Moses I. Finley Die Sklaverei in der Antike

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Inhaltsangabe zu „Die Sklaverei in der Antike“ von Moses I. Finley

240 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.09.1994')
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  • Rezension zu "Die Sklaverei in der Antike" von Moses I. Finley

    Die Sklaverei in der Antike

    Sokrates

    28. April 2011 um 09:01

    Moses I. Finley (*1912), weltbekannter Althistoriker am Darwin-College in den USA, hat mit diesem Band eine Zusammenstellung für sich selbständiger Aufsätze unter dem Thema "Sklaverei in der Antike - Geschichte und Probleme" veröffentlicht. Es handelt sich also um keine historisch-chronologische Gesamtdarstellung der griechisch-römischen Sklavengeschichte, sondern um 4 Aufsätze. Diese Aufsätze beschäftigen sich mit dem Sklavenbild in der deutschen Geschichtswissenschaft, beginnend bei den ersten Historikern des 17. und 18. Jh. Das durch sie im Lichte ihrer Zeit herausgearbeitete Bild der römischen Sklavenverhältnisse ist für das Verständnis der Alten Geschichte über Jahrhunderte hinweg prägend gewesen. Im Anschlussaufsatz befasst sich Finley mit den Voraussetzungen die in einer Gesellschaft existieren müssen, damit es - wie in der griechischen und römischen - zur Ausbildung von Sklavengesellschaften kommt; hierbei werden historische wie rechtshistorische/juristische Fakten besprochen, interpretiert, eingeordnet. Die zwei letzten Aufsätze beschäftigen sich mit der Fragen, ob insbesondere die römische Sklaverei auch von einem humanistischen Motiv getragen wurde und schließlich, wie es zum Niedergang der Sklavengesellschaft kam, der spätestens mit den einfallenden Germanenstämme und dem Ende des Weströmischen Reiches besiegelt war. ----------- Finley schreibt, trotz wissenschaftlicher Publikation, angenehm und laienfreundlich. Unumgänglich ist es allerdings, ein klein wenig Basiswissen zur Geschichte der Antike zu besitzen und sich in den Grundbegriffen der römischen Gesellschaft auszukennen. Alles andere erschließt sich weitgehend aus dem Kontext der Aufsätze. Das Buch behandelt ein Thema, das bislang in der deutschsprachigen Fachliteratur nur sehr stiefmütterlich behandelt wurde; schade auch, dass es Finley nur zu einer Aufsatzsammlung geschafft hat und keine eigenständige Monographie geschrieben hat - die Themenkomplexe seiner Aufsätze hätten mit einfließen können. Zum wissenschaftlichen Arbeiten ist das Buch gut geeignet; für einen Einblick in die historisch-gesellschaftlichen Umstände (für einen interessierten Laien) halte ich das Buch thematisch zu speziell, es transportiert nicht die hierfür notwendigen Informationen, ist thematisch zu beschränkt.

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