Mukoma wa Ngugi

 3.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Black Star Nairobi: Roman, Nairobi Heat: Roman und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Mukoma wa Ngugi

Mukoma wa NgugiBlack Star Nairobi: Roman
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Black Star Nairobi: Roman
Black Star Nairobi: Roman
 (5)
Erschienen am 18.02.2015
Mukoma wa NgugiNairobi Heat: Roman
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Nairobi Heat: Roman
Nairobi Heat: Roman
 (2)
Erschienen am 18.02.2014
Mukoma wa NgugiBlack Star Nairobi
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Black Star Nairobi
Black Star Nairobi
 (0)
Erschienen am 24.02.2015
Mukoma wa NgugiNairobi Heat
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Nairobi Heat
Nairobi Heat
 (0)
Erschienen am 13.09.2011

Neue Rezensionen zu Mukoma wa Ngugi

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Bücherwurms avatar

Rezension zu "Black Star Nairobi: Roman" von Mukoma wa Ngugi

gibt es eine ultimative Lösung?
Bücherwurmvor 3 Jahren

In "Black Star Nairobi" macht uns der amerikanische Literaturprofessor Mukoma wa Ngugi mittels spannendem Krimi die nahezu aussichtslose Situation in Afrika klar.
Aber nicht nur das. Er spricht auch ganz offen aus, was Farbige Mitbürger in ihrer westlichen Heimat empfinden, dass sie nie wirklich akzeptiert sind, immer benachteiligt und jederzeit rassistischen Übergriffen ausgesetzt sind. Ein sehr aktuelles Thema, nicht nur in den USA.
Er vermittelt diese Sehnsucht nach Heimat, nach Ruhe, nach Akzeptanz und dem Ankommen, ein Gefühl, das sehr viele in den Staaten geborene Schwarze nach Afrika zurück gehen lässt. Und da sind sie dann: Unfähig, die afrikanischen Dialekte zu sprechen, Außenseiter der Sippen, immer "Die Amerikaner", nie die "Afrikaner", die sie im Herzen geblieben sind.
Mukoma wa Ngugi lässt den Krimi zu der Zeit der Wahl Obamas spielen, eine gute Gelegenheit, uns klar zu machen, was diese Wahl für die Afrikaner bedeutete. Im Nachsatz erläutert der Autor auch die politische Situation speziell in Kenia, die Rolle Obamas dort und die scheinbare Unmöglichkeit, endlich ehrliche und gewaltfreie Wahlen zu haben.
Der Krimi startet mit einem Anschlag auf ein Hotel in Nairobi. Und natürlich stecken al Quaida hinter dem Anschlag, wer auch sonst. 
Der Protagonist Ishmael und ein befreundeter Polizist wollen dies nicht glauben. Was hätten al Quaida von einem Anschlag auf ein Hotel in einem afrikanischen Staat? Sie ermitteln und rutschen damit auf eine Terrorliste und werden zu Gejagten.
Der Schreibstil war mir etwas gewöhnungsbedürftig. Bei jedem Satz sah ich den afrikanischen Autor vor mir, der so lebenslustig und kulturell anders empfindet als ich. Und dennoch muss ich sagen, es steckt so viel Kleinarbeit im Roman, so viel Aufklärung alltäglicher Probleme, die uns Europäern fremd, exotisch und unbekannt sind, dass ich fast zu 5 Sternen tendiere. Abstoßend fand ich die unzähligen Leichen, aber was wäre eine Lösung? Wenn man auch im wackeligen Rechtssystem nur Korruption, Drogen und Machtspielchen findet, sich seines Lebens keine Minute sicher sein kann, wo ist da die Grenze zwischen Gut und Böse?
Ich danke dem Autor für diesen schonungslosen Einblick.

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Haverss avatar

Rezension zu "Black Star Nairobi: Roman" von Mukoma wa Ngugi

Die afrikanischen Stolpersteine
Haversvor 4 Jahren

Mukoma wa Ngugi, geboren in Illinois, aufgewachsen in Kenia, Studium in den USA, tätig als Journalist für diverse europäische Medien sowie Literaturprofessor an der renommierten Cornell Universität, setzt mit „Black Star Nairobi“ die Reihe mit Ishmael Forfona fort. Und wie bereits in dem Vorgänger nehmen auch hier die Schilderungen der politischen Situation in Ostafrika, diesmal allerdings ergänzt durch eine zeitgeschichtliche Komponente, breiten Raum ein.

Wir schreiben das Jahr 2007, und Kenia rüstet zum Wahlkampf. Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Truppen des amtierenden Präsidenten und dessen politischen Gegnern. Ishmael Forfona, der afroamerikanische Detective aus Mukoma wa Ngugis Erstling „Nairobo Heat“ hat Madison, Wisconsin und der Polizeiarbeit den Rücken gekehrt und ist nach Kenia umgezogen, wo er mittlerweile gemeinsam mit seinem Partner O, dem Polizisten der kenianischen Polizei Tom Odhambo, ein Detektivbüro namens „Black Star“ betreibt.

Als ein Bombenanschlag in Nairobi ein Luxushotel in Schutt und Asche legt und neben kenianischen Gästen auch zahlreiche Amerikaner das Leben kostet, schaltet sich die CIA ein, die einen islamistischen Hintergrund vermutet. Ishmael und O ermitteln derweil im Fall eines Leichenfundes im Ngong-Wald und stellen eine Verbindung zwischen ihrem Toten und dem Anschlag auf das Hotel fest. Und wie sie sehr bald leidvoll am eigenen Leib erfahren müssen, haben ihre Ermittlungen skrupellose Gegner aufgeschreckt, die auch vor weiteren Morden nicht zurückschrecken…

Für uns Europäer ist es ein fremder, ein exotischer Schauplatz, an dem Mukoma wa Ngugi diesen Verschwörungsthriller angesiedelt hat – zumindest was die erste Hälfte des Buches angeht. Denn hier nimmt er ganz stark Bezug zu den gesellschaftspolitischen Themen, die seiner Geschichte zugrunde liegen: Missmanagement und Korruption, Stammesfehden und Staatsgewalt – die afrikanischen Stolpersteine auf dem Weg zu einer gerechten, demokratischen Gesellschaft. Aber es geht auch um das Fremde, das Anderssein. Und um die wirtschaftlichen und politischen Interessen, die das das Engagement von Organisationen bestimmen.

Gegenüber diesen Schilderungen fällt die zweite Hälfte des Buches hingegen deutlich ab. Hier findet sich der Leser in einem x-beliebigen Agententhriller wieder, in dem Action das bestimmende Element ist, die Protagonisten von Ort zu Ort hetzen und Konflikte mit der Knarre gelöst werden.

Keine Frage, der Autor kann schreiben. Aber er neigt dazu, sämtliche Ereignisse und Handlungen nicht nur zu schildern, sondern auch noch durch seine Hauptfigur erklären zu lassen. Und wieder einmal drängt sich mir eine von Elmore Leonards „Rules of Writing“ auf: „Show, don’t tell“.

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