Musa Okwonga

 4,2 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor*in von Es ging immer nur um Liebe, Es ging immer nur um Liebe und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Musa Okwonga, geboren 1979 in London, ist ein britisch-ugandischer Schriftsteller, Journalist und Musiker. Okwonga schreibt als Publizist über Kultur, Rassismus, Musik, Sport, Politik und Technik. Er hat zwei Bücher über Fußball veröffentlicht, außerdem einen Lyrikband. Sein Romandebüt Es ging immer nur um Liebe wurde 2021  zu einem der Irish Times Books of the Year gewählt. Seit 2014 lebt er in Berlin-Friedrichshain.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Musa Okwonga

Cover des Buches Es ging immer nur um Liebe (ISBN: 9783948722197)

Es ging immer nur um Liebe

(8)
Erschienen am 12.09.2022
Cover des Buches Es ging immer nur um Liebe (ISBN: 9783499013270)

Es ging immer nur um Liebe

(0)
Erschienen am 12.08.2025
Cover des Buches Es ging immer nur um Liebe (ISBN: 9783868476224)

Es ging immer nur um Liebe

(1)
Erschienen am 12.09.2022
Cover des Buches One of Them: An Eton College Memoir (ISBN: 9781783529674)

One of Them: An Eton College Memoir

(0)
Erschienen am 15.04.2021

Neue Rezensionen zu Musa Okwonga

Cover des Buches Es ging immer nur um Liebe (ISBN: 9783948722197)
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Rezension zu "Es ging immer nur um Liebe" von Musa Okwonga

los_lesen
Das Leben tanzt stets vorwärts

Der in London geborene, ugandische Autor Musa Okwonga landet nach seinem Studium in der Großstadt Berlin. Hier versucht er sich als Person of Colour in der neuen Umgebung einzuleben und sich als Schriftsteller und Musiker seinen Lebensunterhalt zu sichern.

An dieser Stelle beginnt Okwongas autofiktionaler Roman, der sich in drei Bereiche unterteilt. Er nimmt den Leser mit in seinem Alltag nach Berlin. Dabei steht die hektische und laute Großstadt als Synonym für sein inneres, zerrissenes und in ein Ungleichgewicht geratenes Gefühlsleben. In poetischer, anrührender Weise erzählt der Autor in der zweiten Person Singular von seiner Arbeit, seiner Freizeit und seinem Liebesleben, das einfach nicht gelingen mag. Bis er sich in Therapie bei Dr. Oppong begibt. Mit seiner Hilfe arbeitet er den frühen Verlust seines Vaters und die existentielle Angst, die sich im Laufe der Zeit seiner bemächtigt hat, auf und versucht diese zu überwinden.

Mit der außergewöhnlichen Erzählweise, fühlt man sich als Leser permanent angesprochen. Manchmal fühlte ich mich beinahe „ertappt“, manchmal reagierte ich aufgebracht, weil ich mich doch so nie verhalten würde, manchmal war ich betroffen und manchmal fühlte ich mich auch einfach nur verstanden.

Fazit:

Eine Ode an das Leben an sich, das doch stets vorwärts tanzt.

Cover des Buches Es ging immer nur um Liebe (ISBN: 9783868476224)
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Rezension zu "Es ging immer nur um Liebe" von Musa Okwonga

yellowdog
Eine Reise in drei Teilen

Musa Okwonga ist ein junger, hochgebildeter Mann aus Großbritannien mit Wurzeln aus Uganda, der nach Berlin geht und da ein nachvollziehbares, glaubwürdiges Stadtporträt schafft und zeigt, wie ein Immigrant sich fühlt. Sein Ziel ist es Schriftsteller zu werden,

Er erzählt außerdem viel von Beziehungen und z.B. wie sich seine Freundin von ihm getrennt hat. Auch Rassismus im Alltag ist Thema.

In erster Linie geht es aber darum, wie ein Mann zu sich selbst findet, fast schon ein Coming-of-Age. Einige Passagen wirken aber wie Selbsthilfe-Ratgeber-Prosa, das hat mir weniger gut gefallen.

Ich hatte ehrlich gesagt Probleme mit der Erzählform, die konsequent in der zweiten Person gehalten ist. 

Nur weil es thematisch wichtig und relevant ist, bin ich dabeigeblieben. Belohnt werde ich im letzten Romanviertel durch eine Reise nach Uganda, der für mich beste Abschnitt.

Der Roman ist ein Beispiel für die Stärke des autofiktionalen Erzählens.

 

Das Hörbuch wird von Benito Baus gelesen und er ist ganz okay.

Cover des Buches Es ging immer nur um Liebe (ISBN: 9783948722197)

Rezension zu "Es ging immer nur um Liebe" von Musa Okwonga

Ein LovelyBooks-Nutzer
Herzensbuch

Die biografisch geprägte Erzählung nimmt uns mit auf dem Weg eines Suchenden, eines Liebenden, ruhelos zieht er von einem Ort zum anderen, zweifelt und verzweifelt und gibt doch nie auf. 

Es ist eine sehr persönliche Geschichte, die Musa Okwonga erzählt, doch in diesem Buch ist es meine Geschichte, denn er schreibt über mich, wie ICH meinen Vater mit 4 Jahren im Kampf um ein freies Uganda verlor, dass ICH immer wieder in Situationen gerate, in der meine Hautfarbe jemanden provoziert. ICH zweifle, warum ich einsam bleibe und ob ich den richtigen Weg gehe. Ich muss mich nicht hineinversetzen, ich werde vom Autor in seine Situation versetzt. 

Dieses wunderschöne Buch ist so leise, so zart und traurig. Musa Okwonga schreibt bedrückend und doch hoffnungsvoll über Liebe und Heilung und Zukunft, in allen Farben seiner Sprache. 

Sich selbst annehmen, die eigene Unperfektheit und Unvollständigkeit an sich selbst zu lieben und verloren Geglaubtes zurückholen, das alles kann man von diesem feinsinnigen Autor lernen. 

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