Moya Simons Ein Flüstern in der Nacht

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Inhaltsangabe zu „Ein Flüstern in der Nacht“ von Moya Simons

Ein berührendes Schicksal – meisterhaft erzählt

Leipzig, 1943: Als Rachels Familie deportiert wird, kann sie gerade noch von ihrem Vater versteckt werden. Seine letzten Worte bleiben ihr unvergesslich. 'Denk daran, du rührst dich nicht, egal was du hörst. Du musst still sein wie ein Mäuschen.' Seitdem spricht Rachel nicht mehr. Kein Wort, zu niemandem. Ein deutsches Ehepaar nimmt sie auf und mit ihrer Hilfe überlebt sie. Erst nach dem Krieg begreift Rachel, dass es keine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer Familie gibt. Doch dann geschieht ein Wunder – und Rachel findet nicht nur ihre Sprache wieder.

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    Ein Flüstern in der Nacht

    KleineLeseecke

    26. March 2013 um 15:46

    „Ein Flüstern in der Nacht“ erzählt die Geschichte der jungen Jüdin Rachel und deren Familie während des Zweiten Weltkrieges. Schon bald wird die Familie von den Nazis getrennt und nur mit sehr viel Glück kann sich das Mädchen verstecken und gerettet werden. Der Freundlichkeit eines alten Ehepaars verdankt sie ihr Leben, da sie Rachel finden, mitnehmen und in ihrer Wohnung verstecken. Doch von der Familie des Mädchens, die abgeführt wurde, fehlt noch immer jede Spur... Ich habe schon oft Bücher bzw. Erzählungen über Schicksale im Zweiten Weltkrieg gelesen und immer wieder berühren sie mich tief. In diese Reihe kann sich nun auch „Ein Flüstern in der Nacht“ einreihen, das mich auch nach dem Lesen nicht mehr loslässt und das mich zu Tränen gerührt hat. Letztlich wird der Leidensweg der Juden in Deutschland unter der Nazi-Herrschaft erzählt. Die Protagonistin ist dabei die anfangs achtjährige Rachel, die die Romanhandlung auch in der Ich-Perspektive erzählt. Das führt einerseits dazu, dass die Geschichte in relativ einfacher Sprache mit wenig komplexem Satzbau und kurzen Sätzen erzählt wird. Andererseits wirkt das Erzählte dadurch sehr real und lebendig, da man bald schon das Gefühl hat, dass man in dem Mädchen steckt und alles selbst erlebt. Gut gefällt mir, dass die Autorin immer wieder geschichtliche Fakten in die Handlung einstreut. Allerdings macht sie das nie so, dass man sich belehrt oder wie im Geschichtsunterricht fühlt und das wirkt sich sehr positiv auf das Buch aus. Wer mehr Geschichtshintergrund möchte, kann dazu die ausführliche Zeittafel nutzen, die sich im Anhang des Buches befindet und sehr informativ und interessant ist. Außerdem sind die Charaktere des Buches der Autorin sehr gut gelungen. Diese wirken allesamt sehr real und glaubwürdig mit ihren Gefühlen, Ängsten und kleinen Macken. Sei es zum Beispiel Rachels Mutter, die versucht den Krieg und die Angst zu verdrängen, indem sie einen Schal strickt durch den sie die Familiengeschichte erzählt. Oder Rachels Cousin Erich, der immer traurige Lieder auf seiner Geige spielt und verbittert und sprachlos wird. Oder später nach Kriegsende Rachels beste Freundin Greta, die ihr Kriegstrauma durch das Erzählen von Fantasiegeschichten zu verarbeiten bzw. Verdrängen versucht. Auch wird zum Glück keine Schwarz-Weiß-Malerei betrieben. So werden die deutschen Kriegsverbrechen natürlich nicht verharmlost, aber die Deutschen werden auch nicht alle als Monster dargestellt. So gibt es eine deutsche Frau, die Rachels Familie regelmäßig gute Lebensmittel zukommen lässt, ein junger deutscher Soldat verrät das Mädchen nicht, als er es unter der Spüle versteckt findet, eine deutsche Familie versteckt die Protagonistin etc. Eine Altersempfehlung fällt mir bei diesem Buch wirklich sehr schwer. Einerseits ist die sprachliche Gestaltung relativ einfach und das Buch lässt sich sehr gut lesen, was es auch für eine jüngere Zielgruppe interessant macht. Allerdings sollten die jungen Leser schon geschichtliches Hintergrundwissen mitbringen und da ein ziemlich grausames Kapitel der Menschheitsgeschichte behandelt wird, sollte es meiner Meinung nach auch nicht vor dem 15. oder 16. Lebensjahr gelesen werden (wobei nie direkt grausame/blutige Handlungen geschildert werden). Es wäre auch sicherlich ratsam, wenn man es vielleicht mit seinem Kind/Enkel etc. gemeinsam lesen und besprechen würde, denn es wird sicherlich Vertretern aller Altersgruppen gefallen, ob jung oder alt. Fazit: „Ein flüstern in der Nacht“ ist ein sowohl erschreckendes als auch berührendes Buch und meiner Meinung nach Pflichtlektüre für alle Altersstufen. Unbedingt lesen!!!

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    LadyRosely

    21. February 2013 um 17:08

    Bei dieser Art von Büchern tue ich mich immer ein wenig schwer meine Meinung in Worte zu fassen. Warum das so ist kann ich gar nicht so recht sagen, aber ich denke es liegt daran, dass die Geschichte in diesem Fall zwar erfunden ist, aber die Fakten sind dennoch wahr. Und das macht die Geschichte immer noch ein wenig trauriger. Obwohl dieser Teil unserer Geschichte sehr traurig und für mich immer noch unfassbar ist, finde ich es gut das immer noch darüber geschrieben wird und somit nicht in Vergessenheit gerät. Was ich in unserer heutigen Zeit sehr sehr wichtig finde. Und es somit ermöglicht wird, das jüngere Generationen sich damit beschäftigen und sich ihre eigene Meinung bilden können. Bei diesem Buch habe ich weniger auf das Cover geachtet, weil mich das Thema doch sehr interessiert. Aber dennoch möchte ich ein paar Worte darüber verlieren. Mir gefällt das Buchcover wirklich gut. Es ist meiner Meinung nach nicht zu aufdringlich und passt zu der Geschichte von Rachel. Wer das Buch bereits gelesen hat, weiß von was ich spreche. Was mir besonders gut gefällt sind die roten Akzente auf dem Cover. Kurz gesagt es passt und mir gefällt es. Zur Geschichte selbst möchte ich eigentlich nicht viel sagen, weil der Klappentext doch schon eine Menge hergibt. Ich möchte nur sagen das ein in sich sehr runde Geschichte ist. Man verliert nie den roten Faden und fühlt sich von der ersten Seite an geborgen. Dies ist auch durch den sehr guten Schreibstil der Autorin begründet. Ich finde ihn sehr flüssig und angenehm und hat für mich eine gewisse Ruhe ausgestrahlt. Des weiteren ist er leicht und flüssig zu lesen. Wenn all ihre Bücher so sind, denke ich werde ich noch weitere Bücher von ihr lesen. Zu einer guten Geschichte gehören ja bekanntlich auch die Charaktere und diese sind einfach, wie soll ich sagen, herzallerliebst. Ich habe alle sofort lieb gewonnen, besonders Rachel, um die sich die Geschichte dreht. Ich glaube mehr brauch ich auch gar nicht sagen. :-D Fazit: Dieses Buch ist absolut seine Zeit wert und ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen.

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Brina1983

    20. February 2013 um 18:56

    Kurzbeschreibung lt. amazon: Ein bewegender Blick in eine dunkle Vergangenheit Leipzig, 1943: Nur zwei persönliche Dinge kann die 10-jährige Rachel retten, als ihre Familie deportiert wird: den »längsten Schal der Welt«, den ihrer Mutter für sie gestrickt hat, und das Tagebuch ihrer Schwester. Rachel selbst kann von ihrem Vater gerade noch versteckt werden und seine letzten Worte bleiben ihr unvergesslich. »Denk daran, du rührst dich nicht, egal was du hörst. Du musst still sein wie ein Mäuschen.« Seitdem spricht Rachel nicht mehr. Kein Wort. Zu Niemandem. Ein deutsches Ehepaar nimmt sie auf und mit ihrer Hilfe überlebt sie. Erst nach dem Krieg begreift Rachel, dass es keine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer Familie gibt. Doch dann geschieht ein Wunder – und Rachel findet nicht nur ihre Sprache wieder … * Erster Satz: In den Dreißigerjahren, vor dem Krieg, wohnten wir in einem zweistöckigen Haus in Leipzig. * Meine Meinung: Ein Blick in die Vergangenheit! * Hier hab ich sofort an Anne Frank denken müssen. Die Geschichte ist hier eine ganz andere, aber sie hat dennoch den gleichen Hintergrund. Wenn ich ein Buch über die Hitlerzeit lese, muss ich mir immer ins Gedächtnis rufen, dass das noch nicht wirklich sehr lange her ist. Und das es auch einfach wahr ist. Wie vielen jüdischen Kindern wurde so etwas angetan. Und es kann sich auch keiner für sein damaliges Verhalten entschuldigen. Einfach aus „Dummheit“ Menschen zu töten. Allerdings bin ich auch etwas überrascht, dass das Buch schon Kindern ab 10 Jahren empfohlen wird. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein 10-jähriges Kind das alles verstehen und nachvollziehen kann. * Aber nun ist es dennoch ein sehr schön geschriebenes Werk der Autorin. Die Geschichte wird von der kleinen Rachel beschrieben. Und letztendlich steht hier nicht der geschichtliche Teil im Vordergrund, sondern das Leben von Rachel. Ihre Gefühle und Ängste haben mich sehr gefangen genommen. Zu Beginn ist sie ca. 5 Jahre alt und fühlt sich noch recht geborgen bei ihrer Familie. Aber sie wächst heran und muss alles grausame miterleben. Auch ihre Ängste wachsen mit…Und als dann das unfassbare passiert und auch ihre Familie in ein Konzentrationslager oder ähnliches geschafft werden sollte, versteckt ihr Vater sie… * Meine Emotionen spielten Achterbahn. Ich habe beim Lesen natürlich kein Glück empfunden. Ich war die ganze Zeit über traurig und hätte gerne alle Kinder aus der damaligen Zeit gerettet… * Diese Geschichte hat mich sehr nachdenklich und traurig gemacht. Wir können schon echt froh sein, dass wir in der heutigen Zeit leben. Die Menschen hatten es damals echt schwer. Und weil mich die Geschichte emotional sehr bewegt hat… * …vergebe ich 5 Bücher!

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Lesefee86

    05. February 2013 um 20:19

    Persönliche Zusammenfassung: Zusammengekauert versteckt sie sich in einem Küchenschrank hinter Töpfen ihrer Mutter. Gerade noch war sie glücklich mit ihrer Familie in dem trauten Heim, dann in einem sogenannten "Judenhaus" und plötzlich werden alle aus der Behausung gejagt und deportiert. Nur Rachel bleibt zurück. Alleine und stumm wird die Jüdin von einer deutschen Familie entdeckt und versteckt. Auf der Suche nach überlebenden Verwandten, begegnet sie vielen Gleichgesinnten, findet Freunde und auch ihre Stimme kehrt nach und nach zurück... "Die Worte, die ich jetzt aufschnappte, waren auch wie zerbrochenes Glas, einzelne Glasscherben, die keine meiner Fragen beantworteten." (S. 57, Zeile 10 - 12) Rezension/Meinung: "Ein Flüstern in der Nacht" ist ein emotionales und mitreißendes Buch. Man schlägt die erste Seite auf und begegnet gleich der noch jungen Rachel, die die Geschichte ihres Lebens - ihrer Flucht - beschreibt und damit die Leser bedrückend darüber aufklärt, was während der Herrschaft Hitlers in ihrem Leben passiert ist. Rachel und ihre Familie sind Juden, gemeinsam leben sie in einem Haus in Leipzig. Der Vater ist Arzt und die jüdischen Rituale werden wöchentlich voller Freude ausgeführt. Doch als Hitler an die Macht kommt, bricht über die Juden in der Stadt Verbot über Verbot hinein. Immer weniger dürfen sie, immer weniger haben sie. Die kleine Rachel berichtet über die fröhlichen Zeiten und es scheint, das ihre Kindheit nicht schöner sein könnte. Sie bringt dem Leser ihre Schwester und ihre Eltern näher, genauso wie das was sie in ihrer Freizeit am liebsten macht. Schnell aber fallen die Worte, die positive Ereignisse beschreiben immer seltener. Eine bedrückende Stimmung zieht auf, und voller Angst und Kummer verfolgt man den Abstieg der Familie Schwarz."Abstieg" bedeutet in diesem Fall, dass die Juden weder noch zu den selben Zeiten wie die "normalen" Deutschen einkaufen dürfen, noch das sie ordentliche Lebensmittel erhalten. Nachdem all die Regeln festgelegt wurden, kommt es dazu, dass sie sogar ihr Zuhause aufgeben müssen und in einem Judenhaus landen. Hier leben sie eingepfercht auf wenigen Quadratmetern und müssen jederzeit damit rechnen, dass sie Gestapo oder Nazis an die Tür klopfen und jemanden mitnehmen. Die Angst Rachels gleitet von Seite zu Seite und stapelt sich. Als Leser kann man dies ohne Probleme nachfühlen. Denn obwohl dieses junge Mädchen nicht alles weiß, da ihre Eltern ihr doch noch ein bisschen Kindheit bewahren möchten und sie somit vor der Wahrheit schonen, ist doch klar, dass sie weiß, was um sie geschieht. Den Höhepunkt der Grausamkeit beschreibt das Buch, als Rachel plötzlich alleine ist. Die Szene die zu diesem Ergebnis führt, bringt jedes Herz zum rasen und wird einigen Lesern eine Gänsehaut beschaffen. Meine Bedrückheit hat sich ebenso von Seite zu Seite gesteigert, denn es ist nicht leicht den Worten eines jungen Mädchens zu folgen, das darüber schreibt, wie es darum kämpft zu überleben und das ihre Existenz von anderen angenommen und erkannt wird. Immer wieder wird sie damit konfrontiert, dass sie nichts wert sein kann und jeder um sier herum versucht ihr aus dem Weg zu gehen - wenn nicht sie zu verraten. Doch gibt es bald auch eine positive Wendung, denn nach dem Krieg beginnt ein neues Leben voller neuer Dinge für Rachel. Und dann schafft es ein wichtiges Ereignis dem Mädchen Freude ins Herz zu zaubern. Berührt habe ich diese Buch beendet und brauchte erst einmal etwas um es zu verarbeiten. Es ist ein ähnlicher Stil wie "Das Tagebuch der Anne Frank", meiner Meinung nach, fühlt man in dem Buch von Simons mehr mit, da die Gefühle einfach viel deutlicher rüber kommen. Was natürlich nicht darüber hinweg täuschen soll, dass "Das Tagebuch der Anne Frank" nach einem wahren Geschichte ist. Aber auch Moya Simons hat einige wahre Erlebnisse mit eingeflochten. Ein Buch das ans Herz geht und wirklich niemanden kalt lassen wird. "Ich hörte erst wieder richtig zu, als Freddie erwähnte, dass Hitlers Porträt in zwei Teile zerbrochen war. Das war eine gute Nachricht, und wenn ich eine Stimme gehabt hätte, hätte ich jubeliert." (S. 140, Absatz 3)

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    AusZeit-Mag

    02. January 2013 um 11:59

    ~Inhalt~ - Leipzig in den Jahren des zweiten Weltkriegs. Die junge Rachel und ihre Familie sind Juden. Bald müssen sie ihre Wohnung verlassen und in ein Judenhaus ziehen. Dort verbringen sie eine traurige Zeit zusammen, die von Bombendrohungen und Kriegsnachrichten bestimmt wird. Eines Tages bleibt Rachel allein in ihrem Versteck – einem Schrank – zurück, während ihre Familie verschwindet und wird von einer deutschen Familie aufgenommen. Rachel hat ihrem Vater versprochen, fortan zu schweigen und die Hoffnung niemals aufzugeben, auch wenn ihr weiterer Lebensweg auch noch so schwer wird … - ~Einschätzung~ - Moya Simons hat bereits mehrere Kinderbücher veröffentlich und schreibt neben ihrem Beruf als Sekretärin auch Kurzgeschichten und Reportagen. Mit „Ein Flüstern in der Nacht“ erzählt die englische Schriftstellerin von einem Mädchen, das in Deutschland während der Kriegsjahre eine grausame, lehrreiche und unvergessene Zeit erlebt. - Die Protagonistin des Buches, Rachel, berichtet in der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen während des zweiten Weltkrieges und wird im Laufe des Buches um einige Jahre älter. So bekommt der Leser eine Wandlung mit, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt – da Rachel einige Jahre des Krieges und nach dem Krieg erzählt, wird die Geschichte zu einem rundum informativen Werk. Im Anhang findet der Leser zudem auch noch einige wichtige Daten zu den Kriegsjahren. - Obwohl das Buch das Thema Krieg behandelt, bleibt es eine unterhaltsame Geschichte, die nicht zu sehr ins Erklärende und Belehrende abrutscht. Ich finde dieses Thema immer wieder sehr interessant und auch die Art der Autorin, das reale Thema mit fiktiven Ideen/Figuren zu verknüpfen, empfinde ich als sehr gelungen, da man zum einen viele Infos rund um den zweiten Weltkrieg erhält (und zudem auch aus der Perspektive einer Jüdin hineinblicken kann) und zum anderen eine Story liest, die genauso hätte passieren können. Das Buch hat mich nachdenklich gestimmt, war an manchen Stellen wirklich traurig. Moya Simons schreibt sehr intensiv und mit viel Gefühl. Ihre Charaktere gestaltet sie mit vielen individuellen Ideen. Ihre Hauptfigur Rachel etwa ist ein sehr liebevolles, mutiges Mädchen, das sich während der Geschichte entwickeln darf. Auch weitere Figuren, wie ihre Schwester Miri, die Rachel eines Tages verliert und nur noch ihr Tagebuch sie an Miri erinnert, schließt man nach wenigen Sätzen bereits ins Herz. - „Ein Flüstern in der Nacht“ lädt den Leser ein, eine vergangene Zeit wie mit „echten Augen“ mitzuerleben und bleibt dabei stets eine gelungene, kurzweilige Geschichte. - ~Fazit~ - Ein beeindruckender Roman, der von der Zeit des zweiten Weltkriegs erzählt. Für Leser, die die Mischung „real“ und „fiktiv“ mögen und einer besonderen Protagonistin durch eine bewegende Geschichte begleiten wollen, ein wirklich zu empfehlendes Jugendbuch. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Lesegenuss

    30. December 2012 um 13:08

    Denn Barmherzigkeit hat ein menschlich’ Herz Und Mitgefühl ein menschlich’ Antlitz ... Songs of Innocence, William Blake … so steht es am Anfang des Buches „Ein Flüstern in der Nacht“ von der Autorin Moya Simons. In ihrem Nachwort erklärt die Autorin, wie die Geschichte, einer Mischung aus Tatsachen und Fiktion, entstanden ist. Zur Erinnerung an Anna Parnas, die Mutter von Eva Thassim, ein Kind, welches den schrecklichen Holocaust überlebte. Wo war Gott gewesen, als das jüdische Volk umgebracht wurde? (S. 282) Wo war er gewesen, um seine schützende Hand, seine Liebe über sie zu halten? Diese Fragen und noch viele mehr sollten nicht /nie vergessen werden. Moya Simons erzählt in „Ein Flüstern in der Nacht“ die Geschichte von Rachel und ihrer Familie. Rachel, ihre Kindheitsjahre, in denen sie behütet aufwuchs, in einer Familie, die nicht reich, aber auch nicht arm war. Sie bewohnten ein gut bürgerliches Haus im jüdischen Teil von Leipzig. Rachels Vater war Arzt. Sie waren Juden. Das Leben der Familie ändert sich ruckartig, als dass sie in das so genannte Judenhaus umziehen müssen. Nicht nur sie, auch die Verwandtschaft findet sich dort wieder. Und so müssen sie nunmehr auf engstem Raum miteinander leben. Wer sich in der Geschichte, dem Thema der Juden, dem Zweiten Weltkrieg, den Deportationen, beschäftigt hat, weiß um was es in „Ein Flüstern in der Nacht“ geht. Moya Simons hat hier auf eine ganz besondere Art und Weise das Schicksal von Rachel mit der Thematik verbunden, diese extrem schlimme Zeit, die leider nicht aus der Geschichte gestrichen werden kann, und daraus ein bemerkenswertes Buch geschrieben. Das Judenhaus, sicher die Vorstufe zum Abtransport in die Gaskammern. Als wieder einmal die Soldaten kommen, um Familien abzuholen, versteckt der Vater Rachel und verbietet ihr das Sprechen. Es bleibt ihr nicht viel von der Familie, nur Miris Tagebücher, und ein endlos langer Schal, den die Mutter gestrickt hatte, den „längsten Schal der Welt“. Und die Worte ihres Vaters: (S. 98) ... „Rachel, mach dich ganz klein! Versteck dich im Schrank unter der Spüle. Und egal, was du hörst, ob Rufe oder Schreie – du darfst keinen Mucks von dir geben. Kein Wort, verstanden! Das ist ganz, ganz wichtig. Es geht um dein Leben. Du musst mucksmäuschenstill sein, verstanden?“ In vielen Passagen erging es mir so wie mit diesem Absatz. Die eindringlich gesprochenen Worte des Vaters an Rachel, sie schwebten durch den Raum, eine nicht sichtbare dunkle Wolke schwebte über mir und Erinnerungen aus Fernsehaufnahmen vom Kriegsgeschehen, der Lager nach dem Krieg, liefen wie ein Bilderkino vor meinen Augen ab. „Ein Flüstern in der Nacht“, ein Kinder- bzw. Jugendbuch, welches man nicht vergisst. Allerdings kann ich der Altersempfehlung des Verlages ab zehn Jahren nicht so ganz zustimmen, es sei denn, die Thematik ist nicht gänzlich unbekannt. Ein Lesehighlight 2012.

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    books-and-art

    16. December 2012 um 09:49

    Meine Meinung: Dieses Buch hat mich sehr berührt. Am Anfang konnte ich mich jedoch nicht mit dem Schreibstil anfreunden. Es wurden ständig Absätze gemacht, in denen das Thema gewechselt wurde. Im einen Absatz erzählt Rachel noch über ihre Schleifen und im nächsten beschreibt sie, wie sich der Krieg immer mehr zuspitzt. Der Lesefluss wurde dadurch erheblich gedämmt. Der Schreibstil an sich ist anfangs sehr kindlich und einfach gehalten. Da das Buch aus Rachels Sicht geschrieben ist, bekommt der Leser die Eindrücke und Gefühle einer 5-Jährigen mit. Sie versteht z.B. nicht die Gründe des Kriegs und warum das Essen auf einmal immer weniger wird. So konnte ich mich nicht wirklich mit Rachel identifizieren. Doch mit der Zeit ändert sich das. Sie wird älter und beginnt die Dinge auf eine andere Weise zu hinterfragen. Es kommt mehr Tiefe in die Geschichte hinein, was nicht zuletzt auch an Rachels Erlebtem liegt. Auch löst sich der abgehackte Schreibstil mit der Zeit auf. Je älter Rachel wird, desto flüssiger wird er und desto mehr Eindrücke und Gefühle werden beschrieben. Das Buch wird zunehmend interessanter. Rachels Verwandlung von einem sorglosen kleinen Kind zu einer gutherzigen und nachdenklichen jungen Frau, die viel in ihrem Leben erlebt hat, regt einen zum Nachdenken an und ist auch im Schreibstil wiederzufinden. Dass ein so junges Mädchen so viel Leid erleben musste und es ein Wunder ist, dass sie noch lebt, hat mich sehr berührt. Man fragt sich während des Lesens immer wieder, ob Rachel wieder sprechen wird, ob sie ihre Familie wiedersehen wird und hofft mit ihr, dass sie in ihrem Versteck nicht entdeckt wird. Es werden viele Emotionen beim Leser ausgelöst und ungefähr ab der Hälfte des Buches musste ich nur noch Weinen (Seien es Freuden- oder Trauertränen) Man ist in einem Strudel aus Gefühlen, die einen nicht mehr loslassen! Dieses Buch zeigt auch, dass das Menschliche sogar in diesen grausamen Zeiten nicht völlig ausgestorben ist. Sei es die Familie, die Rachel versteckt hat und somit ihr Leben für ein kleines jüdisches Mädchen riskiert hat, sei es die deutsche Frau, die Rachels Mutter heimlich Lebensmittel zugesteckt hat oder sei es der Soldat, der wegschaute. All das ist der Beweis, dass die Menschen nicht alle böse und rücksichtslos in diesem schlimmen Krieg waren. Diese vielen Grauschattierungen lassen einem richtig warm ums Herz werden und geben einem Hoffnung. Rachel ist ein ganz normales Kind. Sie interessiert sich für Schleifen und ist neugierig, was ihre Schwester in ihr Tagebuch schreibt. Doch man merkt, dass sie an den Ereignissen wächst. Sie wird ernster, denkt nicht mehr naiv und versteht immer mehr. Ich habe Rachel sehr in mein Herz geschlossen und konnte mich später auch sehr gut in sie hineinversetzen. Jeder Charakter ist einfach, und doch interessant, geschildert. Jeder hat eine markante Eigenschaft oder Merkmal an sich. Sei es Rachels rebellische Schwester Miri, ihr trauriger Cousin Erich oder ihr gutherziger Vater. Sie alle haben mich mit ihren Gesten und Taten berührt und mich wollen lassen, dass das Buch nicht zu Ende geht und ich sie dann nicht mehr "sehe". Doch neben dem Fiktiven enthält dieses Buch auch viel Wahres. Man lernt viel über den 2. Weltkrieg und doch geschieht das eher nebenbei. Die Autorin fügt auch Jahreszahlen in das Geschehen, sodass der Leser ungefähr weiß, in welchem Stadium der Krieg sich befindet und wann alles vorbei sein wird. Man lernt sozusagen ganz nebenbei noch ein bisschen Geschichte. Auch ist hinten im Buch ein Glossar mit den Jahreszahlen. Dort werden die Ereignisse vom Buch noch einmal aufgegriffen und als Fakten wiedergegeben. Aufbau & Gestaltung: Die Kapitel im Buch sind sehr lang. Dafür wurden aber viele Abschnitte im Text gemacht, sodass es nicht zu anstrengend ist. Das Cover zeigt Rachel. Was mich enttäuscht hat, sind die Schuhe. Ich dachte, dass sie im Buch eine wichtige Rolle spielen würden, aber da hatte ich falsch gelegen. Stattdessen hätte ich lieber den längsten Schal der Welt, den Rachels Mutter gestrickt hatte und Miris Tagebuch, beides Gegenstände, die sie vor den Nazis noch retten konnte, auf dem Cover gesehen. Dass das Cover in schwarzweiß gehalten ist, finde ich sehr passend, da das Buch in der Vergangenheit spielt und es da schon angedeutet ist. Fazit: Ein Buch, das einen berührt und einem die Schrecken des Holocausts vor Augen hält. Ein Buch, das zeigt, dass nicht einmal die Kinder verschont geblieben sind und ein Buch, das beim Leser zahlreiche Emotionen auslöst. Ein Buch, dessen Hauptprotagonistin man ins Herz schließt und sich ein Happy End wünscht. Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt!

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Ritja

    24. November 2012 um 19:51

    Rachel lebt zu einer Zeit, die es nicht gut mit ihr meint. Sie muss einen Stern tragen, kann nicht zur Schule gehen und spürt jeden Tag die Angst, dass etwas passieren kann. Ihr Vater ist ein jüdischer Arzt und versucht sein Bestes, um in dieser harten und unmenschlichen Zeit Menschlichkeit zu zeigen. Jedes Mal riskiert er sein Leben für andere Menschen und muss dabei das Grauen des NS-Regime miterleben. Um den schlechten Nachrichten und der bedrückenden Stimmung zu entfliehen, flüchtet sich Rachel in den Kleiderschrank ihrer Eltern und träumt sich in eine bessere Welt. Bald schon werden sie aus ihren Wohnungen vertrieben und müssen sich eine Wohnung mit ihrer Tante, dem Onkel und deren Kinder teilen. Eng und laut ist es, Hunger haben sie auch und jeder misstraut jedem. Und dann geschieht es, die Familie soll deportiert werden. Die Eltern verstecken Rachel im Küchenschrank. Und Rachel hat Glück im Unglück, gerät an Menschen, die sich dem Hass des Regimes noch nicht gebeugt haben. Doch ihre Familie ist verschwunden, wie auch ihre Stimme. Das Buch ist gut und einfach geschrieben. Man kann sich schnell in die Geschichte einlesen und wird von ihr festgehalten. Man möchte wissen, was mit Rachel passiert, ob der Freddie sie verraten wird oder ob sie noch eine Chance auf ein Wiedersehen mit ihrer Familie hat. Die Sprache ist eindringlich und die Beschreibungen lassen ein trauriges und teilweise beklemmendes Gefühl entstehen. Man ahnt, dass vielleicht doch noch Wunder gesehen und dass das Kinder- und Jugendbuch ein Happy-End bekommt. Ich würde das Buch trotzdem keinem Kind/Jugendlichen unter 12 Jahren geben. Der Leser sollte zudem schon Vorkenntnisse über diese Zeit haben, um das Leid und die Angst der Charaktere besser verstehen zu können. Der Leser bekommt hier einen Schnelldurchlauf durch die NS-Zeit ohne großen geschichtlichen Hintergrund. Es wird sich ausschließlich auf Rachel und deren Leben beschränkt.Gut fand ich, dass auch einmal gezeigt wird (wenn auch nur ganz kurz), wie junge Menschen schon zu kleinen "Hassern" gedrillt bzw. erzogen werden. Und dass sie zudem auch bereit wären, ihre eigene Familie zu verraten. Das Cover hätte aus meiner Sicht anders gestaltet werden sollen. Im Text kommen immer wieder Miris Tagebuch und der längste Schal der Welt vor, die als Covergestaltung besser gepasst hätten als die hervorstechenden roten Schuhe (welche zudem sehr an das Mädchen mit dem roten Mantel erinnern). Insgesamt ist das Buch lesenswert, auch wenn es keinen geschichtlichen Tiefgang hat (denn selten gab es ein solches Happy End).

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    21. November 2012 um 13:26

    "Eines Tages werde ich fliegen. Ich werde dahingleiten Über dem Lärm, den Schüssen und dem Tod. Es gibt einen Ort, Und ich werde ihn finden." (Seite 215 , aus Miris Tagebuch) Inhalt: Rachel wächst zusammen mit ihrer sieben Jahre älteren Schwester Miri in einer behüteten Familie auf, in einem ordentlichen Haus in Leipzig mit Vorgarten. Ihr Vater ist Arzt und die Familie ist geachtet in der Nachbarschaft. Doch als der Krieg voranschreitet, ändert sich plötzlich alles - denn Juden werden nach und nach alle Rechte aberkannt. Im November 1941, Rachel ist gerade sieben Jahre alt, müssen auch sie ihr Haus Räumen und in ein "Judenhaus" umziehen. Eine schrecklich lange Zeit voller Hunger, Frust und Kummer bricht an und Rachel kann nicht recht verstehen, warum dies alles passiert. Sie versteckt sich immer häufige im Wandschrank, zieht sich zurück und blendet alles aus. Doch dann steht im Jahr 1943 plötzlich die Gestapo vor der Türe und alle Hausbewohner werden deportiert. Ihr Vater versteckt sie im Schrank unter der Spüle. "Rachel, mach dich ganz klein! Versteck dich im Schrank unter der Spüle. Und egal was du hörst, ob Rufe oder Schreie - du darfst keinen Mucks von dir geben. Kein Wort, verstanden? Das ist ganz, ganz wichtig. Es geht um dein Leben" Seite 98 Rachel bleibt alleine zurück. Alles was ihr von der Familie bleibt, ist "der längste Schal der Welt" und das Tagebuch ihrer Schwester. Und sie schweigt, gibt kein Wort mehr von sich, zu niemandem. Wo soll sie hin? was soll sie nun nur machen? Wird sie ihre Familie jemals wiedersehen? Handlung & Charaktere: Die australische Autorin Moya Simons schreibt in dem Jugendbuch "Ein Flüstern in der Nacht" über den deutschen Holocaust, über die Deportierung der Juden. Sie bewegte das Thema sehr, denn in ihrer eigenen Jugend verbrachte sie viel Zeit mit sechs Kindern, die während des Krieges nach Australien flohen oder später von Familien adoptiert wurden. Die Berichte der Kinder animierte sie dazu, ein Buch darüber zu schreiben. Und so entstand dieses Werk, dass mich wirklich sehr traurig machte, zum Teil ein sehr beklemmendes Gefühl auslöste. Ein Werk, dass mir sehr nahe ging und mein Herz berührt hat. Die Geschichte, die unbewusst etwas an "Anne Frank" erinnert, wird aus der Sicht der damals fünf-jährigen Rachel erzählt. Wir erleben mit ihr zusammen die Wirren des Krieges, wir blicken mit ihr zusammen aus Kinderaugen auf die Entwicklung des Krieges. Wir werden mit ihr zusammen älter und begreifen mit ihr die grausame Wahrheit des damaligen Alltages. Der Tag, an dem sie ihre Familie verlor, die komplett deportiert wurde, ändert ihr Leben nochmals von Grund auf. Nur der "längsten Schal der Welt" - ein Schal, in dem ihre Mutter die Geschichte der Familie verstrickte - und Miris Tagebuch sind ihr geblieben. Und natürlich die eindringlichen Worte ihres Vaters. "Ich muss mucksmäuschenstill sein." Seite 99 Und so beschließt Rachel, genau dies zu tun. Sie redet nicht mehr, mit niemandem. Auch nicht mit der deutschen Familie, die sie aufnimmt und versteckt. Sie beschließt, erst wieder zu reden, wenn ihr Vater ihr die Erlaubnis dazu gibt. Rachel ist in ihrer Charakteristik sehr gelungen dargestellt. Sie erlebt Grausames in den Kriegsjahren und findet trotzdem für sich einen Weg, dies alles zu verkraften und zu verarbeiten. Sie wächst zu einer jungen Frau heran und mit ihr wächst eine unglaubliche innere Stärke. Ihr eigens errichteter Schutzwall gibt ihr die Möglichkeit, jeden Tag von neuem zu bestehen. Aber es soll lange dauern, bis sie sich von diesem Schutzwall lösen kann, den sie auch noch lange nach dem Krieg aufrecht erhält. Lange habe ich darüber nachgedacht, ob dieses Jugendbuch tatsächlich schon für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist - und ich finde, das ist es in der Tat. Moya Simons hat einen Weg gefunden, den Kindern auf erzählerische Weise die Zeit des Holocausts etwas nahe zu bringen, ohne die lesenden Kinder zu sehr zu sehr zu schockieren. Und doch wird nichts schön geredet oder gar verharmlost, wie man vermuten könnte. Aber ich denke, gerade weil es aus Rachels Sicht erzählt wird, können sich Leser besser mit dem Geschehen identifizieren. Die Autorin schafft es, die Grausamkeit, die Ungerechtigkeit und Dramatik der damaligen Zeit auf der subtile Weise an den Leser heranzutragen. Zudem gibt es auch immer wieder Momente, in denen Rachel auch die guten Seiten, die Menschen präsentiert, die eben einfach menschlich sind. So wie der Soldat, der sie entscheidenden Moment einfach "übersieht" und ihr somit die Weichen für eine Zukunft stellt. Oder auch die deutsche Familie, die sie aufnimmt. Natürlich leidet die Familie, vor allem der Sohn, unter dem Druck der ständigen Angst, bei ihrer Tat entdeckt zu werden. Aber trotzdem schützen sie Rachel. Auf ihrem weiteren Weg nach dem Krieg begegnen ihr immer wieder gute Menschen. Und so stellt sich auch ein Kontrast zu den Grausamkeiten dar. Ein Kontrast, der aufzeigen soll, dass nicht nur sie Unmenschlichkeit existierte, sondern dass überall - wenn auch im Kleinen - das Gute weiterhin existierte. Dass es immer Menschen gab, die sich gegen Hitler Machtregime stellten und die ihr Leben riskierten, um andere zu retten. Sehr informativ ist zudem der Anhang des Buches, eine 12-seitige zeitliche Chronologie des Krieges. Gerade für die ganz jungen Leser, denen selbstverständlicherweise schon Altersbedingt der Bezug fehlt, ist diese Zusammenstellung sehr sinnvoll, damit sie sich einen Überblick über die Geschehnisse verschaffen können - und sich so noch mehr mit der kleinen Rachel identifizieren können. Sehr berührend finde ich zudem die Ausschnitte aus Miris Tagebuch. Gedichte und Gedanken der älteren Schwester sind hier zu finden, die einem bis tief ins Herz gehen... Mein persönliches Fazit: "Ein Flüstern in der Nacht" ist gemäß dem Nachwort der Autorin Moya Simons eine Mischung aus Fiktion und Tatsachen. Viele Erzählungen und persönliche Erfahrungen ehemaliger Flüchtlinge, die den Holocaust überlebten, wurden in dieses Buch mit aufgenommen, wurden ein Teil der Geschichte. Eine Geschichte, die aufrüttelt. Eine Geschichte, die mich tief bis ins Innerste bewegte, traurig stimmte und die mich schlichtweg mitleiden ließ. Eine Geschichte, die mir aber auch zeigte, dass Eigenschaften wie Liebe, Mut, Gerechtigkeitssinn, Tapferkeit und Hilfsbereitschaft auch zu dieser dunklen Zeit unserer Geschichte nicht vollkommen ausgelöscht wurden, sondern in vielen Menschen weiterlebte. Ein Buch, dass durchaus für junge Leser geeignet ist und ich auch wirklich empfehlen kann für Kinder, die sich an dieses Thema herantasten möchten. Aber nicht nur für Kinder, sondern für alle Altersstufen ist dieses Buch in meinen Augen eine absolute Leseempfehlung! "Je fester ich mich an den längsten Schal der Welt und Miris Tagebuch klammerte, umso mehr wuchs meine Zuversicht, dass meine Familie irgendwo noch lebte. " Seite 164

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    FallenAngel11

    21. November 2012 um 11:37

    Ein hinreissendes Buch und es hat mich sehr bewegt. Ein Thema was man nie unter den Teppich kehren kann. Gleichzeitig aber auch eine Danksagung an die Leute, die im Dritten Reich ihr eigenes Leben riskiert haben, um auch nur ein Menschenleben zu retten. Schicksale sind tragisch und traurig. Leider sind zu viele Menschen gestorben. Aber durch den Mut anderer sind auch viele Menschenleben durchgekommen, und haben jetzt ein Leben und auch Nachkommen überall auf der Welt.

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Tialda

    18. November 2012 um 12:15

    Rezension: Moya Simons’ “Ein Flüstern in der Nacht” ist nicht das erste Buch über ein Kind, das den Holocaust erleben musste – dennoch kann es darüber, meiner Meinung nach, gar nicht genug Geschichten geben – vor allem dann nicht, wenn sie so toll geschrieben sind, wie diese hier. Die Autorin schreibt in der Ich-Perspektive der kleinen Rachel und als Leser wird man von dieser Art zu erzählen derart in den Bann gezogen, dass man denkt, das Kind würde einem gegenübersitzen. Aufgeteilt wurde das Buch in zwei Abschnitte – einen der in der Zeit spielt, in Juden massiv verfolgt werden und der andere, als die Alliierten endlich erfolgreich einschreiten und der Krieg vorbei ist. Es ist erschreckend, mitzuerleben, wie sich die Lage der einst angesehenen Arztfamilie Schwarz immer mehr zuspitzt. Von den anfänglichen beängstigenden Erzählungen des Vaters, über den Befehl in ein sogenanntes Judenhaus zu ziehen, wo sie sich die kleine heruntergekommene Wohnung noch mit Tante, Onkel und deren Kindern teilen müssen – bis hin zur letztendlichen Deportation, welcher nur Rachel entkommt, weil sie sich versteckt. Die Zeit danach ist für das Mädchen besonders schwer – zwar wird sie von einem älterem Ehepaar aufgenommen und versteckt, doch der Enkel der beiden macht es Rachel nicht leicht, da bei ihm die Zeit, die er mit der Hitler-Jugend verbringt Früchte trägt. Von den ständigen Bombenangriffen und den rationierten Lebensmitteln mal ganz zu schweigen. Obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, das vom Verlag ab 10 Jahren empfohlen wird, bekommt der Leser eine recht deutliches Bild vermittelt, wie man sich damals gefühlt haben muss. Allerdings sollten vor allem junge Jugendliche schon mit dem Thema in Berührung bekommen sein oder das Buch auch notfalls mit den Eltern lesen – denn selbst mir als Erwachsener lag die Geschichte schwer im Magen, weil Moya Simons sehr realitätsnah und eindringlich schreibt. Die Geschichte als positiv zu bezeichnen würde nicht ganz richtig klingen – ich möchte hingegen sagen, dass das Buch sehr gut ist. Tatsächlich positiv ist aber der Ausgang der Geschichte, denn es wird auch eine kurze Zeit nach dem Krieg noch beleuchtet, vor allem was jüdische Waisenkinder betrifft. Dass sich das damals aber wirklich so schön gestaltet hat, wie es dargestellt wird, wage ich zu bezweifeln. Im Anhang befindet sich noch über einige Seiten eine zeitliche Auflistung der wichtigsten Geschehnisse zwischen 1932 und 1949 und die Autorin schreibt noch ein paar persönliche Worte zum Thema. Fazit: Ein jüdisches Kind zu Zeiten des Holocaust. Versteckt. Ohne die geliebte Familie und sich an Erinnerungsstücke klammernd. Als Leser den Anfang und das Ende des Krieges aus der Sicht einer 10-jährigen miterleben und Gänsehaut bekommen.

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Fantasie_und_Träumerei

    17. November 2012 um 10:59

    KLAPPENTEXT: "Rachel, mach dich ganz klein! Versteck dich im Schrank unter der Spüle. Und egal was du hörst, ob Rufe oder Schreie - du darfst keinen Mucks von dir geben. Kein Wort, verstanden? Das ist ganz, ganz wichtig. Es geht um dein Leben." Das sind die letzten Worte, die die 10-jährige Rachel von ihrem Vater hört, als deutsche Soldaten das Judenhaus stürmen, in dem sie mit ihrer Familie lebt. Seitdem spricht Rachel nicht mehr. Kein Wort. Zu niemandem. Alle Hausbewohner werden deportiert und nur sie bleibt zurück. Ein deutsches Ehepaar erbarmt sich und nimmt Rachel bei sich auf. Erst nach dem Krieg begreift sie, dass es keine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Vater, Mutter und der geliebten Schwester geben wird. Doch dann geschieht ein Wunder - und Rachel findet nicht nur ihre Sprache wieder ... AUTORIN: (Quelle: moyasimons.com) Moya Simons wurde in Moree geboren wohnt aber nun in einem östlichen Vorort von Sydney. Sie schreibt manchmal lustige und manchmal ernste Kinder- und Jugendbücher. Ihr Traum ist es Astronaut zu werden, weswegen sie oft über Aliens schreibt. Sie liebt es Kinder zum lachen zu bringen. EIGENE MEINUNG: Egal wie viele Bücher man über den zweiten Weltkrieg und Judenverfolgung liest, es ist und bleibt ein ernstes und schockierendes Thema, das mich immer wieder sehr berührt, bewegt und sauer macht. Rachel ist ein nettes jüdisches Mädchen, das gut behütet in der liebevollen Umgebung ihrer Familie aufwächst. Ihr Vater ist Arzt und ein angesehener Mann. Bis Juden auf einmal nichts mehr wert sind. Rachels Familie muss aus der bisherigen Wohnung raus in die Enge eines Judenhauses, in dem sie sich mit der Familie von Rachels Onkel zusammenquetschen müssen. Und nicht nur das. Ihr Vater darf nicht mehr als Arzt arbeiten, sie müssen sich als Juden kennzeichnen, werden beschimpft und bespuckt. Und eines Tages ereilt auch sie das Schicksal, das viele Juden erleiden mussten. Die Familie wird abtransportiert. Nur Rachel kann sich verstecken und bleibt allein zurück. Doch sie hat Glück im Unglück und wird von einer deutschen Familie aufgenommen. Und sie befolgt auch weiterhin die Anweisung des Vaters: zu schweigen. Moya Simons hat sehr eindrücklich und bewegend die Facetten des zweiten Weltkriegs dargestellt. Seine Unsinnigkeit, die ganze Familien zerstörte, ausrottete und auf einem Wahnsinn basiert, der unbegründet und nicht nachvollziehbar ist. Dies wird in "Ein Flüstern der Nacht" besonders eindringlich aufgezeigt, da Rachels Familie so liebevoll, sympathisch und herzlich ist, dass man sie so sehr lieb gewinnt. Es ist eine Farce der Nazis, das ausgerechnet ein Mensch wie Rachels Vater, der ein guter Mediziner und ein noch viel besserer Mensch ist, als Abschaum bezeichnet wird. Doch Moya Simons beleuchtet nicht nur das Elend, mit dem die Juden zu kämpfen hatten, sondern auch die Schwierigkeiten, denen das deutsche Volk teilweise ausgeliefert war: Entscheidungen zu treffen, ob man das eigene Leben schützen oder das der Juden retten wollte, Vegiftung der Gedanken durch Hitlers Parolen und konditionieren der jungen Deutschen in der Hitler Jugend. Sprachlich ist das Buch genau auf die Zielgruppe der jungen Leser abgestimmt. Es ist deutlich, klar verständlich, jedoch keineswegs flach. Ich könnte mir dieses Buch gut als Schullektüe vorstellen, da es viele DInge aufzeigt, aber Freiraum lässt sich Gedanken darüber zu machen welche Handlungen richtig oder falsch sind und auch oft die Frage aufwirft wie man selbst gehandelt hätte. FAZIT: "Ein Flüstern in der Nacht" ist ein sehr bewegendes und tiefgründiges Buch über den Nationalsozialismus im zweiten Weltkrieg, das nichts beschönigt und die Schrecken dieser Zeit eindringlich darstellt. Es hat mich zu Tränen gerührt und hinterlässt einen Schatten, der zum Nachdenken anregt und dafür sorgt die Augen zu öffnen und schlimme Zeiten wie diese so im Gedächtnis zu verankern, dass sich hoffentlich viele wünschen, dass diese nie wiederkehren.

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Leselampe_

    13. November 2012 um 17:44

    Leipzig, in den dreißiger Jahren... Die kleine Rachel wächst mit ihrer jüdischen Familie in Leipzig auf. Da sie zu Beginn des Krieges noch sehr jung ist, begreift sie noch nicht richtig, was es heißt Jude zu sein und erlebt eine für sie glückliche Kindheit. Ihr Leben ändert sich jedoch schlagartig, als sie mit ihrer Familie gezwungen wird, ihr gemütliches, komfortables Haus zu verlassen und in eines der Judenhäuser zu ziehen. Als ihre Familie von Soldaten aus der Wohnung geholt wird, bekommt Rachel von ihrem Vater die Anweisung, zu bleiben und sich zu verstecken, und er verbietet ihr das Sprechen. Schließlich wird Rachel von einem arischen Ehepaar im Schrank gefunden und von ihnen aufgenommen. Sie erinnern sich an ihren Vater, dem ehemaligen Arzt. Nach Kriegsende wird die immer noch immer sprachlose Rachel in eines der vielen Waisenhäuser nach England ausgeflogen, die Kriegskinder nach dem Krieg bei sich aufnahmen. Währenddessen versucht das Rote Kreuz verzweifelt, ihre und viele andere Familien zu finden. Es wurden schon viele Bücher über den Krieg und den Holocaust geschrieben. Was dieses Buch jedoch von vielen anderen unterscheidet ist, dass es von den Personen handelt, die Juden in dieser Zeit vor den Nazis versteckt und beschützt haben. Denn zum Glück waren längst nicht alle Deutschen der gleichen Ansicht wie Hitler. "Ein Flüstern in der Nacht" ist eine sehr berührende Geschichte und handelt von einer Familie, die durch den Krieg zerrissen wurde. Von einem Tag auf den anderen steht die mittlerweile 9 jährige Rachel ganz alleine da. Ihre Mutter, ihr Vater und ihre große Schwester Miri wurden von den Nazis deportiert. Ihr bleiben nur zwei Erinnerungsstücke, das Tagebuch ihrer Schwester und "der längste Schal der Welt", an dem ihre Mutter gearbeitet hatte. Auf ihrem Weg begegnen ihr einige großartige und warmherzige Menschen. Beispielsweise die Familie, die sie mit zu sich nahm. Sehr eindrucksvoll fand ich Gertrude, für die im Gegensatz zu ihrem Mann Heinrich und Enkel Freddie, nie in Frage kam Rachel an die Nazis auszuliefern. Freddie ist ein zwölfjähriger Junge und Mitglied in der Hitlerjugend. Für ihn steht der Führerbefehl, Menschen zu melden, die Juden verstecken oder helfen, an erster Stelle. "Ein Kind ist sie schon, aber kein Mensch!" (Seite108)... war einer der schlimmsten Sätze von ihm. Doch auch er macht eine unglaubliche Entwicklung durch und wird einer von Rachels engsten Freunden. Rachel ist für ihr Alter und trotz des schrecklichen Schicksals, dass ihr widerfahren ist, ein unglaublich starkes und mutiges Mädchen. Was mich am meisten beeindruckt hat ist, dass sie nie die Hoffnung aufgegeben hat. Schon von Anfang an habe ich sie in mein Herz geschlossen und mit ihr gelitten. Moya Simons ist es sehr gut und glaubhaft gelungen, die Geschichte aus den Augen eines neunjährigen Mädchens zu schreiben. Ihr Schreibstil ist fesselnd, emotional und sehr berührend. Außerdem hat sie es geschafft, dieses schwierige und vor allem sehr traurige Thema, gefühlvoll und der Altersempfehlung entsprechend umzusetzen. Sehr gut hat mir auch die zeitliche Abfolge am Ende des Buches gefallen. Dort werden die wichtigsten Ereignisse aus dieser Zeit aufgeführt und erklärt. "Ein Flüstern in der Nacht" ist eine sehr berührende und wundervoll erzählte Geschichte, über ein Mädchen, das nie die Hoffnung aufgegeben hat und die ich jedem ans Herz legen möchte. Mir wird sie noch lange im Gedächtnis bleiben.

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    sternthaler75

    13. November 2012 um 12:15

    Was machen kleine Mädchen, wenn sie 10 Jahre alt sind? Sie spielen; mit ihren Puppen, mit ihren Freundinnen, sie sind kleine Prinzessinnen, sie ziehen süße Kleider an, sie lachen. Mit 10 ist die Welt unbeschwert, sollte sie sein. . . Aber nicht für Rachel. Als sie 10 ist, muss sie sich unter der Spüle in einem Schrank verstecken, denn es ist Krieg und Rachel ist Jüdin. Meine Meinung Schon der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Es ist ein ernstes Buch, aber das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich geht es um den 2. Weltkrieg in Deutschland, in diesem Fall in Leipzig. Viele Kinder haben in dieser Zeit ihre Eltern verloren, so auch in diesem Fall. Erst die Freunde, dann die Wohnung, damit die eigene Freiheit und schließlich die eigene Familie. Rachel hatte Glück, eine deutsche Familie findet sie in ihrem Versteck und bringt sich selbst in große Gefahr, als sie sie bei sich aufnehmen. Und dann ist da noch ein Problem: Papa hat gesagt, sie soll still sein in ihrem Versteck, keinen Mucks von sich geben. Es geht schließlich um ihr Leben. Und nun ist Papa fort und kann ihr nicht sagen, dass sie wieder sprechen darf. Was ihr bleibt, ist Mamas längster Schal der Welt und das Tagebuch ihrer Schwester Miri. Simons hat für dieses Buch reichlich und gut recherchiert. Es ist nach ihren eigenen Angaben eine Mischung aus Fiktion und Wahrheit, und ich finde, diese Mischung ist ihr gut gelungen. Mit kurzen, verständlichen Sätzen veranschaulicht sie dem Leser die Ereignisse und Erlebnisse auf sehr berührende, aber direkte Art und Weise. Das Ganze ist aus der Sicht Rachels geschrieben, mit 5 Jahren beginnt sie ihre Geschichte, naiv und gutgläubig, unwissend, was es mit den Menschen auf sich hat, die ihr plötzlich ins Gesicht spucken oder sie abstoßend behandeln. Aber man kann seine Kinder nun mal nicht vor allem beschützen. Es ist manchmal sehr traurig und hart zu lesen, was Rachel ohne ihre Familie und vorerst auch ohne ihre Stimme ertragen muss, zu tief sitzt ihr Schock. Doch es gibt auch glückliche Momente in diesem Buch, die mich zum Lächeln, aber auch zum Weinen gebracht haben. Unterm Strich Ein wunderbares Buch, das mich sehr berührt hat. Und es zeigt, dass auch ein einzelner Mensch viel ausrichten kann, um wenigstens ein Leben zu retten. Es ist ein Kinder- und Jugendbuch, empfohlen ab 10 Jahre. Das finde ich etwas früh, vielleicht doch eher ab 12 Jahre, um wenigstens ein paar der Hintergründe zu verstehen. In diesem Alter wird in der Schule auch "Damals war es Friedrich" gelesen, von daher würde ich auch dieses Buch eher in dieser Altersklasse einordnen wollen.

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  • Rezension zu "Ein Flüstern in der Nacht" von Moya Simons

    Ein Flüstern in der Nacht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. November 2012 um 20:02

    Meinung Ein wundervolles und sehr berührendes Kinder-und Jugendbuch! Inhalt Rachel Schwarz wurde 1932 geboren und lebt zusammen mit ihrem jüdischen Vater, ihrer Mutter, ihrer Schwester und der restlichen Familie in Leipzig. Doch lange hat sie keine Zeit ein Kind zu sein, denn Hitler tritt an die Macht und damit beginnt eine der schwersten Zeiten Deutschlands. Aus Angst vor den Soldaten, den Schüssen und dem Bombenangriffen, flüchtet sich Rachel immer öfters in den Kleiderschrank ihrer Eltern, auch die Stimme ihrer Schwester Miri hilft ihr oft, für ein paar Minuten alles Schlimme zu vergessen. Nachdem sie mit ihrer Familie in ein Flüchtlingshaus für Juden untergekommen ist, passiert das wohl schlimmste das einem kleinen Mädchen passieren kann. Ihre Familie wird ihr genommen, und sie bleibt alleine, in einem Schrank unter der Spüle. Immer mit den Worten ihres Vaters im Kopf, beschließt sie nie wieder zu reden, mit niemanden. Auch nicht mit ihren neuen "Eltern" und Freddie ,die sie bei sich aufgenommen haben. Doch auch dort kann sie nicht lange bleiben und schon bald setzt sich die Reise für sie fort. Nach England in ein Internat für Waisenkinder. Dort lernt sie neue Freunde kennen und wie durch ein Wunder findet sie ihre Stimme wieder. Doch bald erwartet sie eine schlimme Nachricht. Wird sie ihre Familie jemals wieder sehen? Charaktere Alle Charaktere die in diesem Buch vorkamen wurden sehr gut dargestellt und waren mir wahnsinnig sympathisch. Besonders die kleine Rachel ist mir ab der ersten Seite sehr ans Herz gewachsen. Ein Mädchen das mit ihren jungen Jahren schon so viel Schlimmes erleben musste und trotzdem nie aufgehört hat ,auch an das Gute zu denken. Ein Mädchen das so gut dargestellt wurde ,dass ich sie am liebsten fest in den Arm genommen hätte, wenn es gegangen wäre. Auch all die anderen Personen, wie ihre Familie, Freddie oder auch ihre neuen Freunde ,waren herzensgute Charaktere mit sehr viel Charme. Schreibstil Geschrieben wurde das Buch von einer australischen Autorin und dennoch wurde das Geschehen in Deutschland, damals zur Hitler Zeit wahnsinnig gut beschrieben und umgesetzt. So umgesetzt und beschrieben ,dass dieses Buch sehr wohl und mit recht unter dem Genre Kinder-und Jugendbuch eingeordnet wurde. Moya Simons schrieb diese Geschichte aus der Sicht von dem Mädchen Rachel Schwarz ,und ließ diesen Charakter die Geschehnisse aus deren Kinderaugen, sehr emotional und detailgetreu schildern. Es wurde sehr viel beschrieben und schon bald hatte man als Leser das Gefühl ,kein Buch zu lesen, sondern sich einen Film anzuschauen. Und obwohl das Thema ein sehr schwieriges und erschütterndes Thema ist, wurde das Buch ,Kinder-und Jugendgerecht, mit einem leicht verständlichen Schreibstil verfasst. Fazit Was das soll ein Kinderbuch sein? War mein erster Gedanke als ich mir das Buch genauer anschaute. Ebenso kritisch fing ich dann auch an zu lesen und ich wurde positiv überrascht. Moya Simons hat es tatsächlich geschafft ,diese schwere und schlimme Hitler Zeit, aus den Augen eines kleinen Mädchens ,namens Rachel, zu schildern. Ich hatte durch diesen tollen Schreib-und Erzählstil die ganze Zeit das Gefühl ,mitten im Geschehen zu sein. Wahnsinn. Ein Buch, das mich sehr bewegt hat und mir die ein oder andere Träne raubte. Ein Buch, das nicht nur für Kinder ,sondern auch für Erwachsene, sehr gut geeignet ist. Ein Buch, das zurecht die volle Punktzahl verdient hat!

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