N.K. Jemisin

 3.6 Sterne bei 140 Bewertungen
Autorin von Die Erbin der Welt, Die Gefährtin des Lichts und weiteren Büchern.
N.K. Jemisin

Lebenslauf von N.K. Jemisin

World Fantasy Award - Autorin: N.K. Jemisin wurde in Iowa geboren und wuchs in New York City auf, außerdem lebte sie mehr als zehn Jahre in Massachusetts um daraufhin wieder nach New York zu ziehen, wo sie auch jetzt noch lebt und arbeitet. Sie besuchte von 1990-94 die Tulane University und machte dort ihren Bachelor in Psychologie und ist seitdem als Psychologin und Trainerin tätig, wobei sie ihre Karriere als Schriftstellerin schon seit sie 10 Jahre alt ist angestrebt hat - die früheren Arbeiten würde sie aber niemals öffentlich machen. Jemisin ist Bloggerin und äußerst sich in dieser Plattform über feministische und politische Themen. Ihr Debütroman "Die Erbin der Welt" wurde 2010 mit dem Locus Award ausgezeichnet und auch für weitere renommierte Preise, wie den Hugo und Nebula Award nominiert und ihr Erfolg mit den berühmten Preisen versehen. Weitere Buchveröffentlichungen folgten und ihre Fantasy-Romane wurden auch weiterhin vielfach ausgezeichnet. Wenn sie nicht an einem neuen Roman sitzt, Fahrrad fährt oder ihre Meinung in ihrem Blog äußert, schreibt sie für die New York Times eine Buchkritik mit dem Namen Otherworldly, in welchem sie auf die neuesten Buchveröffentlichtungen der Welt des Science Fiktion und der Fantasy eingeht.

Alle Bücher von N.K. Jemisin

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Buchformat:
Die Erbin der Welt

Die Erbin der Welt

 (64)
Erschienen am 01.06.2010
Die Gefährtin des Lichts

Die Gefährtin des Lichts

 (35)
Erschienen am 10.11.2010
Die Rivalin der Götter

Die Rivalin der Götter

 (19)
Erschienen am 13.12.2011
Mass Effect Andromeda

Mass Effect Andromeda

 (0)
Erschienen am 04.12.2017
Zerrissene Erde: The Broken Earth 1

Zerrissene Erde: The Broken Earth 1

 (1)
Erschienen am 01.08.2018
The Fifth Season

The Fifth Season

 (9)
Erschienen am 01.01.2016
The Hundred Thousand Kingdoms

The Hundred Thousand Kingdoms

 (6)
Erschienen am 01.10.2010
The Obelisk Gate

The Obelisk Gate

 (4)
Erschienen am 18.08.2016

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu N.K. Jemisin

Neu
_EilonEmiliah_s avatar

Rezension zu "The Fifth Season" von N.K. Jemisin

"Syenite, cut and polished."
_EilonEmiliah_vor 3 Monaten

Cover

Ein Ausschnitt, aus einer bröckelnden Wand. Mehr brauchen wir nicht, um zu verstehen, dass die Welt droht, unterzugehen. Das Ende einer glanzvollen Zivilisation naht.

5 Sterne

 

Inhalt

Ein mächtiger Mann beschwört die Mächte herauf, die die Welt von Stillness alle paar Jahrhunderte oder Jahrtausend in Zeiten der Unruhe und der natürlichen Katastrophen stürzen: die Fünfte Jahreszeit. Doch diesmal ist der Ursprung dieses Wandels ein einzelner Mensch und nicht der Zorn von Vater Erde. Und diesmal wird mit der Fünften Jahreszeit die Welt untergehen...

Damaya ist auch eine von ihnen. Eine dieser Kreaturen, die das Reich Sanze zu seinen Knechten macht, um seine Siedlungen und seine Bevölkerung zu schützen. Als sie an einen Hüter verkauft wird, beginnt ihre Ausbildung auf grausame Art und Weise. Denn die Grits müssen lernen, dass sie ohne ihre Hüter gar nichts sind...

Syenite hat sich bis zu ihrem vierten Ring hinaufgearbeitet und strebt an, eine der mächtigsten ihres Ordens zu werden. Dann schickt man sie zum einzigen Zehn-Ringer, Alabaster, mit der Mission, ein Kind zu zeugen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise in die Küstenstadt Allia, deren Hafen von einem Korallenriff blockiert wird. Doch dann geht alles schief: Alabaster wird vergiftet und Syenite deckt eins der größten Geheimnisse der Menschheit auf. Was den Hütern gar nicht gefällt...

Und Du bist mittendrin. Du bist eine Frau, die gar nicht in dieses Dorf gehört. Du bist eine Mutter, deren Sohn von seinem Vater grausam erschlagen und deren Tochter entführt wurde. Du bist eine von wenigen Verhassten, denn du hast die Macht, die Kräfte der Erde zu kontrollieren. Du könntest du Welt zum Einsturz bringen.

5 Sterne

 

Erzählstil und Charaktere

Wir folgen drei Protagonisten.

Damaya, die angsterfüllt ihre Ausbildung zur Orogenen beginnt. Mit Damaya lernen wir das Fulcrum und die Order kennen. Damaya durchlebt harte Zeiten geprägt von Gewalt und Missgunst, aber sie deckt auch ein Geheimnis des Fulcrums auf, das bittere Konsequenzen für sie haben könnte.

Syenite hat ihre Ausbildung bereits hinter sich und zeigt uns die dunklen Seiten der Medaille. Denn das Fulcrum züchtet Orogene, da Fulcrumgeborene leichter zu manipulieren sind als Wilde. Und was passiert mit den Kindern, dir ihr Talent nicht kontrollieren können? Und wie steht die Außenwelt der zerstörerischen und gleichzeitig heilbringenden Macht der Orogenen gegenüber? Syenite ist eine starke, entschlossene Frau, die sich auf ihrer Reise mit Alabaster langsam aus den Ketten des Fulcrums löst und die wahren Ausmaße ihrer Macht kennenlernt.

Und die größte Überraschung: Du bist auch dabei. Die Autorin hat Dir auch eine Rolle in diesem Buch zugedacht. Und das hat mich ab der ersten Seite vom Hocker gerissen. Es ist nur ein Stilmittel und doch: es sind Deine Gefühle, als du Deinen toten Sohn entdeckst. Es ist Dein Misstrauen, das Du Deinen Gefährten gegenüber bringst. Und es ist Dein mulmiges Gefühl im Magen, dass Deine Vergangenheit droht, Dich einzuholen, während die Welt um Dich herum untergeht.

5 Sterne

 

Fazit

N. K. Jemisin hat mit diesem Buch viele Highlights im Fantasy-Genre gesetzt. Mit ihrer phantastischen Welt, in der manche Menschen so viel zerstörerische Kraft besitzen, dass sie die Tektonik beeinflussen können, schafft sie ganz neue Meilensteine in der Literatur. Wir haben es hier mit einer ganz anderen Dystopie zu tun, als wir sie eigentlich kennen, denn Jemisin setzt nicht die Technik oder eine Krankheit als Ursache der Vernichtung der Menschheit an, nein. Es sind Menschen, die dies zu tun vermögen. Gleichzeitig spricht sie das sensible Thema der Minderheitenverfolgung an, denn das ist es, was Damaya und Syenite widerfährt. Die Orogenen sind eine Minderheit, die von den Machthabern in ein Lager gebracht und anschließen für ihre Zwecke (vornehmlich zwar gute Zwecke) ausgenutzt werden. Sie werden eher als Mittel gesehen, wie das Beispiel von Alabasters Kindern zeigt. Mittel, die genutzt, ausgenutzt und übernutzt werden können. Und letztlich ist es Jemisins gewählter Erzählstil, der mein Herz höher schlagen lässt. Der Leser wird durch die direkte Ansprache regelrecht in die Geschichte hineingezogen und nicht mehr freigegeben, bis sich die drei Handlungsstränge zu Buchende auf überraschende Weise kreuzen.

5 Sterne


[Diese und weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog readytoreadeatlive.blogspot.com]

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Rezension zu "Die Gefährtin des Lichts" von N.K. Jemisin

Wenn Götter herausgefordert werden...
avevalevor 3 Monaten

Die junge Oree Shoth lebt in den Schatten des neu entsprossenen Weltenbaumes unter dem Herrscherpalast. Sie ist Straßenkünstlerin und blind,  besitzt jedoch die einzigartige Gabe, Magie zu sehen. Gottkinder, die seit der Neuordnung der Göttermacht die Stadt bevölkern und mit ihrer Magie Licht in Orees Welt bringen, ziehen die begabte Frau in ihren Bann.
Umso schockierter ist sie, als eines Tages die Leiche eines dieser Gottkinder gefunden wird, denn die Götter sind unsterblich...
Als nach Oree nach Erklärungen sucht, wird sie unfreiwillig zu einem Spielball in einer Verschwörung gegen die Unsterblichen.

Die Handlung schließt fast unmittelbar an die Ereignisse in "Die Erbin der Welt", dem ersten Band der Trilogie, an. Es ist also hilfreich, diesen gelesen zu haben. Mit diesen Hintergrundinformationen erschließt sich der Plot sehr viel leichter, als es in "Die Erbin der Welt" der Fall war.
Die Welt der Arameri, Maroneh und der anderen Völker dient weiterhin nur dezent als Hintergrundfolie. Der Fokus liegt erneut auf den Geschehnissen um die Hauptfigur Oree und dem Verhältnis zwischen den einzelnen Göttern und Gottkindern sowie den sterblichen Menschen. Dies ist ein spannendes Thema, dem die Autorin viele verschiedene Aspekte abgewinnt. Man meint, am deutlichen Herausarbeiten von Gefühlslagen und Motiven die Handschrift der Therapeutin Nora Jemisin im Werk der Schriftstellerin zu erkennen.

Die Geschichte wird aus Orees Perspektive erzählt. Erneut ist die Hauptfigur eine sympatische, reflektierte Frau, die auch Fehler macht und Entscheidungen trifft, deren Konsequenzen sie trägt. Durch die Ich-Erzählung mit direkter Anrede des Lesers und die Teilhabe an Gedankengängen wird dem Leser die Figur plausibel erschlossen.

Ein paar Beispiele:

"'Mein Volk war einst genauso reich und mächtig wie die Amn, Lady Serymn. Jetzt sind wir Flüchtlinge, die nicht einmal ein Heimatland ihr Eigen nennen und von den Almosen der Arameri leben müssen.' 'Sicherlich gab es Verluste', gab Serymn zu. 'Aber ich denke, dass die Gewinne überwiegen.'
Plötzlich war ich erbost, ja wütend auf sie. Ich hatte Serymns Argumente von meiner Mutter, meinem Priester und Freunden der Familie gehört. Das waren Menschen, die ich liebte und respektierte. Ich hatte gelernt, meinen Ärger ohne Widerspruch runterzuschlucken, weil meine Gefühle sie aufregten. Aber wie sah es in meinem Herzen aus? Ganz ehrlich? Ich hatte nie verstanden, wie sie so... so... blind sein konnten."

"Ich glaube Folgendes:
Der Krieg der Götter fand Tausende Jahre nach der Massenvernichtung der Dämonen statt. Doch wäre nicht bei Wesen, die ewig leben, die Erinnerung immer noch frisch? Wie viel trug das eine Erlebnis zu dem anderen bei? Hätte der Krieg überhaupt stattgefunden, wenn Nahadoth, Itempas und Enefa ihre Liebe zueinander nicht bereits durch Kummer und Misstrauen vergiftet hätten?
Die Frage stelle ich mir. Die Frage sollten wir uns alle stellen."

"Ich werde nicht versuchen, eure Meinung zu ändern. Ich bin nicht stolz auf mich oder das, was ich in jener Hölle getan habe. Ich kann es ohnehin nicht erklären - Worte können das Grauen, das ich in jenen Momenten empfand, nicht beschreiben. Ich musste die furchtbarste Entscheidung treffen, die eine Kreatur auf diesem Planeten treffen konnte: töte oder stirb. Fressen oder gefressen werden."

Interessant ist es, altbekannte Charaktere wie Yeine, Si'eh und Nahadoth aus dem ersten Band wieder zu treffen. Sehr gut fand ich es, dass dieses Mal Itempas eine tragende Rolle erhalten hat.
Auch hier findet sich eine Liebesgeschichte, allerdings ist sie nicht so tragend, wie in "Die Erbin der Welt", was ich persönlich schade fand und weswegen ich nicht so mitgerissen wurde. Dies ist allerdings eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer Fantasy mit nur geringen amourösen Motiven schätzt, kommt hier eher auf seine Kosten.
Der Schreibstil von Nora Jemisin hat mich auch dieses Mal wieder für sich einnehmen können, wobei ihr aber auch die Motivwahl des schwergreifbaren, transzendenten Themas - das Verhältnis Götter und Menschen - entgegen kam.

Mein Leseeindruck lässt sich zusammenfassend so wiedergeben:
Eine spannende Geschichte mit interessantem und besser verständlichem Plot als im ersten Band, gute Figurenzeichnung der Hauptfigur und ein angenehmer Schreibstil. Insgesamt habe ich aber nicht so mitgefiebert, wie im ersten Band.


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Rezension zu "Die Erbin der Welt" von N.K. Jemisin

Kann man über die Liebe zu einem Gott einen überzeugenden Fantasysroman schreiben?
avevalevor 3 Monaten

Nora Jemisin kann es.

Als die junge Yeine aus Darr vom barbarischen Rand der Welt als eine mögliche Erbin ihres Großvaters, des Weltenherrschers, in seinen Palast gerufen wird, kann sie nur erahnen, welche Intrigen und Verstickungen Elysium bereithält. Die Thronfolge scheint unerreichbar für die Kriegerin, die sich in einer dekadenten und unbarmherzigen Umgebung orientieren und durchsetzen muss. Allein die Götter, versklavte Werkzeuge der Familie ihres Großvaters, scheinen ihr zur Seite zu stehen. Zwischen ihr und Nahadoth, dem verführerischen und zerstörerischen Gott der Finsternis, scheint sich gar ein Band zu entspinnen. Kann sie die ihr von den Göttern zugewiesene Rolle ausfüllen und die bedrohlichen Rätsel der Vergangenheit lösen?

Die Autorin erschafft eine komplexe fantastische Welt, die überzeugend durchdacht und ausgebreitet wird. Die Idee, über Götter zu schreiben, ist wie alles vielleicht nicht neu, jedoch sind die Aspekte der Konflikte und Beziehungen zwischen den Göttern einderseits und den Göttern und Menschen andererseits verständlich und detailreich geschildert. Der Annäherung zwischen Yeine und Nahadoth wird Zeit gegeben und sie ist in ihrer Entwicklung vor dem Hintergrund der emotionalen Verwicklungen und Verletzungen in dieser brutalen Welt bewegend.

Eine klassische Queste und umfangreiches Worldbuilding braucht es hier nicht, skizzenartige Bemerkungen in den Gedanken und Gesprächen Yeines erhellen die Welt hinreichend. Die Erkenntnisgewinnung und das Verstehen der Zusammenhänge bieten ausreichend komplexen Stoff. Dies erfordert deutliche Konzentration beim Lesen, die anspruchsvolle und sprachlich gut ausgestaltete Geschichte entschädigt dafür aber allemal: Man rätselt mit, wenn es um Yeines Familiengeschichte und Herrschaftswissen geht.
Literarisch ist es verständlicherweise eine Herausforderung, ein Thema zu bearbeiten, das sich ausdrücklich dem menschlichen Verstand nicht voll erschließen kann, und dabei einerseits dieses Dilemma deutlich zu machen und andererseits nicht in Plattitüden zu verfallen. Meines Erachtens ist hier eine annehmbare Lösung gefunden worden.

Es ist Nora Jemisin gelungen, eine wirklich sehr sympatische und glaubhafte plastische Hauptfigur geschaffen zu haben. Das hat mir besonders gefallen.
Yeine ist keine flache, schöne Heldin, die oftmals passiv vom Geschehen überrollt und vom Handeln des Love interests abhängig ist. Sie wird auch dankenswerterweise - wenn ich mich recht erinnere - kein einziges Mal als "stur" beschrieben, was bei so vielen romantischen Heldinnen als liebenswerter Charakterzug dargestellt wird. Mit Kränkungen und Bedrohungen, die ihr aufgrund des brutalen und grausamen Klimas am Hof und ihrer fremden Sozialisation als Darr-Barbarin zugefügt werden, geht sie auf eine sehr sympatische Weise um, die der Leser oft in ihren gedanklichen Anmerkungen erfährt. Sie ruht in sich, ohne arrogant zu sein oder blind für eigene Fehler.
Plausibel ist auch das Interesse eines Gottes wie Nahadoth an ihr.

"Die Erbin der Welt" ist eine spannende, wunderbar anrührende und überzeugend erzählte Geschichte. Die Welt und das Göttersystem faszinieren, ebenso die Charakterisierung des Palastlebens und seiner Bewohner, in der vieles nur angerissen und der Fantasie der Leser ein Hinweis gegeben wird - immer eine schöne Sache beim Lesen, wie ich finde. (Hier hätte noch mehr Fokus der Autorin nicht geschadet, aber das Hauptaugenmerk liegt eben auf Yeines Geschick und das der Götter.) Der größte Pluspunkt sind die Figuren, die Jemisin zeichnet, allen voran Yeine. Es ist ein Vergnügen, bei dem Geschehen um sie mitzufiebern. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Liebhaber von Fantasyromanen, in denen auch eine Liebesgeschichte ihren Platz haben darf.

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