Nâzim Hikmet

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Die Namen der Sehnsucht, Die Namen der Sehnsucht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nâzim Hikmet

Nâzim Hikmet wurde 1902 in Saloniki geboren und wuchs in der kosmopolitischen Atmosphäre Istanbuls auf. Zeitlebens blieb der politisch engagierte Dichter in seiner Heimat verfolgt. Sechzehn Jahre verbrachte er im Gefängnis, zwölf Jahre lebte er im Exil. Er starb 1963 in Moskau. Sein Publikations-verbot wurde in der Türkei erst 1965 aufgehoben.Gisela Kraft, 1936 - 2010, war Schriftstellerin und literarische Übersetzerin aus dem Türkischen. Für ihre Übertragungen wurde sie 2006 mit dem Weimar-Preis und 2009 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Preis ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nâzim Hikmet

Cover des Buches Die Namen der Sehnsucht9783100338495

Die Namen der Sehnsucht

 (1)
Erschienen am 03.07.2008
Cover des Buches Die Namen der Sehnsucht9783250104407

Die Namen der Sehnsucht

 (2)
Erschienen am 14.07.2008
Cover des Buches Eine Reise ohne Rückkehr9783935597203

Eine Reise ohne Rückkehr

 (0)
Erschienen am 28.07.2014
Cover des Buches Die Luft ist schwer wie Blei9783935597197

Die Luft ist schwer wie Blei

 (0)
Erschienen am 28.07.2014
Cover des Buches Yasamaya Dair9783935597180

Yasamaya Dair

 (0)
Erschienen am 01.01.2000

Neue Rezensionen zu Nâzim Hikmet

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Rezension zu "Die Namen der Sehnsucht" von Nâzim Hikmet

Rezension zu "Die Namen der Sehnsucht" von Nâzim Hikmet
Camvor 11 Jahren

Diese von Gisela Kraft bearbeite Neuausgabe dokumentiert die vitale Größe dieses epochalen türkischen Lyrikers. Hikmet,der im Juni 1963 in Moskau gestorben ist, gilt als Begründer der modernen türkischen Lyrik. Viele seiner Werke sind während seiner Inhaftierung entstanden. Hikmet, der als das sprachgewaltigste poetische Sprachrohr der türkischen Linken anzusehen ist, war seit 1924 Mitglied der illegalen Kommunistischen Partei der Türkei. Für seine politischen Überzeugungen die er in der Zeitschrift Aydinlik publizierte, wurde er verhaftet und Jahre lang interniert. Sein Engagement für die Linke musste er also teuer bezahlen, denn mehr als die Hälfte seines 61 Jahre währenden Lebens hat er in türkischen Gefängnissen und im Moskauer Exil. Er hat Liebesgedichte geschrieben, angeregt durch diverse Liebschaften und Ehen. Zur Sicherung des Lebensunterhalts hat er Drehbücher und Theaterstücke geschrieben.

Mit seinen zahlreichen dramatischen Werke hat er trotz Verfolgung und Exil, und des über seinen Tod hinaus bestehenden Publikationsverbots, die türkische Literatur nachhaltig geprägt. Seine Texte sind zum Teil in seiner Heimat zu Volksliedern oder geflügelten Worten geworden.

Die Auswahl der Gedichte in diesem Buch führt wie ein Leitfaden von der frühen Kindheit durch alle markanten Stationen seines Lebens. Seine Lyrik ist nicht nur für Lyrik Liebhaber ein Genuss, denn seine poetische Stärke kommt in seinem Sprachstil großartig zum Ausdruck. Sein Ton, seine Metrik, ist mal untröstlich ratlos, skeptisch zwiespältig, dann aber auch wieder hemmungslos couragiert, ein anders Mal wieder erstaunlich befremdend wortkarg.

Nazam Hikmet hat es verstanden Leben, Poesie und Politik völlig miteinander zu vereinen ohne das eine oder andere zu zerstören. Auch in den schwierigsten Situationen blieb er glaubwürdig. Seine Reflexionen beeindrucken nachhaltig."Im Namen der Sehnsucht" ist ein großes Dokument für ein exemplarisches Dichterleben.

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