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MyriamKeil

vor 7 Jahren

Bewerbung Gewinnspiel

Hallo, Ihr da draußen! :-) Am 10.06.2011 startet hier eine Leserunde zu meinem Jugendroman "Nach dem Amok", die ich auch moderieren werde. Mein Verlag stellt dafür 10 Bücher zur Verfügung.

Bis zum 29.05.2011 könnt Ihr Euch als Testleser bewerben und ein Exemplar des Buches gewinnen. Schreibt einfach im Unterthema "Bewerbung Gewinnspiel", warum Ihr Interesse an dem Roman habt und gerade Ihr als Testleser geeignet seid.

Natürlich kann auch jeder hier über das Buch mitdiskutieren, der kein kostenloses Exemplar ergattert... Nur so als Tipp: Eltern schenken ja auch mal ganz gerne Bücher. ;-)

Die Testleser, die ein Exemplar von "Nach dem Amok" vom Verlag erhalten, werden am Ende der Leserunde eine Rezension auf LovelyBooks über dieses Buch schreiben. Viele von Euch kennen sich damit ja schon aus, und für alle anderen gilt: Nur keine Berührungsängste, denn eine Meinung hat schließlich jeder! :-)

Ich freue mich schon sehr auf die Gespräche mit Euch!

Speziell in das Unterthema "Fragen an die Autorin" schaue ich auf jeden Fall möglichst jeden Tag rein, aber ich versuche, auch die anderen Diskussionen im Blick zu behalten. Und falls ich mal eine Frage an mich übersehe, einfach nochmal nachhaken!

Gerne könnt Ihr Euch auch jetzt schon an den Diskussions-Unterthemen beteiligen, für die die Lektüre von "Nach dem Amok" nicht erforderlich ist.

Autor: Myriam Keil
Buch: Nach dem Amok

Sternenstaubfee

vor 7 Jahren

Bewerbung Gewinnspiel

Hallo! Das Buch klingt super interessant! Ich habe mir soeben die INhaltsangabe durchgelesen und war sofort überzeugt, daß dieses Buch wie für mich geschrieben ist! :-) Ich habe beruflich mit einer Psychologin zu tun und höre des öfteren von ihr ziemlich heftige Geschichten. Mobbing ist da fast noch mit das Harmloseste. Die Geschichte von Maike und David paßt haargenau dazu, und mich faszinieren solche Storys irgendwie sehr! Ich würde also furchtbar gerne dieses Buch gemeinsam mit anderen lesen und darüber diskutieren! Und wenn dann sogar noch die Autorin dabei ist, ist das natürlich noch das I-Tüpfelchen! :-)
Herzliche Grüße!

MyriamKeil

vor 7 Jahren

Bewerbung Gewinnspiel

Hallo Sternenstaubfee!
Freut mich sehr, dass dich das Thema und der Plot ansprechen! Für mich war das Thema, über das ich das Buch schreiben wollte, irgendwie vom ersten Moment an klar. Übrigens gibt es im Buch auch ein paar Szenen mit einem Psychologen - ich wäre gespannt, was "deine" Psychologin dazu sagt. ;-)
LG, Myriam

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Sternenstaubfee

vor 6 Jahren

Ganz genau so sehe ich das auch, ginnykatze

mabuerele

vor 6 Jahren

Fazit und Rezensionen
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Hier ist nun meine Rezi:

„Mach kaputt was dich kaputt macht“

Den Spruch gibt es auf verschiedenen Shirts zu kaufen, auch auf Kinder-T-Shirts. Um zu begreifen, was das Buch damit zu tun hat, sollte man es lesen…
Einige Zeit, nachdem am Gymnasium ein Amoklauf stattgefunden hat, kommt der Lehrer Schneider wieder in die Schule. Er unterrichtet auch die 10. Klasse, in die Maike geht. Sie ist die Schwester des Amokläufers und hatte sich entschlossen, die Schule nicht zu wechseln. Nach den ersten Blicken des Lehrers wird es Maike übel. Sie muss das Klassenzimmer verlassen. Doch das sollen nicht ihre einzigen Probleme bleiben.
In ihrem Elternhaus ist nichts mehr, wie es war. Während die Mutter häufig weint und nur noch das Haus verlässt, um das Grab ihres toten Sohnes zu besuchen, will der Vater den Namen des Jungen nicht mehr hören. Gespräche sind nicht möglich. Die Befindlichkeiten Maikes interessieren die Eltern nicht oder werden von ihnen abgeblockt. So fühlt sich Maike alleingelassen. Sie druckt mit fremden Adressen Visitenkarten und bummelt durch die Stadt. Dabei gibt sie sich eine neue Identität.
Warum? Das ist die Frage die sie beschäftigt. Warum hat ihr 15jähriger Bruder so viel Leid über andere gebracht? Warum musste Katja sterben? Warum hat sie nichts bemerkt?
Noch hält ihr Freund Jannik zu Maike, obwohl dessen bester Freund Felix beim Amoklauf so schwer verletzt wurde, dass er nie wieder laufen kann. Doch die Freundschaft zwischen Maike und Jannik wird auf eine harte Probe gestellt, denn Maike kann plötzlich körperliche Berührungen nicht mehr ertragen. Außerdem hat Sandra ein Auge auf Jannik geworfen. Sie streut das Gerücht, Maike habe vorher von dem geplanten Amoklauf gewusst. Und das Gerücht verselbständigt sich…
Etwa zur gleichen Zeit findet Maike auf dem Laptop ihres Bruders einen Blog…
Der Roman ist aus der Sicht von Maike geschrieben. Sie ist die Erzählerin. Damit wirkt alles, was im Buch steht, authentisch. Sehr gut charakterisiert sind die handelnden Personen. Die Beschreibungen ihres Innenlebens sind psychologisch sehr ausgefeilt, die Dialoge sind stimmig. Die Handlungsstränge lassen sich gut verfolgen. Auch wenn der eigentliche Amoklauf nur kurz skizziert wird und einiges im Dunkeln bleibt, verfehlt er seine Wirkung auf mich als Leser nicht. Erzählt wird der Vorgang von Maike, die sich zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Raum befand und dort Unterricht hat. Anhand der Geräusche haben die Schüler begriffen, dass was Furchtbares passiert und im abgeschlossenen Zimmer gewartet. Sehr gut gelungen ist an dieser Stelle Darstellung der richtigen Reaktion des Lehrers. Mit wenigen Zeilen wird auch seine psychische Befindlichkeit gekennzeichnet. Ihm zitterten die Hände. Wem nicht in einer solchen Situation? Ich kann mich in seine Lage versetzen. In dem Moment zählt nicht die eigene Angst, sondern die Verantwortung für vielleicht 30 Schüler.
Eine andere Seite ist das Verhalten der Mitschüler. Typische Beispiele dafür sind Charlotte und Romy. Charlotte war Maikes beste Freundin. Jetzt hat sich zwischen beiden eine gewisse Distanz aufgebaut, die darin zum Ausdruck kommt, dass sich Maike nicht mehr traut, sie mit Charlie anzusprechen. Romy gehört zur Clique um Jannik. Romys Freund aber möchte mit Maike nichts mehr zu tun haben. Romy will zu Maike halten, aber ihren Freund nicht verlieren. Dieser Konflikt zerreißt sie innerlich. Wie sie sich letztendlich entscheidet, möchte ich hier nicht verraten. Auch auf die Ursachen des Amoklaufs möchte ich nicht eingehen. Das würde zum einen den Rahmen sprengen, zum anderen die Spannung nehmen.
Spannend ist dieses Buch nicht nur durch die Handlung, sondern besonders durch die psychologischen Konflikte, die hier in der Rezension nur angerissen werden konnten. Außerdem ist der Roman emotional tief bewegend. Er geht unter die Haut. Es ist ein wichtiges Buch, weil es das Verhalten des Menschen in Extremsituationen, die jeden unverhofft treffen können, auslotet.
Es ist ein Jugendbuch, doch mich als Leser, der dem Jugendalter schon länger entwachsen ist, hat es tief getroffen. Anders als jugendlichen Leser, die sich vermutlich mit den gleichaltrigen Schülern identifizieren, stellt sich mir die Frage nach der Verantwortung. Gehen wir sensibel genug miteinander um? Sind wir offen für die Probleme des Nächsten? Achten wir auf Kleinigkeiten? Das Buch zeigt, wie schnell eine Situation eskalieren kann und das manches, was gut gedacht war, doch zur Katastrophe führt …
Zum Abschluss möchte ich noch wenige Worte zum Schreibstil sagen. Er hat mir gefallen. Wortwahl, Länge der Kapitel und Abschnitte sowie die Verwendung fetter Schrift und Kleinschreibung für Internetauszüge entsprechen dem Lesebedürfnissen der Jugendlichen. Das Buch ergreift so, dass man es am liebsten am Stück durchlesen möchte. Für geübte Leser mit genügend Zeit ist das durchaus möglich. Umfang und Schriftgröße lassen das zu.

Splitterherz

vor 6 Jahren

Kapitel 27 - 33
@ginnykatze

Sehe ich genauso.. ich finde alles Andere würde auch nicht mehr glaubhaft wirken. ;) Es ist gut so, wie es ist und das Ende ist der Autorin gut gelungen...

MyriamKeil

vor 6 Jahren

Fazit und Rezensionen

Danke an alle, die hier mitdiskutiert und/oder eine Rezension geschrieben haben!

Ich werde auch weiterhin in die Leserunde reinschauen, falls es noch Fragen und Gesprächsbedarf gibt - oder vielleicht auch neue Leser des Buches, die die Leserunde verpasst haben und sich trotzdem noch gerne hier austauschen möchten.

Liebe Grüße,
Myriam

Starbucks

vor 6 Jahren

Fazit und Rezensionen

Hallo! Hier noch meine Abschlussrezension - ich hatte leider lange kein Internet, da ist es liegen geblieben (keine echte Entschuldigung, denn ich habe auch schon wieder lange ein mehr oder weniger kooperatives Internet!)

'Nach dem Amok' von Myriam Keil ist ein Buch und ein Thema, das uns alle angeht. Gerade als Lehrerin und tätig im Krisenteam unserer Institution liegt mir auch das Thema besonders nah. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass eine Autorin dieses schwierige Thema als Jugendbuch angeht.
Maike ist die Schwester des Amokläufers, der beim Amoklauf selbst ums Leben kam. Während Maike sich in ihrem Leben, vor allem in der Schule, um ein Stück Normalität bemüht, indem sie versucht, alles so zu lassen, wie es war, nicht die Schule zu wechseln, nicht wegzuziehen mit ihrer Familie, fangen ihre Mitschüler an, Maike auszugrenzen, und auch die Beziehung zu ihrem Freund Jannik wird auf eine harte Probe gestellt. Schließlich ist auch Jannik bester Freund durch den Amoklauf gelähmt. Insgesamt wird Maike Opfer des Mobbings ihrer Mitschüler, dabei vergessen alle, dass auch sie ein Opfer des Amoklaufs ist. Auch ihre Eltern werden angegriffen und bloßgestellt.
Das Interessante am Roman von Myriam Keil ist vor allem die Perspektive aus der Sicht der Familienangehörigen des Amokläufers. Auch die Familie hat einen großen Verlust zu verzeichnen und fühlt sich evt. auch schuldig; trotzdem ziehen sie die Missgunst aller auf sich. Das Beste wäre hier wohl ein Ortswechsel, um noch einmal neu zu beginnnen, denn auch die anderen können in ihrer Trauer, Wut und Hass nicht aus ihrer Haut und suchen Schuldige, da der eigentlich Schuldige ja nicht mehr zur Verfügung steht.
Maike gibt sich dabei als unheimlich starkes Mädchen, als toller Charakter, und auch die anderen Charaktere sind sehr glaubhaft und überzeugend dargestellt. 'Nach dem Amok' fesselt, macht nachdenklich, und lässt den Leser mit ganz vielen Denkanstößen zurück. Es sollte in jeder Schülerbibliothek stehen! Für mich wird 'Nach dem Amok' nicht das letzte Buch der Autorin sein.

aba

vor 6 Jahren

Fazit und Rezensionen
@Starbucks

Hi!
Ich denke auch, dass dieses Buch auch in jeder Schulbibliothek stehen muss!
Ich versuche immer wieder, unsere Schulleiterin davon zu überzeugen, bei uns eine Lesung zu veranstalten.....
Wäre toll.

MyriamKeil

vor 6 Jahren

Fazit und Rezensionen
@aba

Mich würd's freuen. :-) Meine Mutter ist übrigens Lehrerin, ihre Schule hat ein Budget für solche Sachen, das hat wahrscheinlich fast jede Schule. Aber dann muss natürlich auch die Art der Veranstaltung in den Augen der Schulleitung sinnvoll sein. Vielleicht wird eure Schulleiterin ja irgendwann doch noch schwach. ;-)

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