Nadia Marfaing Leander sieht Maud

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Inhaltsangabe zu „Leander sieht Maud“ von Nadia Marfaing

Seit dem Unfall, der Maud das Augenlicht gekostet hat, schottet sie sich völlig von der Außenwelt ab und verkriecht sich in ihrer neuen Dunkelheit. Nur Leander, den Maud bisher kaum beachtet hat, lässt sich nicht abwimmeln und lockt sie nach und nach aus ihrer Isolation: Ausflüge mit dem Tandem, Tischtennis nach Gehör, Kino ohne Bilder. Doch Maud ist nicht so einfach zu bezaubern, wie er vielleicht gehofft hat, und stößt ihn immer wieder von sich fort. Die ersehnten Küsse muss sich Leander stehlen. Als Maud eines Tages verkündet, sie wolle ihn zwei Monate lang nicht sehen, hält Leander das nur für eine neue Prüfung für den Helden in der strahlenden Rüstung . . .

Ein einzigartiges und gleichzeitig eigenartiges Buch. Leider hat der Schreibstil das Potenzial der Geschichte zerstört.

— Schassi
Schassi

Ein schneller Lesespaß mit Inhalt!

— Baneful
Baneful

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    Leander sieht Maud
    Blacksally

    Blacksally

    20. February 2017 um 22:54

    Das Cover zum Buch gefällt mir richtig gut, ich liebe diese Wasserfarben und die Zeichnung der beiden Protagonisten. Ein echter hingucker, obwohl es so einfach ist. Leider hatte ich ein wenig Probleme mit den Protagonisten. Maud ist durch einen Unfall blind geworden und deshalb sehr depressiv und mürrisch. Sie will niemanden an sich heran lassen und lieber alleine sein. Aber das lässt Leander nicht zu, denn er ist verliebt in Maud und will ihr zeigen, das sie trotzdem noch ein Leben hat, obwohl sie blind ist. An sich hört sich das alles recht gut an, doch Leander war mir einfach viel zu aufdringlich und ging zu aggressiv an die Sache ran. Es gab Szenen da hätte ich das Buch am liebsten abgebrochen, weil ich mir dachte sowas kanns echt nicht geben. Zum Beispiel gibt es eine Szene im Buch, in der er mit Maud ins Schwimmbad geht. Sie fühlt sich nicht wohl, da es laut ist und sie nichts sehen kann. Und was macht Leander? Er packt sie und wirft sie einfach ins Wasser. Ich war geschockt und genervt von ihm, das hat mir irgendwie das Buch kaputt gemacht. Er zeigt ihr zwar das das Leben trotzdem Lebenswert ist, aber manchmal wars echt zu viel des guten. Auch der Schreibstil ist nichts für mich gewesen. Ich hatte mir zwar die Leseprobe durchgelesen, aber dennoch war ich enttäuscht das sich das während des Buches noch zu verschlechtern schien. Am Anfang mochte ich den Schreibstil echt gerne, er war flüssig und klar zu lesen, doch irgendwann fängt es an einfach nur noch verwirrend zu sein und die Dialoge sind doch eher unschön und viel zu abgehakt gehalten.  Ich hatte nicht mehr das Gefühl das das Buch einen richtigen Lesefluss hat und das fand ich unglaublich schade. Was mir jedoch gefallen hat war das die Kapitel auch in Blindenschrift geschrieben waren, es hat wunderbar ins Buch gepasst und auch das Ende der Geschichte fand ich nicht schlecht. Jedoch hatte ich mir eine größere Message gewünscht. Die Autorin: Nadia Marfaing, ehemalige Erdkundelehrerin, engagiert sich in vielen sozialen Projekten, u. a. im Kampf gegen den Analphabetismus bei Blinden, denn das Erlernen von Braille ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Leander sieht Maud ist ihr erstes Jugendbuch. Fazit: leider hab ich bei dem Buch wohl zu viel erwartet, es ist eine schöne Geschichte für nebenbei, aber mehr leider auch nicht.

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  • Ein schneller Lesespaß mit Inhalt!

    Leander sieht Maud
    Baneful

    Baneful

    19. September 2014 um 13:32

    Eye-Candy:  Das deutsche Cover finde ich sehr gelungen. Es ist unaufdringlich und passt zur Handlung mit seinen Farben und seinem Motiv (achtet mal auf die Augen der Charaktere). Was die Farben bedeuten, das erfährt man in der Geschichte. Die Kapitelüberschriften sind übrigens auch in Brailleschrift geschrieben. Inhalt:  Nachdem Maud, das wildeste und hübscheste Mädchen der Schule, aufgrund eines selbst verschuldeten Unfalls ihr Augenlicht verliert, zieht sie sich immer mehr in sich zurück. Während für ihre alten Freunde das Leben weitergeht, kann einer Maud nicht vergessen. Leander ist ein Klassenkamerad von ihr und wird von allen nur Knirps oder Baby genannt. Mit seiner direkten ehrlichen Art zerrt er Maud ins Leben zurück, ihr Protest wird dabei geflissentlich ignoriert.  Meine Meinung: Das Buch wird aus der persönlichen Sicht und im Präsens von Leander erzählt, dennoch ist man als Leser sehr nah an seinen Gefühlen und Gedanken. Anders als anfangs gedacht mochte ich Leander nicht. Er nervt, ist manchmal viel zu selbstüberzeugt und kindisch. Ohne Rücksicht auf Maud und ohne eine Einsicht schubst er sie von einer Situation in die andere, wenn sie sich dabei an ihn als Halt klammert, ist er glücklich. Allerdings ist Maud weder auf den Mund gefallen, noch von ihrer Situation gehandicapt, wie man meinen sollte. In jeder Situation ist sie fähig sich selber zu helfen und eigenständig zu sein, sehr zu Leanders Bedauern, der ihr Ritter in strahlender Rüstung sein möchte.  Obwohl Maud sehr kratzbürstig ist und gemein ist, kann man nicht anders, als sie zu mögen. Denn gleichzeitig ist sie auch ehrlich, tolerant und eigensinnig. Sie lässt sich weder von ihrer Mutter noch von Leander oder ihren Narben und ihrem Handicap aufhalten. Ihre Handlungen und Psyche schwanken immer zwischen zwei Extremen, das allerdings ist sehr gut und nachvollziehbar umgesetzt. Es gibt noch einige kleine Nebencharaktere, die nur am Rande auftauchen und schnell wieder abtauchen. Wie der Titel schon vermuten lässt, es geht hauptsächlich um Leander und Maud, hier liegt der Fokus von Anfang bis zum Schluss. Sehr geschickt werden Nebenhandlungen in das Hauptgeschehen eingebunden, aber ohne, dass sie jemals in den Vordergrund rücken.  Sowohl Leander als auch Maud entwickeln sich durch das gesamte Buch hindurch. Diese Entwicklung findet langsam statt, ab und zu gibt es auch Rückfälle der beiden, aber gegen Ende hin, sind beide reifer und erwachsener. Gerade bei Leander ist diese Entwicklung sehr gut zu beobachten.  Wenn Leander seine Gefühle Maud gegenüber beschreibt oder wenn er an sie denkt, ist er sehr süß. Man merkt, dass er sie wirklich gern hat und nicht nur auf ihr gutes Aussehen Wert legt. Dann allerdings hat er seine "Phasen". In diesen Phasen denkt er nur noch daran mit ihr zu schlafen und wie toll er es findet, wenn sie abhängig von ihm ist. Sie leidet gerade wegen was auch immer und er stellt sich vor, wie es wäre, wenn sie ihn endlich an sich ranließe, das konnte ich einfach nicht nachvollziehen. Auch in besonders emotionalen Dialogszenen bringt Leander irgendwelche sexuelle Anspielungen, die die ganze romantische Atmosphäre zerstören. Obwohl ich denke, dass die Autorin das absichtlich so dargestellt hat, damit Leander unbeholfen und kindisch wirkt hat es mich doch arg gestört, bis er sich endlich gebessert hat. Die Schreibweise der Autorin ist sehr schlicht und flüssig. Dennoch schafft sie es mit wenigen Seiten eine gefühlvolle Geschichte zu erzählen, ohne dabei kitschig und klischeelastig zu werden. Besonders gelungen sind die Dialoge zwischen Maud und Leander, die sich nicht gestelzt anhören und die immer sehr humorvoll sind. In der Kürze liegt die Würze:  Ein ungewöhnlich patziger Protagonist; so gut wie keine Nebencharaktere; lustige Dialoge; schneller Lesespaß Bewertung:   Was etwas zu kurz gekommen ist, ist der Umgang mit dem Handicap des Blindseins. Klar wird immer wieder betont, dass Maud blind ist und dass sie damit nicht so schnell und gut zurechtkommt, jedoch war mir das zu oberflächlich. Da das Buch schon so kurz ist, hätte man etwas weniger Fokus auf Leanders Fantasien legen können, um stattdessen auf Maud einzugehen, um das Buch rundzumachen. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und bekommt daher ♥♥♥♥ Herzchen.

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