Muhammad Hamidullah Muhammad - Prophet des Islam

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Inhaltsangabe zu „Muhammad - Prophet des Islam“ von Muhammad Hamidullah

In vielen aktuellen gesellschaftlichen und politischen Konflikten wird Gewalt religiös gerechtfertigt. Oft berufen sich die Gewalttäter auf den Koran und auf den Propheten Muhammad. In dieser bedrängenden Situation ist es umso wichtiger, Sachwissen und geprüfte Argumente ins Gespräch zu bringen. Der Autor, Experte der Geschichte des frühen Islam, entfaltet Muhammads Leben auf der Basis des Koran und seiner Aussprüche und Handlungen (Hadithe). Und er bezieht arabische Dichtung und sozio-kulturelle Erkenntnisse ein. So wird das damalige Leben und geschichtliche Umfeld anschaulich: Was wissen wir über Muhammads Familie? Wie war die politische und wirtschaftliche Situation im vorislamischen Arabien? Welche Beziehungen des jungen Islam gab es zu den anderen Religionen? Diese Darstellung Muhammads und seiner Sendung bietet profundes Wissen und Orientierung in einer aufgeregten Debatte

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  • Fundierte Sortierung der vielfachen subjektiven Quellen

    Muhammad - Prophet des Islam
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    28. October 2016 um 13:48

    Fundierte Sortierung der vielfachen subjektiven QuellenImmer wieder wird der Vorwurf, zumindest der Vorschlag, laut, der Islam benötige eine Phase der „humanistische Aufklärung“, der verstandesgemäßen Reflexion der eigenen Verhaftung der eigenen Geschichte, der Verwurzelung bis heute teil unbeugsam dogmatischer Verfechtungen von Traditionen und der „Erdung“ dessen, was alles als „unantastbar“ gilt.Voraussetzung einer solchen Reflexion ist eine historisch-kritische wissenschaftliche Arbeit zu vielfältigen Themen (soziales Gefüge zur Zeit der Entstehung des Islam, politische und religiöse Ziele auf der Basis der Verhaftung in dieser bestimmten Zeit, Ritualgeschichte und, ebenso, eine ruhige, analytische Betrachtung der Gründungsfigur und der Gründungsphase des Islam). Das vorliegende Werk bietet einiges von all diesem (auch wenn eine kritische Distanz manches Mal wenig zu erkennen ist) und gibt damit einen Ansatz, einen Faden zur einerseits kritischen Reflexion an die Hand, ohne zugleich umgehend auf breite Abwehr stoßen zu müssen. Denn sorgsam, empathisch und aus moslemischer Sicht, und dennoch einem wissenschaftlichen Ansatz folgend, breitet Muhammad Hamidullah seine Biographie aus.Und verortet Muhammad zugleich (und wie sollte es anderes sein), als „Kind seiner Zeit und konkreter Umstände“. Und das auf Basis einer Quellenlage, die im Gegensatz zum Christentum und der Stiftungsfigur Jesus Christus nicht „zu wenig“ an persönlichem Material erhält, sondern gegenteilig eher „zu viel“ an Quellen bietet. Zuviel in dem Sinne, dass, vielleicht ähnlich den Evangelien, ein überbordender Teil der Quellen vielfach subjektive Ziele verfolgen, persönliche Glaubensauffassungen widerspiegeln und politische Absichten immer mitschwingen (wie beim Evangelisten Lukas und dessen Ziel, das Christentum den griechisch gebildeten Menschen seiner Umgebung nahe bringen zu wollen).Im Werk selbst geht Hamidullah auf drei Ebenen vor. Einerseits erzählt er die Geschichte vom Leben des Propheten chronologisch, in Mekka beginnend, in nicht sonderlich üppigen äußeren Umständen, dann nach Medina gehend (auch, weil er in Mekka zunächst „keinen Fuß“ auf den Boden bekommen hatte). Strukturiert zudem seine Darstellung thematisch und systematisch, so dass zur Betrachtung der biographischen Daten auch die (durchaus sich entwickelnde und verändernde) Haltung Muhammads zu verschiedenen Fragen ins Gewicht fällt und das Gesamte in den Kontext der Zeit mit eingeordnet wird (so mit einigen positiven Wendungen dem Christentum gegenüber und des Nachweises (eigentlich) der Toleranz gegenüber Anhängern anderer theistische Religionen und ihrer „Praktiken“).Gerade die sich damals entwickelnden Strukturen der jungen Gemeinschaft (die durch den unerwarteten Tod Muhammads an ihre Grenzen zunächst geriet) und das Verhältnis zu anderen Gemeinschaften (teils in kriegerischer Auseinandersetzung, teils in Assimilation, teils in Konkurrenz (Muhammad war beileibe nicht der einzige zunächst ja „selbsternannte“ Prophet seiner Tage) werden von Hamidullah sorgfältig betrachtet und aufgenommen, so dass sich in der Biographie des einen Mannes zugleich eine Biographie der Anfänge und ersten Konsolidierung des Islam selber niederschlägt.Differenziert und gut zu lesen, gerade im Blick darauf, dass es eben nicht Muhammads Anspruch war, der „alleinige“ Gesandte Gottes gewesen zu sein, damit Muhammad selbst die Möglichkeit eröffnet, auch andere Traditionen wertzuschätzen (was im Koran Einzug hält). Diese Reibung zwischen „der einen Wahrheit“ und den „anderen Vorstellungen“ zu betrachten und aufzuarbeiten wird im weiteren Aufgabe der kritischen wissenschaftlichen Betrachtung sein und bleiben. Wobei zu bemerken ist, dass Hamidullah doch in der zweiten Hälfte des Werkes hin sehr grundsätzlich eher den Koran auslegt, denn einer reinen Biographie zu folgen. Das Muhammad auch Feinde verfolgte und Macht durch Strafe (u.U. auch aus Rache) sicherte kommt hier und da zu kurz.Dennoch gilt in der Gesamtschau auf jeden Fall, was Hamidullah im Buch mitteilt:„Er verdient daher, erforscht zu werden, bevor über ihn geurteilt wird“.Wobei natürlich gilt und vorher klar sein sollte, dass hier kein „objektiver“ Wissenschaftler „distanziert“ zum „Objekt“ arbeitet, sondern Hamidullah als gläubiger Moslem sich Muhammad auf ebendiese gläubige Weise auch nähert. Aber eben ohne dabei den Verstand und das, was man „wissen kann“ aus den Augen zu verlieren.Alles in allem eine sehr dichte, teils apologetische, Darstellung des Lebens Muhammads und seiner Wirkung (gerade was die ursprüngliche Konzeption des Staates angeht und das, was zur islamischen Zeit konkret davon umgesetzt oder auch verändert wurde).Wenn die „Grundzüge der Politik“ von Hamidullah benannt werden, dann spielen damit sogleich Geographie, Soziologie und die „Vielvölker“ eine wesentliche Rolle, die Hamidullah ebenso sorgfältig vor Augen führt (ohne dabei den Kern des Islam alleine an eine bestimmte Zeit zu binden, sondern „über diese Zeit hinaus“ das allgemein Gültige zu betonen).Es dürfte spannend sein, zu beobachten, wie die Differenzierung im Werk einerseits, aber auch die klare Aussage, dass es Muhammed und dem Islam „immer“ um die Unterwerfung des Menschen unter den Willen des einzigen Gottes ging, ihre Wirkung entfalten und wie die Begriffe „Unterwerfung“ und „Gottes Wille“ sich verbinden mit der Gerechtigkeit und Gleichheit der Menschen, die Muhammad ebenfalls betonte.

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