Moses I. Finley

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Autor von Das antike Sizilien, Die antike Wirtschaft und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Die antike Wirtschaft" von Moses I. Finley

Rezension zu "Die antike Wirtschaft" von Moses I. Finley
Sokratesvor 7 Jahren

In sehr lebhafter Sprache versucht Moses I. Finley, renommierter Althistoriker, die antike Wirtschaft von vielen Klischees und festen Überzeugen zu befreien. So hinterfragt er das in antiken Quellen Überlieferte; die bei antiken Autoren berichteten Menschen- und Warenströme sollte man - so seine wohl richtige Meinung - hinterfragen, denn welcher antike Staat kannte Statistik oder zählte an den Landesgrenzen die entlaufenden Sklaven oder die exportierten Waren? -- Daneben ist natürlich schwierig, wie antike Gesellschaften tatsächlich funktionierten. Wie gut war vielleicht doch soziale Mobilität möglich; die antiken Quellen sind hier nicht unbedingt die Wiedergabe eines tatsächlichen Zustandes, sondern sind auch meist von politischen Meinungen und sozialem Stand geprägte nachträgliche Erfahrungsberichte. Finley rät daher dringend an, zwischen den Zeilen zu lesen und den gesunden Menschenverstand einzusetzen. Darüber hinaus ist sein Buch von Gegenstand her sehr interessant. Wie funktionierte eine antike Gesellschaft wirtschaftlich überhaupt? Was war vonnöten, damit sich Großstädte wie Athen oder Rom überhaupt in dieser Größe entwickeln und länger Bestand haben konnten. So schmal wie das Buch auch ist, es ist gefüllt mit vielen Fakten, aufbereitet in einer klaren, pointierten Sprache. Auf keiner Seite langweilig.

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Rezension zu "Das politische Leben in der antiken Welt" von Moses I. Finley

Rezension zu "Das politische Leben in der antiken Welt" von Moses I. Finley
Sokratesvor 7 Jahren

Finley beschäftigt sich mit grundlegenden Prinzipien antiker Gesellschaften: dem Staat, der Klasse und der Macht. Hierin eingefügt waren Vorstellungen von (persönlicher, v.a. männlicher) Autorität und Patronage, die nicht nur die Griechen kannten, sondern insbesondere unter den Römern auch juristisch eine hochdifferenzierte Ausprägung erfahren hat. Hinzu kommen Überlegungen zum politischen Selbstverständnis und Handeln der antiken Gesellschaften.

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Rezension zu "Die Sklaverei in der Antike" von Moses I. Finley

Rezension zu "Die Sklaverei in der Antike" von Moses I. Finley
Sokratesvor 8 Jahren

Moses I. Finley (*1912), weltbekannter Althistoriker am Darwin-College in den USA, hat mit diesem Band eine Zusammenstellung für sich selbständiger Aufsätze unter dem Thema "Sklaverei in der Antike - Geschichte und Probleme" veröffentlicht. Es handelt sich also um keine historisch-chronologische Gesamtdarstellung der griechisch-römischen Sklavengeschichte, sondern um 4 Aufsätze. Diese Aufsätze beschäftigen sich mit dem Sklavenbild in der deutschen Geschichtswissenschaft, beginnend bei den ersten Historikern des 17. und 18. Jh. Das durch sie im Lichte ihrer Zeit herausgearbeitete Bild der römischen Sklavenverhältnisse ist für das Verständnis der Alten Geschichte über Jahrhunderte hinweg prägend gewesen. Im Anschlussaufsatz befasst sich Finley mit den Voraussetzungen die in einer Gesellschaft existieren müssen, damit es - wie in der griechischen und römischen - zur Ausbildung von Sklavengesellschaften kommt; hierbei werden historische wie rechtshistorische/juristische Fakten besprochen, interpretiert, eingeordnet. Die zwei letzten Aufsätze beschäftigen sich mit der Fragen, ob insbesondere die römische Sklaverei auch von einem humanistischen Motiv getragen wurde und schließlich, wie es zum Niedergang der Sklavengesellschaft kam, der spätestens mit den einfallenden Germanenstämme und dem Ende des Weströmischen Reiches besiegelt war.
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Finley schreibt, trotz wissenschaftlicher Publikation, angenehm und laienfreundlich. Unumgänglich ist es allerdings, ein klein wenig Basiswissen zur Geschichte der Antike zu besitzen und sich in den Grundbegriffen der römischen Gesellschaft auszukennen. Alles andere erschließt sich weitgehend aus dem Kontext der Aufsätze. Das Buch behandelt ein Thema, das bislang in der deutschsprachigen Fachliteratur nur sehr stiefmütterlich behandelt wurde; schade auch, dass es Finley nur zu einer Aufsatzsammlung geschafft hat und keine eigenständige Monographie geschrieben hat - die Themenkomplexe seiner Aufsätze hätten mit einfließen können. Zum wissenschaftlichen Arbeiten ist das Buch gut geeignet; für einen Einblick in die historisch-gesellschaftlichen Umstände (für einen interessierten Laien) halte ich das Buch thematisch zu speziell, es transportiert nicht die hierfür notwendigen Informationen, ist thematisch zu beschränkt.

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