Moritz Netenjakob Der Boss

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Inhaltsangabe zu „Der Boss“ von Moritz Netenjakob

»Saukomisch, aber nie respektlos, herzlich, romantisch und haarsträubend« Westfalen-Blatt Daniel wurde von seinen 68er-Eltern zu extremer Toleranz gegenüber fremden Kulturen erzogen. Aber was tun, wenn einen die türkische Großfamilie seiner Traumfrau in den Wahnsinn treibt? Als Daniel und Aylin heiraten wollen, fangen die Probleme erst richtig an: Der fundamentalistische Onkel Abdullah wird kurzerhand in Daniels Wohnung einquartiert. Sein Ford Ka wird dreimal am Tag mit Tüll beladen, damit die 1000-Gäste-Hochzeit in einer Leverkusener Industriehalle romantisch wird. Seine Mutter lädt Aylins Eltern an Heiligabend ein – und spricht dann herrlich ungezwungen über Sex. Doch damit nicht genug, denn Tante Emine sagt weitere Desaster voraus – die stehen schließlich im Kaffeesatz. Saukomische Situationen, Figuren zum Liebhaben und geniale Pointen am laufenden Band: Moritz Netenjakob erzählt so witzig und warmherzig vom deutsch-türkischen Kulturclash, dass man am Ende selbst eine türkische Familie haben möchte.

Ganz witzig für Zwischendurch...

— daneegold
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Ein sehr lustiger zweiter Teil. Ab und an war es mir too much, insgesamt aber wirklich unterhaltsam.

— Enni
Enni

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  • Der Boss

    Der Boss
    Eule90

    Eule90

    31. January 2015 um 22:43

    Daniel hat es geschafft: Seine Aylin hat „Ja“ gesagt, sie werden heiraten. Doch er ahnt noch nicht, was es heiß eine Hochzeit zu planen, wenn die Verlobte aus einer türkischen Familie kommt und die eigenen Eltern in ihrem Verhalten nicht unbedingt der Norm entsprechen. Daniel ist nun Teil einer Großfamilie und muss in den nächsten Wochen lernen, dass bei einer türkischen Hochzeit vieles anders ist als bei einer deutschen, dass es aber auch keine Alternativen gibt. Türkisch oder gar nicht! Schon bald muss er feststellen, dass der Ausspruch seiner Verlobten „Entscheide du, du bist der Boss!“ nicht allzu wörtlich zu nehmen ist. Er entscheidet, mit dem Wissen, dass seine Entscheidung auch ihr und ihrer Familie gefallen muss, also entscheidet er eigentlich doch wieder nicht so richtig selber… Kurz vor der Hochzeit geschieht etwas unvorhergesehenes eine Tante von Aylin erleidet einen Herzinfarkt und die Hochzeit droht ins Wasser zu fallen. Denn es ist auf keinen Fall möglich zu heiraten, wenn eine entfernte Verwandte krank ist. Noch dazu muss Daniel einen Onkel von Aylin anlügen, dass er Moslem ist, da dieser ihn sonst nicht akzeptieren würde. Das und viele andere Dinge führen zu Verwirrungen, deren Folgen selbst der Leser nicht unbedingt absehen kann. Daniel muss einiges über sich ergehen lassen, nicht nur Aylins Familie, auch seine Eltern. Die unterhalten sich nicht nur gerne und ungeniert über Sex, sie sind auch so ausländerfreundlich, dass es selbst dem Leser irgendwann peinlich wird. Dieses Buch lässt den Leser aus dem Lachen nicht mehr herauskommen. Ich habe schon sehr bald große Mitgefühle für Daniel und seine Situation entwickelt. Er Manövriert sich ständig in neue Fettnäpfchen hinein und man ist schon bald überzeugt, dass doch bald alles auffliegen muss. Auch ist es nicht leicht mitlesen zu müssen, wie Daniel ständig übergangen wird und die Familie seiner Zukünftigen seine Hochzeit plant, ob es ihm gefällt oder nicht. Am Ende des Buches ist man eigentlich nur noch erleichtert: Erstens kann man endlich mal wieder seine vom Lachen verkrampften Bauchmuskeln lockern und zweitens hat Daniel es endlich geschafft und ist trotzdem glücklich, auch wenn es einige Male im Buch so wirkt, als wäre die Beziehung am Ende. Dieses Buch würde ich jedem empfehlen und auch immer wieder selber lesen! Könnte ich, würde ich auch mehr als 5 Sterne für dieses Buch vergeben!

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  • Multi kulti

    Der Boss
    zauberblume

    zauberblume

    04. September 2014 um 18:08

    Das Cover passt hervorragend zur Geschichte. Hier prallen zwei Kulturen aufeinander. Zur Geschichte: Daniel (von seinen Eltern zu extremer Toleranz erzogen) will Aylin heiraten. Er wünscht sich eine kleine überschaubare Hochzeit, doch Aylins Eltern planen eine riesengroße türkische Hochzeit mit 1000 Gästen oder mehr. Jetzt fangen die Probleme aber erst an. Die ersten am Heiligabend, zu dem Daniels Eltern auch Aylins Eltern einladen und offenherzig über ihr Sexulleben erzählen. Aylins Eltern sind geschockt. Auch über die anderen besonderen Gäste, die an diesem Abend noch anwesend sind. Schließlich quartiert sich Onkel Abdulah bei Daniel ein. Er bekommt einen tollen Anzug für die Hochzeit und Tante Emine sagt Probleme voraus, die sie im Kaffeesatz liest. Aber es soll noch dicker kommen. Daniel wird von seinen zukünftigen türkischen Verwandten regelrecht überrollt. Aber dann ........ Das Buch ist ein absoluter Knüller. Herzerfrischend und humorvoll von Anfang bis Ende. Man fühlt sich richtig hineinversetzt und den ganzen Trubel und man kann sich alles bildlich vorstellen. Ich habe mir an manchen Stellen Tränen gelacht. Es war mein 1. Roman von Moritz Netenjabob, den ich gelesen habe und bestimmt nicht mein letzter. Ich kann das Buch nur bestens empfehlen.

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  • Zwischen "Sikidim" und dem 1. FC Köln

    Der Boss
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. April 2014 um 15:46

    Zum Buch Der Roman "Der Boss" wurde von Moritz Netenjakob geschrieben und erschien 2012 im Verlag "Kiepenheuer & Witsch". In dem Roman geht es um die Hochzeit von Daniel Hagenberger und Aylin Denizoglu. Es ist gleichzeitig der Nachfolgeroman von "Macho Man". Das Cover des Romans ist ähnlich gestaltet wie das seines Vorgängers: Ein nicht gerade attraktiver Mann ist darauf in Unterwäsche zu sehen. In "Der Boss" hat dieser Mann zusätzlich einen Brautstrauß in der Hand, der die Hochzeit symbolisiert. Die jeweiligen Überschriften muten satirisch an, da man sich solch einen Mann, wie er auf dem Cover dargestellt ist, kaum als "Boss" oder "Macho" vorstellen kann. Persönliche Stellungnahme Obwohl dies ein Nachfolgeroman ist, findet man leicht in die Geschichte rein. Der Schreibstil ist sehr humorvoll, es gibt kaum eine Seite, auf der man nicht schmunzeln oder sogar lachen muss. Die kulturellen Unterschiede stellt der Autor mit sehr viel Humor dar und das ein oder andere Mal möchte man mit dem Finger auf eine bestimmte Stelle (etwa die Sprachfehler von Tante Emine) zeigen und laut "Das kenne ich!" ausrufen. Der Autor versteht es, die türkische Kultur sehr überzeugend darzustellen, sodass man das Gefühl hat, direkt mittendrin zu sein. Dabei zielen die Seitenhiebe wirklich nur auf den Humor und dienen nicht dazu, die türkische Kultur bloßzustellen oder sich gegen sie aufzulehnen. Doch auch Spannung steckt mit drin, denn ein ums andere Mal fragt man sich: Kann diese Hochzeit gut gehen? Wie reagieren die Denizoglus auf die Premiere von "Romeo und Julia"? Wird Dimiter Zilnik in dem ganzen Roman mehr sagen als nur drei Sätze? Finden Ingeborg Trutz und Dimiter am Ende des Romans wieder zusammen? Kommt Cems Homosexualität ans Licht? All diese Fragen werden geklärt und das Buch findet insgesamt einen sehr schönen, runden Abschluss. Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gestaltet und bis ins letzte Detail beschrieben, sodass man sie sich wirklich sehr gut vorstellen kann. Man findet zu allen Charakteren Zugang und findet sogar Rüdiger Kleinmüller ein klein wenig amüsant. Fazit Absolut empfehlenswert!

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  • Der Boss

    Der Boss
    Luc

    Luc

    22. November 2013 um 22:43

    Inhalt: Daniel und Aylin wollen heiraten. Er, ein dauerreflektierender deutscher Sprücheklopfer, den sein Hobby in die Werbebranche geführt hat. Sie, eine smarte junge Türkin, die ihren Daniel in die Geheimnisse osmanischen Brauchtums unterweisen will. Im Reisebüro von umtriebigen bald-Schwager Kenan gerät selbst die Suche nach dem passenden Urlaubsort zu einer Odyssee über den Globus. Soll er sich für die Malediven entscheiden? Die Seychellen? Wie immer weiß Daniel das nicht so genau. Blöd, dass Aylin ihn auffordert die Entscheidung zu treffen, nicht nur der Reise wegen, sondern von nun an, für alles, für immer, unumstößlich und Beratungsresistent, wie die Männer in Anatolien eben so sind, soll er der Boss sein. Ausgerechnet Daniel. Er muss in die Rolle des Familienoberhauptes schlüpfen, wird ihm plötzlich bewusst. Wie zum Teufel macht man dass, wo Daheim noch die Barbapapa Poster an der Wand hängen? Ganz und gar aus den Fugen gerät sein Leben, als er einen neuen Job, in seiner alten Werbefirma annehmen soll. Dieses Mal, als Chef. Währenddessen zieht Aylins fundamentalistischer Onkel Abdullah zu ihm in die Wohnung und will ihn auf seine Gottesfürchtigkeit überprüfen. Das Aufeinandertreffen der Kulturen forcieren Daniels toleranzgestählten Eltern, zwei Alt-Achtunsechziger, die in ihrer intellektuellen Abgehobenheit nur noch von dem befreundeten Theaterregisseur Dimiter Zilnik- übrigens eine herrliche Heiner Müller Figur und dessen weinerliche, komplett merkbefreite Nacktmuse Ingeborg Trutz übertroffen werden. Der Weg bis zur tausendköpfigen Hochzeitsfeier in Leverkusen ist weit. Es gilt emotionale Tiefschläge wegzustecken, wilde Autofahrten zu überleben und sexuellen Entzug zu verkraften. Außerdem soll Daniel einem völlig untalentierten dickbäuchigen Brauereierben, den Weg in Deutschlands Starhimmel ebnen. Sonst ist es aus mit den fetten Aufträgen, des Herrn Papa und der Karriere. Meinung: Moritz Netenjakobs Schreibstil erinnert an Tommy Jaud. Ein wahres Gagfeuerwerk wird aneinandergereiht. Zwei Kulturen prallen aufeinander, deren Protagonisten die denkbar gegensätzlichste Haltung zum Leben einnehmen. Wie Onkel Abdullah zu Daniel. Aylins bodenständige Eltern, zu Daniels abgedrehten Bildungsbürgereltern, die partout nicht spießig sein wollen. In Wahrheit jedoch Fundamentalisten der Aufklärung sind und als solche spießiger kaum sein können. Der ein oder andere Lachanfall war bei dem Roman unvermeidlich. Das Ding sprüht nur so von Witz. Einzig die Braut hätte etwas schärfer gezeichnet werden können. Ansonsten spielt Netenjakob gekonnt mit den Klischees und Eigenheiten auf beiden Seiten. Selbst dramaturgisch ist ihm eine feine Leistung zu attestieren, was bei Romanen dieses Genres eher selten ist.

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    claudia_seidel

    claudia_seidel

    18. November 2012 um 15:21

    Das Buch „Der Boss“ von Moritz Netenjakob ist im März 2012 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. Es handelt sich dabei um eine Fortsetzung vom „Macho-Man“, in dem es um das Kennenlernen der beiden Hauptpersonen Daniel und Aylin ging. Ich habe dieses Vorgängerbuch gelesen, aber auch ohne es zu kennen, sollte es kein Problem sein, die Zusammenhänge in „Der Boss“ zu verstehen. Dass beide Bücher zusammengehören, lässt sich aber bereits an der Covergestaltung erkennen, da das Cover von „Der Boss“ sich lediglich durch die türkisgrüne statt pinke Hintergrundfarbe und den Rosenstrauß, den der Mann in Boxershorts in der Hand hält, unterscheidet. Durch dieses Motiv und die Farbwahl ist das Buch recht auffällig. Die beiden Hauptpersonen des Romans sind Daniel und Aylin. Daniel ist Anfang 30, arbeitet in einer Werbeagentur und stammt aus einem Alt-68er-Elternhaus. Aylin dagegen ist Türkin und legt großen Wert auf einen guten Kontakt mit ihrer unüberschaubar großen Familie. Kennengelernt haben sich beide während Daniels Türkeiurlaub, weil Aylin dort ohne das Wissen ihrer Familie in einem Ferienclub als Animateurin jobbte. In „Der Boss“ wollen beide nun heiraten, was natürlich für viele komische Situationen und auch Konfliktpotential sorgt. Schon allein das Aufeinandertreffen von Daniels Eltern, die sehr offen mit Sexualität umgehen und noch weitere unkonventionelle Freunde haben und Aylins muslimischen Eltern bietet jede Menge davon. Da Aylin aber trotzdem viel Wert darauf legt, mit beiden Familien einen guten Kontakt zu pflegen, lässt sich das oft nicht vermeiden. Und zu ihrer engsten Familie gesellen sich immer mehr entferntere Verwandte, die dem Brautpaar natürlich auch mit Rat und Tat zur Seite stehen wollen, was vor allem für Daniel zu einer großen Belastung wird. Dazu kommt die Planung der eigentlichen Feier, die so natürlich als großes türkisches Fest gefeiert werden soll, was im Laufe des Buches noch für viel Stress sorgt, mehr möchte ich aber dazu noch nicht verraten. Mitten drin in diesem Chaos befindet sich Daniel, der sich eigentlich vorgenommen hat, sich in der Beziehung als „der Boss“ zu behaupten, wie er meint, dass es von der türkischen Familie seiner Verlobten und ihr selbst auch erwartet wird. Daher also der Buchtitel. Dass es ihm aber in den seltensten Fällen gelingt, wirklich „der Boss“ zu sein, egal ob im Umgang mit Aylin, deren Großfamilie, seinen Eltern oder in der Werbeagentur, ist keine Überraschung. Als kleine Nebenhandlung ist noch eingebaut, dass Daniel beruflich die Aufgabe bekommen hat, den untalentierten Sohn eines Kölner Brauereibesitzers zu einem Fernsehstar zu machen. Darauf hätte das Buch meiner Meinung nach aber verzichten können, da es nicht allzu viel zur eigentlichen Geschichte beiträgt und ich die Situationen um diesen Möchtegernstar auch etwas plump und weniger witzig finde. Aber das ist Geschmackssache. Insgesamt bietet das Buch viele Übertreibungen und Klischees, sowohl was die türkische Familie angeht, aber auch die Werbeagentur und die Alt-68er-Generation. Ich konnte beim Lesen viel lachen, dennoch wird niemand total ins Lächerliche gezogen, sondern Moritz Netenjakob geht trotz allem respektvoll mit den Eigenarten der jeweils anderen Kultur um. Das mag auch daran liegen, dass er selbst mit einer Türkin verheiratet ist und somit sicher auch häufig miterlebt, wie beide Kulturen aufeinanderprallen, aber auch, dass es wichtig ist, sich gegenseitig mit seinen Eigenheiten zu respektieren. Ich kann das Buch auf jeden Fall jedem empfehlen, der nach einer amüsanten Lektüre sucht. Der Schreibstil des Autors ist leicht verständlich, aber dennoch pointenreich, sodass es sich auch gut im Zug oder am Strand lesen lässt.

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    maxibiene

    maxibiene

    22. October 2012 um 20:42

    Nur noch wenige Wochen und Daniel ist mit seiner Traumfrau verheiratet. Mit der Vorbereitung des großen Ereignisses sind nicht nur die unmittelbaren Familienmitglieder von Aylin, sondern die gesamte Verwandtschaft und Bekanntschaft der Familie Denizoglu beschäftigt. Das gegenseitige Kennenlernen der Familien von Daniel und Aylin gestaltet sich hingegen etwas schwierig, denn mit den Gepflogenheiten und Traditionen der türkischen Familie können sich Daniels Eltern nicht ganz so vereinbaren. Umgekehrt ist es natürlich genauso. Familie Denizoglu kann sich nur schwer mit der Freizügigkeit von Daniels Eltern abfinden. Und so wird Daniel immer klarer, dass er, wenn er Aylin heiratet, die Familie und die Angehörigen mit dazu heiratet. Moritz Netenjakob hat es auch mit seinem Fortsetzungsroman "Der Boss" geschafft, ein überaus amüsantes Werk zu präsentieren. Die Kulturen, die hier aufeinander prallen, sorgen für genügend Zündstoff und für eine gut ausgereifte Story. Neben dem freizügigen, aber auch teilweise spießigen Verhalten der Deutschen steht im krassen Gegensatz dazu das familiäre und traditionsgebundene Verhalten der Türken. Dass das Ganze nicht ohne gewisse Komplikationen abgeht, versteht sich fast von selbst. Mit viel Witz und einer Spur von Ironie zeigt der Autor, zu welchen Missverständnissen es mit den Verständigungsproblemen kommen kann. Moritz Netenjakob zeigt, wie aus dem schüchternen und steifen Daniel ein selbstbewusster Mann wird, dem es aber wiederum wegen mancher Verständigungsprobleme schwer gemacht wird, sich treu zu bleiben. Für die Familie tut man eben alles, vor allem, wenn es um die Familie von Aylin geht. Da greift man auch mal zur Notlüge, auch zu zwei oder mehr. Nur dass Daniel damit ein Problem hat, versteht Aylin nicht, sodass die Beziehung schließlich auf eine harte Probe gestellt wird. Obwohl es zum Ende der Story um sehr viel Herz und Schmerz ging und auch das Auge nicht trocken blieb, ist für mich "Der Boss" wieder ein spritziges und witziges Machwerk, das unbedingt, aber erst nach Macho Man, gelesen werden muss.

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    Obadja

    Obadja

    29. August 2012 um 23:22

    Das Buch ist witzig geschrieben, lässt sich leicht und schnell lesen und gibt einen amüsanten Blick auf die deutsch-türkische Kultur, was zwar teilweise schon ins stereotype geht, dabei aber immer witzig bleibt und nicht verletzend, oder lustig-machend, ist.
    Insgesamt nettes Lesevergnügen.

  • Leserunde zu "Sieben Tage ohne" von Monika Peetz

    Sieben Tage ohne
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Mit dem Juni geht unsere LovelyBooks Lesechallenge in eine neue Runde und diesmal haben wir Euch passend zum Sommer einen wunderbaren Unterhaltungsroman voller Liebe, Probleme und Humor mitgebracht: "Sieben Tage ohne" von Monika Peetz: Die Dienstagsfrauen gehen fasten. Fünf ungleiche Freundinnen, ein gemeinsames Ziel: Entschleunigen, entschlacken, abspecken, so lautet das Gebot der Stunde. Zu ihrem jährlichen Ausflug checken die Dienstagsfrauen im einsam gelegenen Burghotel Achenkirch zum Heilfasten ein. Sieben Tage ohne Ablenkung. Kein Telefon, kein Internet, keine Männer, keine familiären Anforderungen und beruflichen Verpflichtungen. Leider auch sieben Tage ohne Essen. Theoretisch jedenfalls. Quälender Heißhunger, starre Regeln und nachreisende Probleme führen zu immer neuen Heimlichkeiten und gefährden jeden Therapieerfolg. Statt Entspannung gibt es Missverständnisse, Streit und schlaflose Nächte. Die schwerste Prüfung jedoch steht Eva bevor. Hinter den dicken Burgmauern begibt sie sich auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater. Sie entdeckt, dass man manche Familiengeheimnisse besser ruhen ließe ... Genau die passende Unterhaltung für die kommenden Sonnenstunden, völlig unabhängig davon, ob man den ersten Teil bereits kennt! Wie immer könnt Ihr zusammen mit allen anderen Mitlesern in der Leserunde über das Buch diskutieren und nebenbei 50 Leseexemplare gewinnen!  Hast Du Lust dabei zu sein, tolle Aufgaben zu lösen und Dich zum fleißigsten Mitglied auf der Challengeliste hochzuarbeiten? Nimmst Du die Herausforderung an? Dann melde Dich gleich in diesem Unterthema an und nimm dabei auch an der Verlosung von 50 Leseexemplaren von "Sieben Tage ohne" teil! (Bewerbungsfrist läuft bis einschließlich 05. Juni 2012) Übrigens: die Schnellsten werden belohnt! Die ersten 100 Anmeldungen für die LovelyBooks Lesechallenge im Juni erhalten zusätzlich 100 Extrapunkte als Startkapital. Eure Beiträge zählen nur, wenn sie im jeweils passenden Unterthema geschrieben wurden! Wenn ihr seht, dass einer Eurer Beiträge im falschen Unterthema steht, verschiebt ihn bitte nicht, sondern löscht ihn und schreibt ihn neu!

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    • 1191
  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    ManfredsBuecherregal

    ManfredsBuecherregal

    11. June 2012 um 21:49

    Daniel ist am Ziel: Aylin, seine Traumfrau hat Ja gesagt! Die Planung für die Hochzeit läuft auf Hochtouren. Doch schon wie im ersten Teil von Daniels turbulenter Geschichte, muss der Arme erfahren, das in der türkischen Großfamilie eben doch alles etwas anders abläuft. Sei es nun das einfache Planen der Hochzeitsreise oder die schwerwiegende Entscheidungen, wer denn nun überhaupt erst eingeladen - und vor allem, wer neben wem oder besser gesagt, neben wem nicht sitzen darf. Dann der erste Besuch von Aylins Eltern bei Daniels Eltern. Oder die nicht enden wollende Anzahl von Verwandten Aylins. All dies führt, wie auch schon im ersten Buch, zu sehr unterhaltsamen Verwicklungen, Missverständnissen und seltsamen Situationen. Mir hat der Nachfolger von „Macho Man“ gut gefallen. Wie schon im ersten Teil habe ich immer wieder herzhaft gelacht. Natürlich sind es auch dieses Mal wieder besonders die beiden unterschiedlichen Auffassungen von Familienleben, die das Ganze so lustig machen. Und so lässt Netenjakob auch kein Klischee aus. Dies jedoch auf eine liebenswerte und sehr unterhaltsame Art. Wem der erste Teil gefallen hat, wird sich auch bei „Der Boss“ gut unterhalten fühlen.

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    Tinkers

    Tinkers

    17. May 2012 um 19:43

    vallaha, kreisch, deutsch-türkische Hochzeit „Der Boss“ von Moritz Netenjakob, erschienen 2012 bei Kiepenheuer & Witsch gewährt uns endlich wieder neue Einblicke in das Leben von Daniel und Aylin, einem deutsch-türkischen Pärchen, das seine große Liebe lockerflockig ausleben könnte, wenn es nicht die liebe Verwandtschaft gäbe. Daniels Eltern sind antiautoritäre Hardcore-68er und Aylin wuchs in einer typisch türkischen Großfamilie auf. Nun stehen Daniel und Aylin kurz vor ihrer Hochzeit und erleben alle möglichen Dinge, die ihre Liebe und ihren Zusammenhalt auf die Probe stellen. Es beginnt mit der Auswahl des Flitterwochen-Ziels, geht über verschobene Hochzeitstermine und endet beinahe mit einer Trennung… und an allem sind die unterschiedlichen Kulturen der Verwandtschaft schuld! Dazu kommt noch Daniels Selbstfindung, die die Sache noch komplizierter macht. Ist er nun ein angepasstes Weichei oder kann er sich gegen alle äußeren Einflüsse behaupten und durchsetzen??? Das ganze Buch ist wieder mal brüllend komisch, es strotzt vor Übertreibungen und Klischees und verteilt gerecht kleine Spitzen mit deutlichem Augenzwinkern in beide Richtungen !!! Netenjakob schreibt in einem sehr leichten Stil, der einen dennoch fesselt und nicht mehr los lässt. Der Humor ist teils sarkastisch, manchmal sehr spitz, aber trotzdem immer noch respektvoll und charmant. Der Autor selbst ist mit einer Türkin liiert, die ihm offensichtlich auch bei einigen gut ausgewählten Redewendungen geholfen hat. Im Vorgänger „ Macho-Man“ (2009, ebenfalls Kiepenheuer & Witsch) lernt man die meisten Beteiligten schon gut kennen, man kann aber auch ohne dessen Lektüre „Der Boss“ lesen und findet sich sehr schnell zurecht. Beide Cover sind gleich, bis auf die Farbe (Macho-Man pink, Der Boss grün) und den Brautstrauß für den 2. Teil. Das finde ich sehr gelungen, denn dadurch wusste ich sofort, dass es eine Fortsetzung ist. Ich hoffe, dass es noch mehr Fortsetzungen gibt, denn auch „Der Boss“ ist wieder ein äußerst gelungenes Buch für die lauten Lacher und die orientalischen Momente im Leben.

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    kolokele

    kolokele

    Aylin und Daniel wollen heiraten, Aylin ist Türkin und Daniel Deutscher, Aylin hat eine traditionell türkische (große) Familie, Daniel hat intellektuelle 68er-Eltern und eine verwirrte Oma. Das Buch handelt zum großen Teil von den Hochzeitsvorbereitungen bzw. insgesamt der Zeit vor der Hochzeit, die aufgrund besonderer Vorkommnisse (ich verrate mal nichts genaues) nicht wie geplant stattfinden kann, sondern...? Ja, das muss man lesen. Ich habe schon bei "Macho Mann", dem Vorgängerbuch, laut gelacht. Hatte ehrlich gesagt nicht mit einer Fortsetzung gerechnet und bin jetzt wieder so begeistert, dass ich es sicher weiterempfehlen werde. Vor allem die Darstellung der extrem gegensätzlichen Familien, die Klischees, an denen sicher mehr Wahres dran ist, als einem lieb ist, großartig. Und das Buch hat dadurch auch eine tolle Message, so verschiedenen die Menschen auch sind, die hier aufeinander treffen, sie scheitern nicht daran, sondern man erlebt es mit ihnen als Bereicherung. Das Buch ist unglaublich unterhaltsam und witzig geschrieben, ohne platt zu werden. Es bleibt nur zu fragen: Wann kommt Band 3?

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    Bei "Der Boss" von Moritz Netenjakob handelt es sich um eine Fortsetzung des Romans "Macho Man", in dem sich Daniel und Aylin in einem Club in der Türkei, wo Daniels bester Freund Mark als Animateur arbeitet, kennen und lieben lernen. Zurück in Deutschland treffen bereits im ersten Roman Welten aufeinander. In der Fortsetzung nun wird der Leser mit Countdown in die Situation kurz vor der Hochzeit der beiden versetzt und erneut mit den kulturellen Unterschieden konfrontiert, was für einen Spannungs- und Unterhaltungskick von Anfang bis Ende sorgt. Ich fand schon "Macho Man" sehr unterhaltsam, aber mit "Der Boss" ist Netenjakob eine Steigerung gelungen. Man kann sich sofort mit dem Protagonisten Daniel identifizieren, sieht aber gleichzeitig auch die andere Seite der Medaille durch Aylins Perspektive. Diese hat sich zwar im Alltag von vielen Zwängen lösen können, ist aber dennoch mit ihrer Großfamilie und ihren Wurzeln sehr eng verbunden. Es tauchen nach und nach immer wieder Konfliktsituationen auf, die alleine durch den Unterschied der beiden Kulturen begründet sind. Netenjakob hat genau diese Unterschiede haarfein herausgearbeitet und es ist ihm gelungen, Gemeinsamkeiten zu finden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Ich kann beide Bücher als lockere Unterhaltungsliteratur empfehlen, und zwar uneingeschränkt! Vielleicht gibt es ja irgendwann einen dritten Band über ein gemeinsames Kind - ich würde ihn sofort lesen!

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    aba

    aba

    25. April 2012 um 19:43
  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    aba

    aba

    25. April 2012 um 19:43

    *Es ist so schwer, ein Deutscher zu sein…* Daniel ist verliebt, und zwar in der schönsten Frau der Welt: Aylin. Bald heiratet er sie und so wird er der glücklichste Mann der Welt sein. Aber Aylin ist türkisch und wenn man eine türkische Frau heiratet, heiratet man auch ihre ganze Familie, und da Aylins Familie eine ganz normale türkische Familie ist, bekommt Daniel durch die Vermählung ungefähr 500 enge Verwandten und jeder einzelne dieser Familienmitglieder hat Mitspracherecht in jedem Aspekt seiner Beziehung zu Aylin. Sogar für einen Kölner wie Daniel, der eigentlich an den rheinischen Frohsinn gewöhnt sein müsste, ist das eine Erfahrung, die nur mit einer „Nahbegegnung der dritten Art“ vergleichbar wäre. Mit „Der Boss“ setzt Moritz Netenjakob den Erfolg von „Macho Man“ fort. Als ich erfahren habe, dass „Der Boss“ erschienen ist, habe ich mich sehr gefreut, denn schon bei „Macho Man“ hatte ich großen Spaß. Und ich wurde nicht enttäuscht: Daniel und seine türkische Familie haben mir die lustigsten Lesestunden in den letzten Wochen beschert. Moritz Netenjakob kann aus einem trüben Tag einen Tag der Freude machen. Beim Lesen vergisst man alles um sich herum und das heißt: Genießen! „Der Boss“ ist eine wunderbar erfrischende Geschichte mit viel Witz und Charme. Eine Geschichte über einen jungen Mann, der dem Zauber seiner Verlobten komplett ausgeliefert ist und der sich irgendwann zugestehen muss, dass nichts stärker ist als eine türkische Familie und dass er im Begriff ist, als deren Mitglied akzeptiert und aufgenommen zu werden. Als Mitglied einer Gemeinschaft, in der das Wort „Individuum“ keine Bedeutung hat. Ja, ich habe gelacht, ich habe sehr viel gelacht. So gut beschreibt Netenjakob die Abenteuer des willenlosen Einzelkindes Daniel im Schoß von Aylins Familie. „Der Boss“ ist ein sehr schönes Buch, ein Kölner Märchen, in dem sehr liebevolle Menschen die Hauptrolle spielen. So eine türkische Familie wünsche ich mir für „Zwischendurch“. Wenn ich traurig bin, werde ich von ihr aufgemuntert, wenn ich krank bin, werde ich aufgepäppelt, wenn ich hungrig bin, gefüttert. Aber vor allem würde das für mich heißen: nie wieder Langeweile! Wenn Sie mal wieder richtig schön lachen möchten, lesen Sie „Der Boss“ von Moritz Netenjakob. Aber ich warne Sie: Sind Sie einer von diesen Menschen, die es nicht mögen, in der Öffentlichkeit beobachtet zu werden? Dann lesen Sie dieses Buch nur bei Ihnen zu Hause, denn es könnte passieren, dass Sie sich das Lachen nicht verkneifen können, und wenn Sie gerade im Bus oder in der Bahn sitzen, werden Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Mitmenschen auf sich ziehen. Das wird in Köln nicht so schlimm sein, aber wenn Sie, so wie ich, im hohen Norden leben, könnte das sogar unter „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ fallen.

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    KingDom

    KingDom

    25. April 2012 um 16:20

    Voller Vorfreude habe ich mich auf den Nachfolger des Netenjakob'schen Erstlingswerkes "Macho Man" gestürzt und wurde keinesfalls enttäuscht! Nachdem Daniel im ersten Band erfolgreich um die Gunst seiner türkischen Traumfrau Aylin gekämpft hat, steht jetzt der Höhepunkt ihrer Beziehung an: die Hochzeit! Aber wie das so ist, wenn zwei so unterschiedliche Kulturen wie die deutsche und die türkische aufeinandertreffen, sind Komplikationen natürlich vorprogrammiert. Und genau diese machen das Buch so lustig! Während auf der einen Seite die deutsche Sachlichkeit und Faktenorientiertheit vorherrscht (Daniels Eltern und deren Freunde bieten hierfür ein Paradebeispiel), läuft bei Aylins Familie alles wesentlich emotionaler und pompöser ab. Beide Familien trifft dementsprechend bei der Annäherung aneinander ein echter Kulturschock. Auch Aylin und Daniel müssen zeigen, wie gut sie sich in die fremde Kultur des Partners und deren Gepflogenheiten integrieren können... Ich muss sagen, dass "Der Boss" den Vorgänger fast nochmal toppt - wobei ich den schon ziemlich überragend fand. Die Charaktere sind einfach genial: Von Daniels sachlichen Eltern über seine lustigen Kölschen Arbeitskollegen und einen norddeutschen Standesbeamten bis hin zu Aylins leicht durchgedrehter Familie. Auch der lockere und lustige Schreibstil trägt sein Übriges dazu bei, dass man beim Lesen teilweise laut auflachen muss. Hochanspruchsvoll ist das Ganze jetzt sicherlich nicht, aber als leichte Unterhaltung für zwischendurch optimal geeignet!

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  • Rezension zu "Der Boss" von Moritz Netenjakob

    Der Boss
    Sarista

    Sarista

    19. April 2012 um 22:51

    Inhalt: Nachdem sich Daniel im ersten Teil „Macho-Man“ seine Traumfrau Aylin erkämpft hat, gerade weil er ein Weichei und kein Macho ist, fangen jetzt die Probleme erst richtig an. Die Hochzeit steht vor der Tür und die Kulturen treffen unabdingbar aufeinander. Sei es beim gemeinsamen Weihnachtsfest oder auf der Krankenstation: das Zusammenführen so verschiedener Lebensstile bringt Daniel an den Rande eines Nervenzusammenbruches und gefährdet immer stärker seine Hochzeit mit Aylin. Gestaltung: Das Cover von „Der Boss“ ist optisch an den Vorgänger angelehnt, ebenso schlicht gehalten und gerade dadurch sehr passend. Diesmal ist es allerdings kein Taschenbuch, sondern ein broschiertes Buch, was für den Leser jedoch keinen Unterschied macht, außer dass das Buch von der Größe nicht zum ersten passt und 5€ teurer ist. Meine Meinung: Auch mit seinem zweiten Roman um den sympathischen Daniel ist Moritz Netenjakob wieder ein ausgesprochen witziges Buch gelungen. Die Mischung aus Daniels Familien- und Freundeskreis mit der verzweigten türkischen Großfamilie sorgt für die absurdesten Situationen und beim Leser für regelrechte Lachkrämpfe. Auch nachdenkliche und traurige Szenen in Daniels Selbstfindung gelingen dem Autor sehr gut und die knapp 300 Seiten boten durchweg gute Unterhaltung. Der Schreibstil und die Charaktergestaltung überzeugten ebenfalls. Das Buch ist aus Sicht Daniels geschrieben und sein wunderbar sarkastisch, selbstkritischer Stil mit teils herrlich absurden Gedankengängen macht Spaß beim Lesen. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass über jedem Kapitel eine zeitliche Einordnung im Stile von „Zwanzig Sekunden nach dem Schock“ und „Noch 15 Stunden, 30 Minuten bis zur Hochzeit“ stand. Die unterschiedlichen Charaktere, besonders die Verwandtschaft von Aylin trägt den Rest zum Lesevergnügen bei. Allerdings sind diese im zweiten Teil schon fast zu absurd. Einige Szenen wirkten dadurch schlicht und ergreifend übertrieben und unglaubwürdig. Außerdem konnte die Handlung dahinter nicht so sehr überzeugen wie im ersten Teil, war nicht ganz so spannend und unvorhergesehen. Fazit: „Der Boss“ ist ein wirklich lustiger Roman und auch wenn er nicht ganz an den Vorgänger heranreicht durchaus empfehlenswert. Daniels Geschichte geht turbulent weiter und der Leser wird sehr gut unterhalten. Durch die kleinen Schwächen in der Handlung und den absurden Charakteren zieh ich einen Punkt ab, aber trotzdem war es ein sehr gutes Buch und ich freu mich auf den dritten Roman von Moritz Netenjakob.

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