Muriel Spark Träume und Wirklichkeit

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Inhaltsangabe zu „Träume und Wirklichkeit“ von Muriel Spark

Während der Dreharbeiten stürzt Regisseur Tom Richards und kommt mit zahlreichen Brüchen ins Krankenhaus. Doch dieser Unfall läßt seine Phantasie nicht zur Ruhe kommen. Und auch nicht diese Manie, jeden Menschen auf seine Rollentauglichkeit hin zu prüfen. Das satirische Porträt eines Mannes, der nur in Filmschnitten und Rollen denkt und dabei vergißt, daß er in einem wirklichen Leben steht …

Ein verwirrendes Buch - was wollte mir die Autorin mit diesem Buch sagen?

— peedee

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    Träume und Wirklichkeit

    peedee

    07. October 2015 um 20:22

    Regisseur Tom Richards stürzt während Dreharbeiten zu einem Film von einem Kran und kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Er ist lange Zeit bettlägerig und kann nicht arbeiten. So zum Nichtstun verurteilt zu sein, macht Tom schwer zu schaffen. Und seine Launen machen wiederum seinem Umfeld Mühe. Tom ist seit langem mit Claire verheiratet, hat aber aussereheliche Liebschaften. Aber Claire dafür verlassen? Sicher nicht, schliesslich ist sie sehr vermögend… Und da ist ja noch Marigold, ihre gemeinsame Tochter, leider hässlich und nervig. Nicht so wie Toms Tochter Cora aus erster Ehe, die eine wahre Schönheit und unfehlbar ist… Erster Eindruck: Ein für mich typisches Diogenes-Cover, das mir leider nicht wirklich gefällt. Die Inhaltsbeschreibung klingt interessant. „Mein Film ist unersetzlich“, sagte Tom. „Kein Kunstwerk ist zu ersetzen. Ein Kunstwerk ist wie ein lebendiger Mensch.“ Dies war für mich das erste Buch der Autorin, aber es wird – zumindest auf längere Zeit – auch das einzige bleiben. Denn mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, sondern hat mich eher verwirrt. Die Protagonisten waren nicht mein Fall: Tom, der von sich extrem überzeugt ist – er der geniale Regisseur –, ist zwar seit vielen Jahren mit seiner Frau Claire zusammen, aber sowohl er als auch Claire haben aussereheliche Liebschaften. Wie er dann seine Tochter Cora fast in den Himmel hebt, hat mit väterlichem Stolz nichts mehr zu tun. Und Marigold hingegen nennen die Eltern hässlich und nervig – das finde ich traurig. Marigold würde mir im realen Leben wahrscheinlich auch auf die Nerven gehen, da sie sich so besserwisserisch gibt. Aber auch Cora, die sich nie lange für jemanden oder etwas begeistern kann, gefällt mir nicht wirklich. Der einzige Protagonist, der mir gefallen hat, war Dave, der Taxifahrer: Er ist der einzige, der wirklich im realen Leben zu sein scheint. Alle anderen sind irgendwo anders – wo auch immer. Was wollte mir die Autorin mit diesem Buch sagen? Dass es manchmal eine Gratwanderung zwischen Kreativität und Wahnsinn ist? Oder dass Tom mit den Menschen spielt, egal, ob sie Filmfiguren oder reale Personen sind? Auswirkung von Arbeitslosigkeit auf die Psyche des Menschen? Ich weiss es einfach nicht.

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