Nadine Kegele

 4.3 Sterne bei 23 Bewertungen

Neue Bücher

Und essen werden wir die Katze

 (6)
Neu erschienen am 01.09.2018 als Hardcover bei Kremayr & Scheriau.

Alle Bücher von Nadine Kegele

Lieben muss man unfrisiert

Lieben muss man unfrisiert

 (13)
Erschienen am 01.03.2017
Und essen werden wir die Katze

Und essen werden wir die Katze

 (6)
Erschienen am 01.09.2018
Annalieder

Annalieder

 (1)
Erschienen am 01.02.2013
Annalieder: Erzählungen

Annalieder: Erzählungen

 (0)
Erschienen am 12.03.2013

Neue Rezensionen zu Nadine Kegele

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Bluesky_13s avatar

Rezension zu "Und essen werden wir die Katze" von Nadine Kegele

Sehr anspruchsvoll
Bluesky_13vor 4 Tagen

Dieses Werk ist sehr außergewöhnlich, was sich schon am Titel bemerkbar macht. Auch wenn man das Buch dann in den Händen hält, merkt man sehr schnell, das dies kein Null-acht-fünfzehn Buch ist.


Es geht hier um die Abstammung in einem Land und um die Behandlung bestimmter Gruppen. Es werden auch die unterschiedlichen Gefühle analysiert und aufgearbeitet. Es geht um Flüchtlinge, unterdrückte Frauen, Bauarbeiter und all die anderen Schichten.

Dieses Buch bietet so viele Facetten, das uns auf manchen Seiten nachdenklich zurück lässt. Manche Seiten, gerade die mit den Bildern, lassen und schmunzeln, andere wirken traurig und machen einen nachdenklich.


Dieses Buch ist also sehr vielfältig. Man muss sich aber darüber im klaren sein, das dies hier kein Roman ist. An manchen Stellen ist es schwierig zu lesen und auch schwierig zu verstehen, was uns die Autorin sagen möchte.

Aber im großen und ganzen geht es um Flüchtlinge und um die Rechte der Frauen.


Ich vergebe hier 4 Sterne, da es sehr außergewöhnlich ist, vom Text her und von der gesamten Gestaltung dieses Werkes. Man muss sich schon im klaren sein, das dies hier Literatur auf höchstem Niveau ist und das dies nicht jedermanns Sache ist.


Bluesky_13

Rosi

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P

Rezension zu "Und essen werden wir die Katze" von Nadine Kegele

Und essen werden wir die Katze
Pixibuchvor 6 Tagen

Ein sehr anspruchsvolles Buch, harter Tobak. Wer es schnell lesen will, ist hier vollkommen falsch. Die Autorin beschreibt hier mit sehr spitzer Feder über das Schicksal der Migranten, der Frauen schlechthin und das Leben der einfachen Arbeiter. Man muß dazu sagen, dass die Aussagen der Autorin sich auf das Land Österreich beziehen. Z. B. schreibt sie seitenweise das Leid der Frauen mit "Du sollst" oder eine Seite ist italienisch-deutschen Wörtern gewidmet. Oder ein Kapitel beschreibt eine alte Frau, die den ganzen Tag nur die Migranten von ihren Fenster aus beobachtet, über diese Leute schimpft. Ihre einzige Gesellschaft ist ihr alter Hund. In dem Buch sind sehr viele Collagen enthalten. Sie bestehen aus alten schwarz-weiß Fotos. Manche wurden von der Autorin bestickt. Aber auf alle hat sie Sprüche geklebt, deren Buchstaben aus Zeitungen stammen und den Leser oftmals unverstanden zurücklassen. Man muß sich manchmal schon immens anstrengen, um den Sinn zu verstehen. Die Aufmachung des Buches ist sehr auffallend. Zwischen jedem Kapitel ist eine grellrote Seite. Wie schon eingangs erwähnt, keine leichte Lektüre.

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alascas avatar

Rezension zu "Und essen werden wir die Katze" von Nadine Kegele

Wortkunst
alascavor 7 Tagen

Es braucht schon einiges an Leseerfahrung und literarischer Neugier, um sich auf Nadine Kegeles neuestes Werk einzulassen. Dabei ist es wunderschön gemacht; die Haptik des geprägten SUs, die ausdruckvolle Farbigkeit; die mit Stickereien veredelten Collagen aus Text, Foto und Zeitungsausschnitten. Auch im Text wird Farbe eingesetzt, die Blätter zum Kapitelwechsel sind in Rot-Orange eingefärbt, es gibt (gegenständliche) Grafiken, die sich beim genauen Hinsehen ebenfalls als Stickerei erweisen, und auch das Buchcover unter dem SU ist sehr schön durchgestaltet, statt, wie sonst üblich, mit schlichter Einfarbigkeit zu langweilen.

Was ich nicht wiederfinde im Buch ist das Thema Biografie, auf das der Klappentext hinweist; aus meiner Sicht geht es vor allem um die Macht der Sprache und wie unsere Welt durch sie geformt wird. Um Zuschreibungen, die anstelle der Wahrnehmung stehen, Stereotypen, die Betrachter und Objekt unfrei machen. Kegele lädt uns ein, diese Zuschreibungen mit unverstelltem Blick zu durchdringen.

Etwa die Hälfte der Kapitel haben eine Migrationsthematik; diese Texte aus der Ich-Perspektive haben eine ausdrucksvolle Einfachheit, die anrührt. Ganz offenkundig sind ihre Erfahrungen als Basisbildungslehrerin für Wiener Migranten eingeflossen; man merkt, die Autorin hat fein beobachtet und gut zugehört. Dazu kommen Genderthemen, meist geht es um beides - und ich habe mich gefragt, ob es Zufall ist, dass Fremden- und Frauenfeindlichkeit in der rechten Szene so oft Hand in Hand gehen. Das letzte Kapitel befasst sich am Beispiel eines feinsinnigen Bauarbeiters (Sie staunen? Da sind sie wieder, die Zuschreibungen und Stereotypen!) mit der Ausbeutung von Arbeitnehmern.

In den Texten der Collagen kann man die Lyrikerin spüren; so gibt es als Begleittext zu dem Foto einer mit verschränkten Armen skeptisch aus dem Bild schauenden Frau, kombiniert mit den Foto eines geschirrabtrocknenden Mannes, folgende aus Schnipseln gebildete Zeilen:

Ich würd alles
Für dich tun sagte er
alles tun für dich würde ich
Und eines Tages sah ich rot und
Mir wurde zu bunt
dass er dachte er
würd alles für
mich
tun.

Keine Story, kein Plot, keine durchgehenden Protagonisten. Aber einen thematischen Zusammenhang gibt es; eine humanistische Grundhaltung, die mir gut gefällt. Kegeles liebevolles Menschenbild konterkariert (nicht nur) die gängige negative Sichtweise von Flüchtlingen und ihrer Integrationswilligkeit und bildet ein schönes Gegengewicht zum üblichen hasserfüllten Diskurs. Ist das Weisheit? Oder Naivität? Mit frecher Unabhängigkeit stellt sie Haltungen infrage, ohne neue Dogmen zu formulieren. Ihre Texte sind Fragment und Experiment; Wortkunst, die (Wort-)gewalt entlarvt.

Wer sich´s zutraut: Lesen!

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Gespräche aus der Community

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Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar
Autoren oder Titel-Cover"Wirf Flugzettel ab wie in dem Märchen vom Krieg, wirf sie in dampfende Küchen, in Krabbelstuben, in die Dauerwellen unter den Trockenhauben der Frisiersalons."

Worum geht's?

Biografien kann man an- und ausziehen, sich umhängen oder sich daran aufhängen, zumindest literarisch. Meist ist es umgekehrt. Biografien schreiben fest: Afghanischer Flüchtling. Österreichische Sozialhilfeempfängerin. Aber wie lange bleibt der Flüchtling ein Flüchtling? Und warum bleiben der Sozialhilfeempfängerin so viele Türen verschlossen? Nadine Kegele sucht die Leerstellen und Zwischentöne und changiert zwischen Lossagung und Neuschreibung. Sie zerteilt Lebensläufe in ihre Bausteine, baut Collagen aus Wörtern und Bildern – und geht dabei weit über die Genregrenzen hinaus. 

Nadine Kegele hört nicht nur den Stimmen genau zu, die sich ihr anvertrauen, sie schaut auch jedem Wort genau auf die Finger. Sie befragt seine vorder- und tiefgründige Bedeutung und erkennt Sprache als hochpolitisches Instrument. Jede Erzählung schärft den Blick auf die Gesellschaft und zeugt von einer großen Lust am Finden und Erfinden.


Informationen zum Buch
Leseprobe


Nadine Kegele
, geboren 1980 in Bludenz, lebt in Wien. Bürolehre, zweiter Bildungsweg, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Gender Studies. Erwerbsarbeiten als Nachtsekretärin, Finanzassistentin, Mediaplanerin, aktuell in der Erwachsenenbildung an der Volkshochschule Wien. Schreibt für die Wiener Straßenzeitung Augustin. Publikumspreis bei den TDDL 2013, Stadtschreiberin von Klagenfurt 2014, Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin 2014, Jubiläumsstipendium der Literar Mechana 2015, Projektstipendium des Bundeskanzleramts 2016, Theodor-Körner-Preis 2016. Zuletzt erschienen der Roman „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“ (2013) und die literarischen Protokolle „Lieben muss man unfrisiert“ (Kremayr & Scheriau 2017), die Ö1 2018 als Hörspiel produzierte.


Bewerbung zur Leserunde:
Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

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Worum geht's?

40 Jahre nach Erscheinen von Maxie Wanders Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ ist es Zeit für eine Neubefragung. Welches Selbstverständnis haben Frauen* heute, mit welchem Rollenbild werden sie erwachsen und was wollen sie verändern? 19 Frauen* zwischen Madrid und Berlin, zwischen 16 und 92 Jahren erzählen ungeschönt und mit viel Humor aus ihrem Leben, von ihren Ängsten und Sorgen, von falschen, richtigen und notwendigen Entscheidungen und davon, was es braucht, um glücklich zu sein.

Nadine Kegele hat in ihrem Buch höchst heterogene und spannende Lebenswelten vereint. Sie alle machen deutlich, dass sexuelle Übergriffe und Diskriminierung, Krieg und Flucht, Rassismus und soziale Ungleichheit auch heute noch die großen Lebensthemen sind.

Nadine Kegele

geboren 1980 in Bludenz, lebt in Wien. Bürolehre, zweiter Bildungsweg, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Gender Studies. Erwerbsarbeiten als Sekretärin, Finanzassistentin, Mediaplanerin, Lektorin. Schreibt für den Standard und die Obdachlosenzeitung Augustin. Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a.: Projektstipendium des BKA, Theodor-Körner-Preis, Jubiläumsstipendium der Literar Mechana, Residenzstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin, Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2013. Zuletzt erschien ihr Debütroman „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“.


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