Moshe Zuckermann Antisemit!

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Inhaltsangabe zu „Antisemit!“ von Moshe Zuckermann

Antisemitismus ist eine der verruchtesten Formen moderner Ideologien. Diese Behauptung bedarf heutzutage keines Nachweises mehr, zu katastrophal waren seine Auswirkungen, als dass sie in Abrede gestellt werden könnte. Die Ächtung von Antisemitismus ist ohne jeden Zweifel eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Problematisch und kontraproduktiv wird es dort, wo ein vermeintlich kritischer Diskurs in herrschaftliches Bekenntnis umschlägt, wo Anti-Antisemitismus politisch missbraucht wird, wo sich eine vermeintlich kritisch auftretende Rezeption als ideologisch entpuppt. Moshe Zuckermann wagt eine Analyse dieser Entwicklung. Für ihn steht fest, dass die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus „in eine fürchterliche Epidemie umgeschlagen ist.“ Längst schon sei sie zum Totschlag-Ideologem eines durch und durch fremdbestimmten Anspruchs auf politisch-moralische Gutmenschlichkeit geronnen. Ob man diese Epidemie heilen kann, wird sich erst erweisen müssen. Dass man sie erklären muss, scheint dringlicher denn je.

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  • Rezension zu "Antisemit!" von Moshe Zuckermann

    Antisemit!
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. January 2012 um 10:55

    Der Sohn polnischer Holocaust –Überlebender Moshe Zuckerman entschloss sich mit 20 Jahren, seinen zehnjährigen Aufenthalt in Deutschland zu beenden und wieder nach Israel zurückzukehren, wo er 1949 in Tel Aviv geboren war. Dort avancierte der mittlerweile in seiner Geburtsstadt als Professor für Geschichte und Philosophie lehrende Wissenschaftler zu einem bekannten, profunden und deswegen auch anerkannten Kritiker der israelischen Politik. Er ist ein engagierter Vertreter der Zwei-Staaten-Lösung, mit der er glaubt, dass der schon Jahrzehnte andauernde und den Weltfrieden bedrohende israelisch-palästinensische Konflikt befriedet und gelöst werden kann. Sein 2009 erschienenes Buch „Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus“ wurde nicht nur in Israel sehr beachtet und diskutiert. In dem hier vorliegenden Buch befasst er sich mit der Geschichte des Antisemitismusvorwurfs als Herrschaftsinstrument. Er konstatiert, dass die Verwendung des Antisemitismus-Vorwurfs als Parole im vermeintlichen Kampf gegen Antisemitismus „in einen fürchterliche Epidemie umgeschlagen ist“. Dieses Instrument sei schon lange zu einem ideologischen Totschlagargument politisch-moralischer Gutmenschen geworden. Man muss es erklären, um genau verstehen zu können, was da in der Debatte abgeht. Denn: „Zu viel steht auf dem Spiel. Zu desaströs sind die Auswirkungen dieser Epidemie auf vernunftgesteuerte, emanzipative Bestrebungen der Gegenwart. Zu offensichtlich kommen gerade jene zu Schaden, die die historisch Verfolgten und ihre Nachkommen ‚beschützen’ wollen – freilich nicht zuletzt durch das Selbstversschulden derer, die sich im Wohlgefühl einer Solidarität ausruhen, die keine ist und ihrem Wesen nach auch keine sein kann.“ Diese differenzierten und kompetenten Aufsätze sind eine Pflichtlektüre für alle, die sich vielleicht schon sehr lange mit dem Antisemitismus, aber auch mit dem Staat Israel, und dem Konflikt zwischen Juden und Palästinensern auseinandersetzen. Auch die immer wieder entlang dieser Muster aufflammenden Debatten in Deutschland kann man nach der Lektüre diese Buches besser einordnen.

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