Myrthe Van der Meer Heiter bis wolkig

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Inhaltsangabe zu „Heiter bis wolkig“ von Myrthe Van der Meer

Myrthe fühlt sich großartig. Alles spricht doch dafür, dass ihre diagnostizierte Depression der Vergangenheit angehört, auch wenn sie sich mit ein paar Tablettenvorräten für den schlimmsten Fall gern alle Möglichkeiten offenhalten möchte. Beschwingt und mit einem breiten Lächeln macht sie sich zu ihrem vermeintlich letzten Gespräch mit ihrer Psychiaterin auf – und landet zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses.
So hat sich Myrthe das ganz und gar nicht vorgestellt. Mit dem jungen Psychiater Dr. Panjani macht sie sich zunächst widerwillig auf die Suche nach dem Ursprung ihrer Probleme und der richtigen Diagnose (Asperger-Syndrom und Bipolare Störung). Dabei wirft sie einen humorvollen Blick in das Innere einer offenen Station und sorgt für ein schwungvolles Leseerlebnis. Lesenswert, nicht nur für Psychiatrie-Erfahrene und ihnen Nahestehende!

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  • Humorvoller ehrlicher Blick in das Innere einer offenen Station

    Heiter bis wolkig

    himbeerbel

    17. May 2018 um 17:26

    Alles spricht dafür, dass ihre Depression der Vergangenheit angehört. Myrthe fühlt sich großartig und gesund. Beschwingt und mit breitem Lächeln fährt sie zu ihrem vermeintlich letzten Therapiegespräch und findet sich völlig unverhofft zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in der Psychiatrie wieder - und das nur, weil sie sich mit ein paar Tablettenvorräten für den schlimmsten Fall alle Möglichkeiten offen halten wollte und dies dank ihrem Aspergersyndrom mit aller Ehrlichkeit ihrem Psychiater auch genau so mitgeteilt hat. Es ergibt sich eine neue Diagnose - zu dem Asperger-Syndrom kommt noch die Bipolare Störung, die gemeinhin auch als manisch-depressive Erkrankung bekannt ist, hinzu. "»Was ich tatsächlich bekommen habe, ist lebenslänglich. Als ich nur depressiv war, konnte ich noch glauben, dass jede Depression die letzte ist.« Ich zögere kurz. »Jetzt scheint auf jede Depression ein neues Tief zu kommen, immer wieder hoch, immer wieder runter.«" (S. 182) Als Leser durchlebt man mit Myrthe die unterschiedlichen Seiten ihrer neuen Diagnose, erlebt ihr Hadern mit der Krankheit und ihre Entwicklung in der Klinik: "Ich finde, dass ich für andere da sein können muss, dass ich nützlich sein muss und dass ich eine Daseinsberechtigung haben muss. Das sind schon drei Gründe. Ich will nicht das schwächste Glied in der Kette sein. Und ich will diese Diagnose nicht." (S. 133/134) Gleichzeitig gewährt einem dieser Roman einen humorvollen ehrlichen Blick in das Innere einer offenen Station mit seinen unterschiedlichsten Patienten, Problemen und Krankheitsbildern, lässt aber gleichzeitig auch ein wenig von der Besonderheit dieser geschützten Atmosphäre erahnen, in der man monatelang all seine Probleme, Frustrationen, Schwächen und Ängste mit Pflegern und Mitpatienten teilt, bis man wieder für ein Leben außerhalb gekräftigt ist. Wichtig sind dabei auch die Angehörigen, die in diesem Roman nicht außer Acht gelassen werden. Heiter bis wolkig basiert auf den Erfahrungen, die Myrthe van der Meer (Pseudonym) in allen Winkeln der Psychiatrie gesammelt hat. Es geht um den Weg zur Diagnose, die Tagesklinik, die Einweisung in eine psychotherapeutische Klinik und schließlich um ihren zweiten Psychiatrieaufenthalt. Die Geschehnisse fanden in Wirklichkeit also nicht alle in der geschilderten psychiatrischen Abteilung statt und auch nicht nur mit den in diesem Psychiatrieroman beschriebenen Pflegekräften, Therapeuten und Mitpatienten. Und doch kann man sich als manisch-depressiv erkrankter Mensch in manchem wiedererkennen und fühlt sich an die durchwachsenen, vor allem aber auch an die positiven Aspekte der Klinikzeit zurückerinnert. Wer sich in diese Thematik hineinlesen möchte, dem sei dieses Buch, das einen ein ums andere Mal schmunzeln lässt, unbedingt empfohlen!

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  • Myrthe ist großartig

    Heiter bis wolkig

    Me1anie

    03. March 2018 um 17:23

    Eine psychiatrische Abteilung ist kein Ort zum Lachen? Weit gefehlt... Das wissen natürlich alle, die eine Psychiatrie schonmal von innen gesehen haben. Dieser Roman strotzt nur so vor Humor. Das liegt einerseits an dem absurden Theater des Lebens, dass sich in dem, im wahrsten Sinne des Wortes, verrückten Setting in voller Kraft entfalten kann, aber vor allem liegt das an der Hauptprotagonisten, Myrthe, selbst. Der Leser folgt ihr nämlich nicht nur in die Psychiatrie, sondern auch in ihre Gedankenwelt. Die kann man nicht immer nachvollziehen, aber man kann doch immer darüber schmunzeln... Mich würde wirklich interessieren, welche von den Ereignissen von der Autorin selbst erlebt wurden (es heißt Van der Meer zieht die Erfahrungen im Roman aus dem eigenen Leben) und welche frei erfunden sind. Großartig fand ich die Sache mit den Bildern! Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel: das sollte jeder für seinen nächsten Krankenhausaufenthalt adaptieren. :-D

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