Moritz Uslar

 3.8 Sterne bei 51 Bewertungen
Autor von 100 Fragen, Deutschboden und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Moritz Uslar

100 Fragen

100 Fragen

 (25)
Erschienen am 19.05.2004
Deutschboden

Deutschboden

 (22)
Erschienen am 05.04.2012
99 Fragen an

99 Fragen an

 (0)
Erschienen am 18.06.2014
Auf ein Frühstücksei mit...

Auf ein Frühstücksei mit...

 (0)
Erschienen am 07.09.2017

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Rezension zu "Deutschboden" von Moritz Uslar

Molle Royal
Eiseisbabyvor 5 Jahren

Letztes Jahr fuhr ich mit einem guten Freund seit Urzeiten mal wieder raus, aufs platte Land vor Berlin. Wir wollten uns ein ehemaliges Kasernengelände der Sowjetarmee anschauen, verirrten uns zwischen Ameisenhügeln, aßen unsere mitgebrachte Stullen zwischen bröckelndem Mauerwerk und verwilderter Natur und hatten am Nachmittag vor lauter großartiger Herummarschiererei in der riesigen, öden, von rostigen Baggern, Fäulnis und Termiten bedrohten Vergangenheit trotzdem so viel Hunger, dass wir beschlossen, ein echtes Abenteuer zu wagen: nämlich irgendwo da, im Brandenburgischen einzukehren, ohne Plan, mit der Naivität typischer Westjungs. Wir folgten spontan einem Straßenschild mit der Aufschrift „Landgasthof“, das uns irgendwie immer weiter in den Wald führte. Die Straßen waren bald so schlecht, dass wir nur noch Tempo 10 fahren konnten. Eine halbe Stunde lang Tempo 10.  Mit knurrenden Mägen und der (wie sich später herausstellte) vollkommen unberechtigten Hoffnung auf ein deftiges Ostgericht. Dort, auf dieser wüsten Kopfsteinpflasterstraße stand auf einmal ein Schild mit der Aufschrift „Deutschboden 1KM“.  Mein Kumpel freute sich wie Bolle über dieses Schild, denn er war immer der Meinung gewesen, das dieser Ort eine geile Erfindung von Moritz von Uslar sei. Toll, sagt er zu mir immer wieder: dieses Deutschboden gibt es wirklich, Wahnsinn. Wir bogen aber nicht dorthin ab. Wir fanden auch keinen Landgasthof. Wir verschlangen stattdessen eine Rostbratwurst mit Bier im ElDorado, einer Westernstadt mit angeschlossener Mini-Quad-Bahn und einem angeblich echten Plattfuß Indianer, der uns ein paar Worte in seiner Muttersprache beibrachte. Zurück, vollkommen erschöpft und verwirrt, beschloss ich dieses Buch von Uslar zu lesen, auch wenn ich seine Art Interviews mit Prominenten zu führen und immer irgendwie SAUCOOL  drauf sein zu müssen vollkommen UEBER hatte. Nun, über ein Jahr danach, habe ich es endlich getan. Was soll ich sagen. Es ist eine der besten Entscheidungen gewesen, die ich seit langem getroffen habe. Dieses Buch, das Moritz kluger Weise im Beisatz eine „teilnehmende Beobachtung“ nennt, ist eine so gut gemachte, lustige, traurige, verdammt schöne und vielleicht auch irgendwie manchmal erfundene Reportage, ein geniales Stück OST-GONZO. Es sollte Pflichtlektüre an allen Schulen Deutschlands werden, soviel Lehrreiches (aber nicht Lehrhaftes) und so viel Wahrhaftiges und Zartheit ist darin, dass man von Uslar am Ende drücken und ihm den Hut geraderücken und mit nach Schröders rübergehen möchte. Ein Molle trinken. Mit Blocki, Raoul, Rampa und den anderen, die Deutschboden so lieben, ohne es jemals besucht zu haben. Scheinwerferaus. Faustballen. LESEN.                 

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Rezension zu "100 Fragen" von Moritz Uslar

Rezension zu "100 Fragen" von Moritz von Uslar
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Geistreich und witzig, aber doch nicht so originell wie man es erwartet.

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Rezension zu "Deutschboden" von Moritz Uslar

Rezension zu "Deutschboden" von Moritz von Uslar
schmoeker-rikevor 6 Jahren

Moritz von Uslar zieht für einige Monate aus Berlin in die Brandenburger Provinz um das Leben dort kennenzulernen. Über den Sportverein klappt das nicht, aber an den Theken lernt er die Männer der ostdeutschen Provinz kennen und beschreibt die Begegnungen und Gespräche mit seinen Protagonisten, deren Leben teilweise aus Abhängen und Sprücheklopfen besteht.
Dabei geht er respektvoll und anerkennend mit seinen "Helden" um, er macht sie weder lächerlich noch verrät er sie. Er schreibt sehr anschaulich, man sieht seine Bekannten durch seine Augen und kann sich die Menschen gut vorstellen.
Ich habe durch dieses Buch eine plastische Vorstellung bekommen, wie das Leben in der ostdeutschen Provinz für vielen aussehen könnte, und habe den Erkenntnisgewinn, daß Menschen, die zB in Gruppen an Tankstellen herumlungern, sehr wohl interessante und intelligente Menschen sein können, das meine ich jetzt ganz ernst und selbstkritisch. Ein wirklich gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der wissen möchte, wie andere in unserem Land leben

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