Nadine Kegele Lieben muss man unfrisiert

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Inhaltsangabe zu „Lieben muss man unfrisiert“ von Nadine Kegele

40 Jahre nach Erscheinen von Maxie Wanders Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ ist es Zeit für eine Neubefragung. Welches Selbstverständnis haben Frauen* heute, mit welchem Rollenbild werden sie erwachsen und was wollen sie verändern? 19 Frauen* zwischen Madrid und Berlin, zwischen 16 und 92 Jahren erzählen ungeschönt und mit viel Humor aus ihrem Leben, von ihren Ängsten und Sorgen, von falschen, richtigen und notwendigen Entscheidungen und davon, was es braucht, um glücklich zu sein. Nadine Kegele hat in ihrem Buch höchst heterogene und spannende Lebenswelten vereint. Sie alle machen deutlich, dass sexuelle Übergriffe und Diskriminierung, Krieg und Flucht, Rassismus und soziale Ungleichheit auch heute noch die großen Lebensthemen sind. "Später, als ich schon länger verheiratet war, habe ich Sexualität erlebt, wie wenn das etwas wäre, das ich tun müsste, um Ruhe zu haben." (Michaela, 48)

Interessant und gut geschrieben ;)

— Ivonne_Gerhard

Das Buch verdient 4 Sterne! Es wurde sich sehr viel Mühe gegeben:)

— Books-Are-Great

Hier kommen die unterschiedlichsten Frauenschicksale zu Sprache - ungeschminkt und ehrlich

— Angelika123

Ungeschönt und authentisch!

— Edelstella

Keine leichte Kost, aber ein Stück Frauengeschichte

— Mizzili

Frauen erzählen

— Schnuck59

Kurzweilige Einblicke in das Leben der letzten Jahrzehnten der Frauen der westlichen Zivilisation...

— widder1987

Hier haben eindeutig Frauen das Sagen - und das finde ich gut so.

— Sikal

Es gibt noch viel zu tun!

— camilla1303

interessante Lebensgeschichten von Frauen für Frauen..

— aga2010

Stöbern in Romane

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Gäbe es die Möglichkeit hätte ich definitiv mehr Sterne vergeben!

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  • Komm mit und Lern mein Leben kennen,......

    Lieben muss man unfrisiert

    Ivonne_Gerhard

    12. May 2017 um 13:45

    ...... Ich erzähl dir meine Sichtweisen und meine Erlebnisse im Laufe meines Lebens ;-) Ein Buch welches wirklich viele schöne interessante und unterschiedliche Geschichten besitzt und jede Geschichte ist so einzigartig und man lernt die Frauen ungeschönht und real kennen :-) die Erzählungen sind lebhaft, standhaft, real und direkt,... Wie erging es Ihnen , wie fühlten sie sich, was haben sie gelernt,... Ein Buch welches zum nachdenken anregt und auch den Werdegang der Frau in der Gesellschaft aufzeigt,... Ein wirklich toll geschriebenes und umgesetztes Buch ;-) jeder hat seine eigene Geschichte , die er erlebt und durchlebt,.....

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  • Ein vielseitiges Buch, was "Frau" alles heißen kann

    Lieben muss man unfrisiert

    Eva-Maria_Obermann

    26. April 2017 um 14:43

    Lieben muss man unfrisiert gibt Berichte von Frauen wieder. Wie sie ihr Leben rückblickend und aktuell bewerten. Was sie erlebt haben, aber auch wie ihre Stellung als Frau ist. Ein sehr wichtiges Thema also und ich wünsche mir, dass mehr Menschen – egal welchen Geschlechts – sich damit befassen. Die Aufzeichnungen, die Nadine Kegele hier liefert, unterliegen keiner höheren Ordnung. Sie sind weder alphabetisch noch zeitlich geordnet. Und das ist auch gut so. Eine zeitliche Einteilung käme einer Chronik gleich und keiner Bestandsaufnahme. Der Eindruck entstünde, hier würde eine Entwicklung aufgezeigt. So war das Frauenbild – so ist es heute. Doch – und das zeigt dieses Buch wunderbar – es gibt nicht DAS Frauenbild. Es gibt Elemente und Zuschreibungen, Vorurteile und Umstände, die Faktoren für die Vorstellung der Frau sind. Und doch gibt es in diesem Buch lediglich parallelen zwischen den einzelnen befragten Frauen – keine Überschneidungen. Außerdem, und auch diesen Umstand liebe ich hier, sind die Gesprächsteilnehmerinnen so großartig divers. Migrantinnen und Emigrantinnen, Traditionelle und Konservative, Junge und Alte, Weiße und Schwarze, Mütter, Großmütter, Alleinstehende, Lesbische, Transgender, Queer. Statt nur zu fragen, wie Frauen heute leben, fragt das Buch hier auch was eigentlich eine Frau ausmacht. Auch zieht Nadine Kegele dabei durch die verschiedenen sozialen Schichten. Von der Anwältin zur Putzfrau, von der Tänzerin zur Wissenschaftlerin, von der Schülerin zur Architektin. Das öffnet die Augen und zeigt die eigene Begrenztheit der Erfahrungen auf. Geradezu erschütternd ist, wenn die einen vom Kampf gegen das Patriachat reden, vom Wunsch nach Gleichberechtigung, der freien Entfaltung des eigenen Seins – und die anderen gerade diese Regeln als Gottgegeben aufzeigen. Auch hier arbeitet das Buch fesselnd. Indem es diese Meinungen lediglich präsentiert, aber nicht gegeneinander aufwiegt, schafft es einen Vergleich zu ermöglichen, ohne selbst zu werden. Generell nimmt die Fragestellerin sich in den Aufzeichnungen so gut es geht heraus. Lediglich das von den Befragen Gesagte ist abgetippt. Zu behaupten, dadurch wäre ein objektiver Blick gewährleistet ist aber fatal. Nur weil sie „herausgeschnitten“ ist, heißt das nicht, dass sie keine Fragen gestellt hat. Das zeigt sich in den Antworten, wenn direkt auf Nachfragen zu Berufsaussichten, Ungerechtigkeiten, Erfahrungen eingegangen wird. Hier zeigt sich, dass die Intention des Buches doch klar ist, Missstände aufzuzeigen. Gehaltsunterschiede zwischen Männer und Frauen werden genauso angesprochen wie Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bildung, Aussehen, Diskriminierungen kommen zu Sprache. Aber eben aus so vielen Perspektiven und teilweise auch mit Kritik an dem Konzept des Buches selbst, dass ich wirklich erstaunt, beeindruckt, erschreckt und begeistert zugleich war. Gerade durch diesen vielseitigen Blick wird für mich jedenfalls die Zuschreibung „Frau“ offener und weiter. Gleichzeitig bin ich geradezu entsetzt, wie viele Belästigungen hier zur Sprache kommen, Übergriffe, Gewalt, Anfeindungen. Wie prägend die Einteilung in Frau und Mann ist – in all ihren Einzelheiten – ist kaum fassbar. Aber dieses Buch bietet zumindest auf der einen Seite und in sehr vielen Facetten einen guten Ansatz, um es herauszufinden.

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  • Der Kampf der Frauen um Gleichberechtigung

    Lieben muss man unfrisiert

    Angelika123

    19. April 2017 um 20:45

    Die verschiedenartigsten Frauen, mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen, verschiedenen Hautfarben,verschiedener Abstammungen und verschiedenen Backgrounds kommen in diesem Buch zu Wort.Offen, kritisch, traurig und kämpferisch schildern sie uns ihre Lebensgeschichte, das was sie ausmacht und was sie zu dem hat werden lassen was sie heute sind.Es wird nichts beschönigt oder kaschiert und es werden Themen wie Abtreibung, Transsexualität, Liebe, Mut, Stolz, Missbrauch und noch viele andere gesellschaftliche Probleme besprochen.Ich habe ein Wechselbad der Gefühle erlebt – viele Geschichten haben mich wütend gemacht, traurig gestimmt, mich bewundernd vor den Frauen verbeugt oder mich an mich selbst erinnert.Wütend macht mich noch immer die Tatsache, dass wir Frauen immer um Gleichberechtigung kämpfen mussten und es noch immer tun. Trotz dieses Kampfes sind wir mit dem Mann nicht gleichgestellt – das Wissen darum macht mich ärgerlich und traurig zugleich – wieso kann und darf das so sein?Es liegt noch ganz viel im Argen und wir müssen am Thema dranbleiben und weiter kämpfen – so die Botschaft die dieses Buch bei mir ankommen ließ.

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  • Leserunde zu "Lieben muss man unfrisiert" von Nadine Kegele

    Lieben muss man unfrisiert

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's? 40 Jahre nach Erscheinen von Maxie Wanders Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ ist es Zeit für eine Neubefragung. Welches Selbstverständnis haben Frauen* heute, mit welchem Rollenbild werden sie erwachsen und was wollen sie verändern? 19 Frauen* zwischen Madrid und Berlin, zwischen 16 und 92 Jahren erzählen ungeschönt und mit viel Humor aus ihrem Leben, von ihren Ängsten und Sorgen, von falschen, richtigen und notwendigen Entscheidungen und davon, was es braucht, um glücklich zu sein. Nadine Kegele hat in ihrem Buch höchst heterogene und spannende Lebenswelten vereint. Sie alle machen deutlich, dass sexuelle Übergriffe und Diskriminierung, Krieg und Flucht, Rassismus und soziale Ungleichheit auch heute noch die großen Lebensthemen sind. Nadine Kegele geboren 1980 in Bludenz, lebt in Wien. Bürolehre, zweiter Bildungsweg, Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Gender Studies. Erwerbsarbeiten als Sekretärin, Finanzassistentin, Mediaplanerin, Lektorin. Schreibt für den Standard und die Obdachlosenzeitung Augustin. Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a.: Projektstipendium des BKA, Theodor-Körner-Preis, Jubiläumsstipendium der Literar Mechana, Residenzstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin, Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2013. Zuletzt erschien ihr Debütroman „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“. >>Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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  • Wenn wir doch einfach alle Menschen wären!

    Lieben muss man unfrisiert

    Edelstella

    19. April 2017 um 19:38

    „Man müsste über alles reden können.“ Dieser Satz Maxi Wanders ist fast unscheinbar den 18 Protokollen von Frauen und Transgendern, angefügt. Er macht demütig, nachdenklich, traurig, wütend....Aber genau dieser Satz ist immer irgendwie greifbar! Nadine Kegele hat nach dem Vorbild von Maxi Wander's „Guten Morgen, du Schöne!“ 40 Jahre später Frauen oder auch Transgender, die nicht so festgelegt werden wollen, in Form von Tonbandaufnahmen ihre eigene Geschichte erzählen lassen. Sie bilden einen Querschnitt durch das Alter und durch mehrere Nationalitäten und sie sind nicht nur hetero oder eindeutig Mann oder Frau.Es gibt auch unterschiedliche Partnerschaftsmodelle und Ideen zur Kindererziehung oder auch nicht. Vor allem aber sie sind authentisch und nehmen kein Blatt vor den Mund. Es geht auch quer durch alle Berufsschichten. Voraus geht ein fiktives Gespräch der Autorin mit Maxi Wander, in dem die Bewunderung für diese mutige Frau klar hervorgehoben wird und eine kleine Bestandsaufnahme der jetzigen Situation in Metaphern. Das nachfolgende Vorwort von Marlene Streeruwitz ist noch mal eine Sicht auf die männliche Geschichtsschreibung und das der Staat eigentlich seine Gesetzschreibung in der heutigen Zeit hier in Europa viel toleranter gestaltet, als die Gesellschaft sie handhabt. Dieses Buch handelt von Veränderungen, Diskrimininierungen des weiblichen Geschlechtes oder der Transgender, von gleichgeschlechtlicher Liebe, einfach von allem, das nicht dem Mainstream entspricht und die Leben sind vielfältig wie ein Kaleidoskop und alles das macht mich betroffen. Ich bin aufgewühlt, finde Parallelen, bin erschüttert, muss lachen, weil es auch gute Stellen gibt und tolle Stellen, wo Frauen über sich hinauswachsen. Aber alles in allem macht mich dieses Buch oft sprachlos, weil immer noch so vieles im Argen liegt. Schon das Cover dieses außergwöhnlichen Buches provoziert und lässt verschieden Sichtweisen zu, je nachdem aus welchem Blickwinkel wir es betrachten. Und dann die Überraschung wenn der Buchumschlag entfernt wird: Schwarzweiße Streifen, aber mit Signalrot die ersten und die letzten Seiten mit einer wichtigen Botschaft: „Ich sage es hier auf Tonband, damit alle mich hören können.“ Frauenschicksale, die nicht unberührt lassen, teilweise wütend machen, betrübt, Angst einjagen, den Kopf schütteln lassen, die Mut machen..... Auf jeden Fall ist nach der Lektüre klar, dass noch viel im Argen liegt...ganz viel und das wir alle kämpfen müssen und die Augen aufhalten, um Mißstände sofort zu benennen und Courage müssen wir haben, um wie diese mutigen Menschen in diesem Buch unsere Stimme zu erheben und nicht nachlassen, sonder mit unseren Leben in der Geschichtsschreibung eine kleine Weiche zu stellen. Da hat der Verlag Kremayr und Scheriau einmal mehr ein mutiges und aufrüttelndes Buch verlegt und die wunderbare Nadine Kegele hat den Schicksalen einen festen Platz gegeben. Dort können wir immer wieder nachschlagen und wir können weiter daran arbeiten....vielleicht gibt es in 40 Jahren.....

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  • Ein Stück Frauengeschichte

    Lieben muss man unfrisiert

    Mizzili

    19. April 2017 um 18:00

    Ein Buch über Lebensgeschichten, Gedanken und Erlebnisse von Frauen. Es streift sehr verschiedene Themen, die Frauen bewegen.  Von Ehe über Beruf, Schicksalsschläge, von Schwangerschaft über Transsexualität und Liebe bis hin zu Diskriminierung und Ausgrenzung. Angelehnt an Maxie Wanders Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ befragte Nadine Kegele Jahrzehnte später erneut Frauen nach ihren persönlichen Geschichten. Viele Geschichten haben mich berührt, jedoch nicht alle. Manche Geschichten fielen mir sehr schwer zu lesen - es ist einfach keine leichte Kost. Dennoch bleiben viele der Erzählungen sehr im Gedächtnis. Für jede oder jeden, der sich mit dem Thema Gleichstellung von Mann und Frau oder mit dem Thema Emanzipation der Frau befasst, ist dieses Buch empfehlenswert.  

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  • Reflektieren und Fühlen

    Lieben muss man unfrisiert

    Schnuck59

    18. April 2017 um 17:30

    In ihrem Buch „Lieben muss man unfrisiert“ hat Nadine Kegele Tonbandaufnahmen mit 19 Frauen und Transgendern niedergeschrieben. Sie lehnt sich dabei an den Bestseller von vor 40 Jahren „Guten Morgen, du Schöne“ von Maxie Wander an. „Jede Familie hat ihre eigene Geschichte, jede Familie ist anders, aber jede Familie prägt.“ In dieser Neubefragung sind die Erzählungen lebensnah, ungeschönt, teilweise auch mit einer Prise Humor geschrieben. Die sich aus den Antworten ergebenden Geschichten haben unterschiedliche Themenschwerpunkte, die aber alle Lebensthemen von Frauen sind. Da der Leser die gestellten Fragen nicht kennt wirken die Texte manchmal etwas holprig und zusammenhanglos. So geht es mir auch insgesamt mit dem Buch. Für mich fehlt zwischen den einzelnen Befragungen der rote Faden. Die Sprünge von gelebter Geschichte bis Jugendszene sind mir zu viel. „Man muss die Dinge selbst in die Hand nehmen.“ Deutlich werden in allen Geschichte die Veränderungen und Unterschiede in den Rollenbildern. 

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  • Erzähl mal, wie war/ist dein Leben gewesen?

    Lieben muss man unfrisiert

    widder1987

    17. April 2017 um 16:54

    Inhalt: 40 Jahre nach Erscheinen von Maxie Wanders Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ ist es Zeit für eine Neubefragung. Welches Selbstverständnis haben Frauen* heute, mit welchem Rollenbild werden sie erwachsen und was wollen sie verändern? 19 Frauen* zwischen Madrid und Berlin, zwischen 16 und 92 Jahren erzählen ungeschönt und mit viel Humor aus ihrem Leben, von ihren Ängsten und Sorgen, von falschen, richtigen und notwendigen Entscheidungen und davon, was es braucht, um glücklich zu sein. Nadine Kegele hat in ihrem Buch höchst heterogene und spannende Lebenswelten vereint. Sie alle machen deutlich, dass sexuelle Übergriffe und Diskriminierung, Krieg und Flucht, Rassismus und soziale Ungleichheit auch heute noch die großen Lebensthemen sind. "Später, als ich schon länger verheiratet war, habe ich Sexualität erlebt, wie wenn das etwas wäre, das ich tun müsste, um Ruhe zu haben." (Michaela, 48) Fazit: 'Lieben' ist im diesen dokumentarischen Werk nicht auf das Sexuelle bezogen sondern aufs Leben. Denn Nadine Kegele interviewte zwanzig weibliche Wesen zwischen 'erwachsen werden' und 'nah der dreistelligen Lebensjahres stehend' und quer über die nördliche Erdkugeln hinweg über ihrer Leben zwischen Geburt und das Hier und Jetzt. 'Ich sage es hier auf Tonband, damit alle mich hören können.' - Diese Zitat schmückt geteilt die erste und letzte Doppelseite des Festbandes von knapp 350 Seiten, in dem alle Interviewerinnen sich (eigenartig) stark, mutig und selbstbewusst ihrer Ansichten über die Gesellschaft von 'Vorgestern' (Kriegserinnerungen) über 'Gestern' (Nachkriegszeit & Wiedervereinigung) bis 'Heute' (2000er Jahre mit ihren großen und kleinen politischen Entscheidungen) wie ihrer eigene Lebensführung freiwillig preisgeben. Das Buch ist in neunzehn 'Protokollen' via Tonbandaufnahme gefertigt nur ohne Fragestellung von der Autorin Nadine Kegele, was den Zusammenhang der einzeln Gespräche leider nur bröcklig und abgehackt den Leser als größenvariierende Krümeln von unterschiedlichen Kuchen- und Tortenplatten eines beinah leer gefegten Kaffeebuffets zusammen zu lesen statt genussvoll mehrere Kaffeebegleiterstücke zu konsumieren. Wer sich eine Streifzug durch das 'Leben der (heutigen) Frau' begeben möchtet, ist mit 'Lieben muss man unfrisiert' von auf der rechten Weg. Ich empfehle trittfestes 'Schuhwerk', denn die Weg und Pfade der einzeln 'Etappen' sind mal kurvig und steil wie felsig und mit losen Untergrund bezogen und verlangen den Leser einiges am Konzentration des Zuhörens ab...2,75 Sterne

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2381
  • Über Frau-sein, Mutter-sein oder ganz einfach Ich-sein

    Lieben muss man unfrisiert

    Sikal

    09. April 2017 um 08:23

    Bereits von vierzig Jahren hat Maxie Wander den Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ veröffentlicht. Nun legt Nadine Kegele ihre Neubefragung vor. In „Lieben muss man unfrisiert“ kommen Frauen zu Wort, die unterschiedlicher kaum sein können. Die Autorin hat in Gesprächsaufzeichnungen 19 Frauen und Transgender zwischen 16 und 92 Jahren protokolliert. Wobei die Themen vom eigenen Kind-sein, Jugend, Pubertät bis hin zu politischen Ansätzen, die eigene Familie, das Selbstbild, Liebe, Sexualität reichen. Sie erzählen munter von ihrer Rolle als Frau, von ihren Ängsten, Problemen, von gesellschaftskritischen Themen, von zweifelhafter Doppelmoral und vielem mehr. Und ALLE Frauen in diesem Buch haben etwas zu erzählen, haben Spannendes erlebt oder Missstände in ihrem Leben beseitigt, haben an Stärke dazu gewonnen. „Manche denken, wenn man Putzfrau ist und Ausländer, ist man nichts wert. Deshalb kann ich doch nicht in die Donau springen. Ich lasse mich nicht unterkriegen.“ Die Frauen bzw. Transgender dieses Buches sind breit gefächert, z.B. kommt die Reinigungsfachkraft Michaela ebenso zu Wort, wie die Kontoristin Fanny (92), wie die behinderte Esther, die trotz Vorhaltungen in der Familie Tänzerin wurde oder die Scheidungsanwältin Ruth. Oder Ona, die sich als Filmemacherin in einer Männerdomäne behaupten muss sowie die Sozialarbeiterin Nora, die sich zugesteht nicht die Welt retten zu müssen. Der Erzählstil wechselt natürlich von Kapitel zu Kapitel, je nachdem welche Gesprächspartnerin der Autorin gerade gegenübersitzt. Eine Wissenschaftlerin hat eben einen anderen Stil als die Kontoristin Fanny oder die beiden 16-jährigen Schülerinnen. Durch diese Vielfalt wird das Buch zu etwas Besonderem. Man wechselt mit den Interviewpartnerinnen die Rolle, kann das Zuhören genießen und sich ganz den wechselnden Protagonistinnen widmen. Ganz oft war ich schockiert, welches Fehlen an Toleranz in unserer Gesellschaft noch üblich ist. Jedes Abweichen von der Norm wird geahndet, so findet man in Berlin (und sicherlich auch anderen Großstädten) z.B. noch eine eigene Soko für Gewaltausschreitungen im Homo- und Transpohen-Bereich. „Harassment“ gehört offensichtlich zum guten Ton, ebenso wie sexuelle Übergriffe im ländlichen Raum – wo es im Bierzelt dazugehört, während bei Übergriffen von Asylwerbern der große Aufschrei kommt. Für die Zukunft als Frau würde ich mir wünschen, dass in (hoffentlich nicht wieder vierzig Jahren) einem Update dieser Interviews unsere Kinder darüber schmunzeln worüber sich die Elterngeneration Gedanken machen musste. Dass sich die Gesellschaft weiterentwickelt und Toleranz gelebt wird – nicht nur darüber gelabert. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass ein Rollendenken Schnee von gestern wird und Normen oder Schubladisieren auch nicht ansatzweise zum Thema werden.

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    • 2
  • Es gibt noch viel zu tun!

    Lieben muss man unfrisiert

    camilla1303

    26. March 2017 um 18:44

    40 Jahre nach Erscheinen von Maxie Wanders Kultbuch „Guten Morgen, du Schöne“ ist 2017 im Verlag Kremayr & Scheriau eine neue Sammlung von Gesprächsaufzeichnungen erschienen: „Lieben muss man unfrisiert“ von Nadine Kegele. Nadine Kegele hat in ihrem Buch 19 Frauen zwischen Madrid und Berlin, zwischen 16 und 92 Jahren befragt, mit welchem Rollenbild sie groß werden und was sie verändern wollen. Die Frauen, die im Buch zu Wort kommen, von der Reinigungsfachkraft Michaela bis zur Wissenschaftlerin und Selbstverteidigungstrainerin Flora, erzählen ungeschönt aus ihren Leben und berichten von ihren Ängsten, Sorgen und den wichtigen Entscheidungen auf ihren Lebenswegen. Sie äußern sich über Liebe und Sexualität, über Politik, über ihre Ansicht von der Art zu leben. Durch die Abschrift der Tonbandaufnahmen erlebt man die einzelnen Erzählerinnen hautnah ohne jedoch die Fragen von Nadine Kegele zu erfahren. Die Schülerinnen Hillary und Baraba verwenden Jugendsprache und erzählen über Snapchat und die „Stars“ der Zeit, während die 92-jährige Kontoristin Fanny eine ganz andere, gediegenere Sprache verwendet. Die einzelnen Geschichten haben mir wieder einmal vor Augen geführt wie dankbar ich für die Frauenrechte sein muss,die wir heute haben und wie schwer meine Vorgängerin dafür gekämpft haben, nicht nur für das Wahlrecht, sondern auch für ganz „normale“ Dinge wie Verhütungsmittel, sexuelle Selbstbestimmung und Tampons. Es hat mir aber auch vor Augen geführt, dass es noch viel zu tun gibt; dass die altmodischen Rollenbilder wieder im Kommen sind und Frauen nach wie vor als schwach abgestempelt werden und unter Übergriffen leiden. Gerne würde ich meinen Teil dazu beitragen, dass die nächste Sammlung von Gesprächsaufzeichnungen in 40 Jahren ausschließlich positive Erzählungen aufweist, für diesen Ansporn möchte ich der Autorin danken. Wie immer besticht auch dieses Buch aus dem Verlag Kremayr & Scheriau und es gibt für mich eine klare Leseempfehlung, auch wenn ich das Cover des Buches nicht ganz gelungen finde. Aber über Kunst lässt sich ja bekanntlich diskutieren.

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  • ein Stück lebendig gemachte Geschichte, nicht nur für Frauen

    Lieben muss man unfrisiert

    Antek

    26. March 2017 um 17:55

    »Ich halte jedes Leben für hinreichend interessant, um anderen mitgeteilt zu werden. … Entscheidend war für mich, ob eine Frau die Lust oder den Mut hatte, über sich zu erzählen«, sagt Maxie Wander über ihre Sammlung von Gesprächsaufzeichnungen, bei der  19 Frauen lustvoll und mutig von sich und ihren Gefühlen, ihrer Familie, ihrer Arbeit, ihren Männern, über Liebe und Sexualität, über Politik und über ihre Ansicht von der »richtigen« Art zu leben, berichtet haben. Ich kenne Maxie Wanders Bestseller „Guten Morgen, du Schöne“ leider nicht, aber für Nadine Kegele war es Anlass genug, nach 40 Jahren eine Neubefragung zu starten. Ebenso schon wie ihr Vorbild Maxie Wander hat die Autorin 19 Frauen befragt und die Abschriften der Tonbandaufnahmen bekommt man hier als Leser präsentiert. Die genauen Fragen erfährt man nicht, diese sind nur durch Rückfragen zu erahnen. Alle Frauen erzählen offen über ihre Kindheit, ihrer ersten Regelblutung, darüber, wie sie aufgeklärt wurden, ihre sexuellen Beziehungen und ihre Kinder. Wie nehmen sie sich als Frau wahr, welche Nachteile haben sie verspürt, gab es Übergriffe, hatten sie unter Anfeindungen zu leiden, auch diese Themen werden von allen angesprochen. Nicht ausgelassen werden aber auch Privilegien, die sie erfahren haben, und die Frage was Glück für sie bedeutet. 19 verschiedene Geschichten, 19 verschiedene Frauen, 19 verschiedene Leben und 19 verschiedene Arten zu erzählen. Jugendliche mit Jugendsprache, Lebenslustige, die viele Witze machen, stolze Frauen, die selbstbewusst berichten, weniger selbstbewusste, die nur nach und nach mit der Wahrheit heraus rücken und auch Unzufriedene, denen man das auch anhört. Karla Nägele hat versucht nicht nur Frauen jedes Alters zu interviewen, die jüngste ist 19, die älteste 92, sondern sich auch verschiedenen Nationalitäten und sexuellen Orientierungen zu widmen, auch eine Frau mit Handicap kommt zu Wort. Ich habe die Berichte der Frauen sehr interessiert gelesen. Gut gefallen hat mir die Abwechslung, weil hier wirklich jedes Interview in einem ganz persönlichen Stil von einem ganz individuellen Leben berichtet. Ich konnte einiges lernen, so wusste ich z.B. bisher nicht, dass Marathon bis 1976 für Frauen verboten war oder dass es in Berlin eine extra Soko für Fälle homo- und transphober Gewalt gibt. Ich war nicht selten geschockt, wie z.B. wenn ich von Bedrohungen und Anfeindungen aufgrund Hautfarbe,  Herkunft oder sexueller Orientierung gelesen habe, oder als ich erfahren habe, dass jede zweite Frau mit Handicap schon einmal unter Übergriffen zu leiden hatte. Manchmal war ich richtig froh, dass ich JETZT lebe und in einer Zeit aufgewachsen bin, in der z.B. spezielle Menstruations-Unterhosen längst durch Tampons abgelöst wurden. Richtig gut fand ich, dass wirklich alle Frauen hier so offen reden, auch über Depressionen, Psychosen und sonstige in unsere Gesellschaft leider oft totgeschwiegene Themen. Meinen Respekt haben alle der hier Befragten verdient, denn trotz allen Hürden, mit Ehrgeiz und starken Willen, haben sie sich ihr Leben lebenswert gemacht. Frauen hatten es früher viel schwerer und das Buch hat mich erkennen lassen, dass ich Frauenrechtlerinnen wirklich dankbar sein muss, dass sie so einiges für uns erkämpft haben. Die gesetzlichen und rechtlichen Grundlagen für eine Gleichberechtigung sind geschaffen, auch wenn unsere Gesellschaft, durch eingefahrene Normvorstellungen und Klischees leider doch noch weit weg davon ist. Auch von Toleranz und Offenheit kann leider, nicht nur bezüglich Rollendenken Mann und Frau, oft nur geträumt werden. Cover sind eigentlich nebensächlich für mich, mir ist der Inhalt wichtig. Hier muss ich es aber unbedingt erwähnen. Ich bin kein Leser von erotischer Literatur und beim ersten Blick hat mich das Buch eigentlich wenig gelockt. Allerdings lohnt sich hier wirklich genau hin zu sehen. Ich will nichts vorweg nehmen, aber die Doppeldeutigkeit, die warnt, dass man so schnell nach dem Äußeren geht und ein zweiter Blick doch so lohnt, ist einfach toll gemacht. Alles in allem kann ich „Lieben muss man unfrisiert“ wirklich nur jedem empfehlen, der sich für ein Stück lebendige Geschichte aus erster Hand, Lebensberichte und Frauen im Allgemeinen interessiert.

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  • ein Buch der soviel bewegt...

    Lieben muss man unfrisiert

    aga2010

    20. March 2017 um 21:10

    in den Buch von Nadine Kegele egal erzählen Frauen egal welches Stammes, Religion, Hautfarbe etc. ihre Lebensgeschichte.Es wird kein Blatt vor den Mund genommen, frei heraus über Schwangerschaften und Abtreibungen, Transsexualität , Liebe, Diskriminierung . Man erfährt in den Einzelnen  Geschichten welche unterschiede früher zwischen Mädchen und Jungen gemacht wurde, von der Kindheit bis zur Erwachsenenalter.Einige Geschichten haben mich persönlich nachdenklich gemacht, wütend und zum teil traurig.Ich frage mich oft ob wir Frauen wirklich in unserer Gesellschaft so schwer haben.. wieso müssen wir für unsere Rechte Als Frau so Kämpfen?1Das Buch ist sehr interessant zu erfahren wie sich einige Frauen für unsere Rechte stark gemacht und Gleichstellung von Männern und Frauen...und trotzdem wir an unsere Grenzen stoßen... 

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