Der "Kubanische Herbst" erzählt die Geschichte des dänischen Reporters Jan Stage (1937 - 2003), der sich frustriert von den Entwicklungen im eigenen Land, in den 1960er Jahren der Sache der Revolution anschloss. Erst Kuba, dann Bolivien, im Umfeld Che Guevaras, Monika Ertls und Inti, dem bolvianischen Studentenführer und einigen anderen, folgen wir Jan Stages Lebensgeschichte.
Hesseldahl und Rehrs Graphic Novel ist interessant gemacht. Allerdings fehlt dem Buch schlichtweg eine historische Einordnung, die als Intro oder Outro dem Buch hätte beigegeben werden können. So ist es schwer der Geschichte zu folgen. Zum einen weil mir die Story nicht bekannt ist und sie in der Erzählweise, wie das Novel sie vorgibt, zu viele Lücken lässt und Zeitsprünge einbaut, so dass man in jedem Jahrzehnt in einem anderen Kontext steckt. Zum anderen fehlt es an Hintergrundinfos, zu den eingeführten Personen - die ja auf realen Persönlichkeiten basieren und keine fiktiven Charaktere sind. So dass auch hier die Wissenslücken schlichtweg zu riesig sind und diese durch das Graphic Novel nicht wirklich geschlossen werden und das ist schade.
Ich liebe es, wenn man historische Dinge einmal anders aufbereitet und klar, warum nicht in Form der Graphic Novels. Aber in der Form, wie der "Kubanische Herbst" aufgebaut ist, kann man der Geschichte nicht wirklich folgen und auch die Charaktere lassen einen kalt.
Kurzum: Für mich persönlich ein Fail. Dabei hätte man aus der Story richtig viel rausholen können und nur Bilder ziehen da dann doch nicht. Schade.


