Myra Cakan When The Music's Over

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Inhaltsangabe zu „When The Music's Over“ von Myra Cakan

Die junge Grönländerin Skadi durchstreift das katastrophengeschüttelte Europa. Nach und nach schart sie ein buntes Häuflein gescheiterter Existenzen um sich. Niemand von ihnen hat ein Ziel, doch jeder hat irgendein Motiv, dem obskuren Regime der Vierfinger-Aliens zu trotzen, die mit chemischem und technologischem Raubbau den maroden Planeten vollends ruinieren. Ein Roman voller Geschichten und Musik und bittersüßen Rhythmen: sinnliche Cyberpunk-Action im Europa der (nahen?) Zukunft.

Nicht der Knaller, aber gute Charaktere. Die Story: realistische Dystopie, flapsig runtergerotzt. Schreibe ok, Plot zu dünn.

— thursdaynext
thursdaynext

Schwungvoller, von coolen Sprüchen durchzogener Cyperpunk Roman, mit schönen sarkastischen Sprüchen. Ein kleines SF-Juwel.

— rallus
rallus

Nach kurzem Ausflug abgebrochen, weil ich kein Stück mitgezogen wurde.

— AnnikaLeu
AnnikaLeu

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    When The Music's Over
    rallus

    rallus

    "Zwölf Millionen Menschen hatten vor der zweiten Welle in Berlin gelebt - zwölf Millionen, die registriert waren. Die Stadt war voller Flüchtlinge und niemand wusste eigentlich so genau, wovor sie flohen - vor der Flut, den Außerirdischen oder einfach vor ihrem beschissenen Leben. Alle drei Gründe waren irgendwie immer gegenwärtig, fand Wiesel." Die Welt geht an den Arsch. Aber so richtig. Flutwellen erschüttern die Hafenstädte, Amsterdam ist untergegangen, Europa befindet sich auf der Flucht. Hinzu kommt, dass Ausserirdische die Welt ausbeuten, so wie die weißen Herren damals Afrika. Menschen werden verknechtet und als Wegwerfressourcen behandelt, neue Drogen zerstören den Restwillen der Menschheit. Die Regierungen sind zersplittert und haben keine Macht mehr, die Konzerne machen gemeinsamen Handel mit den Ausserirdischen - um den Preis von neuer Technologie und der Hoffnung auf Unsterblichkeit. "Sunshine fühlte sich auf einmal so unendlich müde. Da saßen sie nun auf einer Insel, die nicht mal eine richtige Insel war, ein Haufen Kinder und Loser, und überlegten, wie sie die Erde von den Vierfingern befreien konnten. Und dabei waren die auf Einladung der Regierungen und der reichen Ärsche da und machten ihre kleinen Geschäfte. Und keiner kümmerte sich darum, weil sowieso alles im Arsch war. Der ganze Planet war im Arsch. Oh, Mann." Die Musik ist wirklich vorbei, es sind andere Herren die den Ton angeben. Viele Flecken der Erde sind radioaktiv verseucht wegen Krieg oder einfach nur weil bedauerliche Unfällen passieren. Doch es gibt auch noch Widerständler die versuchen, den Alien Einhalt zu gebieten. Es ist eine hoffnungslose Welt und die Meisten versuchen eigentlich nur zu überleben. Myra Cakan erzählt aus der Sicht von verschiedenen Personen das Leben auf diesem sterbenden Planeten. Es gibt Drogen, Sex, Rock n'Roll und einfach coole Sprüche, auch litrarisch hat Myra Cakan einiges zu bieten auch wenn das Umfeld eher zu zynischem Sarkasmus reizt: "'Tut mir leid, Mann', sagte er und merkte im selben Augenblick, was für einen Scheiß er von sich gab. Nein es tat ihm nicht Leid, diesen Irren umgebracht zu haben - überhaupt nicht Leid. Im Gegenteil, er fühlte sich sogar richtig gut. Vielleicht würde er später den Moralischen kriegen, doch eigentlich bezweifelte Pierce auch das. Das Leben ist einfach zu kurz, um Mitleid mit Arschlöchern zu haben, dachte er - besonders mein Leben." Deutsche Science Fiction und das von einer Frau? Ja das gibt es wirklich und es ist auch wirklich gut! Bei der Beschreibung der Technik bemerkt man, dass dieser Roman von 1999 ist, ansonsten besticht er durch rasante Erzählweise, schnellen Wechseln, starken (weiblichen) Romanfiguren und vielen guten Ideen. Besonders gut hat mir der Endzeit-sarkasmus der teils durchgeknallten Figuren gefallen. Ein rundum voller Chaos steckender sehr guter Cyperpunkthriller knapp an den 5 Sternen vorbei.    

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  • When the Music`s Over

    When The Music's Over
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    28. September 2013 um 21:26

    Nach der Ankunft der Aliens auf der Erde, geht es mit dieser immer weiter bergab. Drogen sind Alltag. Das Hochwasser hat viele Teile der Erde zerstört und zur Flucht getrieben. Alles ist düster, keine Hoffnung scheint vorhanden. Das Eskimo-Mädchen Skadi kommt nach Hamburg, um dort ein neues Leben zu beginnen – und stößt auf verschiedene Personen, die ihre Lebenseinstellung ändern. Und plötzlich sind alle in eine Rebellion verwickelt, die sich gegen die Aliens und das System an sich richtet. Das Buch fängt sehr verwirrend an. Man wird quasi in die verstörende Zukunft der Erde hineingeworfen und erst nach und nach ergibt sich ein Bild. Dieses Bild bleibt jedoch sehr lange verzerrt. Die Autorin beschreibt in jedem Kapitel einen anderen Charakter, bringt dessen Vergangenheit ans Licht oder berichtet von dessen Gegenwart und seinen Zukunftsplänen oder -ängsten. Ich hatte viel Mühe in das Buch hineinzukommen, gerade weil alles so wirr war und immer abwechselnd von verschiedenen, in meinen Augen, sehr vielen Personen erzählt wird. Erst nach und nach kreuzen sich die Wege der Personen und es entsteht ein roter Faden, an den man sich klammern kann, der einem den Weg durch den Roman weist. Gerade weil ich Mühe hatte, hatte ich sogar zeitweise den Gedanken, das Buch abzubrechen, aber irgendwas hat mich gehalten, der Story weiter zu folgen. Und in der Mitte des Buches kam dann Fahrt auf. Nach und nach konnte ich das Bild schärfer sehen und mir auch die Botschaft vorstellen, die von der Autorin vermittelt wurde. Trotzdem war ich am Ende nicht zufrieden mit der Geschichte. Dies lag auch an dem schwierigen Start und dem recht harten Schreibstil. Letztendlich konnte ich auch einigte Parallelen zu Filmen ziehen, so u. a. zu „Independence Day“, „Star Trek“ sowie „Total Recall“. Sehr gut gefallen haben mir die Kapitelüberschriften, die teilweise Zitate sind oder gar Buchtitel. Fazit: Durch den Klappentext hatte ich mir etwas völlig anderes vorgestellt, letztendlich konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Für Cyberpunk-Fans mit Hang zu hartem Schreibstil jedoch interessant.

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