Myriane Angelowski Finkenmoor

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Inhaltsangabe zu „Finkenmoor“ von Myriane Angelowski

Zwei Kinder verschwinden an einem Novembertag am Cuxhavener Finkenmoor spurlos. Als das ganzen Ausmaß des Verbrechens ans Tageslicht kommt und Täter endlich gefasst wird, sind die betroffenen Familien fassungslos über das milde Urteil. Nach Jahren voller Verzweiflung nimmt allmählich ein neuer Gedanke von den Hinterbliebenen Besitz: Rache. Als der Mann das Gefängnis verlässt, hat er nicht die geringste Ahnung, was ihn erwartet. Aber auch die Angehörigen wissen nicht, worauf sie sich einlassen. Denn die Jäger werden zu Gejagten, und ein erbitterter Kampf um Leben und Tod beginnt …

Starker Tobak: es geht um Rache und Selbstjustiz an Kindermördern. Mein Tipp an alle Eltern - erstmal überlegen, ob man das lesen kann/will.

— TochterAlice
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  • Ohne Wenn und Aber

    Finkenmoor
    abuelita

    abuelita

    19. March 2017 um 14:42

    Ohne Wenn und Aber kann ich nur sagen, dass dieses Buch sehr spannend und sehr ungewöhnlich auch ist.Mal wieder fast zu grausam für mich, das nebenbei. Sicher, die Taten werden nicht bis ins Kleinste beschrieben, aber das, was zu lesen ist, reichte mir schon; bereits bei den Tierquälereien musste ich sehr schlucken.In verschiedenen Handlungssträngen erzählt die Autorin nicht etwa von einer Tat und dann den Ermittlungen so wie sonst fast immer üblich in einem Krimi oder Thriller. Nein, hier lernen wir die Opfer, die Täter und die Angehörigen kennen, dazu die Schauplätze, die eigentliche Tat dann und dann – ein großer Sprung und eine völlig andere Situation. Wie gehen die Angehörigen damit um? Warum wird jemand zum Täter? Kann man als Angehöriger damit fertig werden? Was passiert, wenn nicht?Selbstjustiz, ja oder nein? Vergeben oder nicht? Es ist unglaublich dicht, dieses Buch, sehr düster, sehr beklemmend – kurz: keine leichte Kost .

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  • Nicht für zartbesaitete Personen geeignet

    Finkenmoor
    Guaggi

    Guaggi

    09. December 2015 um 14:47

    Ich habe diese Lektüre schon eine kleine Ewigkeit vor mich hergeschoben. Dieses Zögern hatte zwei Gründe. Zum einen bin ich als Mutter etwas zartbesaitet, wenn in einem Kriminalroman oder Thriller Kinder zu den Opfern zählen und zum anderen identifiziere ich mich sehr stark mit dem Handlungsort, immerhin bin ich in dieser Stadt aufgewachsen und wohne immer noch hier. Trotz dieser Bedenken habe ich das Abenteuer Finkenmoor doch gewagt und bin tatsächlich von dem Gelesenen etwas überfordert und überwältigt. Man lernt, dank ausführlicher Vorgeschichte, nicht nur die Opfer und ihr Umfeld sehr gut kennen, sondern auch den Täter. Diese Nähe zum Täter verursachte bei mir sprichwörtlich Übelkeit und es kostete mich einiges an Überwindung, das Buch nicht abzubrechen. Doch dieses Buch dreht sich nicht nur um die Abgründe dieses Individuums. Es zeigt uns auch, wie das Umfeld der Opfer, und insbesondere die Familie, mit dieser grausamen Tat umgeht. Manche verfallen in Depressionen und wollen ihr Leben beenden, andere versuchen sich zu arrangieren und das Urteil anzunehmen und wieder andere wollen Rache. Ich ertappte mich das ganze Buch über immer wieder dabei, wie ich mir die Handlungsorte vor Augen führte und Parallelen zu heutigen Gebäuden und Geschäften suchte. Ebenso ging mir ständig durch den Kopf, wie ich mich in der Situation der Angehörigen verhalten würde. Wäre Rache für mich eine Option? Könnte ich geplant und auf grausame Art und Weise einen Menschen töten? Was treibt Menschen in diese verschiedenen Reaktionen? Eine Antwort auf diese Fragen fand ich bisher nicht, doch ich bin der festen Meinung das unser Rechtssystem in manchen Situationen versagt und die Opfer und ihre Angehörigen mit milden Urteilen stellenweise noch zusätzlich verhöhnt. Dieses Buch ist für mich erschreckend nahe an der Realität und gerade darum ein absolutes Pflichtprogramm für jeden Krimifan. Lest dieses Buch. Macht euch euer eigenes Bild. Versetzt euch in die Lage der Protagonisten und entscheidet selbst, wie Nahe die Autorin an die Realität herankommt.

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  • Gibt es ein Recht auf Rache?

    Finkenmoor
    Jule_Blum

    Jule_Blum

    27. November 2013 um 14:12

    In "Finkenmoor"von Myriane Angelowski geht es um ermordete Kinder: Der Täter wird ermittelt und zu einer unfassbar milden Strafe verurteilt, mit der die hinterbliebenen Angehörigen nicht ins Leben zurück finden können. Als er aus der Haft entlassen wird, ist bereits ein scheinbar lückenloses Komplott geschmiedet, denn auch seine Existenz muss beendet werden, um wenigstens die Illusion eines Gleichgewichts herzustellen. Angelowski versteht es meisterhaft, ihre LeserInnen in den Bann zu ziehen, die Lesestunden fliegen nur so dahin. Ihre Charaktere sind äußerst lebendig und mit zeitweise schockierender Genauigkeit beschrieben, die Geschichte lässt praktisch ab der ersten Seite nicht mehr los. Die zentralen ethischen Fragen ihres Buches – wie berechtigt ist Rache und wann wird eine Strafe zur Sühne, mit der auch die Angehörigen des Opfers zur Ruhe kommen?- werden ebenso fesselnd wie beunruhigend ins Visier genommen.

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  • kein Allerweltskrimi

    Finkenmoor
    robbylesegern

    robbylesegern

    10. May 2013 um 15:10

    "Finkenmoor" von Myriane Angelowski ist sicherlich kein normaler Krimi, für mich aber ein Krimi, der es in sich hat und aus der Masse heraus sticht. Das Buch ist in zwei Teile aufgegliedert, die zum einen die Verbrechen und ihre Täter beschreibt, der zweite Teil widmet sich dann den Angehörigen der Opfer und ihr Umgehen mit der Tat. Einen Kommissar werden sie in diesem Krimi vergeblich suchen, da es nicht um die Tätersuche geht. Der Täter, bzw. die Täter stehen von Anfang an fest, es dreht sich mehr um das Warum und die Art der Tat und ihre Konsequenzen. Für Leser, die Schwierigkeiten mit dem Lesen von pädophilen Straftaten haben, ist dieses Buch sicherlich ein harter Brocken. Auch ich stellte bei mir fest, dass manche Beschreibungen mir sehr unter die Haut gingen.Trotzdem habe ich weitergelesen, da die interessante Sichtweise dieses Krimis mir sehr gefallen hat. Man fragt sich häufig:"Wie hätte ich reagiert, wenn die Justiz die grausamen Verbrechen mit milden Urteilen abschließt, du selbst dein Leben aber nie wieder so leben kannst wie vorher, da dieses Trauma für die Angehörigen sicherlich nie zu überwinden ist. Oder die Geschädigten ihr Leben, das sie vorher hatten , nie wieder so leben können wie vorher und für immer gezeichnet sind.Das als Elternteil mit zu erleben , ist glaube ich genauso so schlimm, als wenn man den Menschen verliert, da man hilflos daneben steht und nichts für sein Kind tun kann. Myriane Angelowski, eine Schriftstellerin , die mir bis dato unbekannt war, hat sich mit diesem Buch wirklich übertroffen, da sie die Personen und Taten nicht Effekt heischend darstellt, sondern so, wie sie in der Realität leider immer wieder vorkommen. Das die Justiz da keine Handhabe hat härter durch zu greifen, nur weil ein gewiefter Anwalt dem Täter zur Seite steht, oder psychologische Gutachten die Täter zu Opfern machen,macht nicht nur mich mehr als wütend. Wer wundert sich da über so ein Ende.

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  • Rezension zu "Finkenmoor" von Myriane Angelowski

    Finkenmoor
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    20. February 2013 um 18:44

    Im landschaftlich schönen Finkenmoor geschehen ungeheuerliche Dinge. Zwei Kinder werden Opfer eines Verbrechens. Der Täter ist schnell gefunden und erhält eine entsprechende Strafe. Zu wenig in den Augen der Familien der Opfer. Die Jahre vergehen und sowohl der Täter als auch die Familienangehörigen sehen in die Zukunft. Die einen freuen sich über ihre bevorstehende Entlassung aus dem Gefängnis, die Anderen auch, denn in ihnen reift der langehegte Plan der Rache um den Täter seine gerechte Strafe zukommen zu lassen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Vorzeichen kehren sich um und die langersonnen Wünsche, werden sie sich erfüllen? „Nicht zu nah ran, bloß nicht erschrecken. Stell ihm einfach eine Frage, die meisten Menschen haben das Gefühl, antworten zu müssen. Kinder werden dazu erzogen.“ Gewalt und Missbrauch an Kindern. Es ist die Horrorvorstellung eines jeden Elternteils, dass ausgerechnet sein Kind Opfer eines derartigen Verbrechens werden könnte. Und die Statistik zeigt, die Straftaten nehmen zu. Ein heißes Eisen hat Myriane Angelowski mit ihrem Roman „Finkenmoor“ hier also angefasst. Sie nähert sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Sowohl aus dem der Opfer, der Täter und dem der Familienangehörigen. Ist es tatsächlich möglich einen Text mit derart vielen Ausgangspunkten zu einem lesenswerten Buch zusammen zustellen ohne das die jeweiligen Personen zu viel Unruhe hinein zubringen? Kein leichtes Unterfangen und fast jeder kennt ein Buch in dem eben jener Fall aufgetreten ist und einem den Spaß am Lesen nimmt. Nicht jedoch im Krimi von Myriane Angelowski. Sie geht sehr tief in die jeweiligen Charakteren hinein. Oberflächlichkeiten blendet sie aus, Details sind geplant und berechtigt. „Manche Menschen haben einfach kein Gewissen“. Myriane Angelowski nimmt sich der Psyche ihrer Protagonisten an als ob sie selber in die jeweilige Rolle schlüpfen würde. Sowohl die Empfindungen eines Ofers als auch die eines Verbrechers werden dem Leser verständlich und natürlich nahegebracht. Dabei bleibt sie neutral und überlässt dem Leser die Wertung. Myriane Angelowski wechselt nicht nur die Perspektive sondern auch die Handlungsorte. Als Ortsunkundige viel es mir anfangs schwer Ort und Personen immer richtig einander zuzuordnen, dieses verlor sich aber mit der Zeit, wurde selbstverständlicher und einfach ein Bestandteil der Geschichte. Der Spannungsbogen bleibt manchmal unterschwellig, so als ob der Horror ganz leise neben einem hergehen würde, doch die Angst liest mit. Manchmal erahnt man bereits den Ausgang eines Kapitels und hofft darauf, dass man sich irrt um die Person nicht zu verlieren und sich dem Horror nicht stellen zu müssen. Dieses trägt sich durch den gesamten Roman, doch zum Schluss lässt Myriane Angelowski ihre Kunst spielen und spinnt alles zu einem spannungsreichen Ende zusammen. Wer erinnert sich nicht an den Fall Marianne Bachmaier, welche in den 80er Jahren Selbstjustiz an dem mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter übte. Viele Menschen sprach sie mit ihrer Tat aus der Seele. Man stellte sich die Frage, was hätte ich in dieser Situation, in der mir das Liebste genommen wurde, getan? Rache genommen, weil der Rechtsstaat oder Menschen versagt haben? Myriane Angelowski hat sich diesem Thema angenommen und daraus zweifelsfrei einen brillanten und aufregenden Krimi konstruiert. Finkenmoor war mein erster Krimi der Schriftstellerin aber sicherlich nicht der letzte. Leseempfehlung? JA. Für wen? Krimifreunde jedweder Couleur.

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  • Rezension zu "Tod im Finkenmoor" von Myriane Angelowski

    Finkenmoor
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. January 2013 um 15:49

    Das Thema Kindesmissbrauch/Kindestötung ist furchtbar und nimmt den Leser sehr mit. Viele Menschen werden sicher schon einmal angesichts schrecklicher Verbrechen, vor allen Dingen gegen Kinder, schon einmal über das Thema Selbstjustiz nachgedacht haben. Myriane Angelowski geht bei der Schilderung der Verbrechen nicht zu sehr ins Detail; trotzdem sind die Bilder, die der Leser vor sich sieht, erschütternd. Für diesen packenden Krimi gibt es eine klare Leseempfehlung. Fazit: Erschütternd. Das Thema Selbstjustiz packt sicherlich jeden Leser.

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  • Rezension zu "Tod im Finkenmoor" von Myriane Angelowski

    Finkenmoor
    Die-Rezensentin

    Die-Rezensentin

    18. December 2012 um 21:28

    Was ist Gerechtigkeit ? Der gewaltsame Tod eines Kindes... Durch dieses Buch wird einem nochmal richtig klar, was das bedeuten kann. Die Ehe der Eltern zerbricht, der Rest der Familie wird nie wieder so leben wie vor der Tat. Man hat den Eindruck, dass mit dem Tod des Kindes auch die restlichen Familienmitglieder gestorben sind, zumindestens innerlich . In Finkenmoor gibt es mehrere Handlungsstränge, die auch zu Anfang etwas verwirrend sein könnten, doch später führen alle auf irgendeinem Weg zu einem Ganzen zusammen, teilweise völlig unvorhersehbar. Bei einer, sich später herausgestellten Verbindung, lief es mir kalt den Rücken herunter, weil ich damit nie gerechnet hatte. Die Vorstellung der verschiedenen Figuren kam mir zuerst etwas langatmig vor, doch anschließend gefiel es mir umso besser. Denn die Protagonisten wurden mir dadurch so vertraut, dass ich mich anschließend viel besser in sie hineinversetzen , oder zumindestens Verständnis für ihre Handlungsweise aufbringen konnte. Myriane Angelowski hat es hervorragend verstanden, den Leser im Unklaren zu lassen und plötzlich nach und nach Dinge und Zusammenhänge aufzudecken. Mich hat das Buch dermaßen gefesselt, dass ich mich wirklich nur schwer davon lösen konnte; ich mußte unbedingt wissen,wie es weitergeht. Sobald man etwas vertraut mit den handelnden Personen ist, läßt einen die Geschichte nicht mehr los. Es ist auch von Beginn an klar, wer der Täter ist und dem Leser wird zugemutet, tief in seine Psyche zu blicken.. Mein Ekel auf diesen Mann steigerte sich noch, als er nach seiner Festnahme Briefe aus dem Knast an seine Eltern schrieb. Völlig ohne Reue oder Schuldgefühle jammerte er über die nicht gute Behandlung und das schlechte Essen im Knast. Aber, wie er so schön schrieb, er hat ja noch das ganze Leben vor sich, wenn er nach ein paar Jahren entlassen wird. Die Vorstellung, dem Mörder seines Kindes jeden Tag zu begegnen, während die eigenen Familienmitglieder völlig zerbrochen sind, läßt einen die Gedankengänge in Richung Selbstjustiz sehr gut nachvollziehen. Das Buch erinnerte mich an den Fall des kleinen Jakob v.M., dessen Mörder auch aus dem Knast heraus nur jammerte, prozessierte und am Ende noch eine Entschädigung wegen angeblicher Folterandrohung zugesprochen bekam. Ich vergebe 5 Punkte, weil ich das Buch extrem spannend fand und kaum aus der Hand legen konnte.

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