Boot Camp

von Morton Rhue 
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Boot Camp
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Positiv (329):
C

War eine schullektüre und ich war begeistert. Es ist leicht dank der Schreibweise sehr leicht sich in Connor hineinzuversetzen

Kritisch (24):

Hatten wir als Schullektüre. Der Anfang war ganz gut, aber danach wurde es schleppend....

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Inhaltsangabe zu "Boot Camp"

Connor ist nicht der Sohn, den sich seine Eltern wünschen. Gegen seinen Willen lassen sie ihn in ein Boot Camp bringen. Dort erwartet Connor ein brutales Umerziehungssystem, aus dem es schier keinen Ausweg gibt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783473582556
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum:01.06.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.08.2006 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    CLABASTIAN_FOREVERvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht schlecht, aber auch nicht toll
    So lala...

    Ich musste das Buch für die Schule lesen und bin mir nicht ganz sicher, wie ich es bewerten soll.

    Da ich es auf Englisch gelesen habe sind einige Dinge sicher anders als im Deutschen. Aber die gesamte Geschichte hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen.

    Die Geschichte ist ziemlich vorhersehbar und ist meiner Meinung nach zu langgezogen. Die Charaktere sind etwas widersprüchlich, wie man vor allem am Beispiel der Mutter sehen kann.

    Trotz allem wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und noch ein Lesestoff-reiches Wochenende.

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    Larii-Mausis avatar
    Larii-Mausivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Öffnet die Augen mit erschreckend realistischer Thematik! Empfehlenswert!
    Öffnet die Augen mit erschreckend realistischer Thematik

    "Du kommst hier nicht raus, wenn du ihnen vorspielst, was sie wollen. Du kommst hier erst raus, wenn du bist, was sie wollen."

     

    Boot Camps sind Einrichtungen zum Strafvollzug und zur Umerziehung von straffällig Gewordenen, insbesondere Jugendlichen. Das wusste ich, bevor ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe. Nicht jedoch, welch brutales System hinter alledem steckt.

    Der 16-jährige Connor ist ein intelligenter und begabter Schüler. Doch weil er eine Affäre mit seiner 10 Jahre älteren Lehrerin hat und sich außerdem gegen den elterlichen Lebensstil sträubt haben diese Angst vor Rufschädigung  und er wird von ihnen die Umerziehungsanstalt „Lake Harmony“ eingewiesen.

    Dort erwartet ihn ein brutales System der Umerziehung mit Erniedrigung, Demütigung,
    körperlicher Gewalt und einem brutalen Regelkodex, durch den er begreifen soll, dass seine
    Eltern immer im Recht sind und er einen großen Fehler begangen hat.
    Den Aufsehern dort ist jedes Mittel recht, die "Häftlinge" zu schikanieren und zu misshandeln.

    Connor beginnt zu verstehen, dass man dem Ganzen nur entkommen kann, wenn man nicht nur spielt, was die Aufseher haben wollen, sondern IST wie sie einen haben wollen.

    Durch den unmittelbaren und rasanten Einstieg ins Buch, ist man sofort in der Geschichte gefangen. Erst im Laufe des Buches erfährt man Connors Vorgeschichte und ist wirklich geschockt darüber, wegen welcher „Lappalie“ er dieses ganze grausame System ertragen muss.

    Connor als Charakter mochte ich richtig gerne und habe richtig mit ihm mitgefühlt. Er hat sich immer zusammengerissen und ist immer stark geblieben, egal welche Erniedrigungen und Schläge er wieder einstecken musste.

    Der Schreibstil von Morton Rhue ist total flüssig und seine Geschichten lassen sich in einem Rutsch durchlesen. Ganz besonders mag ich, dass die Geschichten nicht nur Fiktion sind.

    Lediglich das Ende des Buches hätte ich mir etwas anders gewünscht, denn da war ich schon wirklich traurig und enttäuscht. Jeder der das Buch gelesen hat, wird wissen was ich meine.

    Da ich über Boot Camps auch ein Schulreferat halten musste, habe ich natürlich noch viel über Boot Camps recherchiert.

    Wen es interessiert, der kann hier die Reportage bei „The Guardian“ nachlesen, auf der der Roman basiert. Denn das hat mich ganz besonders geschockt. Der ganze Pein, passiert tagtäglich im realen „Verhaltensänderunszentrum“ Tranquility Bay auf Jamaika.

    Boot Camps sind echt menschenunwürdig und sollten weltweit verboten werden.

    Fazit: Ein Roman, der die brutale Wirklichkeit ungeschönt zeigt. Das Ende hätte ich mir etwas anders gewünscht, aber wenn man weiter über die Boot Camps nachdenkt, wäre auch jedes andere Ende unpassend gewesen.

    4,5 von 5 Sternen!

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    buchfeemelanies avatar
    buchfeemelanievor einem Jahr
    beklemmende Atmosphäre

    Der Schreibstil ist gut, sodass ich schnell in dem Buch voran gekommen bin.

    Sehr gut hat mir die beklemmende Atmosphäre des Boot Camp´s gefallen. Hier wurden nicht nur die strengen Regeln beachtet, sondern es herrscht eine Welt voller Gewalt, Angst und Demütigung. Dies hat der Autor so gut dargestellt, dass bei mir ein beklemmendes Gefühl hervorgerufen wurde.

    Connor ist mir sofort sympathisch gewesen. Er hat mir Leid getan und ich habe ihn für seine Loyalität und seinen Mut bewundert.

    Allerdings hätte ich gerne mehr über die Zeit im Camp gelesen. Der Ausbruch hat für mich nicht nur zu viel Zeit ( bzw. Text) eingenommen, sondern war auch weniger emotional ergreifend.

    Das Ende war somit okay, aber nicht völlig befriedingend für mich.
    Als Fazit ein durchschnittliches Buch, was man aber durchaus lesen kann.

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    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Morton Rhues Werke sind immer wieder etwas ganz Besonderes - auch dieses.
    Typischer Morton Rhue

    "Boot Camp" hat mich interessiert, weil der Autor mich bereits mit seinen vorigen Werken vollends überzeugen konnte. 
    Auch mit "Boot Camp" hat er mich nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil. Das Buch hat mir richtig gut gefallen und wie schon so oft bei dem Autoren hatte ich das Gefühl, dass er das selbst alles erlebt hat, bevor er es in eine Geschichte verpackt hat. Dieser Schreibstil ist einmalig und kann mich immer wieder begeistern, da er eine Authentizität erschafft, die einmalig ist.
    Das Boot Camp als Setting war für mich hier etwas Besonderes und so schrecklich die Geschehnisse auch sind, so interessant fand ich auch den Ablauf etc. in einer solchen Einrichtung. Diese Boot Camps existieren ja wirklich, was ein erschreckender Gedanke ist.
    Zum Ende hin gibt es ein paar Wendungen, die ich teilweise sehr gut fand und dann gab es auch wieder ein, zwei Situationen, in denen ich den Protagonisten ohrfeigen wollte. 
    Trotzdem ist es meiner Auffassung nach eine in sich runde Geschichte, die mich noch einige Zeit gedanklich beschäftigen wird.

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    j125s avatar
    j125vor einem Jahr
    Erschreckend, beklemmend, schmerzhaft

    Inhalt:
    Der 16-jährige Connor verhält sich nicht so, wie seine Eltern sich einen guten Sohn vorstellen. Um ihn auf den richtigen Weg zurückzuführen und einen guten Sohn zu bekommen, wird er in ein Boot Camp gesteckt, welches offiziell natürlich einen viel schöneren Namen hat. Was er da erlebt, übertrifft jegliche Erwartungen.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch habe ich vor vielen vielen Jahren mal aus der Bücherei ausgeliehen und es ging mir nie aus dem Kopf. Als ich Jahre später meine Leidenschaft für Morton Rhue entdeckte und seine gesamten Werke recherchierte, stieß ich wieder auf Boot Camp. Auch jetzt, wo ich Connors Alter hinter mir gelassen habe, erschreckt mich das Buch noch immer.

    Man erfährt nicht wahnsinnig viel über Connor, aber das was man weiß, wundert einen nicht sonderlich. Er ist sehr intelligent, weshalb er am liebsten nur ein, zwei Tage die Woche in die Schule gehen würde, da er sich sonst langweilt. Aufgrund seiner Statur erwarten alle sportliches Interesse von ihm, das er aber gar nicht besitzt. Klingt das für euch nach jemandem, den man in ein Boot Camp steckt? Zwar wird der Grund relativ schnell genannt, ich möchte ihn aber trotzdem nicht verraten. Nur so viel: Es ist etwas, was ich persönlich nicht mag/gut finde und ein Thema über das ich ungern lese, aber es ist nichts, was einen solchen drastischen Schritt rechtfertigt.

    „Und Eltern haben immer Recht und Kinder immer Unrecht, Sir?“ „Das ist der Grundsatz, nach dem wir arbeiten.“ (S. 25)

    Das Boot Camp ist der absolute Horror. Besonders wenn man im Nachwort erfährt, dass es solche Camps in den USA tatsächlich gibt. Die Jugendlichen werden geschlagen, drangsaliert, isoliert. Es gibt keine Freizeit, keine Privatsphäre, mangelnde Versorgung, besonders mit Nahrungsmitteln, aber auch gesundheitlich. Das zu lesen habe ich als sehr belastend empfunden und ich habe mir nicht nur einmal gewünscht, dass endlich jemand kommt und sieht was dort für Zustände herrschen.

    „Wir sind nicht hier, weil wir in den Augen der Gesellschaft irgendetwas schrecklich falsch gemacht haben, sondern weil wir in den Augen unserer Eltern einfach die falschen Menschen sind.“ (S. 131)

    Durch den geringen Umfang ist es schwer nicht zu spoilern bzw. mehr über das Buch zu erzählen. Man erfährt viel über den „Alltag“ im Camp und die Anstrengungen die unternommen werden, um die Jugendlichen umzupolen bzw. sie von der angeblichen Wahrheit zu überzeugen. Der Handlungsort wird später noch verlagert, aber auch dann kann man als Leser nur schwer durchatmen. Die Seiten werden immer weniger, die Ängste immer größer und schließlich ist nur noch eine Seite über. Das Ende und ganz besonders der letzte Satz, haben mir dann endgültig den Rest gegeben. Man möchte verzweifelt den Verlag oder noch besser den Autor persönlich anrufen und ihn fragen, ob er nicht ein Kapitel vergessen hat. Oder wenigstens einen Satz. Ein Wort. Irgendwas. Und man weiß ganz genau: Er hat alles so gemeint. Jedes Wort das gefallen oder nicht gefallen ist. Und das macht es so brutal.

    Fazit:
    Zwar ist es für mich nicht das beste Buch von Morton Rhue, da es mich an manchen Stellen nicht so fesseln konnte, aber es ist definitiv das eindrücklichste Buch. Ihr fandet die Welle erschreckend? Beunruhigend? Beklemmend? Lest Boot Camp. Ich glaube, es gibt nur eine Buchreihe, die mir genauso weh getan hat, wie dieses Buch.

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    Pfauenprinzessins avatar
    Pfauenprinzessinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Thema und Schreibstil haben mich überzeugt! Mal ein anderes Gesicht von den ach so gescheiten westlichen Erziehungsmaßnahmen!
    Hat meinen Horizont erweitert!

    ZU aller erst: Mein absolutes Lieblingsbuch!
    Als ich den Titel las, hatte ich noch keine Ahnung worüber das Buch ist (oder was ein Boot Camp ist).
    Die Geschichte überzeugte mich allerdings sofort und machte mich neugierig gegenüber Boot Camps. Habe mich danach npch auf eigene Faust über das Thema informiert, da das Buch echt mein Interesse geweckt hatte.
    Besonders gut hat mir Rhue's Schreibstil gefallen (ich habe das Buch in englisch und deutsch gelesen). er überzeugt mit einem sehr bodenständigen, realistischen Stil, welcher gut zu lesen ist und das Thema gut rüberbringt. Auch die Gedankengänge des Hauptprotagonisten hat er gut erfasst (soweit ich das als Mädchen bewerten kann). Der Verlauf der Geschichte und das Handeln der Charaktere war nachvollziehbar und hat auch auf die Beschreibung der Personen gepasst.
    Das Ende fand ich hervorragend! Die letzte Seite hat mich zu Tränen gerührt und tut es auch noch nach dem zwanzigsten Mal lesen. Das Finale des Buches war überzeugend und einfach auf den Punkt!
    Ich kann dieses Buch nur absolut weiter empfehlen, es eignet sich nicht nur als Schullektüre sondern durchaus (wie in meinem Fall) als Freizeitlektüre. Ein Muss für alle Leser/innen, die bodenständige, realistische Bücher mögen!

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    Moni_hat_lws avatar
    Moni_hat_lwvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe das Buch mit meiner Klasse gelesen und ich mag es nicht.
    Ich fand es nicht so toll

    Also ich habe das Buch mit meine Klasse gelesen und ich fand das Buch nicht so toll. Ich würde mir das Buch nicht freiwillig kaufen. Ich habe es jetzt zwar zuhause da wir es kaufen mussten.
    Ich fand die Idee ein Buch über die Bootcamps in den USA zu schreiben gar nicht schlecht aber die Handlungen sind ja schon extrem.
    Also ich kann diesen  Buch nicht weiter Empfehlen da es einfach bessere und interessantere Bücher gibt als dieses.

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    bauerhepeters avatar
    bauerhepetervor 2 Jahren
    Boot Camp war und ist überall - auch in Norwegen


    Boot Camp ist überall  - auch in  Norwegen.
    Boot Camp - ein Jugendroman  des Amerikaners Morthon Rue der auch gerne mal unter dem Pseudonym Todd Strasser publiiziert :
    Bastoy - eine karge, kleine Insel im  Oslofjord  dem Eingangstor zur  uns  bekannten  norwegischen Hauptstadt.
    2006 - das Erscheinungsdatum   jenes  kritischen Romans der die inhumanen Lebensbedingungen jener amerikanischen Besserungsanstalten für Jugendliche schonungslos anprangert .
    1915  -  Im irgendwie immer kalten  Norwegen nähert sich ein Boot mit in Handschellen gefesselten Jugendlichen jener   besagten Insel , die  diesmal nicht wie erst vermutet Shutter Island  aus dem gleichnamigen Roman von Denis Lehane ist :D . Erling ein Arbeiter eines Walfangschiffes ,dem  mit  unsichtbaren Buchstaben jemand auf seinen muskelbepackten Körper   schon das Wort WIDERSTAND  geschrieben zu haben scheint und Olav sind die  neuen Opfer dieses Umerziehungslagers für  " Problemkinder und Jugendliche "  die nicht selten auch nur einfach schlechte.gescheiterte Schüler und  Mitglieder überforderter sozial schwacher Familen sind.
    Boot Camp , der  als Romantitel dient.. ist , ein  amerikanischer dem  der  militärischen Spezialeinheiten  entlehnter Begriff für  die  kriegsvorbeitenden Drlleinheiten der Soldaten und die Orte wo diese Programme stattfinden.
    Die Verordnung „Umgang mit vernachlässigten Kindern“ aus dem Jahr 1896 ist.jenes norwegische Gesetz dass die Grundlage  dafür war  was über 7o Jahre in diesem spartanischen Lager Bastoy alles geschehen durfte: sinnlose Strafen statt Resozialisierungsversuche,sexuelle Übergriffe,Veruntreuung ,Mißhandlungen und Erniedrigungen sowie körperlich die Heranwachsenden überfordernde  Strafarbeiten im Wald .Alles hat primär  das Ziel den  Jugendlichen jeglichen eigenen Willen zu brechen egal mit welchen Mitteln um sie dann  nach den jeweiligen eigenen Vorstellungen und Zielsetzungen   wieder formend aufzubauen.
    .Dies zeigt auch  der norwegische Regisseur  Marius Holst eindrucksvoll in seinem historischen Jugenddrama  "  Der König von  Bastoy " ,in dem  er uns mitfiebernd  einführt in dieses schreckliche Lager in einem entbehrungsreichen Jahr. Begleitet von minimalistischen aber prägenden Naturaufnahmen ,die förmlich von skandinavischer Kälte klirren  und schwerer  das  schreckliche Lagerleben einhüllender orchestraler Musik  wird uns nach  einem genaueren Blick in den  rebellischen  Gesichtsausdruck von Erling klar dass die Zeit  der  perversen heuchlerische  Normalität  hier  bald zu Ende sein wird Wie mit dem in der Schule überforderten und wahrscheinlich daher oft nicht pflegeleichten  16 jährigen Connors    in Boot Camp ist endlich jemand angekommen  der sich nicht widerstandslos in die  zermürbenden Abläufe einfügt  ,sondern von Anfang  an kreativ nach Möglichkeiten  sucht  ihr wieder zu entkommen. Hier ist es in Lake Harmony die  die Gesellschaftt schon  provoziernde geneidete Intelligenz vom   unserer Hauptfigur     dort Erlings ungebändigte Überlebenskampfkraft  gefordet im täglichen Arbeitsleben auf einem Walfänger  der es immerhin  mit dem grössten Säugetier der Welt aufnimmt. die  dafür sorgen , daß bald  Fluchtversuche und  um sich greifende Revolten  an der Tagesordnung sind. Diese sind  in beiden  Werken  dicht dramaturgisch inzensiert und werden daher auch hier nicht weiter veraten ,weisen auch oft mal  Parallelen auf  um sich letzlich  dann  doch am  Ende erfreulicherweise Weise  graviernd zu unterscheiden und entgehen somit dem Vorwurf  Gefängnisausbruchsdramen seien immer gleich vorhersehbar gestrickt .Klar begegnen uns überall , leider bewährte personifizierte Unterdrückungssysteme und Struckturen  ,ob es nun  der finstere Anstaltsleiter ist ,hier  Stellan  Skarsgard als Direktor  Hakun  , den wir schon als Fiesling im  futuristichen Luxushaus  im Film   " Das Glasshaus "  oder in " Verblendung " um Lisbeth Salander herkennen, die brutalen ausführende Handlanger  wie Joe in  Boot Camp    ,  der das ganze in rollende bringende  rebellierende Anführertypus oder gar wegschauendes Mitläüfertums .Aber dies ist oft leider  eher in dem  vorgegebenen realistischen Bösen unseres Menschseins begründet  und weniger  mangelndem Ideenreichtum  der Verfassers
    Schicken  wir  denn eigentlich  unsere Kinder in  einen  erbarmunglosen  Krieg oder in ein hartes  realistisches Leben  mit Höhen und Tiefen aber immer wieder mit schönen  glücklichen Seiten und Zeiten wo sie mit einem gesunden Durchsetzungsvermögen ,selbstständigem  individuell  passendem  Handeln und Denken ,ausgestattet mit  Werten wie zum Beispiel Toleranz,  Nachhaltigkeit Gewaltfreiheit    ein erfülltes Leben für sich und  in  Gemeinschaft mal   leben sollen ?
    Man sollte  möglichst Boot Camp lesen wenn man es will und wenn man dazu Lust hat und dann seine Meinung bilden.   Erst so wird  einem  das  große Geschenk  frei  selbständig  entscheiden  zu können und   nicht in einem solchen Lager sein zu müssen -    richtig bewußt   Denn meist wird  es  ja einem im Rahmen  des Schulunterrichts  vorgegeben :D oft lesetechnisch unpassend   in falschen Stimmungslagen  bzw  mit  nicht selten strengen Zeitrahmen seitens der Lehrer versehen.
    Man sollte    dieses   skandinavische  , packende Jugenddrama schauen wenn man genügend Zeit  hat es sich auf sich ernüchternd einwirken zu lassen. Denn es nimmt uns schon  etwas fordernd  fast  zwei  Stunden mit  in eine  schon vergangene  brutale Zeit in nordischer Einöde wo allein schon die Natur ein Gefängnis für sich  sein kann.  Ein  noch grösseres Geschenk  wird es auch wenn man clevererweise dieses Werk  einer weniger gelungenen Arbeit des amerikanischen Autors   Christian Dugvay  aus dem Jahre 2008   vor zieht ,  der sich  versucht  mit dem Film   an den Erfolg  von Morton Rue  dranzuhängen und dabei nur Durchschnittliches abzuliefern weiß .Dabei bedient er sich bieder der üblichen Vorgehenweise ,in dem er in vorhersehbarer Weise  das Boot Camp auf eine schon tropische  Insel verlegt , wo er bei Bedarf  Urlaubspostkartenidyllen mit  romantischen  Sonnenuntegängen zaubern  und weiblichen Lagerinsassen nur attraktiv kurze  Hosen und Tops   anziehen kann.Ein auseinandergerissenes jugendliches Liebespaar ,wo ein bekannter Name  wie Mila Kunis sich redlich bemühen darf, ein zu einem Art Sektenguru  fehlmutierter Anstaltsleiter und natürlich weibliche schwarze Insassen die  weißen  Aufseher sexuell gefällig sein müssen um ihrer Entlassung näherzukommen .Das große Finale  dieses  oft klischeebehafteten Films  bildet ein  Detonations - und Abfackelorgasmus der mit jedem Action-B - Movie mithalten kann. Wutentbrannte Jugendliche zerstören verständlicherweise alles  aber ohne die Weitsicht dass sie ohne Bettenunterkünfte und Kochmöglichkeiten  in  zukünftigen eigenen Struckturen auf dieser oft von Stürmen heimgesuchten Insel wohl kaum überleben  können Tiefergrünidiges  erscheint leider nur in wenigen Zeilen im Abspann um sich vielleicht  von dem  Vorwurf  frei zu sprechen man nehme diese Art der " Erziehungsform " als billigen Anlass einen  guten  Jugendtriller zu vesuchen   zu drehen.
    Warum erziehen wir  sie eigentlich .  bzw lassen  sie  -  leider- zu unterwürfigen angepassten  Jasagern ,die dann  nie was kritisch hnterfragend  und mit mangelndem Selbstwertgefühl ausgestattet,spielend leicht von  Rattenfängern  jeglicher Coleurs  für  extreme Gruppierungen aller Art  eingefangen werden können wie  uns das Experiment  des Klassikers " Die Welle " deutlich aufzeigt.?
    Wer entlässt eigentlich  einfach die Eltern  so aus ihrer  Verantwortung des Erziehungsauftrags .den sie nun mal  seit dem Zeugungsakt  haben  ?  Wer gibt ihnen das Recht diese so  verantwortungsvolle Aufgabe einfach  mal gegen  einen bestimmt großen Haufen  Geld abzugeben wie die Reperatur  ihres kaputtgegangenes  Autos an die naheliegende Kfzwerkstatt  nur weil Jugendliche  in ihrer aufregendensten  Phase ihres Lebens nun mal überall
    gewissen zwiespältigen   Verlockungen aller Art  erliegen können  und auch weiterhin immer werden ?
    Setzen wir uns daher wie  Morthon Rue und  Marius Holst in ihren   aufrüttelnden Arbeiten überall  ein für diese unterdrückten  Kinder und Jugendliche   die im Namen von "  Erziehung "   jediglich  gebrochen und gleichgeschaltet werden sollen und oft auch noch  zum  Spielball von Pädophilen und Sadisten  werden.Danke allen Lesern meiner Rezi auch im  Namen. dieser  noch zu befreienden  Jugendlichen.
    Wer Jugendbücherthemen vertiefen  möchte darf sich gerne den passenden Gruppen    " JUGENDBÜCHER" . " DIE BESTEN JUGENDBÜCHERN " sowie  " JUGENDBÜCHER,JUNGE ERWACHSENE;ALL AGE,YOUNG ADULT :YA ,TEEN BOOKS   " hier bei Lb anschließen.Wir freuen uns  immer :D

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    Katzyjas avatar
    Katzyjavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr spannend und auch erschreckend!!
    Boot Camp


    Meine Zusammenfassung:

    Connor ist eigentlich ein Vorzeige Kind. Er hat überdurchschnittlich gute Noten und das obwohl er oft mal die Schule schwänzt. Im allgemeinen ist er wie jeder andere Teene in dem alter (15), er hat mal Gras geraucht und schwänzt Schule, bleibt lange Weg und hat eine Freundin. Und das ist das Problem! Er hat eine Freundin die nicht nur seine Lehrerin ist, sondern auch noch 10 Jahre älter als er. Seine Mutter steht in der öffentlichkeit und möchte nicht das ihr Ruf ruiniert wird, deshalb ist sie der Meinung, das Connor nur im Boot Camp geholfen werden kann. Also lassen die Eltern ihn von Transporturen holen und damit beginnt sein hartes Leben. Im Boot Camp angekommen wird er mit allen mitteln dazu gebracht sein Verhalten als inaktzeptabel zu erachten!

    Bewertung:

    Das Buch ist der Hammer. Sorry für diese Wortwahl, aber so ist es. Jeder hat schonmal von einem Boot Camp gehört und auch ich habe mir darunter etwas vorgestellt. Meine Vorstellung war: In einem Boot Camp werden aufsässige agressive oder gewaltätige Jugendliche mit viel Sport und therapien dazu gebracht ihr Verhalten zu überdenken und zu der Ansicht gelangen, das es bei ihren Eltern ja gar nicht so schlecht ist. FALSCH GEDACHT!! Morton Rhue erzählt hier etwas völlig anderes. In dem Boot Camp werden Jugendliche gebrochen! Mit Gewalt dazu gebracht das zu denken was die Aufseher wollen. Egal ob es recht oder unrecht ist. Die Jugendlichen müssen nicht mal etwas schlimmes getan haben um in soein Boot Camp geschickt zu werden! Hauptsache die Eltern können die 4000 Doller pro Monat bezahlen! Also dieses Buch bringt andere Einblicke und es ist echt spannend zu erleben wie es da so abgeht. Morton Rhue hat ja bereits mit dem Buch die Welle gezeigt das er das schreiben sehr gut beherrscht. Auch Boot Camp ist ein gelungenes Buch!

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    _Sahara_s avatar
    _Sahara_vor 3 Jahren
    Boot Camp

    Der 16-jährige Connor wird von seinen Eltern nach Lake Harmony geschickt. Dort soll er begreifen, dass seine Eltern immer im Recht sind und er einen großen Fehler begannen hat.
    Den Aufsehern ist jedes Mittel recht, die "Häftlinge" zu schikanieren und zu misshandeln. Sie machen sich nicht die Hände schmutzig und lassen Kids, die schon länger im Camp sind die Prügeleien austeilen.
    Connor darf nichts ohne Aufforderung tun. Nicht mal sprechen. Verstößt er gegen die Regeln, landet er auf der Isolationshaft. Und dort warten schon die "Schlägertypen".
    Nur wenn er sich an die Regeln hält, kann er Punkte sammeln, um die nächsten Stufen zu erreichen.

    Ein schockierendes Buch. Es lässt sich sehr gut und schnell lesen. Doch ist es schwere Kost.
    Ich war während dem Lesen sehr oft so wütend.
    Wie kann man seine Kinder in ein solches Camp schicken? Wenn man mit der Erziehung nicht klarkommt, werden die Kinder für viel Geld in ein solches Camp geschickt und sollen umgepolt wieder nach Hause kommen. Die Methoden die dort angewandt werden sind einfach menschenunwürdig. Grausam.
    Das Nachwort hat mich auch ziemlich schockiert.

    Ein Buch was mich bestimmt noch länger beschäftigen wird!

    ©_ Sahara_

    (Rezi aus 2013)

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