N. J. Fountain

 3.5 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Painkiller.

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Painkiller

Painkiller

 (17)
Erschienen am 20.06.2016

Neue Rezensionen zu N. J. Fountain

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melanieliests avatar

Rezension zu "Painkiller" von N. J. Fountain

Wenn der Schmerz den Alltag bestimmt
melanieliestvor 4 Monaten

http://youtube.com/melanieliest

Hierbei handelt es sich um ein kostenloses Rezensionsexemplar. Ich wurde nicht dafür bezahlt und auch meine Meinung wird in keiner Weise dadurch beeinflusst.

Inhalt

Stell dir vor du hast solche starken Schmerzen, dass du ohne Schmerzmittel nicht mehr leben kannst. Dein Verstand ist von Medikamentencocktails so vernebelt, dass du nicht nur keine Erinnerung daran hast, welchen Inhalt das Gespräch zwischen dir und deinem Freund vor ein paar Tagen hatte, sondern auch deine komplette Vergangenheit zu einem Rätsel für dich wird.
Genau so ergeht es Protagonistin Monica. Durch einen tragischen Unfall wurde ihr Ischiasnerv verletzt. Obwohl die Verletzung schon längst verheilt ist, leidet sie seitdem an einer Art Phantomschmerz. An guten Tagen schafft sie es ins Auto und kann kleinere Einkäufe erledigen, an schlechten Tagen nicht mal aus dem Bett. So kommt es, dass Monica an einem einigermaßen guten Tag einen Brief findet, der von ihr zu stammen scheint - ein Abschiedsbrief. Aber war sie wirklich schon einmal so verzweifelt, dass sie ihrem Leben ein Ende machen wollte? Ein paar kleine Details stören sie an diesem Brief - deswegen bleibt sie skeptisch.

Als endlich eine neue Therapiemöglichkeit in Aussicht steht und sie zu einer Studie ihres betreuenden Arztes zugelassen wurde, verhält sich auch ihr Mann Dominic zunehmend komisch. Er möchte auf keinen Fall, dass Monica sich dieser Therapie unterzieht. Aber auch durch einige andere merkwürdige Aktionen wird Monica gegenüber ihren Liebsten misstrauisch - Was ist also das Geheimnis, das alle vor ihr zu verbergen scheinen?

Allgemeines

Das Buch ist als Roman deklariert und das ist auch gut so. Wir haben anfangs eine sehr seichte, vor sich hinplätschernde Geschichte. In den ersten 300 Seiten passiert zugegebenermaßen nicht viel. Eine Frau, die irgendwie versucht, den Tag zu überstehen, ein Mann, der mit seinen Nerven am Ende ist, seine Frau leiden und hoffen zu sehen. Aber Zweifel, wie dieses Buch uns am Klappentext mitteilt, hegt diese Frau lange nicht. Auch Nachforschungsarbeiten stellt sie erst relativ spät an.
Das letzte Drittel hingegen nimmt richtig Fahrt auf und hat mich sogar ziemlich von den Socken gerissen - Das Geheimnis, das dort aufgedeckt wird, hätte ich wirklich nicht vermutet. Auch der Plan, der am Schluss verfolgt wird - grandios und sehr spannend. Ich dachte eigentlich mich erwartet ein langweiliges, vorhersehbares Ende. Ich wurde eines Besseren belehrt!

Schreibstil

Flüssiger Schreibstil mit kurzen Kapiteln, die in unterschiedliche Erzählperspektiven unterteilt sind: Monica, Dominic, Niall und Inspector Geoff Marks.
Jedes Kapitel von Monica beginnt mit "Ich wache auf..." und manchmal sind komische Gedanken in Klammern gesetzt. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch kann man auch drüber hinweglesen, was ich größtenteils gemacht habe. Es stört also den Lesefluss nicht so stark meiner Meinung nach.

Charaktere

Monica hat Schmerzen. Das erfahren wir in diesem Buch sehr deutlich. Was am Anfang noch mitleiden lässt, wird schnell zur Qual - Die ersten Seiten gibt es nichts als Gejammer von Monica. Ihren Schmerz nennt sie ihren bösen Freund und eigentlich ist er der Protagonist dieses Buches. Sie fühlt sich von ihren Mitmenschen nicht ernst genommen, was ihre Schmerzen angeht und möchte bemuttert werden - wenn Freunde ihr dies aber anbieten und sie fragen, wie es ihr wirklich geht, blockt sie ab und sagt, alles sei ok - Dann jammer doch auch nicht die ganze Zeit, liebe Monica.

Dominic kann man als normalen Typ bezeichnen, zurückhaltend und sehr gläubig. Man weiß in dem Buch natürlich lange nicht, ob er im tiefsten Inneren Gutes oder Böses für Monica will. Abgesehen davon scheint er aber nach außen hin ein fürsorglicher Ehemann zu sein, der stark für seine Frau sein will, es aber nicht immer kann. Auch er kommt an seine Grenzen, weil es für Monica nur noch "Monica" gibt. Und ihren bösen Freund.

Fazit

Eine Leseempfehlung gibt es aufgrund des fulminanten Endes. Ansonsten muss man sich auf eine eher seichtere, ruhigere Geschichte einstellen. Da das Buch als Roman deklariert wurde bekommt man hier definitiv, was drauf steht. Da mir die ersten 300 Seiten allerdings etwas zu schleppend voran gingen leider nur 3/5 Sterne.

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LoveLy_Iviis avatar

Rezension zu "Painkiller" von N. J. Fountain

Erst nach einer gewissen Zeit kommt die Spannung
LoveLy_Iviivor einem Jahr

zu Beginn ein wenig zähflüssig und zieht sich ein wenig in die Länge. Doch dann wurde es super spannend. Ich konnte das Buch kaum noch aus den Händen legen. Ich als Leser konnten mich total in Monica hineinversetzen, wie sie mit den chronischen Schmerzen zurecht kommt. Ich konnte den Schmerz quasi schon selbst spüren, so authentisch hat der Autor es geschrieben. Der Ursprung ihres Schmerzes sei ein Unfall, doch als dann die Rede von einem Mord war, wurde die Story richtig spannend und das Ende absolut unerwartet. Meine Empfehlung zu dem Buch habt ihr 🤗📖

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Igelas avatar

Rezension zu "Painkiller" von N. J. Fountain

Wird in mir nachklingen....
Igelavor 2 Jahren

Monica Wood wird seit einem Unfall vor 5 Jahren terrorisiert vom Schmerz. Der chronische Schmerz bestimmt ihr ganzes Leben. Ehemann Dominic versucht ihr zur Seite zu stehen wo er kann, trotzdem gibt es Tage, in denen Monica stundenlang flach auf dem Rücken liegt und sich vor Schmerzen nicht bewegen kann. Sie kann nicht mehr arbeiten, musste ihren Kinderwunsch begraben, verliert nach und nach alle sozialen Kontakte. Als sie einen Zeitungsartikel sieht, der Heilung verspricht , meldet sie sich an...gegen den Willen ihres Mannes. Zudem begreift sie nach und nach, dass der Unfall vor 5 Jahren nicht selbstverschuldet war...sie erkennt, dass jemand sie gestossen hat. Doch wer?Und warum ?


Den Schmerz, Monica nennt ihn „mein böser Freund“ ist eindrücklich beschrieben. Sehr gut kann man nachvollziehen, was für Höllenqualen sie durchstehen muss.Da sie in Ich Perspektive erzählt, geht einem die Geschichte der geplagten Frau noch mal näher. Ein paar Kapitel wurden auch aus der Sicht von Dominic, ihrem Mann geschrieben.Die sind erst oberflächlich gehalten und man erfährt nichts Neues. Doch plötzlich wandeln sich diese Passagen und mehr und mehr wird Spannung aufgebaut und man erkennt als Leser, dass Dominic seine eigenen Methoden sucht um mit dem Schmerz seiner Frau umzugehen. Zudem kommen plötzlich und völlig überraschend Ermittler ins Spiel und man erkennt ,dass es nicht nur Monicas Verfassung geht sondern auch um den Grund ,warum sie Schmerzen erleiden muss. Ab da wird es leider etwas wirr in der Handlung und Erzählform.Ich hatte das Gefühl, es wird zu viel auf einmal erzählt und der rote Faden geht verloren. So wirkt dieser zweite Teil des Buches in der Handlung auch etwas abgehackt. Das Ende mit  überraschenden Enthüllungen haben mich dann aber mit diesem eher schwachen Mittelteil versöhnt.

Bei mir wird das Buch nachklingen...dies vor allem wegen des Alltages, die ein Schmerzpatient bewältigen muss.


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