Abgesehen von dem eigentlichen Plot, der Versteckspielgeschichte um den unbekannten Verehrer, der mich stark an „die wunderbare Welt der Amelie“ erinnerte und nicht ganz überzeugend wirkte, handelt es sich hier um einen charmanten, gut lesbaren Wohlfühlroman mit liebenswerten Gestalten in chilliger mediterraner Atmosphäre. Noch dazu nehmen Kunst, Kultur und gehobene Küche einen großen Raum ein, sodass bei aller Romantik auch ein gewisses Niveau nicht fehlt – wobei gleichzeitig Snobismus und Abgehobenheit aufs Korn genommen werden.
Die Frage, wer der tolle Küsser ist, in den sich Imogen „blind“ verliebt, ist ein schöner roter Faden, aber eigentlich geht es um die Entwicklung von Imogen von der grauen Maus zur attraktiven, selbstbewussten Traumfrau. Es tut richtig gut, mitzuerleben, wie sie aufblüht, und man kann auch verstehen, warum. Das Klima, die Lebensart, die Personen, die sie umgeben, und natürlich die Liebe: alles wird sehr einfühlsam und witzig erzählt.
Wer der titelgebende Prinz am Ende ist: eigentlich nicht so wichtig, und aus meiner Sicht auch etwas willkürlich und enttäuschend – aber das tut der angenehm verträumten Gesamtstimmung letztlich keinen Abbruch.













