"Dimora existiert nicht, denke ich, während ich das Schild umdrehe"
Die Autorin N.H. Weber hat mich in eine magische Welt entführt. An einen Ort namens Dimora. Dimora heißt übersetzt Wohnung, oder Wohnsitz.
Es handelt sich um 9 Kurzgeschichten, die ich direkt am Stück gelesen, um sie dann 1 Tag später noch einmal zu lesen.
Den Schreibstil musste ich wirken lassen, um die Symbolik hinter jeder einzelnen Geschichte fassen zu können.
Dimora ist ein magischer Ort. Dort geschehen magische Dinge.
Die Personen, die dort stranden, können viel über sich selbst und ihr Innerstes lernen, wenn sie bleiben möchten. Wenn sie sich entscheiden zu gehen, können sie nicht nach Dimora zurückkehren und ihre Erinnerung daran ist gelöscht.
In Dimora gibt es weiße Kaninchen, Zauberer, ein Café und einen Nichtwald. Die Geschichten sind mal abenteuerlich, mal berührend, mal gruselig, mal romantisch. Immer wenn man glaubt, man könnte die Handlung komplett begreifen, entgleitet sie.
Die Autorin schreibt im Genre des magischen Realismus. Das beherrscht sie perfekt.
Wenn man die Geschichten langsam liest können sie ihre Wirkung erst richtig entfalten.
Ein Schrotthändler, der in einem Container Seelenschrott entdeckt.
Ein Zeitungsausträger, der von einer fingerlosen Hand hinter einem Briefkasten verängstigt wird.
Es bleibt die Frage? Sollten wir alle einmal nach Dimora reisen? Oder waren wir schon dort und haben es vergessen?
Fazit: Ein lesenswertes Buch, wenn man sich auf das Genre einlassen kann.
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne.




