Moses Wolff Schrippenblues

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Inhaltsangabe zu „Schrippenblues“ von Moses Wolff

"Die kommt eh nach a paar Wochen wieder. Was will die denn mit am Berliner? Allein die ganzen Verrückten in der Großstadt hält die doch ned aus." Doch so einfach ist es leider nicht ... Als sein geliebtes Tinerl nach Berlin abhaut – noch dazu mit einem nikolausbärtigen Schlumpfmützenträger – sieht der Wildbach Toni keine andere Möglichkeit, als ihr hinterherzureisen, um sie schleunigst zurück in die Berge zu holen. So nimmt er den nächstbesten Zug und stürzt sich mitten hinein ins urbane Abenteuer. Aber ein echter Bergmensch hat es im Großstadtdschungel gar nicht so leicht ...

Durchaus Interessant zu lesen, jedoch vor allem am Anfang sehr langatmig.

— zMiaz

Ein spaßiger, kurzweiliger Roman mit herrlichen Dialekten!

— CanYouSeeMe

Man sollte vorher "Der Wildbach Toni" lesen, dann ist man schon vertraut mit den Charakteren. Satirisch, lustig, macht Spaß ...

— angi_stumpf

Ein Bayer in Berlin, der sich ganz schön durchwurschtelt.

— Sikal

Der Wildbach Tony auf der Suche nach seinem Tinerl in Berlin. Was dem Naturburschen dort so alles begegnet.

— Goch9

Ein witziges, kurzweiliges Buch mit einem Protagonisten, den man abwechselnd knuddeln und watschen möchte.

— AliceDreamchild

Ein unterhaltsamer Roman

— Curin

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  • Leserunde zu "Schrippenblues" von Moses Wolff

    Schrippenblues

    Goldmann_Verlag

    Griaßeich! heute starten wir eine Leserunde für alle, die ein Herz für echte Bergfexn haben und den Wildbach Toni kennenlernen möchten oder ihn (zum Beispiel von seinem ersten Buch "Der Wildbach Toni. Ein Bergroman") bereits kennen. Fernab seiner geliebten Berge verschlägt es den Wildbach Toni diesmal in urbane Gefilde: Um sein geliebtes Tinerl zurückzuerobern muss er nach Berlin. Aber ein echter Bergmensch hat es im Großstadtdschungel gar nicht so leicht. Der Autor, Moses Wolff, ist Schauspieler und Kabarettist. Er schreibt regelmäßig für das Satiremagazin Titanic und veranstaltet gemeinsam mit dem Poetry-Slammer Jaromir Konecny und dem Journalisten Michael Sailer die erfolgreiche Münchner Lesebühne "Schwabinger Schaumschläger-Show". Seine Serie "Wildbach Toni", die auf den Internetportalen von Titanic und der Süddeutschen Zeitung zu sehen ist, erfreut sich großer Beliebtheit. Für diese Leserunde stellen wir 20 Verlosungsexemplare zur Verfügung, der Autor Moses Wolff wird sich auch zu uns gesellen (bis zum 19. September, denn danach herrscht in München Ausnahmezustand, weil die Wiesn beginnt). Wer eines der 20 Verlosungsexemplare gewinnen möchte, beantwortet uns bitte folgende Frage: Was ist euer bevorzugtes "Revier" -- Stadt oder Land? Seid ihr ein Landei oder eher eine Stadtpflanze?

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    • 186
  • Witzige Abenteuer in der Großstadt

    Schrippenblues

    AliceDreamchild

    08. January 2015 um 21:19

    Der Wildbach Toni ist ein echter Bergfex. Solange er in Berg und Bett auch seine Freiheiten genießen darf, ist seine Welt in Ordnung. Sein geliebtes Tinerl würde allerdings lieber die Hochzeitsglocken läuten hören. Als Toni sich sträubt, lacht sie sich kurzerhand einen Schlumpf an und verschwindet nach Berlin. Das kann der Toni nicht auf sich sitzenlassen. Er macht sich auf in die Großstadt, um sein Tinerl zurück zu erobern. Doch der Großstadtdschungel hält seine ganz eigenen Herausforderungen für ihn bereit. Ambivalenter Protagonist mit Charme Ein witzig geschriebenes Buch mit einem sehr originellen Protagonisten. Der Toni ist ein Kerl mit Ecken und Kanten, hat aber dennoch viel Charme. Am Anfang fand ich ihn richtig sympathisch – vor allem, weil er zwar recht traditionelle Werte hegt, neuen Einflüssen aber trotzdem aufgeschlossen ist. Im Laufe des Buchs wurde er aber immer oberlehrerhafter, was ihn mir wieder etwas entfremdet hat. Was gar nicht ging, war der häufige Griff zur „Watschn“ als Erziehungsmaßnahme gegenüber anderen Menschen. Auch seine Doppelmoral in Liebesdingen fand ich nicht gut und zum Teil habe ich mich echt gefragt, was das Tinerl an ihm findet. Insgesamt also ein sehr ambivalenter Charakter, was das Lesen besonders spannend gemacht hat. Witzige Abenteuer in Berlin Die Abenteuer in Berlin waren außergewöhnlich und lustig, aber nicht zu abgehoben, sodass sie trotzdem realistisch wirkten. Der Toni findet sich in Berlin erstaunlich gut zurecht und gibt bei neuen Begegnungen auch recht schnell den Ton an. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber an vielen Stellen musste ich schmunzeln oder sogar richtig loslachen. Etwas unglaubwürdig fand ich aber seine amourösen Ausflüge – immerhin will er ja seine Herzdame zurückerobern. Andererseits passt das auch wieder zu ihm als Charakter. Fazit: Amüsantes Buch, flüssige Lektüre Ich glaube, man darf den Toni einfach nicht zu ernst nehmen. Ein paar seiner Charakterzüge haben mich beim Lesen schon gestört. Insgesamt aber trotzdem ein amüsantes Buch, das sich sehr schnell und flüssig lesen ließ. Ich hatte viel Spaß damit und habe viele Dinge daraus auch wiedererkannt (bin auf dem Dorf in den Voralpen aufgewachsen und lebe jetzt in der Großstadt).

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  • Schrippenblues

    Schrippenblues

    Gotti

    18. November 2014 um 23:02

    Klappentext: "Die kommt eh nach a paar Wochen wieder. Was will die denn mit am Berliner? Allein die ganzen Verrückten in der Großstadt hält die doch ned aus." Doch so einfach ist es leider nicht ... Als sein geliebtes Tinerl nach Berlin abhaut – noch dazu mit einem nikolausbärtigen Schlumpfmützenträger – sieht der Wildbach Toni keine andere Möglichkeit, als ihr hinterherzureisen, um sie schleunigst zurück in die Berge zu holen. So nimmt er den nächstbesten Zug und stürzt sich mitten hinein ins urbane Abenteuer. Aber ein echter Bergmensch hat es im Großstadtdschungel gar nicht so leicht ... Meine Ansicht: Ich liebe die bayrische Mundart, daher gefällt mir das Buch auch so gut. Der Autor hat Bayrisch mit Berlinerisch aufeinandertreffen lassen, was eine amüsante Mischung geworden ist (gut auch die Erklärungen eher unbekannter Ausdrücke in den Fußnoten). Den Anfang des Buches fand ich etwas langatmig, danach stieg die Spannung. Das vermittelte Frauenbild hat mich nicht angesprochen, deshalb auch nur 4 Sterne. Das Buch ist sehr unterhaltend und empfehlenswert!

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  • gut lesbar

    Schrippenblues

    zMiaz

    11. November 2014 um 16:22

    Die kurze Beschreibung von "Schrippenblues" hat mich durchaus neugierig auf das Buch gemacht - so weit so gut. Ich habe also sehnsüchtig auf die Ankunft gewartet und sofort zu lesen begonnen - jedoch nach den ersten 10 Seiten das Buch entnervt zur Seite gelegt. Besonders der Anfang ist extrem langatmig und hat, wie ich finde, kaum etwas mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Außerdem hat es zunächst etwas gedauert, bis ich mich an die Bayrische "Sprache" gewöhnt hatte. Trotzdem hat mich die immer wieder motiviert weiterzulesen, da ich wissen wollte,ob der Toni wohl sein entlaufenes Tinerl wieder zurück bekommen kann. Dafür muss er ihr nach Berlin hinterher reisen, wohin sie mit einem Jüngeren durchgebrannt ist. Dabei muss Toni einiges ertragen, hat jedoch auch, wie mein Eindruck War, eine Menge  Spaß - zu viel für meinen Geschmack.  Insgesamt wurde mir die Person Toni immer unsympathischer, während mir der Schreibstil des Buches immer mehr gefallen hat. Zum einen der bayrische Dialekt, zum anderen die Tatsache, dass man sehr genau auf Ironie und Ernst achten musste, haben mir gut gefallen. 

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  • Toni in Berlin auf der Suche nach Tinerl

    Schrippenblues

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    21. October 2014 um 12:44

    Der Bergmensch Toni liebt sein Tinerl und alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Obwohl das Tinerl seine große Liebe ist, haben sie eine Vereinbarung getroffen, dass jeder tun und lassen kann, was er mag, solange der andere nichts davon erfährt. Damit laufen sie recht gut, bis das Tinerl dem Toni auf einmal einen Heiratsantrag macht. Der, völlig perplex, reagiert ganz anders als erhofft. Nach ein paar Tagen ist das Tinerl verschwunden, mit zwei Berlinern auf den Weg in die Hauptstadt. Jetzt, wo sie nicht mehr da ist, merkt der Toni schon, dass sie ihm fehlt, also muss er sich selbst auf den Weg nach Berlin machen und sie suchen... Das ist natürlich leichter gesagt, als getan, denn Tinerl geht weder ans Telefon, noch weiß er, wo sie stecken könnte und Berlin ist halt Berlin, etwas größer als sein Heimatdörfchen. Aber Toni lässt sich nicht beirren, durch seine rundum kommunikative Art lernt er Menschen kennen, die ihm helfen, sein Tinerl zu finden. Aber es ist ein verdammt langer und beharrlicher Weg dahin. Hat man im ersten Band "Der Wildbach Toni" schon seine Mühe und Not mit dem bayerischen Dialekt gehabt, so kann man sich als Leser in diesem Band austoben. Neben bayerisch findet man berlinerisch, sächsisch und anderes. Es gibt viele Stellen, die man sich mehrmals durchlesen muss, vorzugsweise laut, damit man wirklich versteht, was gemeint ist. Der Autor macht es einem nicht leicht. Durch sein Verhalten ist der Toni für mich leider kein Sympathieträger. Obwohl er seiner Freundin hinterhergereist ist, um sie zu finden, ist er doch nicht abgeneigt, sich mit anderen Frauen zu vergnügen. Das hat mit Liebe so nun gar nichts mehr zu tun. Der Autor Moses Wolff lässt seinen Protagonisten die verschiedensten Typen kennenlernen und bringt den Leser schon das ein oder andere Mal zum schmunzeln. Auch zeigt er ihm ein wenig von Berlin und der Leser hat das Vergnügen, dabei zu sein.  Dass es in Berlin keine Semmeln gibt, sondern diese dort Schrippen heißen, muss er auch auf die harte Tour kennenlernen. Dass in Berlin auch einige Dinge ganz anders laufen, als in den Bergen, lernt der Toni auch ganz schnell. Nicht alles findet er gut, wie die Autofahrer zum Beispiel, aber es gibt auch Dinge, die ihm gefallen. Ein Bayer, der sich in Berlin durchboxt. Ein Buch mit Humor und zum Schmunzeln.

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  • Schrippenblues

    Schrippenblues

    CanYouSeeMe

    Als sein geliebtes Tinerl nach Berlin abhaut, sieht der Wildbach Toni keine andere Möglichkeit, als ihr hinterher zu reisen, um sie schleunigst zurück in die Berge zu holen. So nimmt er den nächstbesten Zug und stürzt sich mitten hinein ins urbane Abenteuer. Aber ein echter Bergmensch hat es im Großstadtdschungel gar nicht so leicht… Mit ‘Schrippenblues‘ hat Moses Wolff einen spaßigen und kurzweiligen Roman geschaffen, der mit herrlichen Dialogen im sächsischen, bairischen, schwäbischen und Berliner Dialekt punktet. Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen, teilweise waren die Dialekte sehr ausgeprägt, sodass man die betreffende Passage mehrmals lesen muss, um die Bedeutung voll und ganz zu erfassen. Das hat dem Lesefluss an sich aber keinen Abbruch getan, teilweise befinden sich sogar ‘Übersetzungen‘ ins Hochdeutsche in den Fußnoten. Der Hauptcharakter Toni ist sehr speziell und erlebt die Großstadt Berlin auf seine eigene Weise – Frauenbekanntschaften inklusive. Die Beziehung von Toni und dem Tinerl scheint generell sehr locker zu sein, dennoch haben mich die kleinen Affären vom Toni -er ist ja immerhin in Berlin um das Tinerl zurück zu holen- gestört. Da sanken die Sympathiepunkte gewaltig. Er scheint ein naturverbundener junger Mann aus den Bergen zu sein, ist aber gleichzeitig ein Macho und Weiberheld – das passt für mich nicht wirklich zusammen. Auch die Handlung an sich war ab der Ankunft in Berlin etwas träge, es floss so vor sich hin und es fehlte ein wenig Spannung. Alles in allem ist ‘Schrippenblues‘ ein solider Roman, der durchaus humorvoll und interessant ist, mir persönlich aber etwas zu fade war und stellenweise einfach nicht meinem Geschmack entspricht.

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    • 2

    Sabine17

    14. October 2014 um 18:17
  • Rezension zu "Schrippenblues"

    Schrippenblues

    Zsadista

    28. September 2014 um 14:12

    Hohe Berge, wilde Natur, kleine Dörfer und der Wildbach Toni. Das ist seine geliebte Heimat. Dazu gehört noch seine Liebste, die Koch Tinerl und mehr brauch er nicht. Toni ist Bergführer mit Leidenschaft … auch für die Damen, die er führt. Doch mit Tinerl hat er da ein Abkommen, damit jeder wenn er will in diesen Sachen seinen eigenen Weg gehen kann. Doch dann kommt das Tinerl eines Tages darauf, dem Toni einen Heiratsantrag zu machen. Wegen des Abkommens, dass er mit ihr getroffen hatte überrennt ihn dieser Antrag wie eine Horde wilder Hirsche auf der Balz. Da er sich erst einmal versucht aus der Sache heraus zu reden, flieht das Tinerl tief deprimiert mit zwei Lackerln nach Berlin. Dem Toni bleibt nichts anders übrig, als sich in den Zug zu setzen und in den Großstadtdschungel nach Berlin zu fahren um sein Tinerl wieder zurück zu gewinnen. Wird ihm das gelingen? Und was passiert ihm alles auf der Suche nach seiner Liebsten? An „Schrippenblues“ hat mir wirklich gut gefallen, dass die Gespräche in Dialekt geschrieben war. Ich mag das sehr und habe auch alles verstanden. Wobei ich ab und an auch manche Stelle zweimal lesen musste. Der Schreibstil ist sehr flott und hat auch eine gewisse Portion Humor. Allerdings fand ich dass die Geschichte an sich nicht so meines war. Ich fand den Roman jetzt nicht so humorvoll wie auf dem Buch angegeben. Ebenso die Beziehung von Toni zu Tinerl und seine sexuellen Ausrutscher mit anderen Damen finde ich nicht witzig und habe daher nicht so das Verständnis dafür. Also meine persönliche Sache war der Roman jetzt leider nicht.

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  • Nette Lektüre, der es jedoch an Spannung fehlte ...

    Schrippenblues

    Die-wein

    26. September 2014 um 23:41

    Der Wildbach Toni ist Bergführer und bei einer seiner Wanderungen kommt es zu einem Streit mit zwei Berlinern die Nikolausbärte und Schlumpfmützen tragen. Kurz darauf trifft er in der Stammkneipe auf seine Freundin, des Tinerl, und die überrumpelt ihn mit einem Heiratsantrag. Dem Toni geht das jedoch alles etwas zu schnell und er kann das nicht so spontan entscheiden. Sein Tinerl ist sehr verletzt und reist gemeinsam mit den beiden nikolausbärtigen Schlumpfmützenträgern nach Berlin. Nachdem ihm seine Freunde im Dorf raten: "Hintrher muascht!" beschließt er sie zurückzuholen. "Schrippenblues" ist die Fortsetzung des Romans "Der Wildbach Toni". Da es sich jedoch um abgeschlossene Geschichten handelt, kann man "Schrippenblues" problemlos lesen, ohne den 1. Band zu kennen. Mich lässt dieses Buch sehr zwiegespalten zurück. Einerseits fand ich die Idee sehr gut - ein bayerischer Bergführer, der seiner Freundin nach Berlin nachreist und dann feststellen muss, dass so eine Großstadt wie Berlin, alles andere als einfach zu bewältigen ist. Andererseits fand ich das Buch teilweise sehr langatmig und die Handlung plätscherte so dahin. Das erste Drittel des Buches hat mir sehr gefallen und auch die Reise nach Berlin war recht amüsant beschrieben, danach jedoch passierte einfach kaum noch was und es wurden lediglich Tonis täglichen Ausflüge durch irgendwelche Kneipen oder Straßen in Berlin beschrieben. Mir fehlte dabei schlichtweg die Spannung und die nächtlichen Sex-Eskapaden passten meiner Meinung nach einfach nicht zu diesem Charakter. Toni wirkte auf mich anfangs eher konservativ und naturverbunden und ich fand die Beziehung zu Bettina, die in Berlin dann eher nebensächlich wurde, passte da nicht so richtig dazu. In Berlin mauserte sich Toni dann plötzlich zum Macho und ließ bei den Frauen nichts anbrennen. Der Schreibstil war anfangs auch etwas schwer lesbar, da vieles in Dialektsprache war, das ich mehrfach lesen musste um es zu verstehen. Man muss sich für dieses Buch auf jeden Fall Zeit nehmen und für schnell mal zwischendurch ist es eher ungeeignet. Alles in allem denke ich, "Schrippenblues" ist ein unterhaltsamer Roman, der vor allem durch seinen versteckten Humor besticht. Bei der Umsetzung jedoch fehlt der Geschichte die nötige Spannung und es erinnert eher an einen Reisebericht.

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  • Von einem der auszog, dass Tinerl zurückzuerobern

    Schrippenblues

    Gela_HK

    26. September 2014 um 11:58

    Als Bergmensch kann der Wildbach Toni es einfach nicht fassen: Sein Tinerl ist mit einem nikolausbärtigen Schlumpfmützenträger nach Berlin abgehauen. Klar, da muss er hinterher und sie zurückerobern. Leichter gesagt als getan, denn seine Angebetete geht nicht ans Telefon und eine Adresse hat er auch nicht. Als er den ersten Großstadtschreck überwunden hat, scheint er sich ganz wohl zu fühlen, nur dem Tinerl kommt er nicht näher. Dafür lernt er jede Menge kurioser Typen kennen, kämpft sich durch den Großstadtdschungel und scheint am Ende sogar seinem Ziel ganz nah. Moses Wolff hat einen herrlichen Humor, den er dem Wildbach Toni gekonnt auf den Leib geschrieben hat. Diesen schrägen Naturburschen mit seinen besonderen Ansichten muss man einfach gern haben. Mit viel Augenzwinkern gehts auf in die Metropole Berlin und ironisch wird den Großstädtern der Spiegel vorgehalten. Ein Schwerpunkt sind die Dialektattacken des Autors auf den Leser. Franken, Sachsen, Schwaben, Inder alle steuern etwas bei. So sieht zum Beispiel ein Wortwechsel zwischen dem Wildbach Toni und einer Berliner Fleischverkäuferin aus: "Belegen Sie auch Semmeln?" "S gibt hier keene Semmeln. Da müssen Se schon nach Bayern zu den Seppeln fahren." .... "Ja, is guad, Fleischfrau." ... "Hier jibbs ooch keene Brötchen. Bei uns heißen die Schrippen." Schmunzelnd begleitet man Toni durch den Großstadtdschungel. Wirklich zielführend auf der Suche ist er dabei nicht. Er läßt sich vielmehr treiben und hofft auf das Schicksal. Als gestandenes Mannsbild kann er den Städterinnen so einiges abgewinnen, wodurch er allerdings beim Leser Sympathiepunkte einbüßt. Mich hat dieser Roman gut unterhalten und zum Schmunzeln gebracht. Bei der Recherche habe ich die Videos der TitanicRedaktion auf YouTube zum Wildbach-Toni gefunden. Sehr lustig.

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  • Berg - Toni

    Schrippenblues

    dieFlo

    Toni lebt in den Bergen und ist glücklich dort, aber dann ..... scheint ihm jemand doch wichtiger zu sein und er verlässt die Berge - auf geht's nach Berlin. Die Suche nach seiner Traumfrau beginnt - aber: Wenn er denn dort auf der Suche nach der Dame seines Herzens ist, warum kann er die Finger nicht von den Frauen lassen? Permanent macht er Angebote und ehrlich er lässt nichts, aber auch gar nichts anbrennen. Mit teils lustigen Passagen erlebt der Leser nun den Toni in Berlin, Da er eben so frauenfeindlich eingestellt ist, sank seine Sympathie immer mehr beim Lesen.. sorry... Aber er ist eben nicht gerade ein Protagonist, der Herzenswärme empfangen konnte. Berlin scheint auch er nur oberflächlich erleben zu wollen. Die Mundarten fand ich witzig und das Buch bereichernd ,-) 3,5 Sterne

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    • 2
  • Wer hat Lust auf Schrippenknödel?

    Schrippenblues

    angi_stumpf

    25. September 2014 um 18:50

    Die Geschichte: Der Toni verhält sich etwas ungeschickt, als sein Tinerl ihm einen Heiratsantrag macht. Erbost und enttäuscht flieht diese kurz darauf mit einem Berliner Touristen in dessen Heimatstadt. Toni bemerkt sehr schnell, dass er einen großen Fehler begangen hat und reist dem Tinerl hinterher. Doch wie findet man einen Menschen inmitten einer Großstadt, wenn man weder Adresse noch einen anderen Anhaltspunkt hat? Das Berliner Stadtleben setzt dem gemütlichen Bergmenschen manchmal arg zu und er erlebt allerhand lustige Sachen. Doch irgendwie verliert er oft sein eigentliches Ziel aus den Augen und lässt sich treiben. Ob er mit dieser laxen Einstellung sein Tinerl wieder zurückerobern kann? Meine Meinung: Für mich war der Wildbach Toni ja nun kein Unbekannter mehr, ich durfte ihn bereits im ersten Buch der Reihe kennenlernen. Die Abenteuer, die er in seinen Heimatbergen erlebt hat (mit vielen skurrilen Begegnungen mit seltsamen Tieren, Mitmenschen und sogar Berggeistern) fand ich sehr lustig und unterhaltsam. Jetzt verschlägt es ihn allerdings recht bald nach Berlin und es ist aus mit der Idylle und den schönen Landschaftsbeschreibungen. Natürlich erlebt der Toni auch in Berlin allerhand Kurioses und in bester satirischer Weise führt uns Moses Wolff vor Augen, wie unmöglich und bescheuert sich manche Menschen verhalten können. Eine große Portion toll verpackte Gesellschaftskritik steckt in diesem Buch. Es gibt viel zu lachen und die Dialoge sind oft im Dialekt geschrieben und wirken so noch authentischer. Was ich allerdings bemängeln muss: der Toni kommt in “Schrippenblues” einfach nicht so sympathisch rüber wie im ersten Buch. Er wirkt oft wie ein zwanghafter Aufreißer, der alles besteigt, was nicht bei Drei auf dem nächsten Baum ist. So kommt es auch, dass die Handlung oft zu sehr von solchen Szenen geprägt war, was mich zunehmend gestört hat. Am Ende besinnt er sich dann aber wieder aufs Wesentliche: das Finden von seinem Tinerl und da lässt er sich dann doch noch was einfallen, das ihm wieder ein paar Sympathiepunkte beschert. Fazit: Stellenweise brutal komisch, manchmal etwas eintönig. Der Toni kommt leider nicht so sympathisch rüber, wie ich es ihm wünschen würde. Man sollte vielleicht zuerst Band 1 der Reihe lesen.

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  • Der Toni in Berlin

    Schrippenblues

    ChrischiD

    21. September 2014 um 23:15

    Der Wildbach Toni ist in seinen Bergen daheim und im Großen und Ganzen glücklich. Doch von heute auf morgen ist es vorbei mit der Idylle, als nämlich sein geliebtes Tinerl Hals über Kopf nach Berlin davonbraust. Auch wenn sie bisher eine eher lockere Beziehung geführt haben, so ist dem Toni doch schnell klar, dass er hinterher muss. Da er weder weiß wo sie sich in der Großstadt aufhält, noch bei wem, begibt er sich in ein Abenteuer, dessen Ausgang mehr als offen ist... Wem der Wildbach Toni aus dem gleichnamigen ersten Roman bisher noch nicht bekannt ist, merkt bereits sehr schnell, dass es sich hier um einen wahrlichen Hallodri handelt, der nichts anbrennen lässt. Scheinbar gibt es da eine Übereinkunft zwischen ihm und dem Tinerl, doch seltsam mutet dies schon an. Durch ebenjenes Verhalten, dass er weder in den Bergen noch in der Großstadt einschränkt, wirkt er nicht unbedingt sympathisch auf den Leser. Man hofft, dass sich dies zum Ende noch bessern wird, befürchtet allerdings das schlimmste. Man muss sich einfach auf das Geschehen einlassen, vielleicht gibt es dann doch noch Überraschungen. Inhaltlich gesehen gibt es einige humorvolle Passagen, manche sogar in einem solchen Maße, dass es den Leser beinahe vor Lachen vom Stuhl haut. Wenn auch hin und wieder unter der Gürtellinie, so kann man doch manches Mal herzhaft lachen. Etwas störend wirken jedoch die Mundart-Passagen, die zwar das Geschehen authentisch machen, den Lesefluss aber immer wieder zum Stocken bringen. Es ist nicht so als wären sie unverständlich, doch es dauert hin und wieder geraume Zeit, bis sich dem Leser der Inhalt gänzlich erschlossen hat. Das ist ein wenig schade, da man so immer wieder aus dem Fluss gerissen wird. „Schrippenblues“ ist durchaus auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes verständlich. Man hätte möglicherweise eine andere, bessere Meinung vom Toni, wenn man den ersten Band kennen würde, andererseits könnte aber auch das Gegenteil der Fall sein. So oder so bietet „Schrippenblues“ kurzweilige Unterhaltung und lädt ein zum Lachen und zum Abschalten.

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  • Schrippenblues

    Schrippenblues

    Pixibuch

    21. September 2014 um 14:53

    Ein ganz gutes Cover. Die Vorderansicht (Bauch) eines Bayern in der Krachledernen, dahinter Berlin mit seinem Fernsehturm und ganz in der Ferne die Berge. Besser konnte man für dieses Buch das Cover nicht herstellen. Die Geschicht ist urig und sehr witzig geschrieben. Hier hat der Autor Moses Wolff wirklich sein Faible für Kabarett und Satire wirklich gut eingesetzt. Der Widlbachtoni wohnt und lebt in den Bergen. Er ist Bergführer, der sich auch gerne mit jungen Touristinnen vergnügt. Er ist aber auch gerne allein in seiner Berghütte, besieht sich die Natur, die Tiere und lebt mit sich und der Welt in Einklang. Beim Feiern liebt er natürlich des Gerstensaft, dem er dann auch ziemlich zuspricht. Eines Tages sieht er zwei Berliner mit langen Bärten und so eine Art Schlumpfmützen, die Wild schießen wollen. Der Toni vertreibt sie, nicht ohne sie ordentlich mit Ausdrücken zu beschimpfen. Seit Jahren ist er verbandelt mit der Koch Tinderl, a richtig fesches Weibsbild. Als sie ihm dann eines Tages einen Heiratsantrag macht, ist er total schockiert, er möchte doch seine Freiheit nicht aufgeben. Das Tinerl gibt ihm dann daraufhin den Laufpaß und geht mit einem der Berliner mit nach Berlin.  Jetzt, da es so ernst ist, bekommt der Toni wirklich Liebeskummer und er beschließt,das Tinerl in Berlin zu suchen. Und nun macht er sich auf den Weg, hat imZug so seine Erlebnisse. Auch in Berlin kommt der Bergmensch außerordentlich gut zurecht. Er findet sofort ein Hotel, bandelt mit verschiedenen Mädchen an, hat mit ihnen auch seine Freude. Erwird auf Feste eingeladen, konsumiert mehr Bier und Schnaps als für ihn gut ist. Und dann meint er auch noch die Berliner erziehen zu müssen. Er gibt ein Interview, kommt in einen Swingerclub, macht eins auf Esotherik. Wirklich, er erlebt sehr viel. Auch sein Tinerl findet er, aber kommt sie mit ihm zurück in die Berge? Das wird hier nicht verraten. Ganz besonders interessant macht das Buch die vielen Dialekte. Hier wird soviel an Komik geboten, dass man aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Auch die Aussprache und die Gedankengänge vom Toni machen das Buch wirklich heiter.Das ist das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe. Aber ich werde mir auch die anderen zu Gemüte führen, z.B das Wiesn Handbuch, da ja jetzt das Oktoberfest begonnen hat.

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  • Rezension zu "Schrippenblues"

    Schrippenblues

    Millie

    20. September 2014 um 22:50

    Dieses Buch handelt vom Wildbach Toni, der sein geliebtes Tinerl durch höchst unsensibles Verhalten sehr vergrault. Er muss sich nun aufmachen nach Berlin, seine geliebten Berge verlassen, um sein Tinerl zurückzuerobern. Im Großstadtdschungel findet sich Toni erstaunlich gut zurecht, aber ob es ihm auch gelingen wird, dort seine Liebe wiederzufinden und heimzuholen? Der Autor schafft es erfreulich gut, die Gedanken und Gespräche mundartlich authentisch zu halten, was ich beim Lesen sehr amüsant fand: Bayrische Mundart trifft Berliner Schnauze - eine gut gelungene Aktion. Da einige spezielle Begriffe in Fußnoten erläutert sind, hatte ich keinerlei Probleme, dem Text zu folgen. Von der Form her ist es ein sehr unterhaltsam geschriebener Roman, wenn man sich mit teilweise mundartlich verfassten Texten befassen mag. Inhaltlich jedoch haben mir ein paar Sachen weniger bis überhaupt nicht zugesagt: Der Charakter des Toni war mir anfangs durchaus sympathisch, aber im Laufe der Geschichte hat er ziemlich an Sympathiepunkten eingebüßt. Er kam mit dann doch ein wenig zu selbstherrlich rüber. Außerdem gefällt mir das an manchen Stellen vermittelte Frauenbild so gar nicht: Als Frau habe ich durchaus eine eigene Meinung und bin es gewohnt, diese - auch ungefragt - äußern zu dürfen. Männer, für die dies nicht selbstverständlich ist, sind in meinen Augen keine "echten Kerle" sondern Machos, von denen ich persönlich nicht viel halte. Außerdem lehne ich es entschieden ab, an der Auswahl der Getränke (alkoholisch oder nicht-alkoholisch) festzumachen, ob ein Mann ein "richtiger Mann" oder ein "weichgespülter Volldeppen" und "Jammerlappen" ist. Unterm Strich hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn mir einige Passagen nicht gefielen - dafür habe ich mich an anderen Stellen um so mehr amüsiert.

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  • Der Toni auf Reisen

    Schrippenblues

    Sikal

    18. September 2014 um 18:48

    Während sich der Wildbach Toni um die Natur und seine Berge kümmert, schmiedet sein geliebtes Tinerl andere Pläne: Heiratspläne! Als sie diese ihrem Toni übermittelt, ist er darüber nicht sonderlich erfreut und reagiert dementsprechend. Verärgert pfeift das Tinerl auf ihre Heimatverbundenheit und auch auf den Toni, schnappt sich zwei Berliner Touristen und fährt mit den beiden in die Großstadt. Zurück bleiben Familie, Freunde und auch der Toni, die allesamt die Welt nicht mehr verstehen. Schlussendlich reist der Toni seinem Tinerl in die Großstadt nach und versucht sie zu finden. Doch bis es so weit ist, hat er allerhand Abenteuer zu erleben, urteilt über Nichtblinker, besucht einen Yogakurs und einen Swingerclub. Alles in allem eine spannende Zeit für den Toni. Zwischendurch vergisst er halt immer wieder, warum er eigentlich in Berlin ist. Der Protagonist Toni ist ein sympathischer junger Mann, der seine eigenen Grundsätze fürs Leben hat. Mit seinen Leitsätzen und seinen philosophischen Sprüchen beeindruckt er nicht nur die Damenwelt - und macht sich auch nicht nur Freunde. Der Autor Moses Wolff hat seine Charaktere sehr authentisch gezeichnet. Auch die Wankelmütigkeit und das In-Den-Tag-Hineinleben vom Toni sind sehr gut getroffen. Dass der Toni nicht als „Bergdepp“ dargestellt wird, gefällt mir. Er ist intelligent, an vielen Dingen interessiert, aber eben auch cholerisch und sehr gesellig. Er geht offen auf Menschen zu und knüpft so viele Kontakte. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, die Sprache wechselt häufig vom Bayrischen ins Berlinerische oder auch Sächsische und dann wieder retour. Da hat der Leser ganz schön was zu tun, dass er da nicht aus dem Lesefluss rauskommt. Dass die Geschichte an sich nicht tiefgründig ist, tut in dem Fall nichts zur Sache – solange man sich diese Tiefgründigkeit auch nicht erwartet. Es handelt sich hier einfach um einen Heimatroman, der zwischendurch mal ganz erfrischend ist.

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