Israels Schicksal

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Inhaltsangabe zu „Israels Schicksal“ von Moshe Zuckermann

Eine binationale Lösung wäre mit Entscheidungen verbunden, die den Zionismus – Israels Staatsideologie – gravierend belasten, ja das gesamte zionistische Projekt infrage stellen. Dass letztlich nichts an einer Zwei-Staaten-Lösung vorbeiführt, wie Zuckermann meint, leuchtet den meisten Politikern ein. Der Autor stellt daher die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass die Rettung des zionistischen Projekts nicht wahrgenommen wird.

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  • Der Zionismus glaubt selbst nicht mehr an die Zukunft seiner eigenen Projekts

    Israels Schicksal
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. October 2014 um 13:25

        Der Sohn polnischer Holocaust- Überlebender Moshe Zuckerman entschloss sich mit 20 Jahren, seinen zehnjährigen Aufenthalt in Deutschland zu beenden und wieder nach Israel zurückzukehren, wo er 1949 in Tel Aviv geboren war. Dort avancierte der mittlerweile in seiner Geburtsstadt als Professor für Geschichte und Philosophie lehrende Wissenschaftler zu einem bekannten, profunden und deswegen auch anerkannten Kritiker der israelischen Politik. Er ist ein engagierter Vertreter der Zwei-Staaten-Lösung, mit der er glaubt, dass der schon Jahrzehnte andauernde und den Weltfrieden bedrohende israelisch-palästinensische Konflikt befriedet und gelöst werden kann. Sein 2009 erschienenes Buch "Sechzig Jahre Israel. Die Genesis einer politischen Krise des Zionismus" wurde nicht nur in Israel sehr beachtet und diskutiert. Sein nun hier wieder im Promedia Verlag erschienenes Buch „Israel Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt“ ist fünf Jahre danach so etwas wie eine skeptische Fortsetzung.   Genau beschreibt Zuckermann die Absichten, mit denen Israels politische Führer und Ideologen den Staat Israel, dem er sich verbunden weiß,  an einen historischen Punkt gebracht haben, von dem nur noch Sackgassen in die Zukunft zu führen scheinen. Zwei Alternativen scheinen  möglich. Zum einen kann sich Israel endlich für eine Zwei-Staaten-Lösung entscheiden und dementsprechend seine Siedlungspolitik aufzugeben. Nichts deutet in der gegenwärtigen Politik, aber auch in der Mehrheitsmeinung der jüdischen Bevölkerung darauf hin, dass eine solche Lösung auch nur den Hauch einer Chance hat. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass eine solche binationale Lösung die bislang tragende Staatsideologie, den Zionismus infrage stellen würde.   Die andere Variante ist die Fortsetzung der gegenwärtigen Politik, die in den Tendenz zu einer demographischen Situation führt, in der die Juden im eigenen Land eine Minderheit sind. Ein Apartheid-Staat wäre die Folge.   Auch im neuen Buch proklamiert Moshe Zuckermann eine Zwei-Staaten-Lösung und forscht den Ursachen nach, warum es nicht zu einer nur so erfolgreichen Rettung des zionistischen Projekts kommt.   Viele Gründe für die verfahrene Situation in Israel und Palästina sind genannt worden und wurden im letzten Gaza-Krieg wiederholt. Einmal sind die Palästinenser schuld an ihrer Situation, ein anderes Mal ist die Sicherheitslage im  arabischen Umfeld verantwortlich oder die innere Zerrissenheit der israelischen Gesellschaft.   Moshe Zuckermann wagt eine neue These: der Zionismus glaubt selbst nicht mehr an die Zukunft seiner eigenen Projekts.    

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