Ben ist 15 und gehört zu den angesagten Typen, seit er im Parkourteam von Tayfun und dessen Jungs dabei ist. Sein ganzes Leben dreht sich um Parkour, bis ihm eine Krebsdiagnose einen Strich durch die Rechnung macht. Doch Ben gibt sich nicht geschlagen...
Bahar ist ebenfalls 15, Deutsch-Türkin und leidenschaftliche Fußballspielerin. Das erste Zusammentreffen von Ben und Bahar läuft nicht gerade glücklich ab. Doch als Ben Bahar vor einem gewalttätigen Jungen rettet, nähern sie sich einander an...
Der Roman „Run Boy, run Girl“ war spannend zu lesen und sehr abwechslungsreich, da er sich mit diversen Problemen und Thematiken beschäftigt, die sehr aktuell sind und zudem auch spannend von der Autorin mit in die Geschichte eingeflochten wurden. Das Buch liest sich durchgehend locker und angenehm, was wohl auf den guten Schreibstil zurückzuführen ist. Auch die leider doch recht vielen Rechtschreibfehler im Text können der guten Lesbarkeit daher nichts anhaben. Neben dem Plot waren auch die Charaktere besonders toll und detailliert beschrieben, was es mir leichtgemacht hat, mich in sie hineinzuversetzen. Zusätzlich unterstützt wurde der Tiefgang der Personen außerdem durch einen regelmäßigen Wechsel in der Erzählperspektive des Romans. Für mich war „Run Boy, run Girl“ eine äußerst spannende und unterhaltsame Lektüre, die ich jederzeit wieder lesen würde!
Nadine Gersberg

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Run Boy. Run Girl.
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"Run Boy Run Girl“ handelt von dem 15-jährigen Ben und der gleichaltrigen Bahar mit türkischen Wurzeln. Während Bens Leidenschaft dem Parkour gilt, spielt Bahar für ihr Leben gern Fußball. Durch einen Zufall lernen sich die beiden Teenies eines Tages kennen, denn Bahar soll eine Zeitlang im Parkourteam mittrainieren, das von Bahars Bruder Tayfun angeleitet wird. Trotz der gemeinsamen Sport-Begeisterung sind sich Ben und Bahar zunächst suspekt. Als bei Ben Krebs diagnostiziert wird, gilt seine einzige Sorge seinem geliebten Parkourtraining. Er hat solche Angst, seinen Sport nicht mehr ausüben zu können, dass er mit allen Mitteln versucht seine Krankheit zu verschweigen und seinen Körper fit zu machen – notfalls auch mit Drogen.
Doch Bahar kommt seinem Geheimnis auf die Schliche und Bens Traum droht zu zerplatzen. Auch Bahar hat mit ihrem Schicksal zu kämpfen. Als Deutsch-Türkin sieht sie sich mit dem Problem der Identitätsfindung und häufigen Anfeindungen von außen konfrontiert. Mit viel Humor und der Liebe zum Sport kämpfen sie gegen ihr Schicksal und für ihre Träume.
Nadine Gersbergs Roman hat mir einige unterhaltsame Stunden beschert, in denen ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil ich stets wissen musste, wie es weitergeht! Mal witzig, mal tiefgründig und mal romantisch schreibt die Autorin in „Run Boy Run Girl“ über die verschiedensten, aber immer äußerst interessanten Themen, wie beispielsweise Krebs im Teenageralter, Liebe zwischen unterschiedlichen Kulturen, Rassismus und Diskriminierung, Parkour, Fußball oder Familie. Die vielschichtige Themensetzung ließ keine Langeweile aufkommen. Stattdessen wurde man als Leser auf anspruchsvolle und interessante Art und Weise unterhalten und des Öfteren auch zum Nachdenken angeregt. Die Story an sich war toll aufgebaut und spannend und die Erzählperspektive, die zwischen Ben und Bahar wechselt, sorgt dafür, dass man sich als Leser in beide Hauptprotagonisten hineinversetzen kann. Negativ aufgefallen ist mir leider die schlechte Rechtschreibung des Buchs sowie der mangelhafte Textsatz, was zu schlechter Lesbarkeit und einer gewissen Unübersichtlichkeit geführt hat. Außerdem beeinflusst das schlechte Layout natürlich auch den eigentlich positiven Gesamteindruck des Buches. Wenn man über diese „Äußerlichkeiten“ einmal hinwegsieht, ist der Roman jedoch ein wirklich lesenswertes Buch, das ich gut und gerne weiterempfehlen kann.
Dieses Buch widmet sich vor allem den Themen "Krebs im Teenageralter", "Diskriminierung und Rassismus" und "Liebe zwischen unterschiedlichen Kulturen". Vielleicht war das auch das Problem. Gefühlt wollte sich das Buch mit zu vielen Themen beschäftigen, ist aber nicht allen gerecht geworden.
Sehr bewegt hat mich Ben Kampf gegen den Krebs und wie er damit umgeht. Die Schwierigkeiten mit den besorgten Eltern, Mitleid von Mitschülern und die Hilflosigkeit gegenüber dem schwächelnden Körper... All diese Aspekte wurden sehr glaubwürdig und berührend dargestellt.
Dafür wurde mir das Thema Rassismus viel zu einseitig dargestellt. Bahar, in Deutschland geboren und aufgewachsen, fühlte sich immer und überall diskriminiert und war sehr schnell dabei, Leute als Rassisten zu bezeichnen. Eine wirkliche Entwicklung oder ein Lösungsansatz, wie sie damit in Zukunft umgehen will, wurde hier nicht angeboten. Insgesamt war sie ein Charakter, der für mich sehr anstrengend und unsympathisch war, so dass mir das Lesevergnügen leider getrübt wurde.
Leider sind auch ein paar viele Fehler im Text übersehen worden, ebenso wie im Buchsatz. Daher gibt es von mir nur drei Sterne.
Gespräche aus der Community
Liebe Leserinnen und Leser,
ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr an meiner Leserundenpremiere teilnehmen würdet. Ich habe vor einigen Wochen meinen ersten Jugendroman "Run Boy. Run Girl" veröffentlicht.
Worum geht es in meinem Roman?
Früher ein „Nichts“, gehört der fünfzehnjährige Ben jetzt zu einem Parkourteam und damit zu den angesagten Jungs an seiner Schule. Gerade trainiert er mit seiner Truppe für einen Videodreh des Sängers Maddog. Doch eine Krankheitsdiagnose droht seine Pläne zu durchkreuzen. Ben findet sich nicht damit ab: Er verschweigt dem Team seine schwere Krankheit, nimmt stattdessen Drogen, um seinen Körper aufzuputschen. Als er auffliegt und zum Zusehen verdammt wird, trainiert er heimlich weiter. Genervt ist er nicht nur von seinen Eltern, seinen Mitschülern und Lehrern, die ihn in Watte packen wollen, sondern auch von Bahar, der Schwester seines Trainers. Die Fünfzehnjährige mit türkischen Wurzeln hat ihn verraten, wirft ihm ständig Rassismus vor und dann will sie scheinbar auch noch seinen Platz im Team einnehmen.
Bis zum 19.1.17 könnt Ihr Euch für kostenlose Rezensionsexemplare bewerben. Diese stelle ich Euch gerne entweder als Taschenbuch oder als Datei für den e-book-Reader zur Verfügung.
Ich möchte regelmäßig an der Leserunde teilnehmen und freue mich schon auf Eure Meinungen über die Geschichte von Ben und Bahar.
Eure Nadine Gersberg
Zusätzliche Informationen
Nadine Gersberg wurde am 29. Juli 1977 in Wilhelmshaven (Deutschland) geboren.
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