N.K. Jemisin Die Rivalin der Götter

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Inhaltsangabe zu „Die Rivalin der Götter“ von N.K. Jemisin

Der Gott Si’eh und die Sterbliche Shahar Arameri verlieben sich. Doch ihre Gefühle zueinander stehen unter einem schlechten Stern, denn ein weltumspannender, endloser Krieg steht bevor. Es gibt nur einen Weg, den Frieden zu wahren. Die junge Frau muss Si’eh verraten und zu ihrer Waffe im Kampf um die Herrschaft machen. Jetzt muss sich Shahar entscheiden zwischen ihren Gefühlen und ihrer Pflicht – zwischen dem Leben von Millionen und der Liebe, die ihr alles bedeutet …

Ein bisschen abgedreht und grausam und nicht wirklich romantisch - aber gaaanz viel Fantasy! Lesenswert!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Nicht so faszinierend wie die ersten beiden, zeitweilig etwas zäh, aber trotzdem gut.

— GrueneRonja
GrueneRonja

Ich bin jetzt im ersten Drittel und irgendwie wird es zäh. Das Buch kann für mich nicht die Faszination entfalten, die die ersten beiden Bände hatten ...

— Elwe
Elwe

schlecht.ich war die längste zeit ein si'eh-fan. bücher von jemisin werde ich wahrscheinlich nicht mehr lesen

— xoxoJade
xoxoJade

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    Die Rivalin der Götter
    grit0707

    grit0707

    05. April 2016 um 14:43

    Ich kann diesem 3. Band der Triologie um Götter, Gottkinder, Dämonen und zig Menschenstämmen nicht mehr als 3 Punkte geben.Dies liegt zum Einen daran, dass ich während des Lesens kaum noch wusste, von welchem der Gottkinder (Brüder, Schwestern, Kinder) gerade erzählt wurde, zum anderen hat mir der Schreibstil nicht wirklich gefallen. Auch finde ich, dass der Roman nicht so viel mit Shahar zu tun hat, als mehr damit, dass das Gottkind Si'eh erwachsen wird und altert. Das hat zur Folge, dass er Entscheidungen, die er in seiner "Kinderzeit" getroffen hat, überdenkt und entsprechend seine Schlüsse zieht.Alles in allem kann man dieses Buch lesen, wenn nicht, hat man auch nichts verpasst.

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  • Ein bisschen verrückt muss man wohl sein ...

    Die Rivalin der Götter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2016 um 18:12

    ich persönlich mag keine Rezensionen in denen die gesamte Geschichte zusammengefasst und nacherzählt wird, deshalb spare ich mir das. Das ist der dritte Teil der Serie und nach den beiden ersten Teilen gefällt mir dieser am Besten, was aber wahrscheinlich daran liegt, dass ich den erzählenden Charakter Si`eh mehr mochte als Yeine und Oree aus den vorangegangenen Teilen. Diese Bücher sind etwas abgedreht und grausam und es ist nicht immer einfach allen Gedankengängen der Autorin zu folgen, aber es macht sehr viel Spaß die Bücher zu lesen und letztlich will man immer unbedingt wissen, wie es weitergeht. Jetzt wo ich fertig bin,  merke ich dass mir Si`eh wirklich fehlen wird. Man sollte bei diesen Büchern nicht mit einer romantischen Liebesgeschichte rechnen :-)

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  • Rezension zu "Die Rivalin der Götter" von N.K. Jemisin

    Die Rivalin der Götter
    horrorbiene

    horrorbiene

    11. March 2013 um 14:35

    In Band eins hat der Leser Yeines Entwicklung vom potentiellen Thronerben zur Göttin aus ihrer Sicht geschildert bekommen. Im zweiten Band hat die blinde, aber Magie sehende Dämonin Oree Shoth dem Leser ihr Leben mit den Gottkindern und ihrem Sonnenschein geschildert und wie sie eine Machtergreifung einer neuen Glaubensrichtung vereiteln können. So lag nach der Lektüre des Klappentextes und anhand der Cover die Vermutung nahe, dass dieser dritte Band aus der Sicht Shahar Arameris geschildert wird. Tatsächlich stimmt dies jedoch nicht. Der Leser erlebt diesen abschließenden Band aus der Sicht des Gottkindes Si’eh und bekommt so das erste Mal einen Einblick in die Welt der Götter. Si’eh, der Gott der Kindheit und des Unfugs begegnet zwei Generationen nach den Geschehnissen aus Band 2 im Palast Elysium einem Arameri-Zwillingspaar, der sechsjährigen Shahar und Dekarta. Die beiden sind noch unschludig und für Si’eh nicht typisch Arameri und so haben sie sein Interesse geweckt. Schließlich beschließen die drei Kinder Freundschaft zu schließen, doch dies hat fatale Folgen, aufgrund dessen Si’eh sterblich wird. Zudem verliebt er sich erst leicht in Shahar und dann richtig in Dekarta. Darüberhinaus bahnt sich wieder einmal eine große Gefahr für die Arameri an. Eine Gruppe Rebellen wollen die Arameri stürzen und haben dabei Unterstützung von einem bisher unbekannten Gottkind… Können die Gottkinder oder seine drei Eltern ihm helfen und das schlimme Ende für die Welt abwenden? Band eins der Trilogie hat mich aufgrund des zwar geschickt inszenierten aber zu kunstvollen Schreibstils nicht überzeugen können, da die Erzählung der Protagonistin Yeine an manchen Stellen viel zu verschachtelt war. Band zwei hat mir da schon besser gefallen, da die Geschichte aufgrund der einfacheren Erzählweise leichter zu verstehen war, dennoch ist der Funke auch dort nicht übergesprungen, zum einen weil die Blindheit nicht authentisch geschildert wurde, zum anderen blieb alles trotz ausführlicher Schilderungen irgendwie zu abstrakt. Teil drei hat eben diese letztgenannten Schwächen ebenso. Si’eh ist ein Gottkind, sogar das älteste und gerade zu Beginn tritt er noch in dieser Gestalt auf und zeigt sich sehr undurchschaubar. Er liebt es Spielchen zu spielen und ist übertrieben grausam. Nach seiner Umwandlung beginnt er nicht nur zu altern, sondern auch sich zu verändern. Mir hat diese Entwicklung nicht wirklich gut gefallen, da er erst zu undurchschaubar war und hinterher irgendwie platter. Ohnehin hat es die Figur geschafft, die Sympathie, die ich im ersten Band noch empfunden habe, gänzlich zu verlieren. Technisch gesehen legt Jemisin wieder einen ordentlichen Schreibstil an den Tag, den man zwar gut lesen kann, der jedoch nicht zu meinen Favoriten gehört. Am Ende des Buches fügt sich alles zu einem großen Finale zusammen, bei dem es um den Fortbestand der Welt geht. Viele Elemente der ersten Bände werden wieder aufgriffen und wirklich alle aufgekommenen Fragen werden nach meinem Empfinden ausreichend geklärt, so dass die Trilogie hier ein gutes und nach einem spannenden Finale vor allem ein endgültiges Ende erfährt. Dies hat mir gut gefallen. Ähnlich wie Band zwei hat diese Geschichte mehr Struktur als Band eins die grobe Richtung war klar. Dennoch empfand ich dieses Buch wie auch die anderen immer noch als sehr schwere Kost, ohne einen wirklichen Grund nennen zu können. Es liest sich einfach nicht so gut und mitreißend wie andere High-Fantasy. Zwar spielt Band drei nach den Ereignissen des zweiten Bandes, doch dieser war für sich genommen so eigenständig, dass die Lektüre für den wissbegierigen Leser ausreichen würde – ähnlich wie schon nach Band eins. Doch für die Lektüre dieses Bandes ist die der ersten Pflicht, um manche Zusammenhänge besser zu durchdringen. Fazit: Nachdem mich die ersten Bände nicht wirklich überzeugen konnten, hat mir Band drei zwar ganz gut gefallen, aber der Funke ist immer noch nicht übergesprungen. Mir persönlich gefällt einfach weder der Schreibstil noch die von der Autorin ersponnene Welt wirklich gut, schafft die Autorin es nicht, mir zu ermöglichen in ihre Welt einzutauchen. Sie ist irgendwie zu abstrakt, ohne aber oberflächlich zu sein. Ich kann nicht wirklich ausdrücken, was genau mir an der Trilogie nun nicht gefallen hat – außer die angsprochenen Unstimmigkeiten – und ich bin froh, dass ich sie nun geschafft habe. Von weiterer Lektüre von Büchern der Autorin werde ich glaube ich absehen.

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  • Rezension zu "Die Rivalin der Götter" von N.K. Jemisin

    Die Rivalin der Götter
    scherzbrot

    scherzbrot

    17. May 2012 um 15:44

    Im ersten Buch ging es um den Mensch Yeine, im zweitem um die Dämonin Oree und dieses Mal geht es um den Gott Si'eh, der auf seinen Reisen durch die Welt der Sterblichen Shahar und Deka kennen und, für einen Gott wie ihn ungewöhnlich, lieben lernt. Doch diese Freundschaft zwischen den Dreien wandelt sich mit der Zeit zu Liebe, Verrat und Machtkämpfen und wird von einem neuen Krieg der Götter überschattet. In seinen Grundfesten erschüttert muss Si'eh, der Gott der Kindheit, seinen Weg finden, was ihm jedoch aufgrund der Gegebenheiten sehr schwer fällt. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich die ersten Bände von Jemisin mit viel Freude gelesen habe. Doch dieses Buch kostete mich sehr viel Zeit. Es hat den Charakter des Protagonisten Si’eht, da es aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Si’eh ist wankelmütig, emotional und eben, wie es seiner Natur entspricht: wie ein Kind. Aus diesem Grund verliert das Buch leider jedoch immer wieder an Fokus und ich wusste häufig nicht genau, ob diese Entwicklung nun im Zusammenhang mit der gesamten Geschichte steht, oder einfach nur ein netter Zusatz war. Vieles wurde in den Raum gestellt und dann von der Autorin fast wieder vergessen, um es irgendwann wieder zu erwähnen. Und das Ende kam abrupt und wirkte zum Schluss hin, als wäre es total einfach gewesen inklusive erzwungenem Happy End. Den meisten Charakteren fehlte es an Persönlichkeit, wahrscheinlich, weil es zu viele waren, die eine tragende Rolle spielten. Es gab keinen, der sich in mein Gedächtnis gebrannt hat und mir wirklich sympathisch war. Nicht mal die Götter Yeine, Naha oder Impas haben mich überzeugt, obwohl sie sonst meine Lieblingscharaktere waren. Ich war etwas enttäuscht von diesem Buch. Mir hat ein roter Faden gefehlt bzw. so etwas wie eine Konsequenz aus dem Ganzen. Vielleicht sind die nächsten Bücher von N.K. Jemisin wieder besser, aber bei diesem meinte ich manchmal etwas Erzwungenes heraus zu lesen. Deshalb leider nur 2 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Rivalin der Götter" von N.K. Jemisin

    Die Rivalin der Götter
    Elwe

    Elwe

    05. April 2012 um 18:58

    Nachdem ich die ersten beiden Bände der Serie mit Begeisterung verschlungen habe, hatte ich mich auf diesen hier sehr gefreut - allerdings hat er mich nicht ansatzweise so sehr zu fesseln vermocht wie die anderen beiden Bücher. Held des Romans ist dieses Mal Si'eh, der Gott der Kindheit, der nach einem Zwischenfall seine Unsterblichkeit zu verlieren scheint. Leider habe ich schon nach dem ersten Drittel des Buches aufgegeben und kann mich auch nicht aufraffen weiterzulesen - zu zäh geht mir die Handlung voran, zu fremd bleiben mir die Figuren. Vielleicht liegt es daran, dass Si'eh als Figur nicht ansatzweise das gleiche Charisma entfalten kann wie die Götterhelden der Vorgängerbände, der Herr des Lichts und der Herr über die Dunkelheit. Seine kindlichen Interessen, die zu seinem eigenen Schrecken zeitgleich mit der Unsterblichkeit schwinden und den Gelüsten eines Teenagers Platz machen, machen es mir schwer, ihn als Protagonisten interessant zu finden. Deshalb lege ich das Buch jetzt bedauernd zur Seite ... war leider kein glücklicher Griff.

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  • Rezension zu "Die Rivalin der Götter" von N.K. Jemisin

    Die Rivalin der Götter
    Bissfan

    Bissfan

    22. January 2012 um 10:18

    (Rezension von Feder) 4,5 _____________________ Mehr als zwei Generationen Menschen haben die Zeit überdauert, seit die Götter wieder zurückgekehrt sind und die herrschenden Arameri so ihrer stärksten Waffe beraubt wurden. Doch für Si’eh, das älteste aller Gottkinder, ist das nicht viel mehr als ein flüchtiger Atemzug. Und obwohl er die Folter und Knechtschaft in Elysium nicht vergessen hat, zieht es ihn doch eines Tages wieder genau an diesen verhassten Ort zurück. Eine Entscheidung, die schicksalsschwere Folgen nach sich ziehen soll. Denn dort in den mittlerweile verlassen Gängen des Unterpalastes läuft er der jungen Shahar Arameri, zukünftige Herrscherin über das Königreich der Hunderttausend, und ihrem Bruder über den Weg. Ihre jugendliche Unschuld veranlasst ihn dazu, sich mit ihnen anzufreunden. Doch der Pakt, den sie schließen wollen, geht schrecklich daneben und sorgt dafür, dass Si’eh zum Sterblichen wird. Doch als wäre das nicht schon schlimm genug, droht Shahar, der er seine Freundschaft und seine Liebe geschenkt hat, ihn zu verraten und er flieht aus Elysium. Und das, obwohl dem Königreich der Hunderttausend seine schwerste Prüfung bevorsteht. Dunkle, alles verschlingende Mächte sind im Hintergrund am Werk und haben es nicht nur auf die Linie der Arameri, sondern auch auf Si’eh abgesehen. Wird es ihm gelingen sich gegen diese Widrigkeiten zu wehren und sich und die geliebte Verräterin zu retten oder wird die ganze Welt im Chaos versinken? Nach den beiden herausragenden Teilen „Die Erbin der Welt“ und „Die Hüterin des Lichts“ bin ich mit entsprechend hohen Erwartungen an die Lektüre des finalen Bandes „Die Rivalin der Götter“ herangegangen. Und war zunächst zugegebenermaßen etwas enttäuscht, was hauptsächlich aber dem Titel geschuldet ist. Ich hatte nämlich angenommen, dass die Geschichte ganz im Stil der beiden Vorgänger aus der Sicht der im Titel genannten Person – besagter Rivalin – erzählt werden würde. Doch weit gefehlt: Die Geschehnisse des letzten Teils schildert uns nämlich – bis auf einen kleinen Absatz ziemlich zum Ende hin – der Gott Si’eh. Von dieser Tatsache etwas aus der Bahn geworfen, hat es etwas gedauert, bis ich richtig in die Geschichte eingestiegen bin, die sich dann aber als wahres Goldstück erwiesen hat. Der Einstieg wird Kennern der beiden ersten Teile wenig Neues liefern, da hier das kurz zusammengefasst wird, was bereits geschehen ist. Obgleich mir das meiste bereits bekannt war, war ich für diese Zusammenfassung sehr dankbar, da sie Neueinsteiger – denn meines Erachtens nach ist eine Kenntnis von Band eins und zwei zwar von Vorteil, aber kein Muss – und alte Hasen gleichermaßen auf das Geschehen einstimmt. Und das ist auch nötig, denn nach dieser Einleitung folgen die Ereignisse Schlag auf Schlag. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Handlungsstränge zwar immer noch – wie für die Autorin typisch – sprunghaft wechseln und so den Eindruck einer gedanklichen Schilderung hervorragend hervorheben. Anders als aber bei den Protagonistinnen Yeine und Oree aus den anderen Teilen sind diese Wechsel nicht ganz so abrupt und verwirrend. Es ist zwar anspruchsvoll, der Geschichte zu folgen, aber auf angenehme Weise. Auch im letzten Band schafft es die Autorin durch ihre unvergleichliche Art, den Leser zum Mitfiebern und Nachdenken anzuregen und ihn so tief in die Geschichte hineinzuziehen, so dass man sich für die Zeit der Lektüre in der Handlung verlieren kann. Dabei sind einige Wendungen wirklich unvorhersehbar und das bis zur letzten Seite. Die liefert nicht nur ein Aha-Erlebnis, sondern ließ in mir auch die vage Hoffnung aufkeimen, dass es irgendwann in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft wieder eine Gelegenheit geben könnte, in das Königreich der Hunderttausend einzutauchen. Überraschende Wendungen gibt es aber nicht nur zum Ende hin. Das ganze Buch ist damit gespickt, was dazu führt, dass immer wieder neue Facetten auftauchen, die detailverliebt und mitreißend geschildert sind und das Geschehen als Ganzes unglaublich bereichern. Auch die Charaktere sind wieder tiefgründig und liebenswert konzipiert. Da hätten wir zum einen Si’eh, den Gott der Kindheit und den Gauner. Er hat auch schon in den ersten Bänden eine mehr oder weniger bedeutende Nebenrolle gespielt und ist mir persönlich schon seit seinem ersten Auftritt in „Die Erbin der Welt“ ans Herz gewachsen. Dementsprechend gespannt war ich darauf, wie sich sein Charakter, nun da er eine zentrale Rolle erhalten hatte, entwickeln würde. Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden übertroffen. Nicht nur, dass die bereits bekannten Facetten seines Wesens von der Autorin schlüssig und sehr überzeugend in Szene gesetzt und vertieft werden. Er wird auch mit zahlreichen, teilweise sehr subtilen neuen Stärken und Schwächen ausgestattet, die sein bereits vorgefestigtes Wesen bereichern und ihn zu einem herausragenden Protagonisten machen, mit dem man lieben, leiden und mitfiebern kann. Shahar und ihr Bruder Dekarta Arameri – zwei der zentralen Nebenfiguren – haben es da etwas schwer, in Si’ehs Präsenz nicht etwas unterzugehen. Beide Figuren sind auch ausnehmend gut konzipiert und vor allem Dekarta hat einige Wesenszüge, die für so manche Überraschung gesorgt haben: Sein Charakter hat meines Erachtens auch besser mit Si’ehs Figur harmoniert. Shahars Charakter dagegen hat mir im Vergleich zu den anderen etwas weniger gut gefallen. Auch sie ist sehr detailverliebt und vielschichtig, was ihr für sich gesehen einen authentischen, liebenswerten Anstrich verleiht. Im Gesamtkonzept geht sie allerdings ein wenig unter. Einen wirklichen Abbruch hat das dem Lesegenuss aber nicht getan, da sie sich trotzdem hervorragend ins Gesamtkonzept einfügt. Stilistisch gibt es, wie nicht anders zu erwarten, erneut nichts zu bemängeln. Die Geschichte ist abwechslungsreich und mitreißend geschrieben und wenn man sich - wie bereits in den Rezensionen zu den Vorgängern erwähnt – an den auf den ersten Blick etwas sprunghaften Erzählstil gewöhnt hat, weiß man dessen Vorzüge zu schätzen und zu lieben. Auch die Beschreibung der Hintergrundbegebenheiten hält sich im Stil der Vorgänger auf. Es ist der Autorin gelungen, die bereits bekannte Mythologie in ebenso schlüssiger, widerspruchsfreier Weise weiterzuentwickeln, wie sie sie schon in Band eins eingeführt hat. Außer dass der Band leider immer noch keine Weltkarte beinhaltet, gibt es eigentlich nichts, das ich wirklich kritisieren könnte. Was mir aber abschließend am besten gefallen hat, war, dass am Ende des Buches wieder zwei Anhänge angeschlossen waren. Der Erste war ein Glossar der wichtigsten Namen und Begriffe. Der Zweite – und meiner Meinung nach eine der besten Stellen im ganzen Buch – war eine kurze Geschichte, die den verheißungsvollen Titel „ Die Rückkehr des Lichts“ trägt. Eine kleine Geschichte, die den Bogen vom zweiten Band zum dritten spannt, und auf liebenswerte – einige Tränen werte – Weise auch die Geschichte um Oree und ihren Sonnenschein zu einem wundervollen Abschluss bringt. Auch wenn „Die Rivalin der Götter“ nicht ganz an die beiden vorherigen Bände heranreicht, ist das Buch alles andere als schlecht. Ganz im Gegenteil, zähle ich es immer noch zu den besten Büchern, die ich 2011 gelesen habe. Daher kann ich die ganze Reihe auch guten Gewissens jedem ans Herz legen, denn ich habe selten einen Roman in Händen gehalten, der so spannend, so verworren und gleichzeitig so gefühlvoll und mitreißend war, wie „Das Erbe der Götter“ von N.K. Jemesin.

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