Muriel Barbery Die letzte Delikatesse

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Delikatesse“ von Muriel Barbery

Ein absoluter Lesegenuss - nicht nur für Feinschmecker! Pierre Arthes, ein maßloser Gourmet und renommierter Restaurantkritiker, liegt im Sterben. Seine letzten Lebenskräfte verwendet er für die Suche nach dem letzten großen Genuss. Seine Lebensgefährtinnen, seine Freunde, seine Neider und Untergebenen erinnern sich an Begegnungen und Gespräche mit dem Monarchen der Kritik. Er selbst unternimmt eine gedankliche Reise zurück in Küchen, in Kräutergärten und Weinkeller, zu Gerüchen und Geschmäckern − auf der Suche nach der wahren Delikatesse seines Lebens.Muriel Barbery inszeniert in ihrem ersten Roman das vielstimmige Porträt eines Genussmenschen. Fein verwoben erzählt sie die empfindsame Geschichte einer Liebe, die von der Opulenz zurück zur Ursprünglichkeit führt.

~ Es ist schon eine Kunst für sich, das Thema Essen sprachlich auf knapp 157 Seiten so zu entfalten, dass man beim Lesen hungrig bleibt ~

— JuliB
JuliB

Gourmetkritiker auf Höchstform im Sterbebett

— Ay73
Ay73

Sprachgewaltig, aber ohne wahres Gefühl...

— Marjuvin
Marjuvin

Sprachlich ein unglaublich gutes Buch. Aber vom Inhalt her hat es mir nicht gefallen!

— Kleines91
Kleines91

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  • Die letzte Delikatesse

    Die letzte Delikatesse
    JuliB

    JuliB

    15. May 2016 um 11:54

    ~ Der alte Mann und das Essen ~ Frankreich: Ein gefürchteter und von Lebensbegleitern völlig verhasster Gastro-Kritiker liegt im Sterben. Narzisstisch veranlagt und von jeher blind für das dadurch von ihm verursachte Leiden in seiner Umwelt, sucht er auf dem Sterbebett ein letztes Mal nach der Delikatesse, die ihm den unvergleichlichsten Genuss geboten hat. Er schwelgt in den Erinnerungen seines Lebens und den damit verbundenen Gaumenfreuden, während im Hintergrund abwechselnd Personen zu Worte kommen, die sich gleichfalls mit ihm hätten verbinden sollen, wären sie nicht stets offen verachtet und auf Distanz gehalten worden."Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery ist ein kurzweiliger, wenn auch sehr böser und gewollt unsympathisch daher kommender Roman, in dem die Autorin und auch die Übersetzerin es tatsächlich schaffen, die Lust auf das Essen, den Genuss und sämtliche Sinnesfreuden, die mit der Verkostung einer gut, gern auch einfach, zubereiteten Speise direkt in den Text und gänzlich in die Sprache der Geschichte zu übertragen. Hut ab für so viel Stil und Durchhaltevermögen, allerdings muss man Essen schon sehr lieben, um sich diese Lektüre zu Gemüte zu führen. 4 von 5 Sternen

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  • Eher genusslos

    Die letzte Delikatesse
    Marie1971

    Marie1971

    23. April 2016 um 01:45

    Muriel Barbery hatte mit " Die Eleganz des Igels" mein Interesse geweckt. Es war eine Offenbahrung für mich und der Schreibstil sowie die Wortwahl bei der Übersetzung waren purer Genuss. Jedoch erscheint mir " Die letzte Delikatesse" in argem Widerspruch. Es hat mich nicht berührt und die Lektüre hat sich eher geschmacklos dahingezogen. Das Buch hat sich mir nicht geöffnet, ich konnte den Lesegenuss leider nicht entdecken. Nichtsdestotrotz werde ich sicher weitere Bücher der Autorin lesen.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Die letzte Delikatesse

    Die letzte Delikatesse
    Ay73

    Ay73

    Barbery, ein hochgeachteter Restaurant-Kritiker liegt im Sterben und sucht noch ein einziges Mal den letzten sehnsüchtigen Geschmack den er in den letzten Jahrzehnten gesammelt hat. Er versucht krampfhaft in seinem Gedächtnis diesen einzigartigen Geschmack zu finden um seine Familie zu bitten diese zu holen. Jedes zweite Kapitel ist aus der Sicht des Gourmetkönig beschrieben und die anderen Kapitel aus der Sicht von Menschen die sein Leben begleitet haben. Ob gut oder schlecht, ob liebevoll oder haßvoll... es ist alles dabei. Das Buch ist solala, also ich fand zwar die Beschreibungen der einzelenen Gerichte grandios beschrieben, wie die Kräuter duften, wie die Eleganz dabei ist ein Gericht so geschmeidig wie möglich zu kochen etc. Aber man liest auch, wie unerträglich er doch im Leben war.. ein richtiger Gourmet Tyrann... den die wenigsten doch innig geliebt haben.

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    • 3
  • Sprachgewaltig, aber ohne wahres Gefühl...

    Die letzte Delikatesse
    Marjuvin

    Marjuvin

    25. October 2014 um 22:59

    Klappentext: Pierre Arthes, ein maßloser Gourmet und renommierter Restaurantkritiker, liegt im Sterben. Seine letzten Lebenskräfte verwendet er für die Suche nach dem letzten großen Genuss. Seine Lebensgefährtinnen, seine Freunde, seine Neider und Untergebenen erinnern sich an Begegnungen und Gespräche mit dem Monarchen der Kritik. Er selbst unternimmt eine gedankliche Reise zurück in Küchen, in Kräutergärten und Weinkeller, zu Gerüchen und Geschmäckern − auf der Suche nach der wahren Delikatesse seines Lebens. Muriel Barbery inszeniert in ihrem ersten Roman das vielstimmige Porträt eines Genussmenschen. Fein verwoben erzählt sie die empfindsame Geschichte einer Liebe, die von der Opulenz zurück zur Ursprünglichkeit führt. Rezension: Durch die geringe Anzahl an Seiten ist man quasi in einem Rutsch durch mit diesem Büchlein, das wahrlich sprachgewaltig daher kommt. Ein Lebemann liegt im Sterben und sinniert vor sich hin, um einen bestimmtes Geschmack in seiner Erinnerung heraufzubeschwören, was ihn zu Erinnerungen aus seiner Vergangenheit als Gourmet bringt. Es wird wiederholt angedeutet und auch klar ausgesprochen, dass Pierre ein Tyrann war, der seine Frau nicht beachtet hat, seine Kinder verabscheute und eigentlich nur seinen Kater so recht leiden konnte. Ich hatte mir - neben den Ausführungen der kulinarischen Genüsse - erwartet, dass auch aufgeklärt wird, wie es zu diesen zerrütteten Familienverhältnissen gekommen ist oder wie der Protagonist selbst zu diesen ambivalenten Gefühlen seiner Angehörigen steht, aber dies bleibt alles unerwähnt. Ebenfalls wird angesprochen, dass sein Sohn ebenfalls bald sterben wird... aber dennoch nicht weiter ausgeführt. Insgesamt also zwar wunderbar poetisch geschrieben, aber es mutet wie eine Lebensbeichte ohne Enthüllungen an und hat mich frustriert zurück gelassen.

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  • Rezension zu: Die letzte Delikatesse von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    Kleines91

    Kleines91

    Klappentext: Pierre Arthes, ein maßloser Gourmet und renommierter Restaurantkritiker, liegt im Sterben. Seine letzten Lebenskräfte verwendet er für die Suche nach dem letzten großen Genuss. Seine Lebensgefährtinnen, seine Freunde, seine Neider und Untergebenen erinnern sich an Begegnungen und Gespräche mit dem Monarchen der Kritik. Er selbst unternimmt eine gedankliche Reise zurück in Küchen, in Kräutergärten und Weinkeller, zu Gerüchen und Geschmäckern − auf der Suche nach der wahren Delikatesse seines Lebens. Muriel Barbery inszeniert in ihrem ersten Roman das vielstimmige Porträt eines Genussmenschen. Fein verwoben erzählt sie die empfindsame Geschichte einer Liebe, die von der Opulenz zurück zur Ursprünglichkeit führt. Meine Meinung: Wie schon in der Kurzmeinung gesagt, handelt es sich hierbei um ein, sprachlich gesehen, extrem gutes Buch, dass einem die Freuden des Lebens und die Schönheit der Sprache aufzeigen. Ich glaube auch, dass ich das Buch wirklich nur wegen der Sprache, und weil es so dünn war, beendet und nicht abgebrochen habe. Denn vom Inhalt her hat es mich überhaupt nicht erreicht. Klar. Es war irgendwo interessant und spannend zu sehen, wie Pierre Arthes ist und wie ihn seine Mitmenschen sehen, wie es zu seiner Leidenschaft kam und wie er über das essen redet und aufzeigt, dass es für Ihn das größte überhaupt ist. Aber wirklich angesprochen hat mich all das nicht. Vielleicht bin ich auch das falsche Publikum für so ein Buch. Ich war nur so begeistert von "Die Eleganz des Igels", dass ich mir das Buch sofort gekauft habe, als ich sah, dass es von der gleichen Autorin ist. Aber nunja ... so kann man sich irren. Nichts desto trotz hat es sich auf jeden Fall gelohnt, um zu sehen, was eine gute und schöne Sprache doch alles ausmachen kann!

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    • 3
  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    Sky

    Sky

    14. June 2012 um 09:54

    Essenspsychologie und -philosophie Pierre Arthens liebt ihm sterben. Ein Restaurantkritiker, der seine Frau Kinder nicht geliebt, seine Frau nur zweckmäßig und seinem Leben nur einer Sache gewidmet hat: Das Essen. Doch auf seinem Sterbebett sucht er ihn, den absoluten Geschmack, dass Gericht, welches unter all den Speisen, das Göttliche in sich trägt. Dabei lässt er seine kulinarischen Reisen Revue passieren, von seinen Beginn bis zu dem sprachlichen Kritikgenie, was er schlussendlich war. Die Reise eines Gourments beginnt von Küchen, Alkohol, Gerüchen und Geschmäckern, in deren Höhepunkt die Speise seines Lebens steht. In diesem Roman bekommt man Lust, die Lust am Essen. Denn das Essen ist wie ein sexueller Akt und gilt jede Sekunde mit derselben Raffinesse und der Leidenschaft genossen zu werden bis zum kulinarischen Höhepunkt in dem alles im Kopf zu explodieren scheint. So macht es uns der Roman fast schon auf eine erotische Art deutlich und lässt Essen zu einem Genussakt werden. Mit einer bildgewaltigen Sprache, einen Feinsinn für Wortwahl und Schachtelsätze, versucht Muriel Barbery das Essen zu huldigen: geruch-, gefühls-, essenstechnisch, gar psychologisch und philosophisch. Auf allen Ebenen macht man eine Reise zwischen Buffets und Häppchen, Haute Cuisine und Landfrauenküche, zwischen der Patisserie und der Bäckereien, bei der einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Zwischen einfachen Gerichten bis ganzen Gewürzstürmen und geschmacklicher Grenzenlosigkeit. Essen war noch nie so lebendig wie in diesem Buch. Eine Poesie des Essens, in psychologische und physischer Sicht. Von verschiedenen Perspektiven wird Pierre Arthens beleuchtet, mal geliebt, mal gehasst, mal neutral und dann wieder ehrwürdig. Alle sprechen sie über den Kritiker, nebst der gedanklichen Suche von Pierre selbst, auf seiner Suche nach dem perfekten Geschmack. Diese äußere und innere Sicht lässt den Kritiker auferstehen, mit all seinen Facetten, Macken und Unstimmigkeiten. Doch dort hört das Positive auf und beginnt das Negative, die Miskomposition des Gerichts, was auf einer ganz eigenen Ebene neutral ist. Auf jeder Persönlichkeitsschicht auf der man sich Butter, Schokocreme oder gar Exotisches wünscht, wird nur Einheitsbrei geboten, der sich weder sprachlich noch vom inneren Charakter unterscheidet. Allein über die Überschriften wird klar, welche Person gerade über den Kritiker spricht und nie wird der Stil angepasst, weder ob jemand Altes, Erfahrenes oder Junges spricht oder gar woher die Personen kommen. Durchgehend haben alle die literarische Stimme, die auch Pierre anstimmt. So kann man zu keiner der anderen Charaktere eine Bindung aufbauen oder überhaupt begreifen, wieso sie ihn so empfanden wie sie ihn empfanden. Man ist auf Distanz, aber so weit entfernt, dass man es nicht begreifen kann und will. Diese Problematik wirkt sich auch auf die eigentliche Handlung wieder, die des Restaurantkritiker auf der Suche nach dem Gericht, was er am meisten geliebt hat. Durch diese Blässe, ohne jegliche Raffinesse und individueller Kruste, wirkt auch der Kritiker seltsam eindimensional und eintönig. Es entwickelt sich kein vielschichtiger Charakter, sondern nur ein Genießer des Essens in all seinen Formen. Es ist eine Obsession, an der er sich opulent ergötzt und die ihn nur zu kümmern scheint. Aber dieser Effekt und die Erkenntnis lebt allein durch die Sprache, nicht aber durch das Aufleben einer wirklichen Persönlichkeit. Die einzige Überraschung bietet das Ende, denn das, was er in seinen Gedanken, in seiner olfaktorischen und kulinarischen Welt zum Abgang haben möchte, bevor er stirbt, ist wahrlich ungewöhnlich und verblüfft. Fazit Ein sprachliches Meisterwerk und eine Hommage an das Essen, bei der der Appetit mit jeder Zeile wächst, dessen Würze aber an seinen geschmacklosen Charakteren leidet.

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    Buecherdiebin

    Buecherdiebin

    10. May 2011 um 09:06

    Der berühmte französische Restaurantkritiker und Gourmet liegt im Sterben. Sein Herz versagt und in den letzten Stunden, die ihm bleiben, versucht er einen Geschmack zu finden, der, der ihm in seinem Leben am besten gefallen hat. So schweift er durch die Erinnerungen einer glücklichen Kindheit, denkt an wunderbare Festgelage und schöne Stunden auf französischen Landgütern. Doch der wahre Geschmack will sich nicht finden lassen. In keinem Moment kommt er auf die Idee, dass es in seinem Leben Menschen gibt, die ihn vermissen werden - oder auch nicht, denn er hat seine Kinder nie geliebt und immer vernachlässigt. Wahre Liebe scheint er nur beim Anblick von Delikatessen oder seinen Haustieren empfinden zu können. Doch kurz vor seinem Ende findet er ihn - der Geschmack, der ihn in den Himmel geleiten wird... ***************************************************** Also ich war irgendwie enttäuscht von dem Buch... ich hatte mir mehr erwartet als die Beschreibung eines alten, fiesen Gourmets, der ein Coc au vin mehr liebt als seine Frau, seine Kinder oder Enkel... Auch das "überraschende Ende", das auf dem Buchrücken angekündigt war (und wirklich überraschend war), hat das Ganze nicht besser gemacht. Zwei Sterne, weil ein wirklich nettes Kapitel mit einem Dalmatiner vorkommt. Schade.

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    Sabrina D

    Sabrina D

    17. April 2011 um 15:34

    Ein Restaurantkritiker liegt im Sterben und möchte kurz vor seinem Tod noch mal einen einzigartigen Geschmack wieder spüren dürfen. Deshalb begibt er sich auf Suche nach diesem Geschmack in seine Vergangenheit. Fazit: An sich ist das Buch schön geschrieben, ein Kapitel aus Sicht des Kritikers, eins aus der Sicht eines Zeitgenossen (Frau, Kind, Neffe, Geliebte, ...). Aber irgendwie blieb das Buch für mich trotzdem nichts sagend. Man kann es gut lesen, muss aber nicht!

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    ninchen1809

    ninchen1809

    30. December 2010 um 20:43

    Der Debütroman von Muriel Barbery handelt von einem renommierten Restaurantkritiker, der im Sterben liegt und sich an einen Geschmack erinnern möchte. Dabei erinnert er sich an außergewöhnliche kulinarische Erfahrungen und lässt den Leser en detail teilhaben. Seinen Erinnerungen stehen Meinungen und Beurteilungen über ihn von Freunden, Familienmitgliedern und Feinden gegenüber. Von der Familie wird er zusammengefasst als egozentrisch und gefühlskalt beschrieben. Fazit ist, dass sein Selbstbild und das Fremdbild weit auseinander klaffen. Literarisch ganz interessant waren die kulinarischen Beschreibungen. Der Wechsel der Kapitel von Selbstbeschreibung des Restaurantkritikers und die Fremdbeschreibungen der anderen Personen hat, wenn doch sehr langsam, Spannung aufgebaut, die nicht zu einem befriedigenden Ende des Buches geführt hat. Ich hatte mir ein raffiniertes Ende erhofft, wie das auch bei dem zweiten Roman von Barbery „Die Eleganz des Igels“ der Fall war. Insgesamt meiner Meinung nach eher langweilig und enttäuschend.

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. December 2010 um 22:44

    Der Restaurantkritiker Arthens liegt in den letzten Zügen und lässt alle Genüsse seines Lebens Revue passieren. Ein wundervolles Buch. Literarisch auf dem Weg zur "Eleganz des Igels". Voller sinnlicher Üppigkeit des Genusses, dass selbst einem Vegetarier das Wasser im Munde zusammenläuft ;-) Mich würde es nicht wundern, sollte in Ihrem nächstes Buch der Lieferwagen der Wäscherei "durchs Bild fährt"...

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    "Die letzte Delikatesse" schildert auf ungewöhnliche Weise das Leben eines Mannes. Der im Buch unbenannt bleibende Gourmet ist Frankreichs bekanntester, wenn nicht sogar gefürchtetster Restaurantkritiker. In seinen letzten Stunden ist er in seinen Erinnerungen auf der Suche nach dem größten Gaumenschmaus seines Lebens. Letzteres wird dem Leser durch kurze Passagen desselbigen abwechselnd mit einzelnen Schilderungen unterschiedlicher ihm nahestehender Personen nahegebracht. Durch das Mosaik dieser Aphorismen ergibt sich das Bild eines nahezu misanthropischen Menschen auf der Suche nach perfekten Momenten sinnlicher Geschmackserlebnisse, der zwar im Milieu der sozial besser Gestellten lebt, sich aber insgeheim zu den einfachen Menschen hingezogen fühlt. Überraschenderweise sind auch die einmaligen Geschmackserlebnisse keine außergewöhnlichen Kreationen hochdekorierter Sterneköche sondern grundeinfache Speisen, deren Höhepunkt gar ein industrielles Massenprodukt ist. Ich selber kann mich nicht für eine bestimmte Lesart dieses Buches entscheiden. Macht sich Barbery über abgehobene Köche, Stars der Szene oder Gourmetkritiker und deren Wortgewalt und Einfluss lustig? Hält sie ein Plädoyer für die einfachen Dinge des Lebens, auf die jeder sein Augenmerk richten sollte? Mir scheint jedoch, dass sie sich selber allzu oft der gleichen Wortakrobatik, wie sie einige der tatsächlichen Restaurantkritiker nutzen, bedient und selbstverliebt Worte zu Papier bringt, das essenzielle, den Gegenstand, dabei jedoch gelegentlich aus den Augen verliert. Dies würde die kritischen Lesarten dann ad absurdum führen oder aber eingesetzt um die Wirkung zu verstärken, wie belanglos doch das Geschreibsel mancher Kritiker ist. Leider führt sowohl das eine als auch das andere bei mir zur gleichen Wirkung: gelegentliche Langeweile beim Lesen. Ich bin froh, dass ich dieses Buch nach der "Eleganz des Igels" gelesen habe, da es mich nicht dazu angeregt hätte, dieses wirklich gelungene zweite Buch von Barbery zu lesen.

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    dyabollo

    dyabollo

    24. December 2009 um 15:31

    Ich mache es kurz: Als ich "Die Eleganz des Igels" von Barbery gelesen habe war ich fasziniert von ihrer Sprache, ihrer Art ein Buch zu schreiben und wollte dann auch gleich das Erstlingswerk lesen. Leider handelt es sich bei der "letzten Delikatesse" wohl eher um ein "Übungsbuch", das wohl lieber nicht veröffentlich werden sollte. Die Geschichte so schwach entwickelt und durchdacht, dass sie gar nicht vorhanden ist und die Sprache, ist nicht die, die man von Barbery aus Eleganz des Igels kennt. Dieses Buch ist ein Übungsbuch...man erkennt daran, dass Barbery während des Schreibens von die Idee von Eleganz des Igels geboren hat, mehr jedoch nicht! Jedes Kochbuch ist besser!!!

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    ChiefC

    ChiefC

    06. November 2009 um 20:52

    Bei diesem kleinen Buch handelt es sich um keine Delikatesse, sondern um klebriges Fastfood. Es trieft dabei von einem pompösen Sprach-Pathos, wie man es manchmal in der Sorte französischer Bücher findet, die zwar durchtränkt sind von bürgerlicher Bildung doch mangels Originalität trotzdem nicht recht munden wollen. Ein ehemaliger Groß-Gastrokritiker liegt im Sterben und will noch eine letzte Delikatesse, muss sich aber erst mal daran erinnern ,welche es denn sein soll. Man merkt dann sehr schnell, in welche Richtung der falsche Hase läuft. Der ständige Perspektivenwechsel, bei dem Freund und Feind ihre Meinung zum moribunden Genie abliefern, macht das Lesen des eh schon kurzen Buches zwar noch kurzweiliger, schürft aber ob dieser Knappheit nur an der Oberfläche. Ein Büchlein, dem jede Tiefe fehlt und das zum Schluss einen genauso pappig süßen Geschmack im Mund hinterlässt wie die "letzte Delikatesse" . Es scheint ein bisschen, als habe die Autorin versucht, Amélie Nothomb nachzuahmen. Damit ist sie aber grandios gescheitert

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  • Rezension zu "Die letzte Delikatesse" von Muriel Barbery

    Die letzte Delikatesse
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. October 2009 um 17:15

    DER französische Gastronomiekritiker liegt im Sterben. Sein Herz versagt ihm den Dienst. In den letzten Stunden gehen seine Gedanken zurück zu den vielen Geschmackserlebnissen, die ihm sein Beruf beschert hat. Aber er tut sich schwer die Delikatesse seines Lebens klar zu benennen. Ganz langsam nähert er sich dieser jedoch. Auch aus dem Umfeld des Kritikers kommen in diesem Roman Stimmen, die ihm nicht immer freundlich gesonnen sind. Die Concierge des Hauses in Rue de Grenille, seine Familie, ein Bettler, alle machen sich ihre Gedanken über ihn. „Die letzte Delikatesse“ ist der erste Roman der Autorin Muriel Barbery. Es ist ein nur dünnes Büchlein von 141 Seiten. Aber sein Inhalt bietet weit mehr als nur eine kurze Unterhaltung. Einige der Handelnden sind mir aus der Lektüre von „Die Eleganz des Igels“ bereits bekannt. So fiel es mir nicht schwer, mich sofort in diesem Buch zurechtzufinden. Vom Stil her war ich auch an den Nachfolger erinnert. Jede Person bekam einen eigenen Abschnitt für seine Gedanken über den Sterbenden. Dabei war das Buch so strukturiert, dass die Gedanken derer, mit denen er sein Leben teilte sich mit seinen eigenen zu den verschiedensten Dingen abwechselten. Mir hat dies sehr gut gefallen, obwohl ich solch kurze Abschnitte eigentlich nicht so mag. Hier war es passend. Ich bin kein Kenner der Feinschmeckerszene, fand aber die Abschnitte über die diversen Lebensmittel und die Gastronomie sehr interessant. Erstaunt war ich über die teilweise recht bissige Sprache, besonders in den Gedanken der Mitmenschen über den Kritiker. Aber er war auch nicht der liebenswerteste Zeitgenosse. Mein Fazit: „Die letzte Delikatesse“ ist ein unterhaltsamer und nachdenklich stimmender Ausflug in das Reich der Genüsse, der vom nahenden Tod des Gastrokritikers überschattet wird. Es war eine leicht zu lesende und interessante Lektüre, die ich allen, denen „Die Eleganz des Igels“ gefallen hat, empfehlen kann.

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