Nadia Bolz-Weber "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"

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Inhaltsangabe zu „"Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"“ von Nadia Bolz-Weber

Bis sie Jesus fand, war Nadia Bolz-Webers Leben eine Achterbahnfahrt. Sie stammt aus einem christlich-fundamentalistischen Elternhaus, rebellierte, fing an zu trinken, nahm Drogen. Führte ein echtes Hippie-Leben – in jeder Beziehung. Über die Anonymen Alkoholiker fand sie einen Weg aus der Sucht. „Das Blöde war, dass ich meinen Freunden, die weiter an der Flasche hingen, beim Sterben zusehen musste.“ Bald lernt sie ihren zukünftigen Ehemann kennen, einen angehenden Pfarrer. Findet zu Jesus. Als sie bei der Beerdigung eines langjährigen Freundes, umgeben von hoffnungslosen Gesichtern, eine Trauerpredigt hält, macht es klick – und Nadia erkennt ihre Berufung: Sie wird Pastorin der Ausgestoßenen! Nadia Bolz-Weber ist heute ordinierte Pastorin der ELCA (Evangelical Lutheran Church of America) und hat das „Haus für alle Sünder und Heiligen“ gegründet, in der Alkoholiker, gestrauchelte Vorbestrafte und labile Kriegsveteranen zusammenfinden. Mit ihrem Buch wurde sie „ein neuer Star der Kirchenszene“ (GEO)! Nadia Bolz-Webers Autobiografie ist spannend wie ein Krimi, aufwühlend, wie es nur das echte Leben sein kann und in ihrer Authentizität absolut provokant.

Ein echt tolle Pfarrerin, die sich vor dem was andere abschreckt nicht abschrecken lässt.

— Seelensplitter
Seelensplitter

Ein absolut ehrliches Buch, was mich persönlich anspricht und viel zum nachdenken anregt!

— RebekkaT
RebekkaT

Unterhaltsam, nachdenklich, humorvoll, warmherzig und viel mehr. Für jeden, der sich mit dem Thema Glauben etwas anders befassen möchte.

— orfe1975
orfe1975

auch für Nicht-Christen ein Gewinn

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Für mich sehr offene und wahre Worte mit einem immer wieder kehrenden Bezug zu Gott. Nicht geschönt, sondern eckig und kantig!

— YvetteSchmidt
YvetteSchmidt

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  • Ein Mensch vor dem ich Respekt habe

    "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    03. December 2016 um 12:56

    Meine Meinung zum Buch:"Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"Pastorin der AusgestoßenenErwartung und Aufmerksamkeit:Diesen Punkt findet ihr auf meinem Blog :)Inhalt in meinen Worten:Nadia. Eine Pfarrerin die so einiges hinter sich bringen musste, um dort wo sie jetzt ist, zu landen und gerade das macht Mut. Nicht jeder muss so einen Lebensstart hinlegen, um Gott zu erfahren, doch die die es leider machen müssen, ein Leben anzufangen, das mit mehr Steinen als Wegen gezeichnet ist, können von ihr eher etwas annehmen, als es vielleicht von anderen Menschen der Fall ist.Nadia schreibt Lebendig und immer wieder mit dem Blick zu Jesus über ihr Leben, und wie die Gemeinde, in der sie gerade tätig ist, wuchs und dabei Menschen die am Rand des Lebens stehen mitgerissen werden und wieder Lebensmut und Willen finden, sich von den fiesen und gemeinen Meinungen von manch anderen Christen frei schwimmen können und dabei lernen, sie können nichts zu der Gnade Jesus zu tun, außer sich lieben zu lassen.Meine Gedanken zum Buch:Ich hab Respekt vor Nadia.Ein Mensch der viele Höhen und Tiefen erleben musste, die manch anderen Menschen eher straucheln und auch am Boden liegen bleiben lassen. Doch Nadia hat Lebenswillen und Mut, und zugleich einen Glauben, der hin und wieder wirklich schrecklich geprüft wird, und dennoch hält sie an dem EINEN fest und lässt es nicht zu dass sie aufgibt.Schreibstil:Die Autorin schreibt in diesem Buch von und über sich selbst. Sie nimmt mich Kapitelweise mit in ihr Leben, und wie sie manch Widrigkeit überstehen musste. Aber auch erklärt sie in jedem Kapitel, was ihr Weg war, wie sie weiter gehen konnte, ohne dass sie dem Leser eine Klatsche in das Gesicht gibt, sondern in dem sie einfach nur von sich selbst erzählt und bei sich bleibt und niemals in der DU Botschaft schreibt.Es sind viele Gedanken in diesem Buch versteckt, so dass ich dieses Buch nicht auf einen Happs lesen konnte, ohne etwas zu verlieren. So bin ich Kapitelweise an das Buch heran gegangen und merkte: Dieses Buch hat mir auch einiges zu sagen, Blickwinkel werden neu gesetzt, Dankbarkeit und Hoffnung entsteht und Leben und Hoffnung und vor allem die Gnade springt aus jeder Zeile des Buches.Obwohl manche Dinge immer noch nicht näher erklärt werden, wie die Rituale in der Evangelischen Kirche von statten gehen, und was es bedeutet dies oder das zu tun, hab ich dennoch das Gefühl, das meine ersten Fragen die ich durch das zweite Buch von ihr hatte, beantwortet bekommen habe.Gedanken:Nadia erzählt in diesem Buch von Alkoholmissbrauch, davon das Menschen ihr Leben beenden wollten und dennoch gerade rechtzeitig gerettet worden sind, von Menschen, die nicht das eine sein wollten und das andere wurden.Alles Punkte, die man in gewissen Gemeinden mit Teufelsaustreibungen und diversen Verleugnungen erduldet aber niemals respektiert, doch gerade Nadia ist da anders. Sie ist für jeden da. Egal ob nun Homo, Bi oder Hetero, egal ob aus einer Frau ein Mann wurde oder auch umgedreht. Sie ist da. Nimmt an die Hand macht aber auch sofort klar, hi ich werde dich enttäuschen, lege deine Hoffnungen also nicht in mich, sondern in Jesus.Diese Mischung lässt mich staunend und hoffend da stehen, und ich hoffe das viele Menschen die Bücher von Nadia lesen, und offen sind, für Veränderungen, ohne das sie den Gegenüber verändern wollen.Veränderung fängt in der Regel bei sich an, und niemals bei dem anderen.Ich wünschte ich hätte eine Pfarrerin in meiner Nähe die so tickt wie Nadia, die sich wirklich um jedes einzelne Schäfchen so kümmert und dem Menschen klar macht, ich mag dich wie du bist, aber Jesus hat noch mehr Liebe als ich."Denn wie viele Menschen wollen Götter sein, und doch wurde nur ein Gott ein Mensch."Fazit:Ein Buch das kritisch beleuchtet und nachfragt, das aber die Gnade in den Vordergrund schiebt und klar sagt: Du bist geliebt, wie du bist.Es möchte einladen zu sich selbst neu zu entdecken und alte Gedankenmuster zu sprengen.Sterne:Nadias Buch muss einfach 5 Sterne bekommen. Denn ich habe wirklich Respekt vor dieser GENIALEN Pfarrerin!

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  • Ich finde Gott...

    "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
    RebekkaT

    RebekkaT

    17. October 2015 um 19:23

    Nadja wuchs in einem sehr strengen Elternhaus auf, wo Gottes Liebe nicht zu spüren war, aber seine strafende Hand. Um sich zu spüren, zu fühlen, und auch, um zu rebellieren, sagte sie sich los, begann zu trinken, hatte Affären, nahm Drogen. Sie galt vielen aus ihrem Umfeld verloren, und doch hatte sie die Kraft, zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen, wurde trocken und lernte ihren zukünftigen Ehemann Matthew kennen. Am Grab eines alten Freundes, umgeben von verlorenen Gestalten, sah sie Gott - sie hielt die Trauerrede und spürte endlich, was ihr Auftrag ist: sie wurde Pastorin. Mit 30 Jahren fing sie an, Theologie zu studieren. Ihre Gemeinde heißt "Das Haus der Sünder und Heiligen" - und eigentlich muss jede Gemeinde so heißen! Cover: Das ist Nadja, ihre Tattoos, eine Frau mit Vergangenheit. Ich finde das Bild sehr stark und passend gewählt! Schreibstil: ehrlich, ehrlich und nochmal ehrlich. Nadja schreibt hart, wo Härte geboten ist, und dann wieder liebevoll, um Liebe wachsen zu lassen. Sie beschönigt weder ihre Kindheit und Jugend noch ihr Leben im Sumpf von Drogen, Sex und Alkohol! Ein Buch für jede Gemeinde, für jeden Christen und für jeden Atheisten: einfach ein Buch für Menschen! Die Vergleiche Nadjas mit der Bibel und ihrem Leben sind einfach sehr gut. Ihre Gebete und Aussagen sind nichts für leicht zu pikierende Christen, die sich z. B. beim Wort "Arschloch" unglaubig angucken und gleich einen Teufel in Dir sehen. Das Buch macht Mut, seinen Glauben so zu leben, wie es für jeden gut ist. Jeder hat seinen eigenen Weg zu Gott und ich weiß, dass Gott auf die Herzen schaut und entscheidet, und sich nicht einlullen lässt von ach so tollen Taten, denn die könnte ich ja nur aufgrund meiner Stellung oder meines Ansehens gemacht haben.

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  • Ein Plädoyer für Toleranz.

    "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
    YvetteSchmidt

    YvetteSchmidt

    Nadia Bolz-Weber wächst geprägt durch die Gemeinde der amerikanischen "Church of Christ" in einem christlich-fundamentalistischen Haushalt auf. Schon zu Schulzeiten missfallen ihr Einstellungen ihrer Gemeinde und so beginnt sie als junge Frau zu rebellieren. Sie bricht das College ab und zieht in eine WG. Dort beginnt sie, regelmäßig Alkohol zu trinken und Drogen zu nehmen. Sie fühlt sich (vermeintlich) stark und unabhängig und wähnt sich in der Szene wohl und geborgen. Sie wohnt einer Wicca-Hochzeit bei und so verändert sich ihr Glaube. Aber sie verliert ihn nicht. Im Gegensatz zur elterlichen Prägung, die ausschließlich Männern die christliche Lehre vorbehält, erlebt sie hier eine andere Akzeptanz von Frauen.  Mit knapp 23 Jahren erlebt sie ihren ersten und einzigen Entzug von Alkohol und Drogen. Danach verbringt sie regelmäßige Treffen bei den Anonymen Alkoholikern. Nach dem Tod eines langjährigen auch abhängigen Freundes soll sie die Trauerrede halten und spürt dort ihre Berufung, Pastorin zu werden. Nachdem sie ihren Mann kennen lernt, trotz aller Skepsis wieder aktives Teil einer Gemeinde wird, eine Familie gründet, beginnt sie zudem 2005 ihr Theologiestudium und gründet ihre eigene Gemeinde "The House for all Sinners and Saints". Eine Anlaufstelle für Gemeindeglieder, die sonst in den üblichen Gemeinden nicht willkommen sind. Sie setzt sich unter anderem für homosexuelle und transsexuelle ein, z.B. um auch ihnen das Pastoralamt zu ermöglichen. Sowohl der Titel als auch das Cover haben mich an diesem Buch angesprochen und gereizt. Eine Pastorin, die keine Norm erfüllt. Die so offen spricht und so ehrlich ist, dass es angenehm ungewöhnlich ist. Sie berichtet ungeschminkt von ihrem Leben. Auch von den schwierigen Momenten. Wo andere peinlich schweigen oder verschweigen würden.  Mich haben besonders die Gleichnisse angesprochen, die sie zwischen ihrem eigenen Leben und der Bibel zieht. Ihre modernen und realitätsnahen Umsetzungen der Bibel. Sie macht durch ihr Leben Mut, neue Wege zu gehen und das Leben in Gottes Hand zu legen. Auch mit erlaubten Zweifeln, Anklagen aber auch Dankbarkeit. Dankbarkeit für erlebte Gnade. Dieses Buch ist  in meinen Augen nicht nur etwas für Christen im aktiven Gemeindeleben. Sondern auch für die, die mit der Kirche hadern, für Atheisten, für Gläubige anderer Religionen, einfach für alle, die Interesse an einem ungewöhnlichen Lebensweg haben. 

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    • 3
    YvetteSchmidt

    YvetteSchmidt

    13. July 2015 um 22:13
  • Leserunde zu ""Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen": Pastorin der Ausgestoßenen" von Nadia Bolz-Weber

    "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Brendow-Verlag stellt vier Exemplare des Buches "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen" von  Nadia Bolz-Weber zur Verfügung Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Bis sie Jesus fand, war Nadia Bolz-Webers Leben eine Achterbahnfahrt. Sie stammt aus einem christlich-fundamentalistischen Elternhaus, rebellierte, fing an zu trinken, nahm Drogen. Führte ein echtes Hippie-Leben – in jeder Beziehung. Über die Anonymen Alkoholiker fand sie einen Weg aus der Sucht. „Das Blöde war, dass ich meinen Freunden, die weiter an der Flasche hingen, beim Sterben zusehen musste.“ Bald lernt sie ihren zukünftigen Ehemann kennen, einen angehenden Pfarrer. Findet zu Jesus. Als sie bei der Beerdigung eines langjährigen Freundes, umgeben von hoffnungslosen Gesichtern, eine Trauerpredigt hält, macht es klick – und Nadia erkennt ihre Berufung: Sie wird Pastorin der Ausgestoßenen! Nadia Bolz-Weber ist heute ordinierte Pastorin der ELCA (Evangelical Lutheran Church of America) und hat das „Haus für alle Sünder und Heiligen“ gegründet, in dem Alkoholiker, gestrauchelte Vorbestrafte und labile Kriegsveteranen zusammenfinden. Mit ihrem Buch wurde sie „ein neuer Star der Kirchenszene“ (GEO)!" Bitte bewerbt euch bis zum 22. Juni hier im Thread und beantwortet die Frage,warum euch die Geschichte interessiert. Für dieses Buch müsst ihr die Portokosten von 1,60 Euro selber tragen.  Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte schaut nach dem Verlosen selbstständig nach, ob ihr gewonnen habt und übermittelt eure Adresse innerhalb von 48 Stunden. Ihr erhaltet keine Nachricht und sonst wird neu gelost. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.brendow-verlag.de für 17,40 € (Buchpreis)  bestellen.Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 85
    YvetteSchmidt

    YvetteSchmidt

    09. July 2015 um 09:26
    orfe1975 schreibt Vielen lieben Dank, dass ich bei der LR dabei sein und diese tolle Pastorin so kennenlernen durfte. Das Buch wird noch länger in meinem Buchregal stehen, um bei Bedarf die ein oder anders Stelle ...

    So geht es mir auch. Sowohl mit dem Buch im Regal als auch mit den Youtube Videos. In dem Buch habe ich für mich wichtige Stellen markiert und werde da sicher noch mal nachlesen. Es wäre schön, ...

  • Pastorin der Ausgestoßenen - Eigentlich Pastorin für Jedermann!

    "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
    orfe1975

    orfe1975

    08. July 2015 um 23:58

    Das Cover: Das Cover ziert die Autorin selbst: Nadia Bolz-Weber, eine Pastorin im Talar und mit vielen Tatoos mit christlichen Motiven. "Ziert" erscheint hier das falsche Wort, denn hübsch im klassischen Sinne ist sie nicht und Tatoos sind auch nicht so meins. Dennoch strahlt diese Frau ein gewisses Etwas aus, das mich sofort magisch angezogen hat. Dazu noch der leicht provokante Titel, Gott mal nicht in Guten, sondern in schlechten Dingen zu finden: Das macht neugierig. Der Inhalt: Im Buch beschreibt die Autorin von ihrer Kindheit in einer streng gläubigen Kirchengemeinde, von ihren Problemen, sich zugehörig zu fühlen, begleitet mit einem sozialen Abstieg in Form von Alkoholproblemen. Aus diesem Tal findet sie aber wieder heraus und findet - dank ihrem jetzigen Ehemann - auf ihrem eigenen Weg zur Kirche zurück und wird "Pastorin der Ausgestoßenen". Mein Eindruck: Nachdem ich durch provokantes Cover und ebensolchem Buchtitel auf das Buch aufmerksam wurde, begann ich also zu lesen und fand gleich das Vorwort interessant, dass aus einer Menge alphabetisch geordneter und scheinbar widersprüchlicher Adjektive über die Autorin bestand. Nachdem man das Buch gelesen hat, weiß man, warum sie alle zutreffen und wie sie in einer Person vereinbar sind. Und weil die Autorin versehen mit dieser Vielzahl an Adjektiven gesegnet ist und sich selbst sehr authentisch im Buch beschreibt, war ich sofort von ihrem Schreibstil gefangen genommen. Das Buch liest sich sehr flüssig, Nadia nimmt kein Blatt vor den Mund und beschreibt offen und ehrlich ihren Weg und ihre Gedanken, die manchmal alles andere als "gut christlich" anmuten. In meinen Augen ist sie eine Pastorin zum Anfassen, die nicht nur für die Ausgestoßenen, sondern für jeden etwas zu bieten hat, wenn man sich darauf einlässt. Mir gefällt sehr gut, wie sie immer neue Ansätze findet, Bibelstellen zu interpretieren, so dass dabei auch immer ein neuer Betrachtungswinkel entsteht, der nachdenken, manchmal schmunzeln lässt und aus dem sich jeder eine Scheibe abschneiden kann. Dieses Buch ist für jeden, der an eine höhere Macht glaubt, ob sie nun Gott heißt oder anders und der manchmal diesen Glauben mit dem alltäglichen (Er)leben nicht ganz in Einklang zu bringen mag. Hier gibt es Anregungen, einen neuen Blick zu entwickeln, egal, ob man sonst mit der Bibel was anfangen kann oder nicht.

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  • Ein Buch zum Nachdenken

    "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
    pallas

    pallas

    06. July 2015 um 08:52

    Genau wie der Titel des Buches, so ist Nadia. Authentisch, provokant und mit einem riesigen Herzen voller Liebe ausgestattet. Sie wächst in einer streng christlichen Familie auf und erfährt hier die christliche Lehre als die eines strafenden Gottes. Bald kann sie diese Interpretation christlichen Glaubens nicht mehr bejahen und bricht letztendlich aus ihrem Leben aus. Sie verfällt Drogen, wird Alkoholikerin und begibt sich vollends in die Gemeinde der "Looser". Doch gerade hier in dieser Gemeinschaft der Verlorenen und Ausgestoßenen entdeckt sie den liebenden Gott, der so gar nichts gemein hat mit dem Gottesbild das ihr als Kind vor Augen gestellt wurde. Durch Matthew, ihren Mann, besucht sie die lutheranische Gemeinde und erlebt dort das erste Mal die Eucharistie in einer Weise, die sie zutiefst bewegt und schließlich lieben lernt. Sie studiert Theologie und gründet als Pastorin das " Haus für alle Sünder und Heilige". Dort ist jeder willkommen. Schwule, Alkoholiker und die Gestrauchelten der Gesellschaft zählen zu ihren Gemeindemitgliedern. In vielen Beispielen erzählt Nadja ihren inneren Kampf mit sich um das rechte Gottesbild. In typisch menschlicher Weise führt sie dieses Gefecht mit sich viel zu oft aus und kommt dabei überwältigend ehrlich und liebevoll zur Erkenntnis, dass man sich von Gott kein Bild machen, sondern sich ihm nur über die nachgelebte Liebe zu Jesus Christus annähern kann. Ihre Liebe zu Jesus ermöglicht ihr letztendlich nicht nur all die Menschen zu lieben, sondern auch sich selbst anzunehmen. Die notwendige Kraft für die gewünschten Werke an den Menschen wird aus der gewonnenen inneren Quelle gespeist. Das Buch lässt uns oft inne halten. Der geneigte Leser fragt sich häufig, warum in unseren Kirchen so wenig davon zu spüren ist, weshalb hier die Chance vertan wird, suchende Menschen mit nachvollziehbaren Antworten auf Fragen ihres Lebens zum rechten Weg zu geleiten. Wo sonst als in Gottesdiensten findet man so viele Suchende auf einmal versammelt, die ansprechbar sind. Warum sind wir alle nur so bequem geworden und verschließen oft die Augen vor dem Anderssein und dem oft bohrenden Leid der Menschen? Nicht nur physischer Hunger kann Menschen vernichten, auch seelischer Hunger kann Leben zerstören oder zur erhöhten Gewaltbereitschaft führen. Nadja führt uns gnadenlos vor Augen wie es auch anders sein könnte. Die autobiographische Story ist wahrlich keine leichte Kost zum amüsierten "schnell-durch-lesen". Garantiert ist aber, dass der Inhalt des Buches "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen" dem Leser über seine wertvollen Botschaften noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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  • auch für Nicht-Christen ein Gewinn

    "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. July 2015 um 19:31

    Bei so Aussagen fange ich an zu schnurren: „Ich glaube, wenn ich anderen Christen von meiner Zeit mit der Göttin (Anm. MG „Wicca-Kult“) erzähle, erwarten sie von mir, dass ich sie als eine Lebensphase schildere, in der ich einen Irrweg ging, von dem ich nun zum Glück zu Jesus und zu meinem Verstand zurückgefunden habe. Aber so ist es nicht. Ich kann mir nicht denken, dass der Gott des Universums auf unsere Gottesvorstellungen beschränkt ist. Ich kann mir nicht denken, dass Gott sich nicht selbst auf unzählige Weisen jenseits des Symbolsystems des Christentums offenbart. Ich brauche gewissermaßen einen Gott, der größer und geheimnisvoller ist als das, was ich je begreifen oder mir ausdenken könnte.“ (S. 36) Noch so eine Lieblingsfundstelle: „Gott, bitte hilf mir mich nicht wie ein Arschloch zu benehmen.“ (S. 152) Wenn es ums Christentum geht, wird es ja sehr schnell sehr rosarot. Aber das Gebet ist wirklich alltagstauglich. „Das Himmelreich, von dem Jesus immerzu sprach, ist hier. Ganz nah. Es ist jetzt. Wo immer Sie sind.“ (S. 208) Eine Erfahrung, wie sie von Mystikern aller Jahrhunderte und aller Religionen immer wieder beschrieben wurde. Nadia Bolz-Weber stammt aus einem christlich-fundamentalistischen Elternhaus, rebellierte, fing an zu trinken, nahm Drogen. Über die Anonymen Alkoholiker fand sie einen Weg aus der Sucht. Bald lernt sie ihren zukünftigen Ehemann kennen, einen angehenden Pfarrer. Findet einen neuen und sehr persönlichen Zugang zum christlichen Glauben. Als sie bei der Beerdigung eines langjährigen Freundes eine Trauerpredigt hält, macht es klick – und Nadia erkennt ihre Berufung: Sie wird Pastorin für Menschen wie sie, gesellschaftlich „nicht-konform“. Nadia Bolz-Weber ist heute ordinierte Pastorin der ELCA (Evangelical Lutheran Church of America) und hat das „Haus für alle Sünder und Heiligen“ gegründet, das für jede sexuelle Orientierung offen ist und ein undogmatisches Christentum lehrt. Das Buch besticht durch die Offenheit und Ehrlichkeit der Autorin, die nicht behauptet, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, sondern sich offen mit ihrem Leben und ihrem Glauben auseinander setzt.

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