Das Leben der Elfen

von Muriel Barbery 
3,3 Sterne bei36 Bewertungen
Das Leben der Elfen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (14):
Eoris avatar

Wundervoll ❤ Die Autorin schafft es, den Moment zu entschleunigen und einen die Dinge bewusster wahrnehmen zu lassen!

Kritisch (10):
F

Wirklich nicht Meins...

Alle 36 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Leben der Elfen"

Über die Schönheit der Welt – und ihre Bedrohung

Zwei junge Mädchen, die in verschiedenen Ländern aufwachsen: Maria, ein Findelkind, lebt in einem Dorf im Burgund, ist der Natur und den Tieren besonders verbunden, versteht deren Sprache. Clara, die als Waise im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen aufgenommen wurde, spielt, einem Wunder gleich, bezaubernd Klavier. Sie wissen nichts voneinander – bis Elfen es bewirken, dass sie einander kennenlernen. Dank ihrer besonderen Talente könnte es gelingen, die Verbindung der Menschen mit den Elfen und die einstige Harmonie zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Denn es droht Krieg und eine böse Macht rüstet sich.
Ein einzigartiger und überraschender Roman, eine Parabel auf die Schönheit der Natur und Kunst, ein Appell, um das zu kämpfen, was den Menschen ausmacht: die Liebe und die Poesie.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423280747
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:18.03.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 18.03.2016 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    F
    Frunehvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wirklich nicht Meins...
    Wirr und Undurchsichtig

    Zwei Mädchen unbekannter Herkunft, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, jedoch beide “über außergewöhnliche Talente [verfügen]” (Rückseite) sind die “Protagonisten” dieses Buches.

    Protagonisten in Anführungszeichen, weil wohl fast jeder, der in diesem Buch vorkommt, als Protagonist bezeichneit werden kann, soviel Aufmerksamkeit wird ihnen geschenkt. 
    Grundsätzlich in einem poetischen Schreibstil gehalten - der teilweise fast gekünzelt scheint - ist dieser Roman sehr schwer zu lesen und erfordert äußerste Konzentration - weshalb ich nach der 80. Seite erst einmal eine monatelange Lesepause einschob, um mich dann weiter zu “quälen”. 
    Es wurde nicht besser.
    Ich konnte keine Bindung zu irgendeinem Charakter aufbauen und habe auch keine wirkliche Spannung beim Lesen erfahren dürfen. 

    Cover und Titel haben mir Hoffnung gemacht, die der Inhalt nicht erfüllen konnte.

    Fazit: Zwar teilweise schöne Naturbilder hervorrufend, hat der Roman sonst nur zu Langeweile und Überforderung führen können. Zu viele Details, zu viele Personen, zu wenig Handlung.

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    Marie1971s avatar
    Marie1971vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: mystisch, komisch
    Mystisch

    An zwei verschiedenen Orten werden am selben Tag zwei Mädchen geboren, die das Schicksalsbuch der Elfen und Menschen neu schreiben werden. Zuallererst durch " Die Eleganz des Igels", einem überaus wunderbaren und rhetorisch sehr starkem Buch hat die Autorin mich dermassen überzeugt, dass es fast kein "topen" geben konnte. Und leider ist dem auch so. "Das Leben der Elfen" konnte sich mir nicht erschliessen. Der Schreibstil, wie immer wunderbar passend, hat demzufolge meine Bewertung milder ausfallen lassen. Die Buchthematik ist nicht jedermans Sache und vielleicht liegt darin der Kern des Übels. Man muss wohl in die Welt der Elfen einsteigen können um Barbery in dieser Erzählung zu folgen. Die Charakterenanzahl hat die Verständlichkeit nicht erleichtert. Zu viel des Guten um es milde auszudrücken. Auch wenn der Spannungsaufbau auch etwas durch die konfuse Hintergrundgeschichte geschädigt ist, hat es daran nicht unbedingt gefehlt. Für Leser die sich in der Welt der Elfen wohlfühlen.

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    savannas avatar
    savannavor 2 Jahren
    Auch hier der Kampf Gut gegen Böse

    Elfengleiche Wesen – unter dieser Bezeichnung stellen sich wohl die meisten Leser zarte Gestalten vor, wie sie in Fantasy Romanen ihre Rollen haben. In 'Das Leben der Elfen' der französischen Schriftstellerin Muriel Barbery jedoch werden die Elfen – ohne zuviel verraten zu wollen – etwas anders charakterisiert.


    Der Leser erfährt von den beiden Findelkindern Maria und Clara, die in einem Europa unbestimmter Zeit aufwachsen. Während Maria auf einem Bauernhof im ländlichen Frankreich lebt, wird Clara in einem italienischen Bergdorf aufgenommen. Beide Mädchen verfügen jeweils über eine Gabe, die das Reich der Elfen vor einer Bedrohung bewahren kann. Diesen Kindern fällt somit eine zentrale Rolle im Kampf gegen das Böse zu.


    Die titelgebenden Elfen haben mich verlockt dieses Buch zu lesen, da ich mystische Elemente besonders mag. Meine persönliche Erwartungshaltung hat jedoch dazu geführt, dass ich dieses Buch nur zögerlich zu Ende gelesen habe. Im ersten Drittel des Buches etwa hat mich der wirklich anrührende Schreibstil noch gefesselt. Auch Ereignisse speziell im Leben von Maria haben mich zu Anfang wirklich begeistert. Diese Euphorie zu Lesebeginn hat sich jedoch leider, leider verflüchtigt, je mehr Personen und Schauplätze mit aufgenommen wurden. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes schlichtweg den Faden verloren.


    Da die Personen und Schauplätze mit jedem Kapitel wechseln, verlangt dieses Buch viel Aufmerksamkeit vom Leser. Dieser Anspruch wird noch gesteigert durch eine auffallend hohe Anzahl von Personen. Auch die poetische Sprache, die zweifelsohne ein besonderes Merkmal dieses Romans ist, verlangt dem Leser einiges ab. 'Das Leben der Elfen' kann am besten genossen und wahrscheinlich am besten verstanden werden, wenn sich der Leser Ruhe, Zeit und Konzentration gönnt. Meiner Ansicht nach eher kein Buch für den Pendler im ÖPNV, der nur kurze Passagen in grosser Umgebungslautstärke lesen kann.


    Interessanterweise kenne ich Barberys Vorzeigeroman 'Die Eleganz des Igels', der gänzlich anders gestrickt ist. Thematisch wie auch sprachlich haben diese beiden Bücher der Autorin für mich so gar keine Schnittmenge, auch wenn sich die meisten Leser für die Neuerscheinung sicherlich vor allem wegen der Begeisterung 'des Igels' interessieren.


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    Antonellas avatar
    Antonellavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Anstrengend, klug, wunderschön formuliert, verwirrend. Keine Lektüre für zwischendurch und reine Geschmackssache.
    Ein besonderes Buch, das einen zweiten Versuch verdient

    Maria ist ein Findelkind und wächst trotzdem geliebt in einem Dorf im Burgund auf. Die meiste Zeit verbringt sie alleine in der Natur. Die gleichaltrige Clara ist Waise und lebt in einem emotional eher unterkühlten Umfeld bei einem Pfarrer und dessen Haushälterin in den Abruzzen. Als Clara sich zum ersten Mal an ein Klavier setzt, zeigt sich ihr ungewöhnliches Talent. Ohne jemals Unterricht gehabt zu haben, kann sie komplizierte Melodien nachspielen. Da sie in dem Dorf nicht gefördert werden kann, zieht sie nach Rom und bekommt dort Klavierunterricht.

    Obwohl die beiden Mädchen und ihre Lebensumstände nicht unterschiedlicher sein könnten, besteht doch eine enge Verbindung zwischen ihnen, die im Laufe der Geschichte offenbart wird und eng an Claras immer besser werdendes Klavierspiel gekoppelt ist.

    „Das Leben der Elfen“  ist der dritte Roman von Muriel Barbery  nach „Die letzte Delikatesse“ und „Die Eleganz des Igels“. Im Gegensatz zu den Vorgängern, in denen ein Pariser Wohnhaus, deren Bewohner und die Concierge im Mittelpunkt stehen, ist die Handlung dieses Buches viel schwerer zu fassen. Es geht natürlich auch um die beiden Mädchen, um das Dorf und seine Bewohner, vordergründig um den Klavierunterricht und die Szenerie in Rom, in der Clara lebt und lernt. Aber es geht auch um Übersinnliches, Elfen, die Natur  und vor allem ganz viel Poesie.

    Denn die Sprache, in der dieser Roman erzählt wird, ist unglaublich poetisch. Das ist wunderschön zu lesen, aber auch sehr anstrengend. Es erfordert wirklich höchste Konzentration, die Sätze und Inhalte bis zum Ende zu verfolgen und zu verstehen. In entspannter Atmosphäre und der Bereitschaft, sich auf dieses ganz besondere Buch einzulassen, kann  „Das Leben der Elfen“ ein Hochgenuss sein. Es ist geradezu gespickt mit klugen Sätzen, die sich zu merken lohnen:

    "Man vergibt zwar leichter, wenn man versteht, aber wenn man nicht versteht, vergibt man, um nicht zu leiden. Du wirst jeden Morgen vergeben, ohne zu verstehen, und du wirst am nächsten Morgen von vorne beginnen müssen, aber du wirst endlich ohne Hass leben können." S. 166 f.

    Und obwohl ich dieses Zitat wirklich mag, hätte ich es ohne die Teilnahme an der Leserunde, in der ich das Buch gelesen habe, vermutlich nie gelesen. Denn ich habe mich über weite Strecken durch das Buch quälen müssen, hätte es zugegebenermaßen auch spätestens nach der Hälfte abgebrochen.

    Wenn ich das Gefühl hatte, in dem Buch angekommen zu sein, habe ich den Kontakt wieder verloren. Unglaublich schöne Passagen, in denen ich jeden zweiten Satz zweimal gelesen habe, weil ich ihn so schön fand, wechselten mit Abschnitten, die ich mehrmals lesen musste, weil ich nichts mit ihnen anfangen konnte.

    Selten habe ich mich mit einem Buch und noch nie mit einer Rezension so schwer getan. Beim Schreiben habe ich eben wahllos eine  Seite aufgeschlagen, einige Sätze gelesen und spontan beschlossen, das Buch im Urlaub nochmals zu lesen. Denn es braucht Muße, um verstanden und genossen zu werden. Aber ich glaube, es könnte sich lohnen.

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    Minjes avatar
    Minjevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: wunderschön, speziell, liebevoll geschildert
    Das Leben der Elfen

    "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery erschien 2016 im dtv Verlag. Das Original erschien 2015 auf französisch.

    Inhalt
    Maria aus Burgund (10 J.) und Clara aus den Abruzzen (Italien)- zwei junge Mädchen, die durch das Schicksal miteinander verbunden sind. Im Laufe des Romans werden sie bekannt gemacht mit Elfen. Was steckt dahinter?

    Meinung
    Wahnsinn! Dieses Buch war eine Wohltat, es hat so gutgetan, es zu lesen!

    Es ist unterteilt in drei Teile.
    Der erste Teil besticht durch tolle Personenbeschreibungen. Man erhält einen lebendigen Eindruck von den beiden Kindern, kann sie sich sofort vorstellen. Durch unsichtbare Wesen und durch bewusstes Vorenthalten von Informationen wird Spannung erzeugt. Später wird die Spannung wieder aufgegriffen. Es werden zweimal Vergleiche benutzt z.B. schreibt die Autorin, Maria sei "unberechenbarer wie ein Wichtel" (S.14).

    Im zweiten Teil finden wir tolle Landschaftsbeschreibungen.  "Die Landschaft funkelte (...) Der Rauhreif knisterte (...) glitzerte die Decke (...) wie ein Lichtermeer"(S. 42) Einfach nur schön! Barbery benutzt viele Verben, die den Text lebendig wirken lassen, obwohl es "nur" eine Landschaftsbeschreibung ist.
    Barbery benutzt viele Stilmittel wie Personifikation, Exclamatio, Hyperbel, Metapher. Außerdem tauchen fünf Vergleiche in diesem Teil auf, die zum größtenteil wunderschön sind.
    Die Geschichte entwickelt sich, es tauchen mehr Personen auf, unter anderem eine geheimnisvolle Teresa. Und wir fragen uns : "Wer ist sie?" Doch es dauert, bis dieses Geheimnis gelüftet wird.
    Währenddessen wird bei Maria der außergewöhnliche Bereich stärker, phantastische Dinge passieren.

    Auch der dritte Teil ist inhaltlich sowie stilistisch ein Leckerbissen. Viel mehr verrate ich hier nicht.

    Na, eins verrat ich noch: Das Buch endet mit einem offenen Ende. In vielen Büchern stört mich das total, gerade in Thrillern/ Krimis. Doch in diesem Buch ist das offene Ende gut geworden, es macht mir nichts aus.

    Insgesamt gesehen ist dieses Werk nicht einfach so in Umgangssprache hingeschrieben, sondern es enthält eine Menge Arbeit. Ein gut durchdachtes Buch, ein literarischer Leckerbissen.

    Fazit
    Ein liebevoll geschriebenes Buch, dass vom Genre her schwer einzuordnen ist. Kaufempfehlung!

    Kommentare: 4
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    JayTis avatar
    JayTivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Inhaltlich und sprachlich ungewöhnlich, schwer zu fassen. Es steckt voller Botschaften, die sich nur in aller Ruhe entfalten.
    Ein Buch gleich traumhaften Sphären

    Maria lebt in einem Dorf im Burgund. Sie hat eine besondere Beziehung
    zur Natur sowie den Tieren und kann sich mit letzteren auffallend gut
    verständigen. Clara wächst im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen
    auf und spielt bezaubernd Klavier, ohne es je gelernt zu haben. Die
    Mädchen sind Findelkinder und wissen nichts voneinander. Schließlich
    sind es die Elfen, die das gegenseitige Kennenlernen fördern. Die
    außergewöhnlichen Fähigkeiten der beiden Kinder sollen die einst
    harmonische Verbindung der Menschen mit den Elfen wiederherstellen und
    Himmel und Erde wieder in Einklang bringen. Denn der bevorstehende Krieg
    gegen eine böse Macht droht dieses empfindliche Gleichgewicht zu
    zerstören.


    Der Roman ist ganz klar außergewöhnlich. Barbery schreibt sehr
    poetisch und bedient sich extrem vieler Metaphern, die erstmal
    verinnerlicht werden wollen. Der Inhalt des Buches ist schwer zu greifen
    – als würde man diesen durch einen Nebelschleier hindurch rezipieren. Verstärkt
    wird das Gefühl durch abstrakte, vage Beschreibungen der auftretenden
    Situationen und auffallend langem Satzbau. Es sind die vielen
    Charaktere, die sich später teils als unwichtig entpuppen, die das
    Durcheinander noch weiter steigern. An dieser Stelle ist zu erwähnen,
    dass es hinten im Buch immerhin ein Personenregister gibt.


    Die genannten Umstände erschweren es sehr, als Leser in dem Roman
    aufzugehen. Die Geschichte geht zum Teil über mein Vorstellungsvermögen
    hinaus und verhält sich im Kopf wie ein stets verblassender Traum. Der
    Roman bewegt sich nahezu in anderen Sphären, die nicht mit üblicher
    Fantasy vergleichbar sind. Vielmehr ähnelt die Geschichte einem Märchen
    oder einer Fabel, deren Interpretation auffallend vieldeutig sein kann
    und den Leser nicht ohne Rätsel entlässt. Der Roman passt damit partout
    in keine Schublade, was mir prinzipiell sehr zusagt.


    Der thematischen Schwerpunkt scheint das Gleichgewicht der Natur zu
    sein. Dies ist verbunden mit künstlerischen, kulturellen und religiösen
    Gegebenheiten, die sich durch tadellosen Optimismus und vollkommene
    Offenheit seitens der Menschen auszeichnen und so auf den Leser
    einwirken. Der Zusammenhalt untereinander und das tiefreichende
    Wohlwollen der Menschen sind unvergleichlich und selten zu finden im
    phantastischen Genre. Das hat mir gefallen!


    Muriel Barbery ist französische Philosophieprofessorin sowie
    Schriftstellerin, die sich nach ihren vorhergehenden großen Erfolgen, Die letzte Delikatesse und Die Eleganz des Igels
    zur Ruhe gesetzt hat sowie nach Japan gezogen ist. Ihr Mann Stéphane
    ist Psychologe. Diese Informationen helfen womöglich dabei, den
    anspruchsvollen Roman thematisch entsprechend einzuordnen.


    Ich habe das Buch mit dem Gefühl beendet, inhaltlich längst nicht
    alles verstanden bzw. interpretiert zu haben. Dieser Lektüre sollte man
    sich nur in vollkommener Ruhe, konzentriert und mit einer gelösten
    inneren Einstellung, widmen. Vielleicht werde ich eines Tages erneut zu
    dem Buch greifen in dem Bewusstsein, die nötige Ruhe dafür endlich
    mitzubringen. Zum Vergleich werde ich sicherlich irgendwann zu einem
    ihrer Vorgängerwerke greifen, die weniger schwierig sein sollen.


    Empfehlen kann ich das Werk denjenigen, die offen für anspruchsvolle
    Literatur sind und diese womöglich als Herausforderung betrachten. Nur
    in vollkommener Ruhe lässt sich die vage Schönheit der von Barbery
    erzeugten Welt, zwischen Erdung und Traum, verinnerlichen. Alle
    anderen, die einen bloßen Fantasy-Roman erwarten und auf schnelle
    Unterhaltung für Zwischendurch aus sind, werden schwer enttäuscht sein
    und das Buch womöglich nicht einmal beenden.

    www.wortbildwerke.wordpress.com

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch voller Mystik, Poesie und Gefühlen, das sich nur langsam erschließt und bis zum Schluss poetisch vage bleibt.
    Das Leben der Elfen - Poesie und die Liebe zur Natur

    "Nirgends steht geschrieben, dass Tee und Träume nicht über Kanonen siegen werden." (Muriel Barbery, Das Leben der Elfen, S. 296)

    Inhalt:

    Zwei junge Mädchen, die in verschiedenen Ländern aufwachsen: Maria, ein Findelkind, lebt in einem Dorf im Burgund, ist der Natur und den Tieren besonders verbunden, versteht deren Sprache. Clara, die als Waise im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen aufgenommen wurde, spielt, einem Wunder gleich, bezaubernd Klavier. Sie wissen nichts voneinander – bis Elfen es bewirken, dass sie einander kennenlernen. Dank ihrer besonderen Talente könnte es gelingen, die Verbindung der Menschen mit den Elfen und die einstige Harmonie zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Denn es droht Krieg und eine böse Macht rüstet sich.

    Bewertung:

    Die Inhaltszusammenfassung des Klappentextes liest sich recht eindeutig und klar. Das Buch widersetzt sich dem aber gekonnt.
    Ja, die beiden Mädchen an sich sind recht eindeutig, aber das Buch baut seine ganz eigene Welt auf. Nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. So entwickelt sich eine poetische, reich beschriebene Welt, die aber viele Details im Dunklen lässt. Die großen Zusammenhänge erklären sich nur sehr langsam, sehr hintergründig, oder auch gar nicht.

    Die Sprache ist wie schon gesagt sehr poetisch und bildreich. Dadurch lässt sich das Buch erst recht nicht in einem Zug lesen; es verlangt eine gewisse Geduld und Zeit, damit sich sowohl die Sprache als auch die Handlung entfalten und entwickeln können.

    Egal, wie poetisch das Buch ist, für mich stechen zwei Kernbotschaften doch sehr deutlich hervor. Zum einen, dass die Natur ein Wunder ist, das wir bewahren müssen, und zum anderen, dass Krieg nie gut endet, denn meist leiden die Unbeteiligten und Schwächsten am meisten darunter.

    Alles in allem ein wunderbar lesenswertes Buch für Poeten, Tagträumer und alle, die gerne eine fantastische Geschichte lesen, ohne alles genau wissen und verstehen zu müssen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Märchenhafte Poesie für viele müßige Lesestunden mit höchster Konzentration.
    "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery

    Autor: Muriel Barbery
    Titel: Das Leben der Elfen
    Gattung: Roman, Märchen, Poesie, Fantasy
    Erschienen: 2015
    Gelesene Ausgabe: Dtv, 2016
    ISBN: 978-3-423-28074-7
    Gelesen auf: Deutsch (Französich)
    Gelesen im: April 2016

     

    Zum Buch:
    Mich hat zu allererst das schlichte Cover in Verbindung mit dem doch sehr vielversprechenden Titel angesprochen. Bei dem Leben der Elfen erwartet man schließlich eher ein sehr kitschig illustriertes Kinderbuch als  gähnende Leere auf weißem Grund - gut ein Hase und ein bisschen orange ist dabei, aber doch eher ein schlichtes Titelbild.
    Erst nach einer Weile stolperte ich über den Namen, von Barbery hatte ich schon gehört, die Eleganz des Igels jedoch nicht gelesen, also wurde es höchste Zeit.

    Das Buch handelt von zwei Waisenmädchen, Maria und Clara, von schlichten Dorfbewohnern und hohen Herren in Rom, von Übernatürlichem und dem Gewöhnlichen.
    Maria lebt in einem kleinen Dorf in Frankreich, adoptiert von einem Ehepaar, vier schrägen Tanten und der gesamten Dorfgemeinde. Sie ist der Natur sehr zugetan und spricht mit Tieren.
    Clara, aus einem kleinen italienischen Dorf, kommt durch ihre begnadete wie von Gott gegebene Fähigkeit im Klavierspiel nach Rom. Dort trifft sie auf nicht nur Menschliches und ein uralter Kampf zwischen Gut und Böse bricht erneut aus. Eine kaum fassbare Bedrohung greift nach den beiden Mädchen und Halbelfen, Elfen und Menschen müssen sich formieren um das Übel abzuwenden.

    Bei dem Buch bin ich leider extrem zwiegespalten. Einerseits gab es Momente in denen das Buch mich komplett in seinen Bann gezogen hat, die poetische Sprache, gerade bei den herrlichen Landschafts- und Essensbeschreibungen... Ein Traum!
    Andererseits (und hier kommt das aber), habe ich für meine Verhältnisse wirklich lange gebraucht, fand teilweise nicht richtig rein und es war eher ein Seiten-Runter-Lesen. Mir fehlte ein richtiger Zugang zu den Charakteren und ein Überblick um was es eigentlich genau geht.
    Für mich wirkt das Buch noch nicht abgeschlossen, eher wie ein klassischer Triologieauftakt (auch wenn ich dies stark anzweifel). Aber es ist noch so viel im Dunklen, ungeklärt. Dennoch muss ich sagen, dass die Sprache das Lesen des Buches wirklich zu einem Erlebnis macht, allerdings sollte man sich im klaren sein, dass es keine typische Fantasy ist, noch irgendein anderer Stereotyp. Es ist unheimlich eigen und war für mich leider nicht ganz das Richtige, kann für jemand anderen aber das Buch sein nachdem er schon lange gesucht hat. Reine Geschmacksache!


    Eine der Lieblingsstellen
    Zitat: Es war bitterkalt unter den Linden, doch man wärmte sich an einem unsichtbaren Feuer, das von den Wohltaten des Lebens auf dem Land, von den Flüssen, den Rosen und dem Zauber des Himmels genährt wurde."[1]

    Stil und Sprache: voller Poesie, viele sehr gelungene Landschaftsbeschreibungen, ganz eigener Stil, schwierig fürs Zwischendurch-Lesen
    Zitat: "Sie ging zum Flügel und spielte die russische Sonate, bei der sie ein Schwindel erfasste. Und die Anwesenden begriffen, dass dies die Art war, wie die Menschen leben und lieben sollten, in diesem Furor und in diesem Frieden, mit dieser Intensität und dieser Wut, in einer mit Erd- und Gewitterfarben bepinselten Welt, die sich bei der Morgendämmerung blau färbt und im Regenschauer verfinstert."[2]

    Schlüssigkeit der Handlung: leider war diese absolut nicht gegeben, erst ganz am Ende werden einige aber längst nicht alle Fragen beantwortet; geteilt in zwei primäre Handlungsstränge die zueinander finden

    Das hat mir gefallen: Die ungewöhnliche und Genre A-typische sehr charmante Darstellung der Elfen. Und natürlich die wunderbare, poetische Sprache.

    Das hat mir nicht gefallen: Ich hatte leider Schwierigkeiten die Personen auseinanderzuhalten (und das trotz eines Personenregisters am Ende des Buches). Auch die Fragen: "Wer ist Elfe?" "Wer ist Mensch?" "Und worum zur Hölle geht es eigentlich?" waren stets und sind immer noch präsent und nur teilweise geklärt.

    In One Sentence: Märchenhafte Poesie für viele müßige Lesestunden mit höchster Konzentration

    Sterne: 3,5


    [1] S.180
    [2]
    S.61

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    anushkas avatar
    anushkavor 2 Jahren
    Sehr ungewöhnliches Buch mit nicht ganz greifbarer Handlung

    Zwei kleine Mädchen werden geboren und wachsen ohne ihre leiblichen Eltern auf. Maria wird in Frankreich von Bauern aufgenommen, Clara lebt im Haushalt eines Pfarrers in Italien. Maria hat eine enge Bindung zur Natur und den Tieren. Clara spielt plötzlich, als ein solches Instrument in ihrem Leben auftaucht, virtuos Klavier. Beide haben besondere Talente und können die Grenze zwischen Menschen und Elfen aufheben. Währenddessen lichten sich die Nebel im Reich der Elfen und es gibt Zwistigkeiten, die zum Krieg führen; in dessen Zentrum: Maria und Clara.

    Es fällt schwer, dieses Buch zusammenzufassen, da es nicht vordergründig von der Handlung lebt, sondern von den zauberhaften Natur- und Musikbeschreibungen, von den ätherischen Elfen, die überhaupt nicht greifbar sind und oft nur in der Gestalt von Tieren in Erscheinung treten, und dem unglaublich poetischen Schreibstil. Zwischenzeitlich kann es durchaus passieren, dass man sich in der Sprache verliert und damit auch den Bezug zur Handlung. Insgesamt bleibt die Handlung oft wenig konkret und handfest und lässt sehr viel Raum für Interpretation.
    Genretechnisch ist das Buch schwer einzuordnen. Auch wenn es um Elfen und Übernatürliches geht und das Buch mitunter sehr mystisch ist, ist es kein Fantasybuch im herkömmlichen Sinn. Vielmehr scheint alles metaphorisch zu verstehen zu sein. Wer also mit der Erwartung eines klassischen Fantasyromans an das Buch herangeht, dürfte schwer enttäuscht werden.

    Ich habe bei diesem Buch bis zuletzt gehofft, dass Andeutungen aufgelöst und schlussendlich konkrete Antworten geliefert werden. Leider blieb jedoch vieles genauso unkonkret und schwammig, wie die gesamte Zeit über. Hilfreich und auch nötig ist das Personenverzeichnis am Ende des Buches. Es wäre vielleicht sogar am Anfang passender, da man das Verzeichnis am Ende erst recht spät entdeckt. Die Handlung springt so oft und sprunghaft zwischen den beiden Mädchen und den Geschichten der Nebenfiguren hin und her, dass es schon nach Kurzem schwer ist, die Figuren auseinanderzuhalten und zuzuordnen.

    Ich habe lange kein so ungewöhnliches Buch mehr gelesen. Sprachlich war es sehr beeindruckend und berührend. Ich habe zwar wesentlich langsamer lesen müssen als sonst, dafür hatte ich jedoch das Gefühl, eine literarische Kostbarkeit in der Hand zu halten. Auch wenn die Geschichte insgesamt sehr ätherisch ist und viele Parallelen zum Glauben ziehen lässt, ist sie in meinen Augen nie esoterisch. Kleine Abzüge gebe ich für die oft sehr vage Handlung.

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    Buchinas avatar
    Buchinavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: schwieriges Buch für mich, tolle Sprache, aber langatmige Handlung
    Schwieriges Buch

    Dieser ist mein erster Roman von Muriel Barbery, weshalb ich relativ erwartungsfrei an den Roman heranging. Schon nach den ersten Seiten war ich von der poetischen Sprache der Autorin verzaubert. Der Anfang des Romans klingt für mich wie ein Märchen, vor allem was Sprache, aber auch Handlung betrifft. Zwei kleine Mädchen wachsen als Findelkinder in zwei einsamen Dörfern auf. Clara in Italien, Maria in Frankreich. Ihre Herkunft ist unbekannt und beide zeigen seit frühester Kindheit besondere Fähigkeiten. Clara kann wundervoll Klavier spielen und Maria hat eine besondere Beziehung zur Natur. Die Harmonie des einfachen Lebens der Mädchen wird durch eine nicht genannte Bedrohung gestört.

    Während ich zu Beginn ganz verzaubert war, störte mich mit der Zeit immer mehr die blumige Sprache. Die Handlung ging kaum voran, immer wieder gab es Abschweifungen und genaue Beschreibungen jedes Nebencharakters. Trotz der Ausführlichkeit der Beschreibungen fand ich keinen Zugang zu den beiden Mädchen. Ihre Denk- und Handlungsweise war mir einfach zu fremd. Ab der Mitte des Romans musste ich mich richtig zwingen weiterzulesen, denn genau wie bei der Autorin schweiften meine Gedanken immer wieder ab. Für mich gab es kaum einen Spannungsbogen. Hätte ich nicht an einer Leserunde mit diesem Buch teilgenommen, hätte ich das Buch abgebrochen.

    Zwei Sterne vergebe ich aber trotzdem, weil mich einfach die Sprache des Buches fasziniert hat. Aber ich weiß jetzt nicht, ob ich mich an ein anderes Buch der Autorin ran wagen möchte.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    "Ein Zauber umgab sie, der anders war als der Zauber von Kindern, mit denen das Leben in ihren ersten Stunden gnädig war, anders als jene Anmut, die aus der richtigen Mischung von Unschuld und Glück hervorging"

    Glaubt ihr an Elfen? Nein? Spätestens nach dem Lesen von "Das Leben der Elfen" von Muriel Barbery wird das sich ändern! Die französische Bestsellerautorin von "Die Eleganz des Igels" ist mit einer großen literarischen Überraschung wieder da. In ihrem neuen Roman entführt sie den Leser in die Welt der Elfen. Sie verzaubert mit liebenswürdigen und warmherzigen Figuren und mit so einer faszinierenden Geschichte, die euch garantiert an die Macht der Magie glauben lassen wird. Wenn ihr denkt, dieses Buch ist das richtige für euch, dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!

    Zum Inhalt
    Zwei junge Mädchen, die in verschiedenen Ländern aufwachsen: Maria, ein Findelkind, lebt in einem Dorf im Burgund, ist der Natur und den Tieren besonders verbunden, versteht deren Sprache. Clara, die als Waise im Haushalt eines Pfarrers in den Abruzzen aufgenommen wurde, spielt, einem Wunder gleich, bezaubernd Klavier. Sie wissen nichts voneinander - bis Elfen es bewirken, dass sie einander kennenlernen. Dank ihrer besonderen Talente könnte es gelingen, die Verbindung der Menschen mit den Elfen und die einstige Harmonie zwischen Himmel und Erde wiederherzustellen. Denn es droht Krieg und eine böse Macht rüstet sich.
    Ein einzigartiger und überraschender Roman, eine Parabel auf die Schönheit der Natur und Kunst, ein Appell, um das zu kämpfen, was den Menschen ausmacht: die Liebe und die Poesie.


    Lust auf eine Leseprobe?

    Zur Autorin
    Muriel Barbery wurde 1969 in Casablanca geboren, studierte Philosophie in Frankreich, lebte einige Jahre in Kyoto und wohnt heute wieder in Frankreich. 2000 veröffentlichte sie ihr viel beachtetes Romandebüt "Die letzte Delikatesse". Ihr zweiter Roman, "Die Eleganz des Igels", wurde zu einem großen literarischen Bestseller, in mehr als 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Der lang erwartete dritte Roman, "Das Leben der Elfen", erschien 2015 in Frankreich.

    Und wenn ihr noch mehr über Muriel Barbery und ihre Romane wissen möchtet, dürft ihr das dtv-Special nicht verpassen! Dort gibt es viel Schönes zu entdecken. Außerdem verrät uns die Autorin in einem Interview Interessantes über die Entstehung von "Das Leben der Elfen". Viel Vergnügen!

    Möchtet ihr Maria und Clara kennenlernen und erfahren, was sie mit den Elfen verbindet?
    Zusammen mit dtv verlosen wir 25 Exemplare von "Das Leben der Elfen" unter allen, die Lust haben, diesen magischen Roman im Rahmen einer Leserunde zu lesen, besprechen und rezensieren. Was müsst ihr dafür tun? Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr bis zum 03.04. auf diese Frage antwortet:

    Maria und Clara haben ganz besondere Talente.
    Jeder von uns hat spezielle Begabungen, vielleicht sogar ungeahnte Fähigkeiten. Welche Talente schlummern in euch? Habt ihr Lust, darüber zu erzählen?


    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück!

    * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.
    Zur Leserunde

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