Schalom und Salam

von Muhammad Sameer Murtaza 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Schalom und Salam
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

J

Sehr informativ. Unbedingt lesenswert.

Alle 1 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Schalom und Salam"

Ein Aufruf zu islamischer Selbstkritik und zum Frieden unter den Bruderreligionen Judentum und Islam

Schalom und Salam – die beiden Friedensgrüße sind Programm dieses Buchs, das für Verständigung und Toleranz zwischen Judentum und Islam wirbt. Muhammad Sameer Murtaza spricht sich dabei unmissverständlich gegen jeden Versuch aus, Antisemitismus aus dem Koran heraus begründen zu wollen und fordert eine radikale Selbstkritik der Muslime. Leidenschaftlich und mit den Mitteln der wissenschaftlichen Interpretation plädiert er – immer auf der Grundlage des Qur’an – für eine Annäherung der Bruderreligionen von Judentum und Islam. Die Stimme eines ebenso gläubigen wie gelehrten und weltoffenen Muslims, die gerade in Zeiten eines verstärkten islamisch verbrämten Antisemitismus im deutschsprachigen Raum weite Beachtung verdient.

„Wie können wir davon sprechen, der Islam kenne keinen Rassismus, keine Feindseligkeit gegenüber bestimmten Menschengruppen, sondern gestehe allen Menschen die gleiche unverletzliche Würde zu, wenn es ganz offensichtlich diesen Antisemitismus unter uns gibt? Muslim zu sein bedeutet nicht, die eigenen Partikularinteressen zu vertreten oder einen religiösen Chauvinismus zu pflegen, sondern es erfordert eine – manchmal – schmerzhafte Tugend, nämlich das Einstehen für Gerechtigkeit, auch wenn es gegen einen selber geht.“
Muhammad Sameer Murtaza

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783957790859
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Info 3
Erscheinungsdatum:07.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    J
    jamal_tuschickvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr informativ. Unbedingt lesenswert.
    Was sagen wir den jungen Leuten?

    Friedensgrüße als Programm - Muhammad Sameer Murtaza präsentierte gestern seinen Aufruf „Schalom und Salam: Wider den islamisch verbrämten Antisemitismus“ im Berliner Urania im Gespräch mit Juliane Wetzel, Anne-Béatrice Clasmann (Moderation) und Aiman Mazyek.

    Die Tagesschau meldet heute: „Gewalt in Gaza - Am 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels eskalierte die Gewalt in Gaza. Es war der blutigste Tag im Nahostkonflikt seit 2004. Wenigstens sechzig Palästinenser wurden getötet, mehr als 2400 verletzt.“
    Das heizt die Stimmung in Wohnzimmern weltweit auf. Eine mitfühlende Wut artikuliert sich. Alles scheint klar. Wer im Recht ist. Wer überzieht. Wer auf die Menschenrechte pfeift. Mit der Gewissheit auf der richtigen Seite wütend zu sein, legt der Nachwuchs in seinen Milieus Protest ein. Nach seinen Begriffen könnte nichts gerechter und notwendiger sein als eine Verurteilung Israels auf dem Schulhof im muslimisch-migrantischen Jugendstil.
    „Was sagen wir den jungen Leuten?“ fragte Moderatorin Anne-Béatrice Clasmann anlässlich der Präsentation von Muhammad Sameer Murtazas „Aufrufs zu islamischer Selbstkritik und zum Frieden unter den Bruderreligionen Judentum und Islam“.
    Schalom und Salam – Friedensgrüße als Programm. Murtaza wirbt, so weiß es der Klappentext, „für Verständigung und Toleranz zwischen Judentum und Islam“. Er widerspricht jenen, die davon überzeugt sind, dass Judenfeindlichkeit zur DNA des Islam gehört. Er zitiert den Koran an Stellen, die eine historische Koexistenz belegen. Der Prophet habe in den gleichfalls monotheistischen „Leuten der Schrift“ tendenziell Alliierte gesehen. Murtaza analysiert den Mörtel im Fundament der Wüstenreligionen. Er findet keine grundsätzliche Feindschaft.
    Der Autor sagte: „Der islamisch verbrämte Antisemitismus ist ein modernes Phänomen“, für das man Brücken in die Vergangenheit gebaut hat, um diese Spielart des Rassismus historisch erscheinen zu lassen. Man kann das mit Nietzsche und leicht abgewandelt eine monumentalische Historie nennen. Murtaza dekonstruiert angeblich vom Koran gestützte antisemitische Stereotype. Er wiederholt sich: Es gab das gute Miteinander. Einschlägige Koranstellen seien wieder und wieder neu kontextualisiert worden; man habe nur keine Konsequenzen daraus gezogen; das heißt, in der Praxis keine Verwendung dafür gehabt.
    Davon ist Murtaza überzeugt: Es bestand die längste Zeit eine andere islamische Kontinuität der Wahrnehmung des Judentums (als die aktuelle). Den jungen Leuten müsse man klarmachen, dass der Nahostkonflikt kein heißkalter Religionskrieg sei, sondern ein Kampf um Ressourcen. Vor allem jedoch stünden die Meinungsfürsten der Mehrheitsgesellschaft in der Pflicht, „ein Narrativ zu entwickeln“, dass es Migranten erlaube, Deutschlands besonderes Verhältnis zu Israel besser zu verstehen.
    In diesem Sinn äußerte sich auch Aiman Mazyek. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland hält den Islam „für organisch antirassistisch“. Das Glaubensband mache ethnische Auffächerungen unbeachtlich. Mazyek erkannte in manchem salafistischen Umzug lediglich eine Erscheinungsform der Jugendrevolte im Zuge eines unvermeidlichen Aufbegehrens.
    „Man kann damit wunderbar provozieren.“
    Die Historikerin Juliane Wetzel, seit 1991 Mitarbeiterin des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, erklärte, dass die gefühlte Zunahme antisemitischer Handlungen, sich empirisch nicht untermauern lasse. Die meisten antisemitistischen Straftaten wurden 2006 registriert, als die Öffentlichkeit noch taub für das Thema war.
    „Über neunzig Prozent aller antisemitischen Straftaten haben einen rechtsextremen Hintergrund.“
    Die mediale Rezeption des Antisemitismus in Deutschland bildet die Tatsachen nicht ab, meldete Wetzel.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks