Neue Rezensionen zu Morten A. Strøksnes

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Der Trick ist gut: Ein Sachbuch mit Rahmenhandlung. Schnell ist klar, dass es das ganze Buch brauchen wird, bis der Eishai gefangen oder nicht gefangen ist. Und bald ist dann auch klar: Der Autor hat sich nicht nur informiert, sondern durch Schichten von Wissen, Geschichte und Geschichten gearbeitet. Und zwar gründlich und nahezu überall. Schön zu lesen, Infos wunderbar eingepackt. Macht neugierig auf mehr Meer.

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Rezension zu "Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen" von Morten A. Strøksnes

'In der Tiefsee ist das Leben wie ein Traum, aus dem man nur langsam erwacht.‘
sabatayn76vor 6 Monaten

‚Es waren bis heute mehr Menschen im All als in der Tiefsee. Die Oberfläche des Mondes, ja sogar die ausgetrockneten Seen des Mars kennen wir besser. In der Tiefsee ist das Leben wie ein Traum, aus dem man nur langsam erwacht.‘

Die langjährigen Freunde Morton und Hugo machen sich mittels Schlauchboot auf den Weg in den Nordatlantik, um dort einen Eishai zu fangen. Während sie darauf warten, dass ein Fisch auftaucht, erzählt Morten A. Strøksnes vom Meer und all seinen Facetten: von Mythen und Legenden, Leben in der Tiefsee und Biolumineszenz, Walen und Walfang, Winden und Seefahrt, Sternbildern und der Entstehung des Universums, Literatur und Expeditionen, Leuchttürmen und Seeungeheuern, Lofoten und Fossilien, Seeigeln und Springflut, Massensterben und Evolution.

‚Das Buch vom Meer‘, dessen kompletter Titel ‚Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen‘ lautet, ist bereits das neunte Buch von Strøksnes, der in Kirkenes an der Barentsee geboren wurde und heute in Oslo lebt.

Obwohl das Hörbuch sehr stimmungsvoll mit Walgesängen beginnt und die Beschreibungen von Anfang an sehr lebendig waren und die Imagination anregen, habe ich eine Weile gebraucht, bis ich mich in das Hörbuch eingefunden hatte. Doch dann war ich regelrecht verzaubert von Strøksnes‘ Erzählstil und den vielen Geschichten rund ums Meer, die den Hörer in fremde Welten und vergangene Zeiten entführen.

Strøksnes zeigt in seinem Buch die Magie der Meere und ihrer Bewohner - zum Einen durch die Erwähnung von Mythologie und von Legenden, zum Anderen durch die Verdeutlichung, welchen Zauber die Naturwissenschaften ausüben, wie magisch und fesselnd Biologie, Paläontologie usw. sind, wie sie den Hörer staunen und fasziniert aufs Meer schauen lassen.

Strøksnes zeichnet ein umfassendes Bild vom Meer und von damit assoziierten Themen, und damit ist ‚Das Buch vom Meer‘ meiner Meinung nach nicht nur ein stimmungsvolles Hörbuch, sondern auch ein Sachbuch, mit dem man viel Wissen erlangen und das man immer und immer wieder hören kann, weil es so viel Input bietet.

Auch die Interpretation durch Shenja Lacher und Stefan Wilkening hat mir sehr gut gefallen, so dass das Hörbuch ein echtes Hörerlebnis ist und ich ‚Das Buch vom Meer‘ voll und ganz empfehlen kann.

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Flufs avatar

Zwar findet man dieses Buch in der Abteilung der Sachbücher, jedoch hat man nicht unbedingt das Gefühl ein solches zu lesen. 


„Das Buch vom Meer“ nahm ich in die Hand, weil es blau ist und das Wort „Meer“ mich immer catcht - auch wenn's blöd klingt ;-)

Der Subtitel „Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen“ ließ eine witzige Geschichte vermuten und so fand es den Weg in mein Bücherregal. (Das es sich um ein Sachbuch handelt, habe ich ehrlichgesagt zu dem Zeitpunkt gar nicht gecheckt...)

Für ein Sachbuch ist es sehr spannend geschrieben, denn man will immer wissen, was als nächsten passiert. Ab und zu plätscherte es ein bisschen vor sich hin aber ich fühlte mich ganz gut unterhalten und konnte nahezu den Wind pfeifen und das Meer rauschen hören. 

Über den Inhalt will ich hier nicht viel schreiben, nur so viel: es geht um das Meer in seiner ganzen Schön- aber auch Rauheit, eine Männerfreundschaft und einen Traum. Das Ende kam etwas überraschend, da noch einige Seiten Anmerkungen folgten - allerdings wurde ich vom Buch ausgetrickst, denn ich dachte ja da kommen noch ein paar Seiten... ;-) 

Ein gutes Buch aber kein Abenteuerroman. Wenn die Erwartungshaltung stimmt, lohnt es sich.

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