Moritz Rinke Die Nibelungen

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Inhaltsangabe zu „Die Nibelungen“ von Moritz Rinke

„Uns wurde in alten Mären von Wundern viel erzählt. Nun aber könnte ein anderes Wunder, eine andere Welt und ein neues Endspiel beginnen.“ (Peter von Becker) Im Auftrag der Stadt Worms schrieb Moritz Rinke eine moderne Version der „Nibelungen“; 2002 wurden die dortigen Nibelungen-Festspiele mit der Uraufführung seines Stücks eröffnet. Nach vier erfolgreichen Festspieljahren hat Rinke den Stoff nun noch einmal komplett neu gefasst: „Siegfrieds Frauen“ wurde 2006 uraufgeführt, gefolgt von „Die letzten Tage von Burgund“ im Jahr 2007. Mit dieser Ausgabe liegt Rinkes Neufassung seines Erfolgsstücks nun endlich vor, begleitet von einem Nachwort des Romanciers und Dramatikers John von Düffel. „So gleichermaßen menschlich und monströs, so glaubwürdig und abgründig, so ungeheuerlich und gegenwärtig wie in Rinkes Doppeldrama ist die Nibelungen-Sage nie zuvor erzählt worden.“ (John von Düffel)

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  • "Menschen, die sich lieben, müssen ein Werk erschaffen oder jeder drei Leute retten!"

    Die Nibelungen
    annepei

    annepei

    01. July 2015 um 00:49

    "Menschen, die sich lieben, müssen ein Werk erschaffen oder jeder drei Leute retten!" Kurze Eckdaten: Das Theaterstück "Die Nibelungen" wurde 2002 anlässlich der Wormser Festspiele (Nibelungen Festspiele, da Worms = Schauplatz des Nibelungenliedes) von Moritz Rinke geschrieben mit dem Auftrag, den Nibelungen neues Leben einzuhauchen. Für den geneigten Leser erschien das Buch dazu im rowohlt Verlag. Handlung in 3 Sätzen mit Nennung des Titels: Im Königreich Burgund reitet der großklappige Siegfried ein, um die schöne Kriemhild zu erobern, dafür muss er jedoch erst Kriemhilds Bruder König Gunther durch eine List zu seiner biestigen Traumfrau Brünhild verhelfen. Kriemhild strebt nach Macht, um ihre Idee eines neuen Staates umzusetzen, von dem sie keine Ahnung hat, wie er überhaupt aussehen soll. Weil Kriemhild mehrmals die Klappe weder halten kann, noch will, muss erst Siegfried sterben und dann hetzt sie ihren neuen Ehemann Etzel gegen die Nibelungen (die Nibelungen sind immer die, die gerade den Nibelungenschatz haben, also da gerade die Burgunder), die eigentlich ihre Brüder sind und daraus folgt ein fröhliches Abschlachten. Meine bescheidene Meinung Da es sich hier um ein Theaterstück handelt, welches das Nibelungenlied nicht nacherzählt, sondern nur seine Schlüsselstellen zitiert und karikiert, empfehle ich für den vollständigen Genuss, zuerst das Original zu lesen. Beim Nibelungen Lied handelte es sich um einen Heldenepos, in Moritz Rinkes Nibelungen kann man hingegen 5mal lesen und wird trotzdem keine Helden finden. Jede Figur ist mit einer speziellen Macke ausgestattet und den Nibelungen aus dem mittelhochdeutschen Lied wäre es sicher mächtig peinlich, in den Spiegel zu schauen, den Rinke ihnen hier aufhängt. Einerseits will er die Nibelungen damit wohl entstauben und auch jüngeren Generationen zugänglich machen, andererseits will er sich von gewissen Vereinnahmungen distanzieren *hust aus Richtung rechts *hust.  Rinkes humoristische Herangehensweise an die Nibelungen, die normalerweise so überhaupt nicht witzig und selbstironisch sind, besticht durch Originalität, auch wenn die Pointen teilweise ins Zotige abdriften und albern werden. Das Ende ist jedoch gewohnt düster, denn was lässt sich an gnadenlosem Gemetzel noch Lustiges finden? Allerdings wagt Rinke ganz zum Schluss nochmal einen bemerkenswerten Ausbruch aus dem "Alle tot"-Ende des Originals. Empfehlung: Lesen/sich im Theater ansehen sollte dieses Stück jeder, der einen neuen Blickwinkel auf eins der wichtigsten Literaturerzeugnisse Deutschlands sucht. Nicht lesen/sich im Theater ansehen sollte dieses Stück jeder, der sich, seine Nationalität und natürlich das Nibelungenlied zu ernst nimmt. Zeit für Zahlen: 4 von 5 Malvenflanzen

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