Nadine Gordimer Julys Leute

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(1)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Julys Leute“ von Nadine Gordimer

July ist seit vielen Jahren der anständig behandelte "Boy" im Haus von Bam und Maureen in Johannesburg. Als die Unruhen in Südafrika sich zum Bürgerkrieg ausweiten, bringt er sich und das liberale Ehepaar mit seinen drei Kindern in Sicherheit, indem er mit ihnen aufs Land flieht, in die Siedlung aus der er stammt - eine Ansammlung von Lehmhütten, nur von den Angehörigen seiner Sippe bewohnt. Bam und Maureen fällt es im Gegensatz zu den Kindern schwer, sich an die elementare Einfachheit ihrer jetzigen Lebensumstände zu gewöhnen; noch größere Schwierigkeiten bereitet ihnen das veränderte Verhältnis zueinander und zu July. Bam büßt schrittweise die letzten Insignien seiner Herrschaft ein: zunächst das Auto, am Ende das Gewehr. July wiederrum hat das Problem nicht mehr ein Diener zu sein.

Stöbern in Historische Romane

Marlenes Geheimnis

Sehr bewegende Familiengeschichte, 4,5 Sterne

lenisvea

Das Gold des Lombarden

Köln im Mittelalter - ein bisschen Geschichte, ein bisschen Krimi und eine starke Frau!

mabuerele

Tod an der Wien

Charmant und gut-durchdacht - ab nach Wien...

dreamlady66

Die Zeit der Rose

die Umsetzung wirkt auf mich gewollt aber nicht gekonnt

Gudrun67

Grimms Morde

Die Gebrüder Grimm als Sherlock und Watson! Genial!

Lieblingsleseplatz

Troubadour

Ein etwas anderer Zeitreiseroman! Unbedingte Leseempfehlung!

mabuerele

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Julys Leute" von Nadine Gordimer

    Julys Leute

    Beagle

    05. February 2009 um 07:43

    Die Handlung spielt während den Freiheitskämpfen der Schwarzen in Johannesburg bei denen die weiße Familie Small mit ihrem Hausangestellten July in die Wildnis flüchtet und für die somit ein völlig neues Leben, ein bisher unbekanntes beginnt. Ständige Angst vor Übergriffen und das Sein in Armut fernab der Zivilisation, gänzlich ohne technische Hilfsmittel - durchaus eine interessante Geschichte, ein spannendes, politisches Thema. Aber meiner Meinung nach nicht spannend umgesetzt, es plätschert so dahin, erzählt ohne Pfiff. Das hätte man besser machen können. Dennoch lesenswert für den, der sich für die Rassenunruhen in Südafrika interessiert.

    Mehr
  • Rezension zu "Julys Leute" von Nadine Gordimer

    Julys Leute

    Abunwasi

    12. June 2007 um 11:27

    Dieser "Roman" ist meiner Meinung nach vom Umfang und Reichweite der Handlung her eher eine Erzählung. Nadine Gordimer beschrieb darin Anfang der 80er Jahre in einer Art Gedankenexperiment die Flucht einer weißen Familie aus der Schicht des privilegierten Bürgertums vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Johannesburg in das Homeland ihres jahrelangen schwarzen Dienstboten "July". Hier müssen sich die ehemaligen Herren, fern vom bequemen und unbesorgten Vorstadtleben, vor der Verfolgung durch die revolutionären Milizen verstecken und geraten in Umkehrung der früheren Rollen in völlige Abhängigkeit von ihrem einstigen Untergebenen. Gordimer nutzt dieses Szenario zur Abrechnung mit der Inkonsequenz des brüchigen, scheinhaften Lebensentwurfs südafrikanischer Liberaler, die - trotz ihrer politisch progressiven Lippenbekenntnisse - nicht bereit sind, ihre Privilegien aufzugeben, bis es - gemäß dem fiktionalen Entwurf - zum Äußersten kommt. Dies führt jedoch an keiner Stelle zu platter Schwarz-Weiß-Malerei. In den Konflikten, die aus dem ungewohnten und letztlich unmöglichen Zusammenleben erwachsen, zeigt sich die komplexe und innerlich widersprüchliche Angage der Figuren auf beiden Seiten der ethnischen Schranken. Die Erzählung ist dabei extrem subjektiv und geprägt durch zahlreiche, oft sehr unvermittelte Perspektivwechsel. Dies, und die nach meinem Empfinden zum Teil etwas umständliche Sprache erschweren die Lektüre. Gestört hat mich außerdem die Handlungsarmut der Erzählung, die wohl vor allem mit der experimentellen Anlage zusammenhängt: Viele der geschilderten Ereignisse scheinen lediglich zur Demonstration bestimmter Konstellationen und Probleme zu dienen und wirken somit etwas konstruiert. Dennoch eine lohnende Lektüre für alle, die sich für die sozialpsychologische Verfasstheit der südafrikanischen Gesellschaft während der Apartheid interessieren. Das Buch wurde übrigens nach dem Ende der Apartheid in Südafrika als rassistisch angefeindet und von einem Provinzparlament sogar als Schullektüre verboten. Zu den Vorwürfen, die ich für vollkommen unberechtigt halte, hat die Autorin sich in einem Interview geäußert, dass man sich auf der Homepage der 3Sat-Sendung "Kulturzeit" unter folgendem Link als Real-Stream ansehen kann: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/specials/45346/index.html

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks