Hinter dem Regenbogen

von Nadia Hashimi 
4,1 Sterne bei7 Bewertungen
Hinter dem Regenbogen
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Ein unglaublich fesselnder Roman, den man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen kann, DAS Highlight meines bisherigen Lesejahres!

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Ein Panorama des Lebens zweier Frauen zu verschiedenen Zeiten in Afganistan, klug und geschickt verwoben und einfach mitreissend.

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Inhaltsangabe zu "Hinter dem Regenbogen"

Zwei afghanische Frauen und ihr Kampf um die Freiheit – eine unvergessliche Geschichte

Unter dem strengen Regime der Taliban dürfen Rahima und ihre vier Schwestern weder zur Schule gehen noch auf der Straße spielen. Da ihnen ein Sohn fehlt, beschließen die Eltern, aus Rahima einen Bacha Posh zu machen, ein Mädchen in Jungenkleidung. Fortan wird sie wie ein Sohn behandelt und genießt eine ungeahnte Freiheit – bis sie mit dreizehn an einen mächtigen Warlord verheiratet wird. Einzig die Geschichten über ihre Vorfahrin Shekiba, die einst als Mann verkleidet zum Wächter des königlichen Harems aufstieg, machen Rahima Mut …

"Ein episches, faszinierendes Romandebüt, in dem Nadia Hashimi zwei gleichermaßen fesselnde Geschichten miteinander verwebt." Booklist

"Nadia Hashimi hat sich auf ihre afghanischen Wurzeln besonnen und vor allem eine einfühlsame und wunderschöne Familiengeschichte geschrieben. Ihr durch und durch bezaubernder Mehrgenerationenroman ist ein schillerndes Porträt Afghanistans in all seiner Pracht und zeigt die alltäglichen Herausforderungen afghanischer Frauen." Khaled Hosseini

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404176090
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:24.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Buecherviechs avatar
    Buecherviechvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Panorama des Lebens zweier Frauen zu verschiedenen Zeiten in Afganistan, klug und geschickt verwoben und einfach mitreissend.
    Ausflug ins Afganistan der Frauen

    Ein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte, weil man mit den beiden Heldinnen, Rahima und Shekiba mitfiebert, die mit ungefähr hundert Jahren Abstand in Afganistan leben.
    (Achtung Spoiler! Ernstgemeint, ich beschreibe einige Wendungen des Romans, die man nicht im Vornherein wissen möchte.)
    Rahima ist begeisterte Zuhörerin, wenn ihre Tante ihren Schwestern und ihr die Lebensgeschichte ihrer Ahnin Shekiba erzählt, die es immer wieder schwer in ihrem Leben hatte und die Krisen mit Geschick und Glück meistert. Ja, Shekiba schafft es durch Verluste und Trauer, mit harter Arbeit und durch den Zufall bestimmt bis zur Haremswache. In Männerkleidung bewacht sie die Frauen in ihren Gemächern, lernt von Ihnen, hat aber gegen Aussen den Geschlechterwechsel vollzogen. Dabei denkt immer wieder darüber nach, was esim Allgemeinen und  für sie im Speziellen bedeutet Frau zu sein, jetzt, da sie es nicht mehr gegen Aussen leben kann. Sie geniesst die Freiheiten, sich in den Gärten des Palastes zu bewegen, und doch sucht doch immer nach sich selbst. Auch wenn sie über ihr Schicksal nachgrübelt, gibt sie niemals auf, selbst dann, wenn sie den Wechsel zurück in die Rolle als Frau vollzieht.
    Ihre Ururenkelin macht auch die Erfahrung des Rollenwechsels, da sie als Kind zum Bacha Posh gemacht wird - in Jungenkleidung lebt sie fortan neue Freiheiten, erledigt Botengänge für die Familie, geht mit den anderen Jungs in die Schule, spielt auf der Strasse und verdient etwas Geld. Zuhause gibt es immer wieder Spannungen, da der Vater als früherer Kämpfer im Krieg opiumsüchtig geworden ist, doch die Frauen beherrscht, Rahima ausgenommen. Doch ihre Freiheit endet abrupt, als sie mit dreizehn Jahren an den lokalen Warlord verheiratet wird. Gefragt wird sie nicht und das neue Leben ist für sie ein Schock. Ein fordernder Mann, eine sie stets pisackende Schwiegermutter, eifersüchtige Mitfrauen. Verluste und Entbehrungen prägen diese Zeit. Trotzdem kämpft sie weiter,  sucht nach einem Weg in die Freiheit. Und verraten sei es hier, sie schafft es auch zuguterletzt.

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    Jaris avatar
    Jarivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Irgendwann beschloss ich, nur noch etwa 20 Seiten pro Tag zu lesen, da ich mehr einfach nicht verkraftet habe.
    Nadia Hashimi - Hinter dem Regenbogen

    Dieses Buch erhielt ich als Leseexemplar zum Ersten Advent und um ehrlich zu sein, ohne die freundliche Vertreterin des Lübbe-Verlages in der Schweiz hätte ich Hashimis Debütroman wohl niemals gelesen. Aber zum Glück kam es anders und ich hatte die Gelegenheit, dieses grossartige Werk lesen zu dürfen.

    Hashimi ist eine talentierte Erzählerin, die es schafft, uns eine wirklich emotionale Geschichte näher zu bringen, ohne dabei in Kitsch abzudriften. Dabei sind die beiden Leben, deren wir hier Zeuge werden, wirklich starker Tobak. Irgendwann beschloss ich, nur noch etwa 20 Seiten pro Tag zu lesen, da ich mehr einfach nicht verkraftet habe. Nach dem Lesen wurde mir stets bewusst, wie gut es mir hier geht (immerhin dürfen die Frauen im Schweizer Kanton Appenzell seit 1990 wählen!). Ich darf selber Entscheidungen treffen, darf Hosen tragen, arbeiten gehen und selber über mein Geld bestimmen. Alles Dinge, die für Rahima und Shekiba nicht selbstverständlich sind.

    "Hinter dem Regenbogen" ist ein Buch, in das man völlig eintauchen kann. Nach dem Lesen war ich oft noch lange in Gedanken bei den Geschehnissen - ein weiterer Grund, weshalb ich die Lektüre begrenzen musste. Rahima erzählt aus der Ich-Perspektive, was ihr alles widerfährt: ihre Zeit als freier Bacha Posh, als uns und ihr klar wird, wie unterschiedlich das Leben für Mädchen und Jungen in Afghanistan sind, und dann ihre Zeit als verheiratete Frau eines brutalen Kriegsherren.

    Ich habe schon einige Bücher gelesen, in denen Familiengeschichten aus unterschiedlichen Sichten erzählt wurden. Aber Hashimi macht es eine Spur anders: Shekibas und Rahimas Geschichten haben Einfluss aufeinander, ähneln sich und Rahima holt sich immer wieder Rat bei ihrer Ururgrossmutter, um ihren Alltag durchzustehen und Mut zu schöpfen.

    Unterdessen habe ich mir bereits das nächste Buch der Autorin vorbestellt, so begeistert bin ich von "Hinter dem Regenbogen". Das hätte ich weder dem Buch, noch mir selbst je zugetraut. Schön, wenn grossartige Bücher auf diese Art und Weise den Weg zu einem finden. Dieses Buch hat meine Sicht auf die Welt, Afghanistan und mein eigenes Leben verändert und natürlich hoffe ich, dass es auch anderen Lesern so gehen wird wie mir.

    Kommentare: 1
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    R
    robbylesegernvor 3 Jahren
    Frauenschicksale in Afghanistan

    " Hinter dem Regenbogen " ist das Debüt der Schriftstellerin Nadia Hashimi, die als Kind afghanischer Auswanderer in New York geboren wurde. Sie erzählt in ihrem Buch die Geschichte zweier Frauen auf unterschiedlichen Zeitebenen, die eines gemeinsam hatten, sie durften für eine gewisse Zeit Einblick in das Leben der Männer in Afghanistan neben, was ihr Leben mitprägte.

    Zwei Frauen erzählen in diesem Buch in abwechselnden Kapiteln von ihrem Leben als Frau in Afghanistan. Das ist zum einen Rahima, die in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts in einem kleinen Dorf in Afghanistan bei ihren Eltern und ihren vier Schwestern aufwächst. Da Mädchen und Frauen nicht ohne Begleitung auf die Straße gehen dürfen und Rahimas älteren Geschwister weiter zur Schule gehen sollten, wird Rahima zu einem " BACHA POSH " einem Mädchen in Jungenkleidung, eine gängige Praxis in einer Familie ohne männliche Nachkommen. So kann Rahima schon als Kind nachvollziehen und erleben, wie viel Freiheit Jungen in ihrem Heimatland haben. Doch ihre Zeit als Junge findet ein Ende und sie wird zusammen mit ihren älteren Schwestern an einen Warlord und dessen Brüder verkauft und teilt fortan das Leben als eine von mehren Frauen in einer afghanischen Ehe. Rahima hat aber von ihrer Tante die Geschichte ihrer Ururgroßmutter erzählt bekommen, die im 19. Jahrhundert ein ähnliches Schicksal teilte und für eine gewisse Zeit als Frau in Männerkleidung lebte. Sie ist Rahimas Vorbild und ihre Seelenverwandte.

    Shekiba, Rahimas Ururgroßmutter ,wird am Ende des 19. Jahrhunderts in Afghanistan geboren und überlebt als einzige der Familie eine Cholerawelle in ihrem Heimatland. Dies hält sie geheim und bewirtschaftet über lange Zeit ihren Hof, wie ein Mann. Doch auch dies findet ein Ende und Shekiba wird von einer Familie zur nächsten weitergereicht und zuletzt dem damaligen König als Geschenk überreicht. Im Palast wird sie zur Haremswache ausgebildet.

    Zwei afghanische Frauen zu unterschiedlichen Zeiten in ihrem Heimatland aufgewachsen, teilen nicht nur das Schicksal eine Frau in Afghanistan zu sein, sondern auch das Gefühl erlebt zu haben, wie viel anders Jungen bzw Männer in Afghanistan leben.
    Mich hat dieses Buch sehr berührt und mir einen Einblick in das Leben afghanischer Frauen gegeben, das sich in den Jahrhunderten gar nicht so großartig verändert hat. Die Rolle der Frau ist die gleiche geblieben. Abhängig von ihrem Mann , ohne eigenen Willen und Entscheidungskraft, der sie als sein Eigentum betrachtet und mit ihr machen kann was er will.. Shekiba und Rahima sind insofern ein bisschen anders als ihre Geschlechtsgenossinnen, als dass sie einen Einblick in das Leben der Männer nehmen konnten und dadurch die Ungerechtigkeit der Geschlechterrollen bemerken und sie versuchen aufzubegehren. Doch wie schwer es ist aus diesen Rollen auszubrechen, erfährt der Leser in diesen Geschichten, die meiner Meinung nach sehr anschaulich und flüssig erzählt werden. Sicherlich ist dies ein Roman , der nicht so in die Tiefe geht, was die politischen Verhältnisse und Veränderungen in diesem Land angeht , doch das Schicksal eine Frau in diesem Land zu sein, wird gut transportiert. Für mich eine ganz andere Kultur und schwer verständlich , doch in Afghanistan eine Selbstverständlichkeit, vor allem in ländlichen Gegenden. Auch der Mohnanbau mit seinen negativen Auswirkungen , Rahimas Eltern sind später beide Opium süchtig, wird kurz gestreift. Doch dieses Buch ist wie gesagt kein politischen Buch. Es wird nicht über die verschiedenen Besatzer oder über die Rolle der Taliban in dem Land geschrieben, sondern die Autorin beschränkt sich auf die Rolle der Frau im Heimatland ihrer Eltern.
    Mich hat dieses Buch ganz oft an das Buch " Tausend strahlende Sonnen " von Khaled Hosseini erinnert und ich behaupte einfach einmal, dass Leser , die von dem Buch damals begeistert waren , auch dieses Buch mögen werden. Mich hat Nadi Hashimi jedenfalls für einige Tage in das Leben des Abendlandes entführt , mich berührt, aber auch Achtung haben lassen davor, was diese Frauen leisten und noch leisten müssen , um wenigstens einige Freiheiten in einer von Männern dominierten Welt erreichen zu können.

    Kommentare: 1
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    mermeoths avatar
    mermeothvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unglaublich fesselnder Roman, den man bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen kann, DAS Highlight meines bisherigen Lesejahres!
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    E
    etielyvevor 2 Monaten
    Lobsis avatar
    Lobsivor 8 Monaten
    PrinceXLs avatar
    PrinceXLvor 10 Monaten

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