Ghetto Kidz

von Morton Rhue 
4,2 Sterne bei88 Bewertungen
Ghetto Kidz
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funnes avatar

Gesellschaftskritisch und augenöffnend

Annabeth_Books avatar

Sehr interessant geschrieben und kann es mit der Realität gut vergleichen

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Inhaltsangabe zu "Ghetto Kidz"

Kalon ist zwölf Jahre alt und lebt mit seiner Großmutter und seiner Schwester Nia in einem amerikanischen Großstadtgetto. Der Afroamerikaner will sich aus dem Bandenkrieg, der um ihn herum tobt, raushalten. Das gelingt ihm jedoch nicht lange. Als Nia schwanger wird und die Großmutter ihren Putzjob verliert, muss er irgendwie an Geld rankommen. Er schließt sich der Gang aus seinem Block an und folgt bald den brutalen Gesetzen des Asphaltdschungels.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783473583553
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:250 Seiten
Verlag:Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum:01.01.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.02.2009 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    j125s avatar
    j125vor einem Jahr
    Er kann es besser

    Inhalt:
    Kalon wächst in einem amerikanischen Ghetto auf, das von den verschiedenen Gangs beherrscht wird. Er selbst will sich keiner Gang anschließen und sich lieber aus allem raushalten. Aber manchmal scheint die Lage aussichtslos zu sein und man wirft alle Prinzipien über Bord.

    Meine Meinung:
    Morton Rhue nimmt den Leser immer mit in eine Welt, die so weit entfernt zu sein scheint, die aber eigentlich direkt um die nächste Ecke liegt. So beschreibt er in Ghetto Kidz das Leben in einem amerikanischen Ghetto.

    Zu Beginn der Geschichte ist Kalon gerade 12 Jahre alt, am Ende ist er 17. Für Kalon ist es Alltag sich auf den Boden zu werfen, wenn er Schüsse hört und Leichen hat er auch schon einige gesehen. Seine Mutter wurde auf offener Straße erschossen. Sein Leben ist hart und dennoch hält er an dem Grundsatz fest in keine Gang eintreten zu wollen. Als Leser wünscht man ihm einen Ausweg, eine Fluchtmöglichkeit aus diesem Teil der Stadt, denn eigentlich ist er ganz nett und ziemlich gut in der Schule. Aber ich konnte die ganze Zeit keinen richtigen Zugang zu ihm finden. Ich hätte ihm diesen Ausweg gewünscht, weil kein Kind so aufwachsen sollt wie Kalon, aber nicht um seiner selbst willen. Er war mir einfach nicht nah und erst ganz am Ende tat er mir leid.

    Die Handlung hat mir gut gefallen. Die Brutalität des Ghettos, die Verzweiflung, diese Machtlosigkeit kommt sehr gut rüber. Man merkt sehr schnell, dass das Ghetto nach einem eigenständigen System funktioniert und mit der Welt da draußen nichts gemeinsam hat. Wenn man einmal in dem Kreislauf drin ist, einmal dort landet, dann kommt nur schwer wieder raus.

    Ich schätze an dem Autor sehr, dass er dem Leser auf so wenigen Seiten massenhaft Informationen bietet. Einerseits durch den Inhalt der Geschichte, aber auch durch ein umfassendes Nachwort und/oder Interview. Hier hat mir das ein bisschen gefehlt. Es gibt zwar vor jedem Abschnitt eine kurze Statistik zur Erläuterung und auch ein Nachwort ist vorhanden, aber ich empfand es als nicht so informativ wie gewohnt. Außerdem hätte ich gern etwas mehr über das Ghetto erfahren. Vor allem wo es sich genau befindet. Zuerst hatte ich immer Afrika im Kopf, aber es ist natürlich mein Fehler bei schwarzen Menschen (der Term wird im Buch verwendet, daher ich übernehme ich ihn) gleich an Afrika zu denken. Allerdings hatte ich auch das Gefühl irgendwo gelesen zu haben, dass Buch spielt in Südafrika. Jedenfalls erschien mir das Ghetto als völlig losgelöst von einem Land oder Kontinent, was ich ein bisschen Schade finde.

    Fazit:
    Für mich ist es bisher leider das schwächste Buch von Morton Rhue, da ich mit Kalon nicht warm geworden bin. Dennoch ist das Buch wieder informativ und spricht ein wichtiges Thema an.

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    funnes avatar
    funnevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gesellschaftskritisch und augenöffnend
    Öffnet einem wie immer die Augen

    Der junge Kalon wächst in einem Ghetto auf. Drogen, Gewalt und nächtliche Schüsse sind Alltag. Das Leben wird durch die Gangs der Gegend kontrolliert – zwei Banden, die seit Jahren verfeindet sind. Fast täglich fallen diesem Krieg Gangmitglieder zum Opfer. Die Regierung interessiert das schon lange nicht mehr – das Ghetto ist ein Ort der Vergessenen.Kalon möchte mit all dem nichts zu tun haben. Er möchte zur Schule gehen und einfach nur ein friedliches Leben führen. Doch so sehr er es auch will – früher oder später holt der Bandenkrieg ihn ein. Denn so viele Möglichkeiten die Menschen aus den Ghettos angeblich auch haben: Am Ende überlebt nur der Rücksichtsloseste.

    Meine Meinung:
    Anfangs fand ich, die Schreibweise war sehr auf Jugendliche zugeschnitten. Vielleicht, weil die Hauptperson Kalon zu Beginn erst zwölf Jahre alt war. Aber wie auch die Charaktere des Buches sehr schnell erwachsen wurden gewöhnte ich mich entweder an die Schreibweise oder sie wurde auch "erwachsener". Jedenfalls war es bald authentisch. Kalon, der vom Charakter und seinen Überzeugungen her niemals zum Ghetto passt, egal in welchem Alter und was er gezwungen wurde zu tun, ist jemand, dem man viel Sympathie entgegenbringt. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen, da er jemand ist, der genau weiß, in welcher Situation er sich befindet und was seine Möglichkeiten sind. Er kennt die Risiken und Konsequenzen der Dinge, die er tut. Er kann genau einschätzen, was er tun muss und was er nur tun könnte.Die Geschichte zeigt schonungslos das Leben im Ghetto... und auch, dass sie meisten Menschen dort wie jeder andere ist, dass sie ein normales glückliches Leben ohne Angst und Gewalt führen wollen, aber dass es aufgrund der Ignoranz und Tatenlosigkeit aller Außenstehenden (sowohl der Regierung als auch Menschen wie ihr und ich) einfach keine Möglichkeiten für sie gibt, irgendwelche Initiativen zu ergreifen. Dass auch Meschen mit großer Intelligenz oder einem guten Herzen früher der später (auch gegen ihren Willen) in einer Gang landen, wenn sie nicht verhungern wollen und weiter für ihre Familien sorgen wollen.Das ist das zweite Buch von Mortin Rhue, das ich gelesen habe. "Die Welle" fand ich auch zu jugendlich geschrieben und vor allem zu kurz. Diese beiden Dinge sind mir hier wieder aufgefallen, allerdings hat es mich nicht so wirklich gestört. Wieder merke ich einfach, dass es sich wunderbar als Schullektüre eignen würde. Denn es ist gesellschaftskritisch und bietet jede Menge Stoff zum reden und diskutieren und nachdenken. Aber auch einfach so zum lesen ist es toll... Es ist sehr schnell durchgelesen und es gibt nicht soo viel Handlung an sich, aber dennoch sind die Charaktere klar und ausgearbeitet, und vor allem ist es ein Buch das einen irgendwie berührt und beschäftigt, obwohl es nicht im Geringsten was mit uns (oder mir zumindest) zu tun hat und eigentlich relativ unemotional geschrieben ist.Fazit: Ein bewegendes gesellschaftskritisches Buch, das die harte Realität eines Lebens aufzeigt, das wir gar nicht mitbekommen, weil es von Menschen handelt, die nicht bemerkt werden sollen.

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    Annabeth_Books avatar
    Annabeth_Bookvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr interessant geschrieben und kann es mit der Realität gut vergleichen
    Realität

    Das Buch hat mir gezeigt wie es den Kinder in solchen Gegenden geht, das sie oft gar keine andere Chance haben als sich den Gang anzuschließen.
    So geht es auch Kalon, also die Familie am verhungern ist sieht er sich gezwungen sich der Gang anzuschließen. Damit zeigt es aber auch wieder das er ein Familienmensch ist und es nur macht um seiner Familie zuhelfen und hoft das sie ein besseres Leben dann haben.
    Auch seine Liebe wird in dieser Gegend auf eine harte Probe gestellt, darf man sich in die Schwester des Feindes verlieben?
    Ich finde das man nicht immer mit Vorurteilen durch das Leben gehen soll wenn es um Menschen geht die in solchen Gegend wohnen, sie haben oft keine andere Wahl und ihrer Kinder auch nicht.
    Rhue beschreibt auch sehr gut den Teufelskreis in dem sich die Jugendlichen befinden

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    steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar
    steffis-und-heikes-Lesezaubervor 6 Jahren
    Rezension zu "Ghetto Kidz" von Morton Rhue

    Inhalt
    Der 12jährige Kalon lebt mit seiner Schwester Nia bei seiner Großmutter in einem Großstadtghetto. Er hat sich vorgenommen, nicht so zu werden wie seine Freunde und will sich aus den Bandenkriegen raushalten. Da er auch gut ist in der Schule, gelingt ihm dies einige Zeit, als aber dann seine Schwester schwanger, und die Gramma nicht mehr arbeiten kann, bleibt ihm keine andere Wahl, als irgendwie an Geld ranzukommen. Er schließt sich einer Gang an und es kommt zu verheerenden, blutigen Kämpfen.....

    Meinung
    Puh, kein leichtes Thema, über die Lebensumstände in einem Ghetto, in dem es nur um Drogen, Gewalt, Vergewaltigung und Mord geht, zu schreiben. Morton Rhue hat mit „Ghetto Kidz“ ein Buch geschrieben, welches auf erschütternede und ernüchtende Weise, das Leben dieser Kinder aufzeigt, und das trotz der wenigen Hilfe von außen, niemand es schafft, aus so einer Gang herauszukommen. Dort herrschen andere Gesetze. Und wer sich nicht daran hält, wird gnadenlos umgebracht. Meistens erwischt es dann auch noch Unschuldige.

    Der Schreibstil des Autors ist leicht und flüssig, Herr Rhue hat es so geschrieben, das vorallem Jugendliche sich mit diesem Thema auseinander setzen können und zum Lesen animiert werden. Herr Rhue recherchierte sehr genau und hat im Angang an dieses Buch noch einige Informationen angebracht. Als Schullektüre absolut lesenswert, für Erwachsene, meiner Meinung nach zu einfach und leicht. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schrift ist mittel geschrieben, für junge Jugendliche angemessen.

    Dieses Buch wurde spannend und authentisch umgesetzt, man spürt das Knistern zwischen den einzelnen Gangs, ihre Ängste und die Gewaltbereitschaft kann man gut miterleben. Ich glaube, man ist froh darüber, das es soetwas bei uns nicht gibt, wobei die Jugendkriminalität gewiss auch zugenommen hat.

    Cover
    Ein sehr düsteres Cover in den Farben schwarz und weiß, welches aber sehr gut zum Inhalt des Buches passt.

    Fazit
    Im Großen und Ganzen ein gelungenes Doku-Drama, welches uns auf schockierende und alarmierende Weise das Leben in einem Ghetto aufzeigt und uns zum Nachdenken anregt. Ich würde es erst ab so ca. 14 Jahren empfehlen, nicht schon ab 12. Es erhält von mir 3 von 5 Sternen.

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    Babschas avatar
    Babschavor 6 Jahren
    Rezension zu "Ghetto Kidz" von Morton Rhue

    Mit gerade mal zwölf hat der junge, intelligente Kalon bereits das ganze Elend des Lebens in einer schwarzen Slumsiedlung in einer amerikanischen Großstadt am eigenen Leib erfahren und wird sich zunehmend bewusst, dass sich weder seinen Freunden noch ihm wohl jemals die Chance bieten wird, dieser elenden Welt aus Drogen, Gewalt und Hunger zu entfliehen. Ganz im Gegenteil: auch er wird sich schon bald entscheiden müssen, den Disciples, der kriminellen Streetgang seines Blocks beizutreten, die im permanenten mörderischen Clinch mit einer benachbarten anderen Gang steht. Von den äußeren Umständen gezwungen, bleibt ihm letztlich überhaupt keine Wahl. Seine zunächst immer noch idealistischen Grundwerte gehen nach und nach den Bach runter. Nur mit Kriminalität und bedingungsloser Brutalität und Waffengewalt kann er zumindest temporär den materiellen Lebensstandard seiner Familie etwas verbessern, aber die Chance für junge Männer, das dritte Lebensjahrzehnt in seinem Viertel zu erleben, stehen traditionell schlecht.

    Am Beispiel der Geschichte des icherzählenden Kalons schreibt Rhue ein hoffnungsloses, deprimierendes, aber spannendes und überzeugendes Buch ganz nah an den tatsächlichen Zuständen in US-amerikanischen Schwarzenghettos, in denen jeder im wahrsten Sinne nur um sein Überleben kämpft und ein Menschenleben nicht viel zählt. Eine Bestandsaufnahme, eine Anklage. Lesens- und empfehlenswert.

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    TabeaTastys avatar
    TabeaTastyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Ghetto Kidz" von Morton Rhue

    Tolles Buch, das unter die Hut geht. Morton Rhue nimmt "kein Blatt vor den Mund", sondern schildert das wahre Leben. Auch das Ende fand ich irgenwie sehr toll

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    nichtwahrs avatar
    nichtwahrvor 9 Jahren
    Rezension zu "Ghetto Kidz" von Morton Rhue

    Morton Rhue erzählt von den "Kidz im Ghetto" von Amerika und öffnet dabei wahrscheinlich mindestens jedem zweiten Leser die Augen, denn meist denkt man entweder zu kurz oder zu weit - aber selten an das, was auch (oder gerade) in einem Land wie Amerika wahrscheinlich nicht selten vorkommt. Ich habe das Buch durchgelesen und mich zum ersten Mal so nahe mit dieser intensiven Kriminalität von Jugendlichen in Amerika befasst. Rhue bringt es wie immer genau auf den Punkt und zeigt die Welt von ihrer negativen Seite, die so schnell wie möglich verbessert werden muss!

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    Stirbelwurms avatar
    Stirbelwurmvor 10 Jahren
    Rezension zu "Ghetto Kidz" von Morton Rhue

    Ein beeindruckendes Buch vom Autor von "Die Welle".

    Ein kleiner Junge wächst in einem Ghetto auf und wird zum Oberboss der Drogendealer... Beeindrucken, traurig und spannend zugleich.

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    Prinzessins avatar
    Prinzessinvor 10 Jahren
    Rezension zu "Ghetto Kidz" von Morton Rhue

    Super gutes Buch! Bewegend ´... Ich finde es total gut geschrieben und leicht lesbar... klasse...

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 10 Jahren
    Rezension zu "Ghetto Kidz" von Morton Rhue

    Meiner Meining nach nicht so gut wie "Die Welle" und "Boot Camp" da es nicht so fesslend geschrieben ist, aber trotzdem ein sehr gutes Buch, dass sich mit einem wichtigem Thema befasst.
    Wenn man in so einem Ghetto aufwächst hat man überhaupt eine andere Chance als sich einer BAnde anzuschießen????
    Ich bin von Morton Rhue als Autor absolute begeistert, da er kein Blatt vor den Mund nimmt und sich auch an die schwierigen Themen heranwagt.

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