Núria Pradas Die Kleidermacherin

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Inhaltsangabe zu „Die Kleidermacherin“ von Núria Pradas

Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Aller sozialer Gegensätze zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …

Hervorragendes zeitgeschichtliches Buch über die Entwicklung eines Modehauses in Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

— friederickesblog

hat mehr was von einer Serie, ziemlich viele Zeitsprünge

— carlinda

Schöne Geschichte, leider etwas ohne Struktur und roten Faden.

— leserattebremen

Ein toller historischer Roman, eine interessante Familiengeschichte, mal was anderes.

— evafl

Ein Roman, bei dem man dranbleiben sollte. In der Mitte etwas zäh und mit vielen Figuren, entwickelt er sich zum Ende hin positiv.

— tinstamp

ein etwas schwerfälliger Beginn, bei dem sich das "Dranbleiben" lohnt, denn die Infos und die Geschichte sind wirklich lesenswert

— Gudrun67

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  • Ein schöner Roman für warme Sommertage

    Die Kleidermacherin

    Alyana83

    02. June 2017 um 11:02

    Inhalt:Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …(Quelle: Penguin Verlag)Cover:Das Cover des Buches gefällt mir persönlich wirklich gut. Es ist sehr stilvoll und hat mich sofort angesprochen. Zur Thematik des Modehauses passt es perfekt und auch erkennt man, dass das Buch in einer eher warmen Gegend spielt.Auch die Schrift kommt sehr edel daher und passt absolut zum Rest der Gestaltung.Für mich war das Cover mit ein Grund, mir das Buch näher an zu sehen.Persönliche Meinung:Ein historischer Roman, der in Spanien spielt. DAS ist doch mal etwas anderes. So ungefähr war mein erster Gedanke, als ich den ersten Satz der Inhaltsangabe durchgelesen habe. Als diese mich dann komplett ansprach war klar, dass ich diese Geschichte gern lesen würde.Als erstes fiel mir auf, dass die Namen und viele Ausdrücke so ganz anders sind, als ich bisher gewohnt war. Logisch. Spanische Namen begegnen einem ja nun nicht in jedem Buch. Meist sind das eher englische Namen oder auch deutsche. Zu Anfang habe ich mich damit etwas schwer getan. Aber wenn man sich dran gewöhnt hat, ist alles gut.Auch der Schreibstil gefällt mir gut. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man hängt nirgends fest. Ein wenig Probleme hatte ich am Anfang mit den Zeitsprüngen. Die sind aber nicht dramatisch. Irgendwo relativ am Anfang war ich kurze Zeit verwirrt. Aber wenn man weiter liest erklärt sich das ganze von selbst.Protagonistin dieses Buches ist Laila, die im Textilgeschäft Santa Eulalia in Barcelona arbeitet. Dieses gibt es übrigens wirklich, was ich ganz besonders fand. Es wurde 1843 gegründet.Aber zurück zu Laia. Laia wird in eher ärmlichen Verhältnissen groß und arbeitet; wie ihre Mutter auch, bei Santa Eulalia um über die Runden zu kommen. Dort begegnet sie Roser, deren Bruder das Geschäft führt. Die beiden jungen Frauen werden Freundinnen, trotz dem sie aus verschiedenen Schichten kommen. Das hat mir gut gefallen und ich mag beide Frauen sehr gern. Roser wirkte auf mich das Buch über sehr faszinierend und ich hatte genaue Vorstellungen davon, wie sie aussieht. Eine schöne, edle, zurückhaltende Frau.Als Ferrán in das Leben der beiden tritt, ändert sich einiges. Und natürlich möchte ich nicht spoilern, aber ich glaube, jeder kann sich hier denken, dass dies der Freundschaft nicht gerade gut tut. Auch Laia hat mir als Charakter gut gefallen. Meistens. Es gibt da aber so eine Sache, die mir sehr sehr seeeehr negativ aufgestoßen ist. Leider kann ich das hier nicht verraten :-( Aber, meine positive Meinung zu Laia wurde dadurch leider getrübt.Sämtliche Nebencharaktere haben mir, bis auf Ferrán, alle gut gefallen. Ferrán war mir leider von Beginn an eher unsympathisch. Hat man ja mal. Leider kam in der Geschichte für mich der erhoffte Flair nicht rüber. Ich hätte mir mehr Atmosphäre gewünscht. Vom Geschäft, den Kleidern, den Stoffen und auch von Barcelona selbst. Für mich war das leider etwas wenig. Schade!Neben der Liebe, der Freundschaft, der Familie, den Intrigen und natürlich der Mode darf es hier natürlich nicht an Politik bzw. Geschichte an sich fehlen. Und da muss ich mich leider outen...ich hatte nicht die geringste Ahnung von einem Bürgerkrieg in Spanien in den 1930er Jahren. Wirklich. Absolut keine. Null. Nada. Niente. Meine Überraschung war daher sehr groß und es musste erst einmal Wikipedia zu Rate gezogen werden xD Also Lerneffekt: Top! (Das ich Geschichte als Abiturfach hatte macht die Sache irgendwie auch nicht weniger peinlich xD).Fazit und Bewertung:"Die Kleidermacherin" ist alles in allem ein schöner historischer Roman. Lässt sich gut lesen und ist an vielen Stellen interessant. Leider fehlte mir persönlich das "gewisse Etwas" und der Funke konnte nicht zu 100% überspringen.Ich hätte mir einfach mehr Flair gewünscht. An manchen Stellen etwas weniger durcheinander und einfach viel mehr Mode. Klar. Mode gibt es schon. Aber ich hatte etwas anderes erwartet. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen. Gerade jetzt für die heißen Tage ist es eine gute Geschichte.

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  • Die Geschichte eines Modehauses in Barcelona

    Die Kleidermacherin

    friederickesblog

    30. May 2017 um 13:38

    Klappentext: Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …   Die Autorin: Núria Pradas stammt aus Barcelona. Sie arbeitete zunächst als Lehrerin, bevor sie sich dem Schreiben widmete. „Die Kleidermacherin“ ist eine Hommage an ihre Stadt, deren jüngere Geschichte sie zu neuem Leben erweckt. Der Roman entstand in engem Austausch mit dem luxuriösen Modehaus Santa Eulalia in Barcelona, das 1843 gegründet wurde.   Das Cover: Das Cover mit der eleganten Frau, gekleidet im Stil des frühen 20. Jahrhunderts, sowie mit Barcelona im Hintergrund ist stimmig und lädt dazu ein, das Buch lesen zu wollen. Der dazu passende Klappentext macht neugierig auf die Erzählung.   Die Geschichte: Laia fängt eine Ausbildung im Textilgeschäft Santa Eulalia in Barcelona an und lernt dort Roser, die Tochter des Inhabers, kennen. Zwischen den beiden jungen Frauen unterschiedlicher Herkunft entsteht eine Freundschaft, die allerdings durch den schönen Ferrán, der sich mit Roser verlobt, sehr strapaziert und belastet wird. Mit ihm soll das traditionsreiche Unternehmen zu einem nach Pariser Vorbild ersten Modehaus Spaniens gemacht werden.   Meine Meinung: Beim Einstieg in das Buch lag der Schwerpunkt zunächst auf der Familie des Modehauses, dann wurde es allerdings etwas sprunghaft, auch in den Zeiten, um in der Folge den Fokus auf Laia zu legen. Mit der Unterstützung ihrer Mutter, die als Näherin im Modehaus arbeitet, beginnt sie eine Lehre im Unternehmen. Anfänglich fehlt ihr der Ehrgeiz, dann stirbt plötzlich die Mutter, und die junge Frau entwickelt sich zwangsläufig zu einer starken Persönlichkeit. Im Laufe der Erzählung werden viele neue Protagonisten eingebunden, die alle mit dem Modehaus zu tun haben. Zusammen mit der Zeitgeschichte und den politischen Konflikten in Katalonien lässt die Autorin den Leser auf verschiedene Bevölkerungsschichten und die Geschichte des Modehauses blicken. Der Schreibstil ist teilweise anspruchsvoll, da er durch die Zeitensprünge den Lesefluss an manchen Stellen unterbricht, was aber durch Aufmerksamkeit sehr gut zu kompensieren ist. Im ersten Drittel des Buches war die Lektüre für mich auch ein bisschen zäh, weil ich zu viel Abstand zu den Figuren hatte und eher auf sie draufblickte. Das änderte sich aber etwa in der Mitte der Geschichte, als man einigen Protagonisten nah sein und mit ihnen fühlen durfte. Die politischen Unruhen und der Bürgerkrieg in Verbindung mit der Geschichte des Modehauses zeigten die Umstände und Schicksale verschiedener Schichten auf, wobei Laias Schicksal zunehmend spannender und berührender wurde. Schon alleine deshalb hat es sich gelohnt, dranzubleiben und das Buch zu lesen. Einzig die sehr breit und ausführlich angelegte Darstellung des Bürgerkrieges hätte ich mir etwas zurückhaltender gewünscht. Aber das ist meine subjektive Meinung. Hervorragend fand ich die Einbindung der Geschichte in die Entwicklung des Modehauses und der Mode an sich in dieser Zeit. Deshalb erhält das Buch von mir eine Leseempfehlung.   Friedericke von „friederickes Bücherblog“  

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  • Schönes Thema

    Die Kleidermacherin

    leserattebremen

    31. January 2017 um 09:56

    Roser und Laia sind zwei Frauen aus völlig unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, doch etwas verbindet sie: Die Liebe zur Mode und zum Modehaus Sant Eulalia, das Rosers Familie gehört. Beide durchleben die turbulenten 20er und 30er Jahre in Barcelona, glückliche und unglückliche Zeiten, Krieg und Frieden. Nuria Pradas Hauptfigur in die „Die Kleidermacherin“ ist Laia, eine junge Frau aus ärmeren Verhältnissen, die durch ihr Talent zum Star des Barceloner Modehauses aufsteigt. Leider schafft es die Autorin nicht, einem Laias Gefühle und Handlungen wirklich näher zu bringen und die Figuren werden so nicht schlüssig miteinander verbunden. Alles wirkt wie ein loser Verbund aus kurzen Episoden, die es nicht richtig schaffen sich zu einem geschlossenen Roman mit einer nachvollziehbaren Protagonistin zusammenzufügen. Auch Rosers Rolle in der ganzen Handlung ist mir bis zum Schluss nicht ganz klar geworden. Das Thema des Buches fand ich jedoch sehr spannend und interessant, auch wenn mich die Umsetzung nicht richtig überzeugen konnte. Die Modewelt entwickelt sich in 20er und 30er Jahren auf ganz neue Art und Weise und gerade für Frauen wurde es immer wichtiger, sich durch Mode auszudrücken und ihre Persönlichkeit zu unterstreichen. „Die Kleidermacherin“ macht sehr schön deutlich, dass nicht nur Paris als Zentrum der Mode hier einen Beitrag leistete, sondern es weltweit viele Häuser gab, die sich der Mode und ihren Trägerinnen verschrieben hatten. Nuria Prada hat mit „Die Kleidermacherin“ ein spannendes Thema in einer sehr spannenden Zeit gewählt, leider sind die Charaktere meiner Meinung nach viel zu flach und erreichen einen als Leser emotional nicht, so dass mich das Buch nicht richtig mitreißen konnte. 

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  • Die Welt der Mode

    Die Kleidermacherin

    Sternenstaubfee

    29. January 2017 um 21:35

    Barcelona 1917: Die junge Laia nimmt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an. Sie freundet sich mit der Tochter des Eigentümers an. Obwohl die beiden jungen Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammen, verstehen sie sich sehr gut miteinander. Das ändert sich, als der attraktive Ferrán Clos ins Leben der beiden Frauen tritt. Mein Leseeindruck: Leider muss ich sagen, dass mich das Buch enttäuscht hat. Die Geschichte hörte sich so gut an und hätte auch so gut sein können, allerdings habe ich mich mit dem Schreib- bzw. Erzählstil der Autorin schwergetan. Die Handlung wird so nüchtern und sachlich erzählt, dass bei mir keinerlei Emotionen ankamen. Ich habe mit keinem der Protagonisten mitfühlen können. Auch war mir niemand wirklich sympathisch von den Charakteren. Stellenweise habe ich mich gelangweilt beim Lesen, weil einfach keine Spannung aufkam und keine Emotionen rüberkamen. Dabei ist die Story an sich eigentlich wirklich gut. Es gibt zudem immer wieder große Zeitsprünge. Die Handlung beginnt im Jahr 1917 und endet schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg. Ich habe nichts gegen Zeitsprünge, aber hier kamen sie so plötzlich und die Handlungen wirkten dadurch manchmal wie mittendrin abgebrochen. Leider hat es mir nicht viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.  

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  • Einblicke in ein Zeitalter, als Mode so wunderbar war.

    Die Kleidermacherin

    evafl

    26. January 2017 um 11:08

    Barcelona, 1917. Die junge Laia fängt eine Ausbildung in Santa Eulalia an, einem Textilgeschäft in Barcelona. Dabei lernt sie durch Zufall Roser kennen, die Tochter des Inhabers. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die jedoch durch den charismatischen Ferrán die Frauen auf eine harte Probe stellt. Indes soll das traditionsreiche Unternehmen zum ersten modernen Modehaus Spaniens gemacht werden. Über die Geschichte des Santa Eulalia kann man hier einiges nachlesen: http://www.santaeulalia.com/eu/inside-santa-eulalia/historia-en/ Ich hatte nun schon einige Zeit lang keinen historischen Roman mehr gelesen, umso mehr war ich gespannt auf „Die Kleidermacherin“, was ja die Verbindung von historischem Roman mit Mode sein sollte. Zu Beginn habe ich ein bißchen gebraucht bis ich ins Buch kam, was aber nur zwanzig Seiten gebraucht hat. Vom Schreibstil her gefällt mir das Buch gut, es lässt sich angenehm lesen, man merkt dass es sprachlich durchaus Anspruch hat, was mir gut gefällt. Dennoch ist es nicht schwer zu verstehen. Es kommen immer mal wieder ein paar Fachbegriffe aus dem Textilgeschäft vor, das finde ich aber nur plausibel, da es ja dabei um ein Textilgeschäft geht. Entsprechend kann man sich hier sonst ggf. auch noch ein bißchen schlau machen – da ich aber selbst gelegentlich mit Näharbeiten zu tun habe, war es für mich absolut in Ordnung. Die Geschichte, die manchmal spontan zu verschiedenen Jahren wechselte, hat mir an und für sich gut gefallen. Es steckt ja doch der ein oder andere Funke Wahrheit dahinter, wohl nicht unbedingt von den Namen her, aber wohl von der Zeitspanne etc. her. (Link unbedingt ansehen, auf dem man etwas über die Geschichte des Santa Eulalia lesen kann!) Da ich selbst schon in Barcelona war, war es für mich von den Straßennamen her jetzt nicht neues, wie diese benannt sind, ich konnte auch durchaus etwas mit manchen Beschreibungen anfangen, hatte die Stadt quasi vor Augen beim Lesen. Das mag einem Leser, der vielleicht noch nicht dort war, gegebenenfalls schwer fallen. Da hätte ich eine kleine Karte im Klappumschlag gut gefunden – vielleicht einfach für eine kleine Orientierung. Was man hier aber findet, was mir auch gut gefällt, sind alte Fotografien von Damen, die die neue Mode zeigen. Das Cover finde ich übrigens schön gestaltet – in goldenen, „eingestanzten“ Lettern steht da der Buchtitel, unterhalb eine junge, modische gekleidete Dame der damaligen Zeit, samt einer Palme und dem Anblick des alten Barcelona. Ich habe das Buch wohl sehr intensiv in der Hand gehabt – die goldenen Buchstaben verblassen an manchen Stellen ein wenig… Einzig ein wenig gestört hat mich – auch wenn es historisch eben so war – die Einbindung der spanisch-katalanischen Geschichte, das war mir ein bißchen zu viel, aber das war eben auch meine persönliche Empfindung. Mir war bewusst, dass es da auch früher schon „Probleme“ gegeben hat, die Spanien bzw. Katalanien betreffen, aber so genau wollte ich da manches nicht wissen, aber gut. Es gehört eben auch zur Geschichte dazu. Wer eine schöne, interessante Familiengeschichte lesen mag, die einen wahren historischen Kern hat, in der Mode auch noch eine Rolle spielt, dem kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

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  • Haute Couture in Barcelona

    Die Kleidermacherin

    tinstamp

    18. January 2017 um 17:05

    Es fällt mir nicht ganz leicht zu diesem Roman eine Rezension zu schreiben bzw. weiß ich nicht wirklich, wo ich eigentlich anfangen soll ;) Vom Klappentext her ist schon Einiges gesagt und doch ist diese Geschichte sehr dicht und komplex. Das beginnt mit der Menge an Figuren und endet mit dem starken politischen Einschlag, vorallem im letzten Drittel.Obwohl ich dachte, dass die Eigentümerfamilie des Modehauses Santa Eulalia im Vordergrund steht, ist es eher die junge und lebenslustige Laia, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und ebenfalls in Santa Eulalia zu arbeiten beginnt. Doch im Gegenteil zu ihrer Mutter, die als Näherin arbeitet und der Abteilung vorsteht, fehlt es Laia an Ehrgeiz. Viel lieber lebt sie von Wochenende zu Wochenende und träumt von jungen Männern. Bis sie den charismatischen Férran begegnet, der sich allerdings mit der Tochter des Hauses verlobt. Als ihre Mutter überraschend stirbt und sie Geld zum Überleben benötigt, steht sie vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie arbeitet sich hoch und wird für das Modehaus unverzichtbar.... Laia ist eine sehr starke Frau. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, aber was ihr im Laufe der Geschichte alles passiert und wie grausam das Leben sein kann, erfährt sie aus erster Hand. Die anfängliche Freundschaft mit Roser Molins, der Tochter des Besitzers des Modehauses zerbricht, als beide Frauen denselben Mann verfallen. Dieser hat weitreichende Zukunftspläne, doch sein unsteter Charakter und jede Menge Frauengeschichten, kommen ihm immer wieder in die Quere.Als Leser wirft man einen Blick hinter die Kulissen des Modeshauses und bekommt Einblicke in die damalige Zeit. Die erste Modeschau in Spanien oder der Entwurf einer Kollektion bringen interessante Kenntisse in die Haute Couture. Gerade in den 1920iger wandelt sich die Damenmode frappant.In der Geschichte tummeln sich viele Figuren, die fast alle in einer Beziehung zum Modehaus stehen: die Eigentümerfamilie Molins, die Angestellten und diverse Freunde und Bekannte. Man begleitet einige Charaktere auf einen kurzen Teil ihres Lebensweges, manche für längere Zeit. Leider konnte ich zu keinen der Figuren eine Beziehung aufbauen bzw. blieben diese etwas distanziert. Obwohl mir Laia nicht wirklich sympathisch war, war sie die Einzige, deren Schicksal mich mitgenommen hat und die sehr lebendig beschrieben wurde.Es gibt auch viele ruckartige Zeitsprünge mitten im Kapitel oder auf einer Seite, was den Lesefluss etwas erschwerte. So fand ich besonders den Mittelteil ziemlich zäh und kam nicht gut voran.Durch die politischen Unruhen und den Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges stieg die Spannung, denn auch das Traditionshaus, dessen Familie und Mitarbeiter werden von den ereignisreichen Entwicklungen im Baskenland nicht verschont. Wir begleiten viele einzelne Schicksale und doch ist es wieder Laia's, das am meisten berührt. Das melodramatische letzte Drittel belohnt den Leser für sein Durchhaltevermögen an der Geschichte...Schreibstil:Zu Beginn stehen über den einzelnen Kapiteln noch Monat und Jahreszahl, die später nicht mehr aufscheinen. So verliert man durch die ruckartigen Zeitsprünge mitten in der Geschichte leicht den Überblick. Jedoch ist es der Autorin sehr gut gelungen die historisch belegten Ereignisse mit ihrer fiktiven und melodramtischen Geschichte zu vereinen. Obwohl es manchmal schwer fällt weiterzulesen, zahlt es sich letztendlich aus.Fazit:Ein Roman, bei dem man dranbleiben sollte. In der Mitte etwas zäh und mit vielen Figuren, entwickelt er sich zum Ende hin positiv. Die politischen Ereignisse rund um den Spanischen Bürgerkrieg sind perfekt mit der fiktiven Geschichte verwoben.

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  • Eine tolle Geschichte mit Tiefgang

    Die Kleidermacherin

    jenny_wen

    15. December 2016 um 08:54

    Laia Calvet ist eine junge hübsche Frau, die in dem Textilgeschäft Santa Eulalia eine Anstellung findet. Sie beginnt in dem Geschäft ihre Ausbildung, in der ihre Mutter als Näherin arbeitet. Doch Laia legt nicht so viel Engagement an den Tag, wie ihre Mutter sich das wünschen würde. Viel mehr hat Laia ihr eigenes Leben und ihre Freizeit an den Sonntagen im Kopf.  Erst als ihre Mutter von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen wird, nimmt Laia sich zusammen und erkämpft sich eine hohe Position in dem Modehaus. Mit den Jahren arbeitet sie sich immer höher, doch es gibt auch Neider, die ihr den Erfolg nicht gönnen.  Was kaum einer weiß, sie hat einen Sohn. Doch Laia kümmert sich wenig um ihn. Ist sie nach der Sache mit dem Vater des Jungen überhaupt dazu fähig, zu lieben? Als dann der 2. Weltkrieg ausbricht, verliert Laia alles, was sie hat. Sie verliert ihren Sohn, ihren besten Freund. Nur mit Mühe und mit Hilfe von Andreu Molins, dem Geschäftsführer von Santa Eulalia, kämpft sie sich wieder zurück ins Leben. Doch hat sie es verlernt, zu lächeln. Ein Roman, der sehr langatmig startet. Einige Male war ich kurz davor, den Roman beiseite zu legen. Doch ich habe durchgehalten. Viele Male dachte ich, wann kommt denn endlich der Höhepunkt? Wann tritt endlich Spannung auf? Doch wenn man diesen Roman liest und mehr darüber nachdenkt, was die eigentliche Message ist, findet man ihn gar nicht mehr so schlecht. Zumindest ging es mir so. Ich fand ihn eigentlich total zäh. Doch so Mitte des Buches habe ich ein wenig mehr über die Personen nachgedacht und festgestellt, das diese Frau, Laia Calvet, es nicht leicht hatte in ihrem Leben. Sehr früh hat sie ihren Vater verloren, dann ihre Mutter. Sie hat sich hoch gearbeitet, war sehr hoch angesehen in er Firma, in der sie gearbeitet hat und auch unter den Kundinnen war sie beliebt. Doch dann bricht der 2. Weltkrieg aus und erneut wird ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Und kaum hat sie sich einigermaßen davon erholt, ereilt der nächste Schicksalsschlag die arme Frau. Erst durch ihre Trauer wirkt Laia menschlich auf mich. Vorher war sie unnahbar, hat kaum Gefühle zugelassen, aus Angst, verletzt zu werden. Ihre Gefühle kapselt sie tief in ihrem Inneren ein, und nur ein Mann dringt dahin vor, das begreift sie aber erst sehr spät. Wäre dieser holperige Anfang nicht gewesen, und dann diese vielen Zeitsprünge, so wäre das Buch sicherlich flüssiger zu lesen gewesen. Die Zeitsprünge haben es echt schwierig gemacht, der Autorin zu folgen. Sehr schade, wie ich finde. Mein Fazit: Weniger Zeitsprünge und es wäre toll zu lesen gewesen, so war es manchesmal echt einfach nur anstrengend. 4 Sterne für "Die Kleidermacherin".

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  • Nett erzählte Geschichte

    Die Kleidermacherin

    jaylinn

    12. December 2016 um 15:22

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Die Handlung von Die Kleidermacherin beginnt im Barcelona der 1920er Jahre und endet in den 1950ern. Der Roman wurde in Spanien hochgelobt und euphorisch aufgenommen. Núria Pradas recherchierte für dieses Buch intensiv und tauschte sich mit dem Modehaus Santa Eulalia, das es seit 1843 in Barcelona tatsächlich gibt, aus, um möglichst authentisch und faktenbasiert schreiben zu können. Die Kleidermacherin ist Pradas‘ erster Roman und erschien im November 2016 beim Penguin Verlag. Inhalt: „Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Dieses Buch hat mehrere Protagonisten, die für die Entwicklung der erzählten Geschichte gleichermaßen bedeutsam sind. Sie verkörpern unterschiedliche Stereotype und sind doch auch mehrdimensional angelegt. Alle durchlaufen während ihres Lebens eine Wandlung ihres Charakters. Im Mittelpunkt steht das Modehaus Eulalia, um das sich die Handlung rankt. Pradas führt den Leser durch gute und schlechte Zeiten dieses Modehauses während der beiden Weltkriege und der Francodiktatur. Dieser historische Aspekt wird immer nur angedeutet, man hat den Eindruck, Pradas will den Leser nicht überfordern. Dadurch wirkt diese Perspektive aber auch weichgespült. Hier hat Pradas eine echte Chance vertan. Denn da sie wirklich gut erzählen kann, hätte sie die historischen Fakten noch sehr viel eindrucksvoller nutzen und so ein authentischeres Bild Spaniens während des 1920er bis 1950er Jahre zeichnen können. Die Informationen des Klappentextes sowie der Titel des Buches führen den Leser bezüglich der Handlung in die Irre, vermutet man doch, dass in erster Linie die Mode im Mittelpunkt steht. Das ist aber keineswegs der Fall. Es geht vielmehr um eine bzw. mehrere Liebesgeschichten, deren Entwicklung vorhersehbar ist, die aber dennoch spannend erzählt werden. Man weiß wirklich genau, was als Nächstes geschehen wird, will aber dennoch unbedingt weiterlesen. Die Mode bildet den thematischen Rahmen, ist aber eher Mittel zum Zweck. Auf verschiedenen zeitlichen Ebenen schreitet die Handlung fort. Dadurch erschließen sich dem Leser veränderte Verhaltensweisen und Ansichten der Protagonisten. Manchmal lösen sich Konflikte und Probleme allerdings zu offensichtlich, das nimmt die Spannung und enttäuscht an einigen Stellen. Fazit: Núria Pradas‘ Die Kleidermacherin ist eine nett erzählte Geschichte – mehr aber auch nicht. Denn zu stark ist die Anlehnung an Zolas Das Paradies der Damen. Das ist sehr schade, vielleicht aber dadurch zu erklären, dass nun auch Spanien, genauer Barcelona, seinen eigenen Roman über ein bekanntes und berühmtes Modehaus hat, und sehr stolz darauf ist. Der Erzählstil ist flüssig und das Buch gut zu lesen. Ich glaube, Pradas hat Potenzial, das sich erst noch richtig entwickeln muss.

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  • ein etwas schwerfälliger Beginn, bei dem sich das "Dranbleiben" lohnt, denn die Infos und die Geschi

    Die Kleidermacherin

    Gudrun67

    03. December 2016 um 10:53

    Der Schreibstil vermittelt eine gewisse Melancholie, die den Inhalt gekonnt in Szene setzt.Diese Familiengeschichte rund um das Traditionshaus Santa Eulalia weist einen gut gelösten Spannungsbogen auf.Meine Meinung zur Schilderung der Charaktere ist zweigeteilt, denn 2/3 des Buches war ich eher Zuschauer als mit dabei. Dies hat sich dann zum letzten Drittel bis zum fulminanten Schluss voll und ganz geändert. Hier wurden die Charaktere so geschildert, dass ich mich in deren Lage hineinversetzen konnte und ins Geschehen involviert war.Bis zur Hälfte des Buches haben mich die oftmals ruckartigen Zeitsprünge oder auch die Wechsel der unterschiedlichen Geschehnisse zu den verschiedenen Personen etwas aus dem Lesefluss gerissen. Dies hat sich dann ab Mitte des Buches ebenfalls geändert.Die politischen Gegebenheiten und deren Auswüchse wurden gut ins Geschehen verknüpft und waren so detailreich erläutert, dass man sich ein gutes Bild davon machen kann.Es wurden vielerlei Schicksale aus unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten dargestellt, die auch hier gut die Gepflogenheiten von damals widerspiegeln.Ebenso verhält er sich zu den Vorgehensweisen zu Modeinspirationen und deren Umsetzung und zum Verlauf des Modehauses Santa Eulalia. Die interessanten Informationen werden gut ausgeschmückt ins Geschehen involviert.Das Buch spielt sich von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts ab und zeigt das Leben während dieser aufrührerischen Zeit. Vor allen Dingen dreht es sich um das Textilhaus Santa Eulalia und dessen Angestellten rund herum. Fiktion und Wirklichkeit der Irrungen und Wirrungen, die in der Welt allgemein und auch in der Welt des Textilhauses vor sich gehen, werden optimal ineinander verwoben und geben ein umfassendes Bild ab. Mein Fazit: ein etwas schwerfälliger Beginn, bei dem sich das "Dranbleiben" lohnt, denn die Infos und die Geschichte sind wirklich lesenswert

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