Muriel Barbery Das Leben der Elfen

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Inhaltsangabe zu „Das Leben der Elfen“ von Muriel Barbery

Über die Schönheit der Welt – und ihre Bedrohung Zwei junge Mädchen, die in verschiedenen Ländern aufwachsen: Maria, ein Findelkind, lebt in einem Dorf im Burgund, ist der Natur und den Tieren besonders verbunden, versteht deren Sprache. Clara, die als Waise im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen aufgenommen wurde, spielt, einem Wunder gleich, bezaubernd Klavier. Sie wissen nichts voneinander – bis Elfen es bewirken, dass sie einander kennenlernen. Dank ihrer besonderen Talente könnte es gelingen, die Verbindung der Menschen mit den Elfen und die einstige Harmonie zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Denn es droht Krieg und eine böse Macht rüstet sich. Ein einzigartiger und überraschender Roman, eine Parabel auf die Schönheit der Natur und Kunst, ein Appell, um das zu kämpfen, was den Menschen ausmacht: die Liebe und die Poesie.

mystisch, komisch

— Marie1971

Wundervoll ❤ Die Autorin schafft es, den Moment zu entschleunigen und einen die Dinge bewusster wahrnehmen zu lassen!

— Eori

Anstrengend, klug, wunderschön formuliert, verwirrend. Keine Lektüre für zwischendurch und reine Geschmackssache.

— Antonella

wunderschön, speziell, liebevoll geschildert

— Minje

Ein Buch voller Mystik, Poesie und Gefühlen, das sich nur langsam erschließt und bis zum Schluss poetisch vage bleibt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Märchenhafte Poesie für viele müßige Lesestunden mit höchster Konzentration.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

schwieriges Buch für mich, tolle Sprache, aber langatmige Handlung

— Buchina

Inhaltlich und sprachlich ungewöhnlich, schwer zu fassen. Es steckt voller Botschaften, die sich nur in aller Ruhe entfalten.

— JayTi

Leider hat mich das Buch sehr verwirrt und ratlos zurückgelassen - überzeugt hat es mich nicht...

— jasbr

Kein Buch für den Nachmittagstee, zeitlose Poesie für Elfen und Profis! ;-)

— SABO

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Marie1971

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    Das Leben der Elfen

    Marie1971

    10. July 2016 um 12:54

    An zwei verschiedenen Orten werden am selben Tag zwei Mädchen geboren, die das Schicksalsbuch der Elfen und Menschen neu schreiben werden. Zuallererst durch " Die Eleganz des Igels", einem überaus wunderbaren und rhetorisch sehr starkem Buch hat die Autorin mich dermassen überzeugt, dass es fast kein "topen" geben konnte. Und leider ist dem auch so. "Das Leben der Elfen" konnte sich mir nicht erschliessen. Der Schreibstil, wie immer wunderbar passend, hat demzufolge meine Bewertung milder ausfallen lassen. Die Buchthematik ist nicht jedermans Sache und vielleicht liegt darin der Kern des Übels. Man muss wohl in die Welt der Elfen einsteigen können um Barbery in dieser Erzählung zu folgen. Die Charakterenanzahl hat die Verständlichkeit nicht erleichtert. Zu viel des Guten um es milde auszudrücken. Auch wenn der Spannungsaufbau auch etwas durch die konfuse Hintergrundgeschichte geschädigt ist, hat es daran nicht unbedingt gefehlt. Für Leser die sich in der Welt der Elfen wohlfühlen.

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  • Leserunde zu "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery

    Das Leben der Elfen

    aba

    "Ein Zauber umgab sie, der anders war als der Zauber von Kindern, mit denen das Leben in ihren ersten Stunden gnädig war, anders als jene Anmut, die aus der richtigen Mischung von Unschuld und Glück hervorging" Glaubt ihr an Elfen? Nein? Spätestens nach dem Lesen von "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery wird das sich ändern! Die französische Bestsellerautorin von "Die Eleganz des Igels" ist mit einer großen literarischen Überraschung wieder da. In ihrem neuen Roman entführt sie den Leser in die Welt der Elfen. Sie verzaubert mit liebenswürdigen und warmherzigen Figuren und mit so einer faszinierenden Geschichte, die euch garantiert an die Macht der Magie glauben lassen wird. Wenn ihr denkt, dieses Buch ist das richtige für euch, dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!Zum InhaltZwei junge Mädchen, die in verschiedenen Ländern aufwachsen: Maria, ein Findelkind, lebt in einem Dorf im Burgund, ist der Natur und den Tieren besonders verbunden, versteht deren Sprache. Clara, die als Waise im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen aufgenommen wurde, spielt, einem Wunder gleich, bezaubernd Klavier. Sie wissen nichts voneinander - bis Elfen es bewirken, dass sie einander kennenlernen. Dank ihrer besonderen Talente könnte es gelingen, die Verbindung der Menschen mit den Elfen und die einstige Harmonie zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Denn es droht Krieg und eine böse Macht rüstet sich.Ein einzigartiger und überraschender Roman, eine Parabel auf die Schönheit der Natur und Kunst, ein Appell, um das zu kämpfen, was den Menschen ausmacht: die Liebe und die Poesie.Lust auf eine Leseprobe?Zur AutorinMuriel Barbery wurde 1969 in Casablanca geboren, studierte Philosophie in Frankreich, lebte einige Jahre in Kyoto und wohnt heute wieder in Frankreich. 2000 veröffentlichte sie ihr viel beachtetes Romandebüt "Die letzte Delikatesse". Ihr zweiter Roman, "Die Eleganz des Igels", wurde zu einem großen literarischen Bestseller, in mehr als 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Der lang erwartete dritte Roman, "Das Leben der Elfen", erschien 2015 in Frankreich.Und wenn ihr noch mehr über Muriel Barbery und ihre Romane wissen möchtet, dürft ihr das dtv-Special nicht verpassen! Dort gibt es viel Schönes zu entdecken. Außerdem verrät uns die Autorin in einem Interview Interessantes über die Entstehung von "Das Leben der Elfen". Viel Vergnügen!Möchtet ihr Maria und Clara kennenlernen und erfahren, was sie mit den Elfen verbindet?Zusammen mit dtv verlosen wir 25 Exemplare von "Das Leben der Elfen" unter allen, die Lust haben, diesen magischen Roman im Rahmen einer Leserunde zu lesen, besprechen und rezensieren. Was müsst ihr dafür tun? Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr bis zum 03.04. auf diese Frage antwortet:Maria und Clara haben ganz besondere Talente.Jeder von uns hat spezielle Begabungen, vielleicht sogar ungeahnte Fähigkeiten. Welche Talente schlummern in euch? Habt ihr Lust, darüber zu erzählen?Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück!* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 706
  • Auch hier der Kampf Gut gegen Böse

    Das Leben der Elfen

    savanna

    05. June 2016 um 22:08

    Elfengleiche Wesen – unter dieser Bezeichnung stellen sich wohl die meisten Leser zarte Gestalten vor, wie sie in Fantasy Romanen ihre Rollen haben. In 'Das Leben der Elfen' der französischen Schriftstellerin Muriel Barbery jedoch werden die Elfen – ohne zuviel verraten zu wollen – etwas anders charakterisiert. Der Leser erfährt von den beiden Findelkindern Maria und Clara, die in einem Europa unbestimmter Zeit aufwachsen. Während Maria auf einem Bauernhof im ländlichen Frankreich lebt, wird Clara in einem italienischen Bergdorf aufgenommen. Beide Mädchen verfügen jeweils über eine Gabe, die das Reich der Elfen vor einer Bedrohung bewahren kann. Diesen Kindern fällt somit eine zentrale Rolle im Kampf gegen das Böse zu. Die titelgebenden Elfen haben mich verlockt dieses Buch zu lesen, da ich mystische Elemente besonders mag. Meine persönliche Erwartungshaltung hat jedoch dazu geführt, dass ich dieses Buch nur zögerlich zu Ende gelesen habe. Im ersten Drittel des Buches etwa hat mich der wirklich anrührende Schreibstil noch gefesselt. Auch Ereignisse speziell im Leben von Maria haben mich zu Anfang wirklich begeistert. Diese Euphorie zu Lesebeginn hat sich jedoch leider, leider verflüchtigt, je mehr Personen und Schauplätze mit aufgenommen wurden. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes schlichtweg den Faden verloren. Da die Personen und Schauplätze mit jedem Kapitel wechseln, verlangt dieses Buch viel Aufmerksamkeit vom Leser. Dieser Anspruch wird noch gesteigert durch eine auffallend hohe Anzahl von Personen. Auch die poetische Sprache, die zweifelsohne ein besonderes Merkmal dieses Romans ist, verlangt dem Leser einiges ab. 'Das Leben der Elfen' kann am besten genossen und wahrscheinlich am besten verstanden werden, wenn sich der Leser Ruhe, Zeit und Konzentration gönnt. Meiner Ansicht nach eher kein Buch für den Pendler im ÖPNV, der nur kurze Passagen in grosser Umgebungslautstärke lesen kann. Interessanterweise kenne ich Barberys Vorzeigeroman 'Die Eleganz des Igels', der gänzlich anders gestrickt ist. Thematisch wie auch sprachlich haben diese beiden Bücher der Autorin für mich so gar keine Schnittmenge, auch wenn sich die meisten Leser für die Neuerscheinung sicherlich vor allem wegen der Begeisterung 'des Igels' interessieren.

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  • Ein besonderes Buch, das einen zweiten Versuch verdient

    Das Leben der Elfen

    Antonella

    22. May 2016 um 22:27

    Maria ist ein Findelkind und wächst trotzdem geliebt in einem Dorf im Burgund auf. Die meiste Zeit verbringt sie alleine in der Natur. Die gleichaltrige Clara ist Waise und lebt in einem emotional eher unterkühlten Umfeld bei einem Pfarrer und dessen Haushälterin in den Abruzzen. Als Clara sich zum ersten Mal an ein Klavier setzt, zeigt sich ihr ungewöhnliches Talent. Ohne jemals Unterricht gehabt zu haben, kann sie komplizierte Melodien nachspielen. Da sie in dem Dorf nicht gefördert werden kann, zieht sie nach Rom und bekommt dort Klavierunterricht. Obwohl die beiden Mädchen und ihre Lebensumstände nicht unterschiedlicher sein könnten, besteht doch eine enge Verbindung zwischen ihnen, die im Laufe der Geschichte offenbart wird und eng an Claras immer besser werdendes Klavierspiel gekoppelt ist. „Das Leben der Elfen“  ist der dritte Roman von Muriel Barbery  nach „Die letzte Delikatesse“ und „Die Eleganz des Igels“. Im Gegensatz zu den Vorgängern, in denen ein Pariser Wohnhaus, deren Bewohner und die Concierge im Mittelpunkt stehen, ist die Handlung dieses Buches viel schwerer zu fassen. Es geht natürlich auch um die beiden Mädchen, um das Dorf und seine Bewohner, vordergründig um den Klavierunterricht und die Szenerie in Rom, in der Clara lebt und lernt. Aber es geht auch um Übersinnliches, Elfen, die Natur  und vor allem ganz viel Poesie. Denn die Sprache, in der dieser Roman erzählt wird, ist unglaublich poetisch. Das ist wunderschön zu lesen, aber auch sehr anstrengend. Es erfordert wirklich höchste Konzentration, die Sätze und Inhalte bis zum Ende zu verfolgen und zu verstehen. In entspannter Atmosphäre und der Bereitschaft, sich auf dieses ganz besondere Buch einzulassen, kann  „Das Leben der Elfen“ ein Hochgenuss sein. Es ist geradezu gespickt mit klugen Sätzen, die sich zu merken lohnen: "Man vergibt zwar leichter, wenn man versteht, aber wenn man nicht versteht, vergibt man, um nicht zu leiden. Du wirst jeden Morgen vergeben, ohne zu verstehen, und du wirst am nächsten Morgen von vorne beginnen müssen, aber du wirst endlich ohne Hass leben können." S. 166 f. Und obwohl ich dieses Zitat wirklich mag, hätte ich es ohne die Teilnahme an der Leserunde, in der ich das Buch gelesen habe, vermutlich nie gelesen. Denn ich habe mich über weite Strecken durch das Buch quälen müssen, hätte es zugegebenermaßen auch spätestens nach der Hälfte abgebrochen. Wenn ich das Gefühl hatte, in dem Buch angekommen zu sein, habe ich den Kontakt wieder verloren. Unglaublich schöne Passagen, in denen ich jeden zweiten Satz zweimal gelesen habe, weil ich ihn so schön fand, wechselten mit Abschnitten, die ich mehrmals lesen musste, weil ich nichts mit ihnen anfangen konnte. Selten habe ich mich mit einem Buch und noch nie mit einer Rezension so schwer getan. Beim Schreiben habe ich eben wahllos eine  Seite aufgeschlagen, einige Sätze gelesen und spontan beschlossen, das Buch im Urlaub nochmals zu lesen. Denn es braucht Muße, um verstanden und genossen zu werden. Aber ich glaube, es könnte sich lohnen.

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  • Das Leben der Elfen

    Das Leben der Elfen

    Minje

    "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery erschien 2016 im dtv Verlag. Das Original erschien 2015 auf französisch. Inhalt Maria aus Burgund (10 J.) und Clara aus den Abruzzen (Italien)- zwei junge Mädchen, die durch das Schicksal miteinander verbunden sind. Im Laufe des Romans werden sie bekannt gemacht mit Elfen. Was steckt dahinter? Meinung Wahnsinn! Dieses Buch war eine Wohltat, es hat so gutgetan, es zu lesen! Es ist unterteilt in drei Teile. Der erste Teil besticht durch tolle Personenbeschreibungen. Man erhält einen lebendigen Eindruck von den beiden Kindern, kann sie sich sofort vorstellen. Durch unsichtbare Wesen und durch bewusstes Vorenthalten von Informationen wird Spannung erzeugt. Später wird die Spannung wieder aufgegriffen. Es werden zweimal Vergleiche benutzt z.B. schreibt die Autorin, Maria sei "unberechenbarer wie ein Wichtel" (S.14). Im zweiten Teil finden wir tolle Landschaftsbeschreibungen. "Die Landschaft funkelte (...) Der Rauhreif knisterte (...) glitzerte die Decke (...) wie ein Lichtermeer"(S. 42) Einfach nur schön! Barbery benutzt viele Verben, die den Text lebendig wirken lassen, obwohl es "nur" eine Landschaftsbeschreibung ist. Barbery benutzt viele Stilmittel wie Personifikation, Exclamatio, Hyperbel, Metapher. Außerdem tauchen fünf Vergleiche in diesem Teil auf, die zum größtenteil wunderschön sind. Die Geschichte entwickelt sich, es tauchen mehr Personen auf, unter anderem eine geheimnisvolle Teresa. Und wir fragen uns : "Wer ist sie?" Doch es dauert, bis dieses Geheimnis gelüftet wird. Währenddessen wird bei Maria der außergewöhnliche Bereich stärker, phantastische Dinge passieren. Auch der dritte Teil ist inhaltlich sowie stilistisch ein Leckerbissen. Viel mehr verrate ich hier nicht. Na, eins verrat ich noch: Das Buch endet mit einem offenen Ende. In vielen Büchern stört mich das total, gerade in Thrillern/ Krimis. Doch in diesem Buch ist das offene Ende gut geworden, es macht mir nichts aus. Insgesamt gesehen ist dieses Werk nicht einfach so in Umgangssprache hingeschrieben, sondern es enthält eine Menge Arbeit. Ein gut durchdachtes Buch, ein literarischer Leckerbissen. Fazit Ein liebevoll geschriebenes Buch, dass vom Genre her schwer einzuordnen ist. Kaufempfehlung!

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    • 5
  • Von Menschen und Elfen

    Das Leben der Elfen

    Petris

    Der erste Eindruck:Unauffällig, blass, farblos. Das war mein erster Eindruck als ich Barberys neuen Roman auf Lovelybooks entdeckte. Ein Cover, das ich fast übersehen hätte. Den Klappentext allerdings fand ich sehr interessant. Ich stellte mir jedoch schon hier die Frage, wem dieses Buch außer mir noch gefallen könnte. Elfen, ein typisches Fantasythema, von der Aufmachung her bestimmt keine Fantasy, sondern anspruchsvolle Literatur und wenn man Barbery kennt, sicher auch wieder etwas völlig Neues.Das Buch in Händen:Ein wunderschön aufgemachtes Buch wars dann, das ich auspacken durfte. In Realität wirkt auch das Cover viel mehr als auf dem Bild im Internet. Die Struktur des Papiers, die Darstellung des Hasen,… Da passt einfach alles. Die Vorfreude war groß.Die Geschichte:Maria und Clara, zwei Waisenkinder, abgelegt in einer Novembernacht. Die eine in einem französischen Dorf, aufgenommen von einfachen Bauern, die tief verwurzelt mit ihrem Land sind, die andere von einem Dorfpfarrer und seiner alten Haushälterin in den Abruzzen. Eng verbunden mit der Natur die eine, hochbegabt auf dem Klavier die andere. Das Elfenreich ist bedroht und damit auch die Menschheit. Die Mädchen sind der Schlüssel zur Rettung. Erzählweise:Barbery wählt eine sehr geheimnisvolle, wunderschön poetische Sprache. Wie die Welt der Elfen bleibt vieles im Nebel verborgen. Man muss Sätze oft mehrmals lesen, sich viel Zeit nehmen. Und manches einfach als Ahnung, als Klang, als Bild, als Nebelschwade hinnehmen. So schön die Sprache ist, so viele Weisheiten in dem Text stecken, manchmal ist das Nebelhafte, Unklare, Nichterklärte aber einfach etwas zu viel des Guten. Personen:Es tauchen unglaublich viele Personen auf. Menschen, Elfen, Halbelfen, Menschen mit Verbindung zur Elfenwelt,… Das macht das Lesen nicht unbedingt einfacher. Ein Personenregister, das sehr hilfreich ist, befindet sich am Ende. Doch leider gibt es am Anfang keinen Hinweis darauf. Zum Glück hat es jemand in der Leserunde relativ schnell entdeckt und die Information an uns weitergegeben! Es wäre vielleicht besser gewesen, das Verzeichnis am Anfang zu platzieren oder wenigstens einen deutlichen Hinweis.Meinung:Mir hat es sehr gut gefallen. Ich bin eingetaucht in die Sprache und habe die Stimmungen, die erzeugt wurden genossen und mit großer Freude gelesen. Allerdings kann ich gut verstehen, dass viele nicht zurechtkamen mit diesem sehr speziellen Buch. Als ehemalige Buchhändlerin überlege ich mir beim Lesen noch immer, an wen meiner Kunden ich das Buch verkauft hätte. Und ehrlich gesagt, sind mir nicht viele eingefallen, für die es passen würde, denn Leser/innen anspruchsvoller Romane haben meist keine Freude mit Fantasy-Elementen und für typische Fantasy-Leser ist es auch nicht das Richtige,… Da bleiben dann nur wenige, die sowohl anspruchsvolle Literatur, als auch immer wieder Fantasy lesen, Poesie mögen und viel Geduld haben. Und da gibt’s glaube ich nicht so viele. Résumé:Ein wunderschönes Buch, allerdings alles andere als massentauglich.

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    • 4
  • Ein Buch gleich traumhaften Sphären

    Das Leben der Elfen

    JayTi

    12. May 2016 um 13:43

    Maria lebt in einem Dorf im Burgund. Sie hat eine besondere Beziehung zur Natur sowie den Tieren und kann sich mit letzteren auffallend gut verständigen. Clara wächst im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen auf und spielt bezaubernd Klavier, ohne es je gelernt zu haben. Die Mädchen sind Findelkinder und wissen nichts voneinander. Schließlich sind es die Elfen, die das gegenseitige Kennenlernen fördern. Die außergewöhnlichen Fähigkeiten der beiden Kinder sollen die einst harmonische Verbindung der Menschen mit den Elfen wiederherstellen und Himmel und Erde wieder in Einklang bringen. Denn der bevorstehende Krieg gegen eine böse Macht droht dieses empfindliche Gleichgewicht zu zerstören. Der Roman ist ganz klar außergewöhnlich. Barbery schreibt sehr poetisch und bedient sich extrem vieler Metaphern, die erstmal verinnerlicht werden wollen. Der Inhalt des Buches ist schwer zu greifen – als würde man diesen durch einen Nebelschleier hindurch rezipieren. Verstärkt wird das Gefühl durch abstrakte, vage Beschreibungen der auftretenden Situationen und auffallend langem Satzbau. Es sind die vielen Charaktere, die sich später teils als unwichtig entpuppen, die das Durcheinander noch weiter steigern. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass es hinten im Buch immerhin ein Personenregister gibt. Die genannten Umstände erschweren es sehr, als Leser in dem Roman aufzugehen. Die Geschichte geht zum Teil über mein Vorstellungsvermögen hinaus und verhält sich im Kopf wie ein stets verblassender Traum. Der Roman bewegt sich nahezu in anderen Sphären, die nicht mit üblicher Fantasy vergleichbar sind. Vielmehr ähnelt die Geschichte einem Märchen oder einer Fabel, deren Interpretation auffallend vieldeutig sein kann und den Leser nicht ohne Rätsel entlässt. Der Roman passt damit partout in keine Schublade, was mir prinzipiell sehr zusagt. Der thematischen Schwerpunkt scheint das Gleichgewicht der Natur zu sein. Dies ist verbunden mit künstlerischen, kulturellen und religiösen Gegebenheiten, die sich durch tadellosen Optimismus und vollkommene Offenheit seitens der Menschen auszeichnen und so auf den Leser einwirken. Der Zusammenhalt untereinander und das tiefreichende Wohlwollen der Menschen sind unvergleichlich und selten zu finden im phantastischen Genre. Das hat mir gefallen! Muriel Barbery ist französische Philosophieprofessorin sowie Schriftstellerin, die sich nach ihren vorhergehenden großen Erfolgen, Die letzte Delikatesse und Die Eleganz des Igels zur Ruhe gesetzt hat sowie nach Japan gezogen ist. Ihr Mann Stéphane ist Psychologe. Diese Informationen helfen womöglich dabei, den anspruchsvollen Roman thematisch entsprechend einzuordnen. Ich habe das Buch mit dem Gefühl beendet, inhaltlich längst nicht alles verstanden bzw. interpretiert zu haben. Dieser Lektüre sollte man sich nur in vollkommener Ruhe, konzentriert und mit einer gelösten inneren Einstellung, widmen. Vielleicht werde ich eines Tages erneut zu dem Buch greifen in dem Bewusstsein, die nötige Ruhe dafür endlich mitzubringen. Zum Vergleich werde ich sicherlich irgendwann zu einem ihrer Vorgängerwerke greifen, die weniger schwierig sein sollen. Empfehlen kann ich das Werk denjenigen, die offen für anspruchsvolle Literatur sind und diese womöglich als Herausforderung betrachten. Nur in vollkommener Ruhe lässt sich die vage Schönheit der von Barbery erzeugten Welt, zwischen Erdung und Traum, verinnerlichen. Alle anderen, die einen bloßen Fantasy-Roman erwarten und auf schnelle Unterhaltung für Zwischendurch aus sind, werden schwer enttäuscht sein und das Buch womöglich nicht einmal beenden. www.wortbildwerke.wordpress.com

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  • Das Leben der Elfen - Poesie und die Liebe zur Natur

    Das Leben der Elfen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. May 2016 um 21:17

    "Nirgends steht geschrieben, dass Tee und Träume nicht über Kanonen siegen werden." (Muriel Barbery, Das Leben der Elfen, S. 296) Inhalt: Zwei junge Mädchen, die in verschiedenen Ländern aufwachsen: Maria, ein Findelkind, lebt in einem Dorf im Burgund, ist der Natur und den Tieren besonders verbunden, versteht deren Sprache. Clara, die als Waise im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen aufgenommen wurde, spielt, einem Wunder gleich, bezaubernd Klavier. Sie wissen nichts voneinander – bis Elfen es bewirken, dass sie einander kennenlernen. Dank ihrer besonderen Talente könnte es gelingen, die Verbindung der Menschen mit den Elfen und die einstige Harmonie zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Denn es droht Krieg und eine böse Macht rüstet sich. Bewertung: Die Inhaltszusammenfassung des Klappentextes liest sich recht eindeutig und klar. Das Buch widersetzt sich dem aber gekonnt. Ja, die beiden Mädchen an sich sind recht eindeutig, aber das Buch baut seine ganz eigene Welt auf. Nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. So entwickelt sich eine poetische, reich beschriebene Welt, die aber viele Details im Dunklen lässt. Die großen Zusammenhänge erklären sich nur sehr langsam, sehr hintergründig, oder auch gar nicht. Die Sprache ist wie schon gesagt sehr poetisch und bildreich. Dadurch lässt sich das Buch erst recht nicht in einem Zug lesen; es verlangt eine gewisse Geduld und Zeit, damit sich sowohl die Sprache als auch die Handlung entfalten und entwickeln können. Egal, wie poetisch das Buch ist, für mich stechen zwei Kernbotschaften doch sehr deutlich hervor. Zum einen, dass die Natur ein Wunder ist, das wir bewahren müssen, und zum anderen, dass Krieg nie gut endet, denn meist leiden die Unbeteiligten und Schwächsten am meisten darunter. Alles in allem ein wunderbar lesenswertes Buch für Poeten, Tagträumer und alle, die gerne eine fantastische Geschichte lesen, ohne alles genau wissen und verstehen zu müssen.

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  • "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery

    Das Leben der Elfen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. May 2016 um 08:46

    Autor: Muriel Barbery Titel: Das Leben der Elfen Gattung: Roman, Märchen, Poesie, Fantasy Erschienen: 2015 Gelesene Ausgabe: Dtv, 2016 ISBN: 978-3-423-28074-7 Gelesen auf: Deutsch (Französich) Gelesen im: April 2016 Zum Buch: Mich hat zu allererst das schlichte Cover in Verbindung mit dem doch sehr vielversprechenden Titel angesprochen. Bei dem Leben der Elfen erwartet man schließlich eher ein sehr kitschig illustriertes Kinderbuch als gähnende Leere auf weißem Grund - gut ein Hase und ein bisschen orange ist dabei, aber doch eher ein schlichtes Titelbild. Erst nach einer Weile stolperte ich über den Namen, von Barbery hatte ich schon gehört, die Eleganz des Igels jedoch nicht gelesen, also wurde es höchste Zeit. Das Buch handelt von zwei Waisenmädchen, Maria und Clara, von schlichten Dorfbewohnern und hohen Herren in Rom, von Übernatürlichem und dem Gewöhnlichen. Maria lebt in einem kleinen Dorf in Frankreich, adoptiert von einem Ehepaar, vier schrägen Tanten und der gesamten Dorfgemeinde. Sie ist der Natur sehr zugetan und spricht mit Tieren. Clara, aus einem kleinen italienischen Dorf, kommt durch ihre begnadete wie von Gott gegebene Fähigkeit im Klavierspiel nach Rom. Dort trifft sie auf nicht nur Menschliches und ein uralter Kampf zwischen Gut und Böse bricht erneut aus. Eine kaum fassbare Bedrohung greift nach den beiden Mädchen und Halbelfen, Elfen und Menschen müssen sich formieren um das Übel abzuwenden. Bei dem Buch bin ich leider extrem zwiegespalten. Einerseits gab es Momente in denen das Buch mich komplett in seinen Bann gezogen hat, die poetische Sprache, gerade bei den herrlichen Landschafts- und Essensbeschreibungen... Ein Traum! Andererseits (und hier kommt das aber), habe ich für meine Verhältnisse wirklich lange gebraucht, fand teilweise nicht richtig rein und es war eher ein Seiten-Runter-Lesen. Mir fehlte ein richtiger Zugang zu den Charakteren und ein Überblick um was es eigentlich genau geht. Für mich wirkt das Buch noch nicht abgeschlossen, eher wie ein klassischer Triologieauftakt (auch wenn ich dies stark anzweifel). Aber es ist noch so viel im Dunklen, ungeklärt. Dennoch muss ich sagen, dass die Sprache das Lesen des Buches wirklich zu einem Erlebnis macht, allerdings sollte man sich im klaren sein, dass es keine typische Fantasy ist, noch irgendein anderer Stereotyp. Es ist unheimlich eigen und war für mich leider nicht ganz das Richtige, kann für jemand anderen aber das Buch sein nachdem er schon lange gesucht hat. Reine Geschmacksache! Eine der Lieblingsstellen Zitat: Es war bitterkalt unter den Linden, doch man wärmte sich an einem unsichtbaren Feuer, das von den Wohltaten des Lebens auf dem Land, von den Flüssen, den Rosen und dem Zauber des Himmels genährt wurde."[1] Stil und Sprache: voller Poesie, viele sehr gelungene Landschaftsbeschreibungen, ganz eigener Stil, schwierig fürs Zwischendurch-Lesen Zitat: "Sie ging zum Flügel und spielte die russische Sonate, bei der sie ein Schwindel erfasste. Und die Anwesenden begriffen, dass dies die Art war, wie die Menschen leben und lieben sollten, in diesem Furor und in diesem Frieden, mit dieser Intensität und dieser Wut, in einer mit Erd- und Gewitterfarben bepinselten Welt, die sich bei der Morgendämmerung blau färbt und im Regenschauer verfinstert."[2] Schlüssigkeit der Handlung: leider war diese absolut nicht gegeben, erst ganz am Ende werden einige aber längst nicht alle Fragen beantwortet; geteilt in zwei primäre Handlungsstränge die zueinander finden Das hat mir gefallen: Die ungewöhnliche und Genre A-typische sehr charmante Darstellung der Elfen. Und natürlich die wunderbare, poetische Sprache. Das hat mir nicht gefallen: Ich hatte leider Schwierigkeiten die Personen auseinanderzuhalten (und das trotz eines Personenregisters am Ende des Buches). Auch die Fragen: "Wer ist Elfe?" "Wer ist Mensch?" "Und worum zur Hölle geht es eigentlich?" waren stets und sind immer noch präsent und nur teilweise geklärt. In One Sentence: Märchenhafte Poesie für viele müßige Lesestunden mit höchster Konzentration Sterne: 3,5 [1] S.180 [2] S.61

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  • Sehr ungewöhnliches Buch mit nicht ganz greifbarer Handlung

    Das Leben der Elfen

    anushka

    04. May 2016 um 23:26

    Zwei kleine Mädchen werden geboren und wachsen ohne ihre leiblichen Eltern auf. Maria wird in Frankreich von Bauern aufgenommen, Clara lebt im Haushalt eines Pfarrers in Italien. Maria hat eine enge Bindung zur Natur und den Tieren. Clara spielt plötzlich, als ein solches Instrument in ihrem Leben auftaucht, virtuos Klavier. Beide haben besondere Talente und können die Grenze zwischen Menschen und Elfen aufheben. Währenddessen lichten sich die Nebel im Reich der Elfen und es gibt Zwistigkeiten, die zum Krieg führen; in dessen Zentrum: Maria und Clara.Es fällt schwer, dieses Buch zusammenzufassen, da es nicht vordergründig von der Handlung lebt, sondern von den zauberhaften Natur- und Musikbeschreibungen, von den ätherischen Elfen, die überhaupt nicht greifbar sind und oft nur in der Gestalt von Tieren in Erscheinung treten, und dem unglaublich poetischen Schreibstil. Zwischenzeitlich kann es durchaus passieren, dass man sich in der Sprache verliert und damit auch den Bezug zur Handlung. Insgesamt bleibt die Handlung oft wenig konkret und handfest und lässt sehr viel Raum für Interpretation.Genretechnisch ist das Buch schwer einzuordnen. Auch wenn es um Elfen und Übernatürliches geht und das Buch mitunter sehr mystisch ist, ist es kein Fantasybuch im herkömmlichen Sinn. Vielmehr scheint alles metaphorisch zu verstehen zu sein. Wer also mit der Erwartung eines klassischen Fantasyromans an das Buch herangeht, dürfte schwer enttäuscht werden.Ich habe bei diesem Buch bis zuletzt gehofft, dass Andeutungen aufgelöst und schlussendlich konkrete Antworten geliefert werden. Leider blieb jedoch vieles genauso unkonkret und schwammig, wie die gesamte Zeit über. Hilfreich und auch nötig ist das Personenverzeichnis am Ende des Buches. Es wäre vielleicht sogar am Anfang passender, da man das Verzeichnis am Ende erst recht spät entdeckt. Die Handlung springt so oft und sprunghaft zwischen den beiden Mädchen und den Geschichten der Nebenfiguren hin und her, dass es schon nach Kurzem schwer ist, die Figuren auseinanderzuhalten und zuzuordnen.Ich habe lange kein so ungewöhnliches Buch mehr gelesen. Sprachlich war es sehr beeindruckend und berührend. Ich habe zwar wesentlich langsamer lesen müssen als sonst, dafür hatte ich jedoch das Gefühl, eine literarische Kostbarkeit in der Hand zu halten. Auch wenn die Geschichte insgesamt sehr ätherisch ist und viele Parallelen zum Glauben ziehen lässt, ist sie in meinen Augen nie esoterisch. Kleine Abzüge gebe ich für die oft sehr vage Handlung.

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  • Schwieriges Buch

    Das Leben der Elfen

    Buchina

    03. May 2016 um 18:25

    Dieser ist mein erster Roman von Muriel Barbery, weshalb ich relativ erwartungsfrei an den Roman heranging. Schon nach den ersten Seiten war ich von der poetischen Sprache der Autorin verzaubert. Der Anfang des Romans klingt für mich wie ein Märchen, vor allem was Sprache, aber auch Handlung betrifft. Zwei kleine Mädchen wachsen als Findelkinder in zwei einsamen Dörfern auf. Clara in Italien, Maria in Frankreich. Ihre Herkunft ist unbekannt und beide zeigen seit frühester Kindheit besondere Fähigkeiten. Clara kann wundervoll Klavier spielen und Maria hat eine besondere Beziehung zur Natur. Die Harmonie des einfachen Lebens der Mädchen wird durch eine nicht genannte Bedrohung gestört. Während ich zu Beginn ganz verzaubert war, störte mich mit der Zeit immer mehr die blumige Sprache. Die Handlung ging kaum voran, immer wieder gab es Abschweifungen und genaue Beschreibungen jedes Nebencharakters. Trotz der Ausführlichkeit der Beschreibungen fand ich keinen Zugang zu den beiden Mädchen. Ihre Denk- und Handlungsweise war mir einfach zu fremd. Ab der Mitte des Romans musste ich mich richtig zwingen weiterzulesen, denn genau wie bei der Autorin schweiften meine Gedanken immer wieder ab. Für mich gab es kaum einen Spannungsbogen. Hätte ich nicht an einer Leserunde mit diesem Buch teilgenommen, hätte ich das Buch abgebrochen. Zwei Sterne vergebe ich aber trotzdem, weil mich einfach die Sprache des Buches fasziniert hat. Aber ich weiß jetzt nicht, ob ich mich an ein anderes Buch der Autorin ran wagen möchte.

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  • Eine ruhige und liebevolle Geschichte

    Das Leben der Elfen

    NoHansen

    28. April 2016 um 22:03

    In „Das Leben der Elfen“ von Muriel Barbery geht es vordergründlich um die beiden Waisen Clara und Maria. Maria lebt in Frankreich in einem kleinen Dorf. Sie scheint auf außergewöhnliche Weise die Natur positiv zu beeinflussen, doch zugeben will es zunächst keiner der doch sehr gläubigen Anwohner. Doch vor allem die älteren Frauen aus dem Dorf kümmern sich um das besondere Mädchen. Clara hingegen wohnt in Italien, doch schon bald kommt ein Verwandter ihres Ziehvaters und bringt ein Klavier mit. Clara setzt sich das erste mal an das Instrument und spielt direkt ein Stück vom Blatt ab. Ihr Talent bleibt natürlich nicht unbemerkt und bald darauf wird sie von einem Maestro nach Rom eingeladen. Wie und ob sich Clara und Maria begegnen werden und wer genau denn nun die Elfen sind, müsst ihr natürlich selbst lesen. Eines noch kurz vorweg: Das Cover mit Waldschein und Hase erklärt sich relativ schnell, doch den Titel finde ich nicht ganz zutreffend, da man eher weniger über das Leben der Elfen erfährt und alles noch immer etwas nebelig für mich ist. Was mir beim Lesen schnell aufgefallen ist, die Autorin hat einen sehr schönen, zarten und detaillierten Schreibstil. Sie schafft es sehr gut, Landschaften, Gefühle oder Gedanken zu beschreiben und sie schön zu verpacken. Zwei Beispiele, die mir besonders gut gefallen haben : "Wisst ihr, was ein Traum ist ? Er ist keine von unserer Sehnsucht hervorgebrachte Schimäre, sondern ein anderer Weg, über den wir die Substanz der Welt in uns aufnehmen und zu einer Wahrheit gelangen, wie sie der Nebel offenbart, indem er das Sichtbare verbirgt und das Unsichtbare enthüllt." ( auf Seite 127 zu finden) "Ohne Erde ist die Seele leer, ohne Erzählungen ist die Erde stumm. Du musst erzählen,während du spielst ." ( auf Seite 104 zu finden) Allerdings sollte man sich für dieses Buch auch bewusst Zeit nehmen und es nicht nebenbei im Zug o.ä. lesen, um all die schönen Umschreibungen auch wirklich wahrzunehmen. Ein Problem, dass sich für mich beim Lesen jedoch herausgestellt hat, ist, dass durch eben jene Beschreibungen und Formulierungen die Spannung etwas auf der Strecke blieb. Ich hatte oft das Gefühl auf der Stelle zu treten und nicht voran zu kommen. Daher ist die Geschichte leider an manchen Stellen recht zäh voran gegangen, obwohl man schon viele Seiten gelesen hatte. Auch musste ich die ein oder andere Stelle mehrmals lesen, um sie wirklich zu verstehen. Das kann durchaus ein sehr schönes Leseerlebnis darstellen, doch für mich als „Schnellleser“ waren es eher störende Unterbrechungen. Jedoch bin ich auch nicht an solche ruhigen Bücher gewöhnt und habe noch keinerlei Übung im Umgang mit ihnen. Aufgelockert wurde das Ganze wieder durch den ironischen Ton, der immer mal wieder erklingt. Ich habe ein ums andere mal schmunzeln müssen, besonders an der Stelle, an der Angèle völlig durch den Wind Maria hinterher läuft und nicht ganz fassen kann, was gerade passiert (Ich möchte jetzt an dieser Stelle nichts Inhaltliches vorwegnehmen). Angèle lässt mich direkt noch auf einen anderen Punkt kommen : Personen und Namen. Ich habe leider während der gesamten Lektüre große Schwierigkeiten damit, mir Namen und Personen zu merken und den Überblick zu behalten. Ich hatte das Gefühl ständig neue Menschen kennenzulernen und bedingt durch den Wechsel der Sicht von Clara auf Maria und zurück, konnte ich mir leider nur sehr wenige Personen behalten. Im Anhang befindet sich zwar ein Personenregister, doch selbst dort sind nicht alle aufgeführt und beispielsweise Angèle findet sich dort nicht. Auch bin ich ein wenig von der Namenswahl irritiert, da für mich „Maria“ eher ein italienischer Name ist und „Clara“ eher zum Französischen passt. Im Buch ist die Wahl jedoch genau umgekehrt getroffen worden. Doch das nur als kleine Randnotiz. Gut gefallen haben mir auch die Elfen, auch wenn so einige Fragen zu ihnen offen geblieben sind. Die Elfen, die wir im Laufe der Handlung kennenlernen, hätte ich so nicht erwartet. Ihr Erscheinen und ihre Art ist für mich nicht, wie ich mir Elfen normalerweise vorgestellt habe und das war ein sehr interessanter Aspekt. Allerdings ist für mich besonders auf das Leben der Elfen bezogen, Einiges im Unklaren geblieben. Irgendwie habe ich hier nur eine schwammige Vorstellung bekommen und noch kein richtiges Bild von ihnen. Aber nicht nur darauf bezogen sind Fragen offen geblieben. Die Handlung ging immer wieder sehr zäh voran und als es endlich richtig spannend wurde und viel auf einmal passiert ist, war das Buch irgendwie schon zu Ende ( Insgesamt hat es knapp 300 Seiten) . Zurück bleibt eine Menge Raum für Fantasie und eigene Interpretationen. Doch für mich hat es sich leider so angefühlt, als würde die Handlung jetzt erst richtig losgehen und die ersten ~ 200 Seiten hätten eher als Einleitung fungiert. Insgesamt ist dieses Buch sehr ruhig, doch erzeugt es wirklich schöne und imposante Bilder und die Autorin weiß mit Worten umzugehen. Ich würde empfehlen, sich in Ruhe damit auseinanderzusetzen, wenn man Lust auf viele Eindrücke von Natur und Leben hat. Für mich war es jedoch etwas zu ruhig und ich hätte mir ein längeres Ende mit mehr Aufklärung gewünscht. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen. (Diese Rezension befindet sich genau so auch auf meinem Blog)

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  • Leider hat mich das Buch sehr verwirrt und ratlos zurückgelassen - überzeugt hat es mich nicht...

    Das Leben der Elfen

    jasbr

    27. April 2016 um 20:39

    Der Titel und das wunderschöne Cover haben mich sofort angesprochen - allein deswegen wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und am Anfang war ich auch hin und weg.Denn die Autorin versteht es wunderbar, die Natur zu beschreiben und so wirklich einzigartige Kulissen für ihre Handlungen zu schaffen, in die man als Leser versinken kann. Ich fand es herrlich, komplett in die Geschichte abzutauchen und mir die Landschaften bildlich vorzustellen.Aber leider erfordert der Schreibstil, den ich als eher klassisch bezeichnen würde, eine sehr hohe Konzentration beim Lesen. Mal eben zwischendrin im Bus ein paar Seiten zu schmökern ging gar nicht. Ich musste mich sehr konzentrieren, um bei der komplexen Handlung nicht den Anschluss zu verlieren - was leider häufiger passiert ist. Ich habe gelesen und mich nach 10 Minuten gefragt, was ich überhaupt gelesen habe.Was mir wie gesagt am Anfang sehr gut gefallen hat, wurde mit der Zeit richtig anstrengend. Vor allem als immer mehr Personen und Handlungsorte ins Spiel kamen, war die Verwirrung manchmal groß. Es gibt einen Personenregister am Ende des Buches, den ich zum Glück entdeckt habe. Das ist auf jeden Fall beim Lesen eine große Hilfe. Im Buch passieren die Handlungen auf vielen verschiedenen Ebenen. Es gibt Rückblendungen oder Handlungen die parallel laufen. Hier kam ich auch das ein oder andere Mal ins Grübeln, was denn wann stattgefunden hat. Deutlich wird das im Buch leider nicht immer. Grundsätzlich habe ich natürlich schon der Handlung folgen können und auch verstanden, um was und wen es geht. Nur war nicht immer alles für mich rund. Hier hätte ich mir weitere Erklärungen oder fließendere Übergänge gewünscht.Das betrifft vor allem die Mädchen, die die Hauptpersonen sind. Während anfangs das Leben der beiden ausführlich beschrieben wird, rücken sie für mein Gefühl gegen Ende des Buches zu sehr in den Hintergrund. Dabei sind die beiden so herzallerliebst!Die Sprache des Buches ist wie gesagt eher klassisch, sehr komplex, sehr blumig und beschreibend. Wer gerne etwas in diese Richtung liest, für den ist das Buch sicher das richtige. Auch wer gerne in Richtung Fantasy geht, die aber nicht extrem ist, ist hier richtig bedient. Außerdem gibt es ein paar nette historische Einschübe, obwohl das Buch historisch nicht genau verortet ist. Elemente davon sind aber auf jeden Fall vorhanden.Insgesamt hat es dann einfach leider nicht für mich gepasst. Deswegen kann ich dem Buch nur 2 Sterne geben.

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  • Das Leben der Elfen

    Das Leben der Elfen

    SABO

    24. April 2016 um 21:13

    Muriel Barbery - Das Leben der Elfen - DTVWie Waisen werden Maria und Clara in zwei verschiedenen Dörfern ausgesetzt. Die kleine Maria kann noch nicht sprechen, aber als sie lächelt, öffnet sich eine Tür zum Universum. Ein Lächeln, das man mit offenen Armen willkommen heisst, so selbstverständlich, als hätte es nie ein anderes Heim für Maria, als die Dorfgemeinschaft gegeben. Das kleine französische Bergdorf liebt die kleine Maria, für ihre Besonderheit, nichts zu wollen und alles zu geben. Wenn sie durch Felder und Wiesen vagabundiert, flirrt die Luft und die Vögel singen ein Lied für sie, Wildtiere suchen ihre Nähe. Sogar, der Natur gefällt es, die Jahreszeiten optimal auszunutzen und wandelt die einst karge Erde in ein ertragreiches Land.Auch in den Abruzzen erheitert ein Findelkind mit seiner bloßen Anwesenheit, die Bergbewohner. Als der Pfarrer eines Tages ein Klavier erbt, schlägt Clara die Tasten an, als hätte sie nie etwas anderes in ihrem kleinen Leben getan, kann jede noch so schwere Partitur spielen, ein Zauber liegt auf jeder Note..Die Schönheit der Natur und der Liebe, sind unbestreitbar. Man kann darin schwelgen, es liest sich, wie ein fremder Traum.Die Autorin verliert sich fast in ihren Beschreibungen, die das Leben so in sich birgt und holt alles ans Tageslicht. Manchmal ist es so unberührbar geschrieben, das nichts mehr dazwischen passt, die Buchstaben schwimmen in Magie. Absinthschwangere Poesie, manche Sätze flattern wie die langen Fäden im Altweibersommer, durchsichtig und jederzeit an einem anderen Ort.  Eine Melodie für die Netzhaut.Die Handlung erscheint nebensächlich, wie der Wiese Morgentau, auf dem die Sonne tanzt..Kein Buch für den Nachmittagstee, zeitlose Poesie für Elfen und Profis!

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  • Der Hase in dir

    Das Leben der Elfen

    Marapaya

    24. April 2016 um 19:27

    Seit der Peter Jackson Verfilmung vom Herrn der Ringe sehe ich bei dem Wort Elfen immer sofort Legolas vor mir. Das ist ein bisschen lästig, vor allem wenn man Bücher liest, die nicht der Herr der Ringe sind. Daher danke ich an dieser Stelle dem dtv-Verlag vorab für die schlichte Cover-Gestaltung zu Muriel Barberys Roman. Der einsame Hase konnte meinen Kopf austricksen – kein Legolas, keine spitzen Ohren, keine Erwartungen an einen epischen Fantasyweltenkrieg. Stattdessen überraschte mich der Text mit seiner Poesie, seinen Naturbetrachtungen und sein wie-aus-der-Zeit-gefallen-sein. Die Handlung wäre leicht erzählt und erinnerte mich im Ton stark an die Kunstmärchen aus dem 19. Jahrhundert. Gleich einem Märchen ist der thematisierte Kampf zwischen Gut und Böse. Und sehr biblisch die Lichtgestalt Maria, die zusammen mit Clara, dem anderen auserwählten Mädchen, dazu bestimmt scheint, sich dem Bösen entgegen zu stellen. Muriel Barbery will sich in keine Schublade stecken lassen. Genre scheinen sie nicht so sehr zu interessieren. Als Leser tut man gut daran, dem Text sehr offen zu begegnen, etwaige Erwartungen an die Geschichte, die Figuren, die Handlung erfüllt sie nicht. Ihr zuweilen sphärischer Erzählton, die geheimnisvoll-verwinkelten Formulierungen und die unklare zeitliche Einordnung des Geschehens sind sicher nicht jedermanns Sache. Das Leben der Elfen liest sich nicht so ohne weiteres für zwischendurch. Zu schnell verwickelt sich der Faden, während man mit dem halben Ohr auf dem Weg zur Arbeit Handygespräche der Mitreisenden aufschnappt. Die Poesie verliert sich, wenn sie nicht die gesamte Aufmerksamkeit bekommt. Barbery schenkt dem aufmerksamen Leser hingegen tolle Bilder, die sich weit über die Lektüre hinaus tragen. Es sind Idealbilder, Poesien von Natur, Musik, Menschen und Gemeinschaft und irgendwie auch von der Vorstellung von Elfen. Aufrechte, einfache Menschen. Elfen zwischen Gut und Böse, Mensch und Fabelwesen, Natur und Tier. Meine Rezension vermag nur einen einfachen ersten Leseeindruck wiedergeben. Eine Interpretation traue ich mir nicht zu, ich bin beschäftigt damit, nachzufühlen, was mir Barbery mit dem Leben der Elfen auf den Weg geben will und kann mich derzeit für keine Theorie entscheiden. Lieber hänge ich noch ein Weile den Bildern in meinem Kopf nach und werde dann ein zweites Mal zu dem Buch greifen. Mal sehen, was sich dann neues im Text entdecken lässt.

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