Per Anhalter nach Indien

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Eine wundervolle Mischung aus Reiseführer und Erlebnisbericht.

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spannende Reise - spannend erzählt

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Per Anhalter nach Indien"

Auf einem packenden Roadtrip reisen Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma durch die Türkei, den Iran und Pakistan. Sie erfahren überwältigende Gastfreundschaft und Herzlichkeit, sehen sich aber auch korrupten Beamten gegenüber. Sie feiern illegale Partys im Iran, werden von Sandstürmen heimgesucht, treffen die Mafia, Studenten und Journalisten, Soldaten und Prediger. Per Anhalter erkunden sie den Nahen Osten bis zum indischen Subkontinent und lassen dabei keine Mitfahrgelegenheit aus. Intensiv erleben sie die Vielfalt der Landschaften und Kulturen. Unvoreingenommen und wissbegierig, ohne unnötigen Ballast lassen sie sich von der Neugier Richtung Asien treiben – ein großartiger Bericht über teils kaum bereiste Gegenden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492404846
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Magpievor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Mischung aus Reiseführer und Erlebnisbericht.
    Eine wundervolle Mischung aus Reiseführer und Erlebnisbericht

    Das Buch "Per Anhalter nach Indien" hält voll und ganz, was es verspricht. Man begleitet die Autoren via "couch surfing" von der Türkei durch den Iran und Pakistan bis an die Grenze Indiens. Der Leser erfährt viele interessante historische Informationen zu Land und Kulturstätten, die Geschichte rund um die "Wiege der Zivlisation" und was heute daraus geworden ist.
    Neben den Informationen beleben Geschichten über die Mitfahrgelegenheiten, die Gastgeber und ihre stellenweise obskuren Bekannten die einzelnen Passagen. Man sieht die Menschen als Menschen und erkennt auch, dass sich auch noch so strenge Gesetze nicht einer Bevölkerung aufzwingen lassen. Nicht allen und nicht auf Dauer.
    Die Bildung sogenannter "Parallelgesellschaften" hinter der geschlossenen Wohnungstür fand ich besonders interessant.

    Auch Spannung kommt nicht zu kurz und stellenweise fiebert man mit den Autoren mit, stellenweise eine Gefühlsachterbahn zwischen staunender Hochachtung und fassungslosem Kopfschütteln.

    Das Beste an dem Buch war, dass man an dieser spannenden Reise teilnehmen und die Abenteuer, Kulturstätten und Gespräche miterleben durfte, ohne das "sichere" Haus zu verlassen. Dennoch konnte man gerade die Länder, die eher nicht oft von Touristen bereist werden, wie Iran und Pakistan, von "innen" erleben und so einen anderen Eindruck als aus den Medien bekommen.
    Es trotz allem macht neugierig auf diese Länder und weckt Reiselust.

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    Sylwesters avatar
    Sylwestervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: spannende Reise - spannend erzählt
    spannende Reise - spannend erzählt

    In dem Buch „Per Anhalter nach Indien“ erzählen die beiden Autoren von ihrer mehrmonatigen Reise durch die Türkei, den Iran und Pakistan. Und als ob eine Reise durch diese wenig touristischen Länder nicht schon abenteuerlich genug wäre, reisen die beiden ausschließlich per Anhalter und übernachten im Zelt oder bei Privatpersonen (couchsurfing). So können sie von vielen Begegnungen und Gesprächen in Autos/LKWs und Wohnzimmern berichten und erfahren und erleben die drei in dem Buch beschriebenen Länder viel intensiver als „Normalreisende“. Ich bin von der Informationsfülle des Buches absolut begeistert. Die äußerst detaillierten Beschreibungen von Land und Leuten, die das gesamte Spektrum von historisch über geografisch bis zu politisch abdecken, sind so bildhaft formuliert, dass ich beim Lesen alles vor meinem inneren Auge gesehen habe. Ich kann das Buch allen empfehlen, die grundsätzlich an Reisen interessiert sind, selbst wenn diese Länder nicht auf der Reiseplanung stehen. Für Leute mit diesen Zielen auf ihrer bucket-list, ist das Buch ein absolutes Muss.

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    Diana182s avatar
    Diana182vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sympathischer Reisebericht, der das Fernweh weckt!
    Per Anhalter nach Indien - ein sympatischer Reisebericht

    Das Cover viel mir direkt ins Auge. Es zeigt schöne Landschaftsaufnahmen, die zum Reisen einladen. Darüber ist das Anhalterpärchen vor einem Zelt zu sehen. Mittig ist der Titel mit den interessanten Reisezielen abgebildet und ich wollte gern erfahren, was die beiden Autoren hier berichten würden.


    Der Einstig gelang direkt unproblematisch. Man darf an den Reisevorbereitungen teilhaben und hat schon hier das schnell Gefühl, gemeinsam mit den Trampern am Straßenrand zu stehen und mutig den Daumen in die Luft gereckt der Reiseroute entgegen zu blicken.


    Direkt geht es los und wir sind per Buch hautnah dabei. Liebevoll und detailliert beschreiben die Reisenden die einzelnen Etappen und geben zusätzlich noch viel Wissenswertes bekannt. So liest man nicht nur einen spannenden Reisebericht, sondern lernt direkt noch einiges über Menschen, Märkte und Sehenswürdigkeiten hinzu.
    Dieser etwas andere Reiseführer nimmt den Leser mit auf eine Tour, die er als Pauschaltourist in dieser Form wohl nicht erleben würde. Per Couchsurfing geht es durch einzelne Städte und lernt so Land und Leute kennen.


    Mittig sind viele interessante, persönliche Fotos zu sehen, welche die Reise noch einmal darstellen und untermauern, dass dieses Abenteuer tatsächlich stattfand.


    Ich bin gern mit den beiden Weltenbummlern verreist und habe ebenso viele Eindrücke mitnehmen können, die selbst Lust auf eine große Reise machen. Jedoch bin ich auch froh, dass die beiden die Tour gut überstanden haben und heil zuhause angekommen sind.
    Nun bin ich sehr gespannt, wohin die nächste Reise führt und hoffe natürlich, dass auch wir wieder davon lesen dürfen.


    Mein Fazit:
    Ein sympathischer Reisebericht, der das Fernweh weckt.


    Die Autoren vermitteln in ihrem Buch viele besondere Momente und ich war sehr erfreuet, daran teilhaben zu dürfen. Man lernt hier vieles dazu und schwelgt gern in den Erinnerungen des Paares. Die Beschreibungen sind stimmig gewählt und der Wüstensand mitunter fast schon unter den Füßen spürbar. Ein tolles Buch für Fernreisende aber auch jene wie mich, welche die Erlebnisse gern per Buch auf der Couch durchleben.

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    Sarahamolibris avatar
    Sarahamolibrivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Reisebericht der einen hinter die Kulissen von den Ländern Türkei, Iran und Pakistan blicken lässt. Authentisch & sympathisch.
    Ein authentischer Bericht über das Reisen per Anhalter

    Vorneweg sollte gesagt werden, dass in diesem Buch von Morten Hübbe und seiner Freundin Rochssare Neromand-Soma der Weg nach Indin beschrieben wir und keine Inhalte über Indien beinhaltet - was das Buch aber keineswegs uninteressant macht. Im Fokus stehen die Länder Türkei, Iran und Pakistan und natürlich die von ihnen gewählte Reiseart "per Anhalter.


    Das Buch enthält einige Karten und Bilder, so dass man die Route und die Erlebnisse der beiden gut nachvollziehen kann. Man erfährt insbesondere viel über die Menschen, die in den Ländern leben. Hautnah erfährt man von ihren Gewohnheiten, ihren Werten, Ängsten und Träumen. Dazu gibt es immer wieder interessante Hintergrundinformationen, zu der Kultur, Politik und Geschichte. 

    Besonders gut gefallen hat mir an der Erzählweise, dass nichts von den Autoren bewertet wurde, so dass sich der Leser selbst eine Meinung bilden kann. Auch wurde nichts geschönt dargestellt und man erfährt zum Beispiel, dass das Reisen per Anhalter nicht nur seine guten Seiten hat.

    Mein einziger Kritikpunkt ist, dass manche Kapitel etwas langatmig waren und man sich hin und wieder motivieren musste weiterzulesen. Das hat sich jedoch immer gelohnt, weil schnell wieder spannende Stellen kamen.Als Reiseführer ist das Buch meiner Ansicht nach nicht geeignet und auch nicht gedacht. Es ist viel mehr ein interessanter und authentischer Bericht über die Menschen, die in den Ländern leben und wie sie mit Fremden umgehen. 

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    S
    Streiflichtvor 5 Monaten
    Höchst interessant und unterhaltsam


    Die Lektüre dieses Buches hat mir großen Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten. Die Autoren Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma berichten auf wunderbare Art und Weise von ihrer Reise per Anhalter nach Indien. Hauptschwerpunkte sind die Reise durch die Türkei, den Iran und Pakistan. Sie berichten nur am Rande von Politik und Weltgeschehen, dafür umso mehr von den Menschen und den tollen Begegnungen, der Gastfreundschaft und der Offenheit der Bewohner dieser Länder. Ich war immer wieder erstaunt und überrascht, was dort hinter verschlossenen Türen oft passiert und wie freundlich die Menschen sind, wenn man ihnen offen entgegen tritt. Auch wenn ich selbst schon viel gereist bin, haben Morten und Rochssare natürlich noch ganz andere Erfahrungen gemacht und beschrieben. Das Buch hat mich wirklich begeistert und mir viele, wunderbare Geschichte erzählt. Man bekommt richtig Lust, auch ungewöhnliche Länder zu bereisen, die nicht auf jedermanns Liste stehen.

    Besonders gut gefallen hat mir die lockere, flüssige Erzählweise, die den Leser gut mitnimmt. Es war eher wie die Erzählung von Freunden und nie langatmig oder fad. Auch die Karten, die den Verlauf der Reise skizzieren, fand ich gut. So hat man immer einen Überblick, wo sich die beiden Reisenden gerade befinden und wie es weitergeht.

    Ein tolles Buch, das Reiselust macht und sich wunderbar liest! Ich kann es nur empfehlen!

     

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    Mary2s avatar
    Mary2vor 5 Monaten
    Auf dem Landweg durch die Türkei, den Iran und Pakistan

    Mit dem Autorenpaar begibt sich der Leser auf eine mehrmonatige Reise durch drei Länder, die nur teilweise touristisch erschlossen sind.

    Ziel des Projekts: Per Anhalter von Deutschland aus bis nach Indien zu gelangen. Dabei sollen nur die Verkehrsmittel benutzt werden, die ohnehin unterwegs sind. Das heißt, vorrangig geht es per Anhalter von A nach B. Es ist nicht sicher, ob man das gesteckte Ziel bis zum Abend erreichen wird. Und längst nicht in jeder Gegend gibt es freundliche Autofahrer, die Anhalter mitnehmen. Als Quartier dienen sowohl Couchsurfing-Gastgeber als auch das mitgeführte Zelt.

    So weit zu den Rahmenbedingungen.

    Auf 320 Seiten teilen Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma ihre Reiseeindrücke und ihre eindrucksvollen Fotos. Entstanden ist dabei mehr als ein Reisebericht. Im Vordergrund stehen die Eindrücke der bereisten Länder, ihre Menschen, ihre kulturelle und geschichtliche Identität. Die Autoren lassen sich vorurteilsfrei auf die Menschen ein, die sie unterwegs treffen – meistens wird die Offenheit sehr freundlich erwidert, manchmal jedoch auch nicht, was zu ganz speziellen Abenteuern wird.

     

    Das Buch ist sprachlich sehr gelungen, hier merkt man einen professionellen Hintergrund. Die Lektüre ist sowohl informativ als auch unterhaltsam.

    Unklar bleibt, wer von den beiden berichtet. In der Regel ist die Wir-Form gewählt, selten einmal ein Ich.

     

    Ergänzt wird der Text durch Karten mit einer Übersicht über die Reiseroute. Diese Karten dürften für die bessere Orientierung und eine Vorstellung über den zeitlichen Ablauf gerne etwas detaillierter sein.

     

    In der Mitte des Buches finden sich zahlreiche Farbfotos, die einen grandiosen zusätzlichen Eindruck der bereisten Länder liefern.

     

    Ein wenig gefehlt hat mir der ganz normale Alltag beim Couchsurfing: Wie organisiert man bei einer so langen Reise z.B. die ärztliche Versorgung oder die Wäsche?

     

    Ein letzter Kritikpunkt betrifft den Titel: Interessenten werden das Buch wohl unter „Indien“ in der Buchhandlung finden – allerdings endet die Reisebeschreibung ja mit der Einreise in das Land. Möglicherweise gibt es hier Enttäuschungen, da der Titel andere Erwartungen geweckt hat.

     

    Ich habe die Lektüre wegen der zahlreichen, sehr interessanten und für mich neuen Details über einen längeren Zeitraum gestreckt und habe die Reise gut nachvollziehen können.

     

    Länder, die ich selbst wohl kaum bereisen werde, sind mir dabei viel nähergekommen.

     

    Daher kann ich das Buch all denjenigen empfehlen, die von zu Hause aus die Welt bereisen möchten und aus welchen Gründen auch immer nicht selbst verreisen können.

    Und natürlich ist es eine Pflicht-Lektüre für alle Tramper in diese Himmelsrichtung.

     

    Von mir gibt es 4,5 Sterne, die ich hier aufrunde.

    Den Autoren wünsche ich viele weitere eindrucksvolle Erlebnisse rund um den Erdball.

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    sabatayn76vor 5 Monaten
    ‚Auf dem Weg nach Indien durchqueren wir den Nahen Osten [...].'

    ‚Auf dem Weg nach Indien durchqueren wir den Nahen Osten, lassen Syrien im Süden liegen, wo gerade der Kampf um die kurdische Stadt Kobanê tobt, reisen durch den Iran, von dem wir außer Mythen kaum etwas wissen, und betreten Pakistan, obwohl uns Freunde und Familie flehentlich baten, darauf zu verzichten.‘ (Seite 9)

    Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma reisen per Anhalter durch acht Länder und erreichen nach 234 Tagen, 19207 Kilometern und 185 Mitfahrgelegenheiten die Grenze zu Indien.

    In ‚Per Anhalter nach Indien‘ erzählen sie von ihren Erlebnissen in der Türkei, im Iran und in Pakistan, berichten von Geschichte und Politik, Religion und Kultur, Terrorismus und Krieg, Architektur und Landschaften, Städten und Dörfern, Traditionen und Gastfreundschaft, Speisen und Getränken, Militär und Korruption, Minderheiten und Staatsmännern.

    Ich kenne bereits ‚Per Anhalter durch Südamerika‘, das erste Buch des Paares Hübbe und Neromand-Soma, das ich sehr gelungen fand. Auch ‚Per Anhalter nach Indien‘ hat mir gut gefallen, zumal die Autoren diesmal in Ländern unterwegs waren, die mich schon lange interessieren (Iran) und über die man selten Reiseberichte liest (Pakistan).

    Wie bereits in ihrem ersten Buch schaffen es die beiden, ihre eigenen Erlebnisse perfekt mit Faktenwissen zu verknüpfen, so dass sich ‚Per Anhalter nach Indien‘ nicht nur unterhaltsam und spannend liest, sondern auch viel Wissen über die jeweiligen Länder vermittelt. Dabei werden auch negative Aspekte wie Korruption und Gefahren nicht außer Acht gelassen, und bei der Lektüre ist man oft hautnah dabei, da die Autoren den Leser problemlos vor Ort versetzen können, indem sie Gerüche, Geräusche und visuelle Eindrücke auf lebendige Weise beschreiben.

    Auch sprachlich hat mir das Buch gefallen, vor allem weil man immer wieder auf Perlen wie ‚Vom Treppenabsatz des Grenzpostens stolpern wir heraus aus 2014 und mitten hinein ins Jahr 1393.‘ (Seite 106) stößt, die das Erlebte auf pointierte Weise auf den Punkt bringen.

    ‚Per Anhalter nach Indien‘ nimmt den Leser mit in unbekannte Regionen, in exotische Welten und nicht zuletzt auf gefährliches Terrain, so dass man ganz gemütlich und ohne Risiko vom heimischen Sofa aus den Abenteuern von Hübbe und Neromand-Soma folgen kann.

    Ich freue mich schon auf das nächste Buch der beiden mutigen, offenen, sympathischen, abenteuerlustigen und neugierigen Autoren, die Indien mittlerweile verlassen haben und derzeit durch Thailand reisen.

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    Pixibuchvor 5 Monaten
    Per Anhalter nach Indien

    Dies ist ein Buch der Superlative. Ein Pärchen möchte per Anhalter auf dem Landweg von Hamburg durch die Türkei, den Iran und Pakistan nach Indien reisen. Morten und Rochssare wählen dazu Couchsurfing, übernachten  bei Einheimischen, denn nur so kann man wirklich gut Land und Leute kennenlernen. Die Beiden sind 224 Tage unterwegs, haben 19207 Kilometer zurückgelegt und dabei 185 Mitfahrgelegenheiten genutzt. In wirklich guter Sprache, fast romanmäßig erzählen sie uns über ihre Reise, ihre Abendteuer, über die Sehenswürdigkeiten und natürlich auch über die politischen Verhältnisse des jeweiligen Landes. Nichts wirkt hier bei diesem Buch oberlehrerhaft oder gar wissenschaftlich. Sie bringen uns die Naturschönheiten näher, wir dürfen einen Sandsturm miterleben, eisige Kälte wie auch angenehmes Klima. Sie sind dabei, als illegaler Alkohol hergestellt wurde, in einem Land, wo Alkohol unter Höchststrafe verboten ist. Das Paar wurde von Polizeibeamten in die Wache genommen und am Weiterreisen gehindert, Leute, die fast selbst nichts zum Leben haben, haben mit ihnen das Essen geteilt. Übernachtungen an Tankstellen, Bekanntschaft mit Mafiosi und korrupte Beamte haben ihre Reiseerlebnisse um einiges bereichert. Am Anfang des Buches ist eine Landkarte, die die ganze Tour ab Hamburg zeigt, später ist eine genaue Karte von dem jeweiligen Land abgedruckt. So kann der Leser mit dem Finger die Reise nachspielen. Besonders schön sind die Fotos in der Mitte des Buches. Unbeschadet kommt dann das Paar in Indien an. Für jeden Leser ist das Buch eine Bereicherung. So brillant geschrieben, dass das Kopfkino ohne Schwierigkeiten abläuft. Nicht nur für Reisende interessant, sondern auch die Daheimgebliebenen haben viel Spaß an dem Buch.

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    kruemelmonster798s avatar
    kruemelmonster798vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Abenteuerliche Reise & spannende Einblicke: Empfehlung für Fernwehsüchtige
    Abenteuerliche Reise & spannende Einblicke: Empfehlung für Fernwehsüchtige

    Eine nicht alltägliche Reiseroute und auch eine nicht ganz so weitverbreitete Art des Reisens haben Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma gewählt: sie sind auf dem Landweg von Deutschland nach Indien gereist.
    Und zwar per Anhalter und übernachtet haben sie als Couchsurfer.
    Das ist es auch, was (für mich) den besonderen Charme dieses Buches ausmacht. Durch die Art des Reisens haben sie ganz intensive Kontakte und viele neue Freundschaften knüpfen können - die mit Hotelübernachtungen und Bus/Zugfahrten so bestimmt nicht zustande gekommen wären.
    Das Buch beschreibt die Reise von Deutschland über die Türkei, Iran, Pakistan und endet mit der Ankunft in Indien. Mit Karten wird die Route anschaulich und in der Buchmitte sind Fotos der Reise abgedruckt. Neben der Reise an sich fand ich auch den geschichtlichem Background und die kulinarischen Eindrücke spannend.
    "Per Anhalter nach Indien" ist leicht verständlich geschrieben, so dass das Lesen Freude macht - und gibt Einblicke in mir bislang völlig unbekannte Orte, die ich leider wohl so schnell auch nicht selbst bereisen werde.
    Umso schöner, dass ich so ein klein wenig mitreisen konnte.
    Danke dafür!

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    ichundelainevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Was für ein Ritt! Begleitet zwei sympathische, tolerate Tramper auf ihrer abenteuerlichen Reise!
    Wilde Ride!

    Um per Anhalter von Deutschland aus nach Indien trampen zu wollen, braucht man Nerven wie Drahtseile, eine dicke Portion Humor und sehr viel Toleranz und Mut - all das beweisen das sympathische Tramper-Pärchen Morten und Rochssare in ihrem zweiten Reisebericht.


    Ohne sich lange mit Packlisten/ Abschiedsschmerz oder irgendwelchem Vorgeplänkel aufzuhalten, springen sie mit dem Leser von Mamas Frühstückstisch direkt in den nächsten Wagen, der sie mitnimmt und los geht die Reise mit dem Ziel Indien. Auf ihrer Route liegen die Türkei, der Iran und Pakistan - Länder, in die der Otto-Normal-Urlauber dann eher nicht kommt.

    " Wir besuchen Länder und Menschen, keine Regierungen und Regime"

    In einem Affenzahn und mit vielen Details besonders zu den Menschen und dem Essen geht es dann quer durch die Türkei - ich habe beim Lesen unbändige Lust auf den kräftigen schwarzen Cay bekommen. Leider war mir das Tempo manchmal einen Tick zu schnell und ich hätte gerne mehr über die beiden erfahren bzw. mehr um das Drumherum (Was habt ihr gepackt?/ Wie viel Geld habt ihr pro Tag eingeplant/ Ist einer von euch mal krank geworden? etc.), aber das wären wohl etwas viel Erwartungen an einen reinen Reisebericht. 

    Wenn die Geschichte im Iran nur so entfernt bedrohlich wirkt, so wendet sie sich in Pakistan vollends. Vom Trampen mit Einheimischen und Couch Surfing bleibt nicht mehr viel übrige, stattdessen heißt es Polizeieskorte auf Millitärwagen und übergriffe Beamten. Gerade beim letzten Teil habe ich intensiv mit den beiden mitgefiebert.

    Stilistisch und sprachlich ist das Ganze solide, auch wenn mir manchmal Absätze gefehlt haben und ich es gut gefunden hätte, wenn man den jeweiligen Erzähler besser hätte identifizieren können. Bewundernswert finde ich die beiden aber allemal. Sie geben den Menschen, die diese aberwitzige Reise niemals antreten können die Chance, mit ihnen andere Kulturen kennen zu lernen und auf rumplagen Bergwegen raue Landschaften zu erkunden, eine Nacht in der stürmischen Wüste zu verbringen und jede Menge iranische Süßigkeiten kennen zu lernen, Fernweh inklusive.

    Wer "Couchsurfing im Iran" mochte, der wird an diesem Reisebericht auch seine helle Freude haben. Ich bin gespannt, was wir von den beiden noch alles hören/lesen werden. Der Blog der beiden ist übrigens auch eine Reise wert https://mortenundrochssare.de 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    M

    Per Anhalter nach Indien!

    2014 brechen Morten und Rochssare ihre Zelte in Deutschland ab. Sie wollen reisen. Die Idee ist einfach und verrückt zugleich. Per Anhalter soll es bis nach Indien gehen. Dabei durchqueren sie die faszinierenden Länder Türkei, Iran und Pakistan.

    Die Autoren erfahren überwältigende Gastfreundschaft und Herzlichkeit, sehen sich aber auch korrupten Beamten gegenüber. Sie feiern illegale Partys im Iran, werden von einem Sandsturm in der Wüste heimgesucht, treffen die Mafia, Studenten und Journalisten, Soldaten und Prediger. Per Anhalter erkunden sie den Nahen Osten bis zum indischen Subkontinent und lassen dabei keine Mitfahrgelegenheit aus. Intensiv erleben sie die Vielfalt der Landschaften und Kulturen. Unvoreingenommen und wissbegierig, ohne unnötigen Ballast lassen sie sich von der Neugier Richtung Asien treiben – ein großartiger Bericht über teils kaum bereiste Gegenden.

    Die Autoren sind noch immer unterwegs und berichten über ihre Erlebnisse auf ihrem Blog mortenundrochssare.de sowie auf Facebook (/mortenrochssare) und Instagram (/mortenrochssare) .

    Für diese Leserunde werden 15 Rezensionsexemplare verlost. Die Anmeldung endet kommenden Donnerstag, den 08.03.18.


    Viel Glück!

     

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