkophag geborgen, den man bei Arbeiten zur Elbvertiefung entdeckt hatte. Zuordnen konnte man den Sarkophag der »Gottfried«, die 1822 mit vielen ägyptischen Fundstücken im Sturm gesunken war. Wie sie gelesen hatte, war das Wrack nie gefunden worden. Nur etwas Strandgut, einschließlich einiger Mumien in Holzkisten, die nach dem Sturm an Land gespült worden waren, und 20 Kisten, die damals auf dem Landweg nach Berlin transportiert wurden, hatten die Reise von Ägypten nach Preußen überlebt. Einiges davon hatte man über die Jahre verstreut in den Magazinen verschiedener Museen und Privatsammlungen gefunden und nun wurde der Armreif zusammen mit den anderen Fundstücken das erste Mal in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Annabel wusste das alles so genau, weil sie als Kuratorin für diese Sonderausstellung verantwortlich war. Sie wusste auch, dass einige Kunstsammler für den Armreif, aus ungewöhnlichem Material und mit unbekannten Symbolen markiert, ein ausgewachsenes Vermögen bezahlen würden. Das neue Kleid diente nicht nur der Eitelkeit, Annabel würde sich damit auch, vor aller Augen, mitten im Scheinwerferlicht, verstecken. Jeder würde sich an die charismatische Dame im grünen Gewand erinnern, die die Festrede gehalten hatte. Niemand würde am Ende des Tages vermuten, dass ausgerechnet sie für den Diebstahl des Armreifs verantwortlich war.

3.

Lennard Seefischer hatte von der Aussichtsplattform des französischen Doms einen guten Blick auf den Berliner Gendarmenmarkt. Später wollte er die Museumsinsel besuchen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Das hatte man ihm nahegelegt. Er lehnte sich weit über die Balustrade und betrachtete die Menschen auf dem Platz vor ihm mit angemessener Verächtlichkeit. Viel zu viele Menschen in einem lärmenden Gewimmel vereint. Kaum vorstellbar, dass sie dabei wirklich etwas von ihrer Umgebung wahrnehmen konnten. Vielleicht war das der Grund, warum sie alles akribisch in Bild und Ton dokumentierten. War er auch mal so gewesen? Vor seinem Unfall. Bevor er eine Aufgabe hatte, die über sein unbedeutendes kleines Leben hinausging. Wie lange es den Eternalistischen Rat gab, wusste er nicht genau. Aber er wusste, selten waren sie ihrem Ziel so nahe wie in diesen Tagen, zumindest einen der Armreifen in ihren Besitz zu bringen. Das letzte Mal vor gut 200 Jahren, als alles für die Ankunft der »Gottfried« vorbereitet war. Ein lautes, metallenes Klirren schreckte Lennard auf. Arbeiter waren damit beschäftigt, die Tribüne für ein Open Air Konzert aufzubauen, damit die Zerstreuung am Abend weitergehen konnte. Eine Diva, verkleidet als grüner Farbklecks, stöckelte durch die Menge und ein verschüchterter Mann Mitte 30 ging mit seinem Spielzeughund spazieren. Nein, es war nicht schade, dass es diese Welt in ein paar Wochen nicht mehr geben würde. Nach der großen Umstellung würde die große Ruhe einkehren. Jeder und alles den festen Platz haben, der angemessen war. In einer Gesellschaft mit ewig unveränderbarer und eindeutiger Ordnung. Eine Ordnung, über die sie wachen würden. Und alles, was in dieser Zukunft keinen Platz hatte, und das war einiges, war dann Geschichte. Dafür würden Lennard und die anderen Mitglieder des Rates sich alle Zeit der Welt nehmen, buchstäblich.“


Das Spree-Bild ist ein Auszug aus dem Memhardt Plan von 1652. Es zeigt die Museumsinsel als Gartenanlage, lange bevor 1830 das erste Museum gebaut wurde. Der Begriff Museumsinsel setze sich erst Ende des 19. Jahrhunderts durch, nachdem mit der Alten Nationalgalerie insgesamt drei Museen auf dem Areal standen. 

123 Beiträge
M
Letzter Beitrag von  Moritz_Averdunkvor 3 Monaten

Hallo „KlaraD“, vielen Dank fürs Mitlesen, Mitdiskutieren und deine Rezension. Es freut mich, dass dir das Buch gefallen hat.

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 14 Bibliotheken

von 2 Leser*innen aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks