Naceur-Charles Aceval

 5 Sterne bei 1 Bewertungen

Alle Bücher von Naceur-Charles Aceval

Der Mann, der nicht sterben wollte

Der Mann, der nicht sterben wollte

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Erschienen am 31.10.2015
"Der Erzähler von Algier"

"Der Erzähler von Algier"

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Erschienen am 06.11.2017
"Kleine Märchen, Grosse Weisheiten"

"Kleine Märchen, Grosse Weisheiten"

 (0)
Erschienen am 29.05.2017
"Petits Contes, Grandes Sagesses"

"Petits Contes, Grandes Sagesses"

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Erschienen am 01.12.2016

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Rezension zu "Der Mann, der nicht sterben wollte" von Naceur-Charles Aceval

Lebensallegorien
buchwanderervor 3 Jahren

„Die Geschichten sind Lebewesen“ (S.6)

Zum Inhalt: Umrahmt von der Suche eines Mannes, dessen tiefste Furcht jene vor dem Tod ist, führt Charles Aceval den Leser durch eine dem Europäer oft fremdartige, jedoch faszinierende Kultur, deren Schatz und Vermächtnis u.a. in den Parabeln, Erzählungen und Märchen besteht, die seit jeher einen Blick auf die essenziellen Fragen gestatten. Fragen auf die es bei weitem nicht immer (nur) eine Antwort, und wenn, dann auch nicht immer eine angenehme gibt. In den Märchen, die dieser Mann im Hammam, in der Wüste, in Oasen und Dörfern, in der Gesellschaft von Weisen, Mächtigen, Verstoßenen bis hin zu Menschenfressern vernimmt, entdeckt er immer wieder Lebensausschnitte in deren allegorischen Facetten stets archätypische Themen des Menschen als einzelnes Individuum und als Gesellschaftswesen aufgegriffen werden. Sei es die -für jeden anders gelagerte – Sinnfrage, die uns zu Suchenden macht, sei es der Wert von Freundschaft, die Macht des Wissens, oder das diffizile Verhältnis von Mann und Frau, Herrscher und Untergebenem und Mensch und Natur. „Dies ist die Geschichte seiner Reise, die in Wahrheit eine Suche war. Und ihr, liebe Zuhörer, sollt am Ende entscheiden, ob der Mann der nicht sterben wollte, sein Ziel erreicht hat.“ (S.15)

Fazit: Charles Aceval entstammt einer kulturellen Überschneidungszone in der urbane Kultur und die Tradition der algerischen Nomaden eine fantasiefördernde, bereichernde Mischung gedeihen ließen, die den Grundstein seiner Lebensreise als Erzähler legten. Einer Reise die keineswegs geradlinig verlief und deren Ausrichtung in der „Suche nach dem eigenen Ton“ (S.11) prägend seinen Erzählstil gestaltet. Seine Märchen erzählen vom Leben und das Leben erzählt seine Märchen, nicht beschönigend, aber in einer Manier, welche die Stränge des oft verworrenen Lebensfadens zu entflechten hilft, eine Kunst die einem Wüstenführer gleich von einer Lebensoase zur anderen leitet. So gelangt auch der Leser von einem Märchen zum anderen, den Mann der nicht sterben wollte begleitend an Grenzen, an Ziele aber auch an seelische Abgründe und an Fragen, deren Antworten er als Suchender nur selbst zu beantworten vermag.

Zum Buch: Realisiert in vorbildlicher Fadenheftung, mit stabilem optisch ansprechend gestaltetem Umschlag, sowie einem griffigen Bedruckstoff bietet das Buch ein ausgesprochen angenehmes optisches und haptisches Erscheinungsbild. Vervollständigt wird der überaus positive Eindruck durch einen tadellosen Druck, der sich auch in der Realisierung der Zeichnungen und der fallweise arabischen Typografie durchzieht.

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