Nadine Kegele

 4,2 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor*in von Lieben muss man unfrisiert, Und essen werden wir die Katze und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Nadine Kegele

Cover des Buches Lieben muss man unfrisiert (ISBN: 9783218010665)

Lieben muss man unfrisiert

 (12)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Und essen werden wir die Katze (ISBN: 9783218011235)

Und essen werden wir die Katze

 (10)
Erschienen am 01.09.2018
Cover des Buches Annalieder (ISBN: 9783707604467)

Annalieder

 (1)
Erschienen am 01.02.2013

Neue Rezensionen zu Nadine Kegele

Cover des Buches Und essen werden wir die Katze (ISBN: 9783218011235)
camilla1303s avatar

Rezension zu "Und essen werden wir die Katze" von Nadine Kegele

"Linke" Literatur auf hohem Niveau
camilla1303vor 6 Jahren

Das Buch "Und essen werden wir die Katze" von der österreichischen Autorin Nadine Kegele ist im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen.

Das Buch besteht aus vielen Collagen und kurzen Textpassagen und ist literarisch ganz anders, als andere Bücher und für mich nur sehr schwer einordbar. Es geht hier um die Abstammung in einem Land und um die Behandlung bestimmter Gruppen. Die Geschichten von Flüchtlingen werden genau so thematisiert, wie das Leben eines „einfachen Bauarbeiters“ oder die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen.

„Und essen werden wir die Katze“ ist ein gesellschaftskritisches Buch, das zum Nachdenken anregt und Platz für eigene Interpretationen bietet. Die aktuelle österreichische Regierung wird von Nadine Kegele mit einem stinkenden Fisch zu verglichen. Spätestens bei diesem Bild erkennen auch unpolitische LeserInnen, dass die Autorin sich keinesfalls von populistischen Parolen fangen lässt.

Fazit: Ein interessantes Buch, das keinesfalls als herkömmlicher Roman gesehen werden kann. Ein wahrer Schatz für Literaturliebhaber, die nicht aus dem rechten Lager kommen.

Cover des Buches Und essen werden wir die Katze (ISBN: 9783218011235)
abetterways avatar

Rezension zu "Und essen werden wir die Katze" von Nadine Kegele

Und essen werden wir die Katze
abetterwayvor 6 Jahren

Inhalt:
" Biografien kann man an- und ausziehen, sich umhängen oder sich daran aufhängen, zumindest literarisch. Meist ist es umgekehrt. Biografien schreiben fest: Afghanischer Flüchtling. Österreichische Sozialhilfeempfängerin. Aber wie lange bleibt der Flüchtling ein Flüchtling? Und warum bleiben der Sozialhilfeempfängerin so viele Türen verschlossen? Nadine Kegele sucht die Leerstellen und Zwischentöne und changiert zwischen Lossagung und Neuschreibung. Sie zerteilt Lebensläufe in ihre Bausteine, baut Collagen aus Wörtern und Bildern – und geht dabei weit über die Genregrenzen hinaus.
Nadine Kegele hört nicht nur den Stimmen genau zu, die sich ihr anvertrauen, sie schaut auch jedem Wort genau auf die Finger. Sie befragt seine vorder- und tiefgründige Bedeutung und erkennt Sprache als hochpolitisches Instrument. Jede Erzählung schärft den Blick auf die Gesellschaft und zeugt von einer großen Lust am Finden und Erfinden. Wirf Flugzettel ab wie in dem Märchen vom Krieg, wirf sie in dampfende Küchen, in Krabbelstuben, in die Dauerwellen unter den Trockenhauben der Frisiersalons."

Meinung:
Für mich war dieses Buch schwierig zu lesen, nachdem es sich um zwar ein sehr interessantes aber komplexes Thema handelt. Es ist für mich einfach zu komplex gewesen zu diesem Zeitpunkt. Vielleicht empfinde ich es zu einem anderen Zeitpunkt anders.
Das Buch ist mit vielen Bildern hinterlegt die die Themen weiter unterstreichen und verdeutlichen. Im großen und ganzen geht es um Flüchtlinge und Frauenrechte.
Das buch macht einen nachdenklich, manchmal auch traurig.

Fazit:
Ein sehr interessantes aber nicht alltägliches Buch. Keine leichte Kost.

Cover des Buches Und essen werden wir die Katze (ISBN: 9783218011235)
Germanias avatar

Rezension zu "Und essen werden wir die Katze" von Nadine Kegele

Interesssanter Einblick in die Gesellschaft (nicht nur) in Österreich
Germaniavor 6 Jahren

Klappentext:
Biografien kann man an- und ausziehen, sich umhängen oder sich daran aufhängen, zumindest literarisch. Meist ist es umgekehrt. Biografien schreiben fest: Afghanischer Flüchtling. Österreichische Sozialhilfeempfängerin. Aber wie lange bleibt der Flüchtling ein Flüchtling? Und warum bleiben der Sozialhilfeempfängerin so viele Türen verschlossen? Nadine Kegele sucht die Leerstellen und Zwischentöne und changiert zwischen Lossagung und Neuschreibung. Sie zerteilt Lebensläufe in ihre Bausteine, baut Collagen aus Wörtern und Bildern – und geht dabei weit über die Genregrenzen hinaus.
Nadine Kegele hört nicht nur den Stimmen genau zu, die sich ihr anvertrauen, sie schaut auch jedem Wort genau auf die Finger. Sie befragt seine vorder- und tiefgründige Bedeutung und erkennt Sprache als hochpolitisches Instrument. Jede Erzählung schärft den Blick auf die Gesellschaft und zeugt von einer großen Lust am Finden und Erfinden. Wirf Flugzettel ab wie in dem Märchen vom Krieg, wirf sie in dampfende Küchen, in Krabbelstuben, in die Dauerwellen unter den Trockenhauben der Frisiersalons.

Meine Meinung: Das Buch ist sehr anspruchsvoll. Es besteht aus vielen Collagen und kurzen Texten. Es ist kein Roman und lässt sich nicht leicht durchlesen. Wenn man sich aber die Mühe macht, die Collagen eingehend zu betrachten, über die hinzugefügten Kommentare nachzudenken und die Texte wirken zu lassen, entsteht ein sehr beeindruckender Einblick in die Gesellschaft (nicht nur) in Österreich. Probleme der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der sozialen Nachteile Angehöriger bestimmter Berufe, der Integration von Flüchtlingen, all das wird sehr treffend dargestellt. Kein Buch für jeden und jede Situation, aber es lohnt sich.

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