Nadine Luck

 4,3 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Fettnäpfchenführer Weihnachten, Babyverrückt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nadine Luck

Es war Liebe auf den ersten Blick, als Nadine Luck 2012 mit ihrerFamilie nach Bamberg zog. Dass sie ihren Kinder Namenmit „haddem D“ innendrin gegeben hat, hat die Autorin schonmal bereut – inzwischen fränkelt der Nachwuchs selbst. Wenn sie nicht für MARCO POLO recherchiert, bloggt sie auf „Mamaund die Matschhose“ und schreibt als Journalistin für verschiedeneZeitschriften.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nadine Luck

Cover des Buches Babyverrückt (ISBN: 9783517089133)

Babyverrückt

 (3)
Erschienen am 30.09.2013
Cover des Buches Fettnäpfchenführer Weihnachten (ISBN: 9783958892729)

Fettnäpfchenführer Weihnachten

 (3)
Erschienen am 07.11.2019
Cover des Buches Die Nabel der Welt (ISBN: 9783943176933)

Die Nabel der Welt

 (1)
Erschienen am 01.03.2015
Cover des Buches Selbstständig in Teilzeit (ISBN: 9783709305836)

Selbstständig in Teilzeit

 (1)
Erschienen am 11.11.2014
Cover des Buches Selbstständig in Teilzeit (ISBN: 9783709306222)

Selbstständig in Teilzeit

 (0)
Erschienen am 21.04.2020
Cover des Buches Fettnäpfchenführer Bayern (ISBN: 9783958892033)

Fettnäpfchenführer Bayern

 (0)
Erschienen am 02.05.2019
Cover des Buches Babyverrückt (ISBN: 9783741872082)

Babyverrückt

 (0)
Erschienen am 01.12.2016

Neue Rezensionen zu Nadine Luck

Cover des Buches Die Nabel der Welt (ISBN: 9783943176933)buchfeemelanies avatar

Rezension zu "Die Nabel der Welt" von Nadine Luck

gute Idee
buchfeemelanievor 7 Monaten

Die Idee dahinter hat mir gut gefallen, denn darüber habe ich mir bisher wenig Gedanken gemacht. Der Schreibstil ist gut und die Abschnitte gut einteilbar.

Beginnend von Kinderwunsch über Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und die Zeit danach gibt es allerhand lustige, unglaubliche oder kuriose Sitten und Gebräuche aus anderen Ländern, Regionen oder Stämmen. Dazu geht es Rund um die Welt, wobei einige Länder oder Stämme öfter vorkommen.

Und ich habe tatsächlich viel Neues erfahren, dass mich erstaunt hat und ich musste auch oft genug den Kopf schütteln.

Fazit: Ein kurzweiliges, empfehlenswerte Buch, dass einen sicherlich neue Erkenntnisse gibt. Und dann ist man dann manchmal doch froh, dass man in Deutschland lebt ;)


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Cover des Buches Fettnäpfchenführer Weihnachten (ISBN: 9783958892729)Seitenhains avatar

Rezension zu "Fettnäpfchenführer Weihnachten" von Nadine Luck

Aufschlussreich
Seitenhainvor einem Jahr

Also, die Fettnäpfchenführer sind in unserem Haus ja schon fest vor Reisen etabliert. Sie laufen immer nach demselben Prinzip ab: Jemand fährt zum ersten Mal in ein unbekanntes Land und benimmt sich dort wie der letzte Vollhonk, weil er*sie keine Ahnung von lokalen Bräuchen und Gepflogenheiten hat. Doch wie macht man das bei Weihnachten, einem Fest, das überall auf der Welt gefeiert wird? Tja, da wurden Frau Luck und der Verlag kreativ, denn es entspinnt sich ein Science-Fiction-Epos, in dem Gurian Hollerbach aus dem Jahr 2226 zu seinen Ahnen 2019 reist, um Nachforschungen zum in seiner Zeit verlorenen Weihnachtsfest anzustellen. Dabei lernen er und die Lesenden allerlei Bräuche aus Deutschland und der Welt kennen - ob das alles immer so logisch ist, bei einem magischen Kind in einem Stall, sei erstmal dahingestellt. Der arme Gurian schlägt sich jedenfalls tapfer.

Ich weiß, sie brauchten eine Prämisse, um all die Absonderlichkeiten um Weihnachten einer außenstehenden Person näherbringen zu können, aber alles was ich sehe, sind die Wissenschaftler*innen im Jahr 2226, wie sie Jack-Skellington-Experimente durchführen und so ratlos sind, dass ihnen nix anderes übrig bleibt, als das selbst zu erkunden. "Interessante Reaktion, aber was bedeutet sie???" XD

Zur Übersicht gibt es diese Themen, die auch auf dem beigelegten Lesezeichen aufgeführt werden. Praktischerweise gibt es 24 Kapitel, sodass man das Buch auch als Adventskalender benutzen könnte.

Kein Lebkuchen vor dem 1. Advent
Adventskranztraditionen
Weihnachtsgeld
Kartenschreiben
Adventskalender
Alles um die Krippe
Nikolaus vs. Weihnachtsmann
Krampus & Knecht Ruprecht
Kekse vs. Plätzchen
Briefe an den Weihnachtsmann
Weihnachtsmarkt in Erfurt
Wichteln
Weihnachtsfeier im Büro
Tannenschlagen
Konsumwahn
Baumschmuck
Weihnachtslieder
Wer bringt die Geschenke?
Familienkrieg
Festtagsessen
Feiertags-Film & TV
Die Heiligen Drei Könige
Ende der Feierlichkeiten

Dabei folgen wir dem bekannten Prinzip: Eine Familiensituation wird dargestellt, die Gurian zu meistern versucht und hoffnungslos versagt. Wir bekommen dann in der Rubrik "Oh du Peinliche" die Hintergründe und ggfs. lokale Unterschiede erklärt. Sporadisch gibt es dann noch Infokästen zu Rekorden, Besonderheiten oder Traditionen in anderen Ländern. Auch ein Tannen-Kauf-Ratgeber, ein Bullshit-Bingo für Kaffeekränzchen bei Oma und Geschenktipps für Wichteln für fremde Menschen sind darunter, alles sehr praktisch und hilfreich. Mir hat der Teil zu den Weihnachtsliedern gefallen. Ich finde es immer schrecklich, wenn Leute nicht auf den Text hören und dann sagen "Das ist sooo romantisch" oder "Das ist sooo schööön" und dabei geht es um Trennungen und Mord und Elend auf der Welt.

Ich fand die Traditionen aus anderen Ländern besonders spannend, aber wirklich fasziniert haben mich diese Regelungen, denen sich auch Gurian unverständlicherweise unterwerfen muss. Als sei es nicht abstrus genug, dass wir ein Kleinkind feiern, das eventuell vor 2000 Jahren im Sommer geboren wurde. Mein Mann kommt aus einem polnisch-katholischen Haushalt, meine Mutter ist Christin und dennoch habe ich von einem Großteil der Regeln, die Frau Hollerbach da aufstellt, noch nie gehört. In Zeiten von Scheidungen und Patchwork-Familien ist ja auch vieles nicht mehr so streng, aber ich habe das Gefühl, wir sind besonders lax. Wir essen, was uns gefällt, wann es uns passt und wir reden miteinander - wenn wir mal daheim bleiben wollen und keinen sehen möchten oder keine Geschenke im Budget sind, geht das auch. Kein Drama, kein achduje.


Hier mal unsere Adventszeit:

- Baumkuchen und Lebkuchen werden gekauft, sobald man Lust darauf hat.
- Geschenke werden das ganze Jahr über gesammelt, sobald einem was auffällt, sonst sitzt man nämlich im Dezember panisch da.
- Halloween / Samhain ist uns wichtig, also wird das ordentlich abgewartet, davor geht nix.
- Im November wird dann als Übergang von Halloween zu Weihnachten "The Nightmare before Christmas" geschaut und irgendwann der Baum (künstlich) aufgebaut sowie alle Deko im Haus verteilt, damit ich darunter stimmungsvoll die Geschenke einpacken kann (Ende Nov / Anfang Dez). Ich habe eine superniedliche Krippe, da sie mir aber so nichts bedeutet und einige Figuren stark fallsüchtig sind, baue ich sie nur alle paar Jahre auf.
- Falls ich Lust habe, backe ich Kekse, wir sind aber eher Kuchenfans.
- An Heiligabend wird ZUERST ein geiles Essen gemacht und gefuttert (ca. 17 Uhr) und dann erst gesungen und die Geschenke aufgemacht.
- Vor dem Essen erhält jede*r eine Oblate / Brot und geht damit rum und spricht sich gegenseitig Segenswünsche aus (eigentlich für Jul / das neue Jahr); Tradition von polnischer Seite.
- Als Kinder waren wir auch in der Kirche und mussten dann warten, bis ein Glöckchen bimmelte, dass die Geschenke vom Christkind gebracht worden waren.
- Als ich noch in der Nähe wohnte, ging es am 24. zu meiner Mutter, am 25. zur Familie meines Freundes und am 26. zu meinem Vater. Inzwischen ist es kreuz und quer, da Adam als Kinderloser kaum Urlaub bekommt - mal fahren wir in meine Heimat, mal feiern wir bei uns oben.
- Die Tradition der Weihnachtsgurke finde ich so herrlich abstrus, dass ich das selber gern machen würde, vergesse es aber im vollgefressenen Zustand jedes Jahr wieder. Ich kenne die Regelung, dass die Person, die die Gurke findet, das erste Geschenk aufmachen darf.

Das interessiert mich jetzt - wie läuft das bei euch ab? Seid ihr total traditionell? Total religiös? Total locker? Was gehört für euch unbedingt dazu, um in Stimmung zu kommen?

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Cover des Buches Fettnäpfchenführer Weihnachten (ISBN: 9783958892729)Fernweh_nach_Zamoniens avatar

Rezension zu "Fettnäpfchenführer Weihnachten" von Nadine Luck

Wir wollten uns doch nichts schenken?!?
Fernweh_nach_Zamonienvor einem Jahr

Inhalt:

Wie wohl für einen Außenstehenden die vielen ungeschriebenen Weihnachtsgesetze wirken?

Gurian Hollerbach reist aus dem Jahr 2226 in die heutige Zeit zu seinen Vorfahren, der Familie Hollerbach. In seiner Welt kennt niemand mehr Weihnachten und Gurian ist überrascht bis verwirrt, welche kuriosen Vorbereitungen, Vorschriften und sonderbare Rituale mit diesem Fest verbunden sind:

Wann wird der Baum aufgestellt und wann muss er das Haus verlassen? 

Darf man bereits Anfang November Lebkuchen, Dominosteine und Vanillekipferl essen, wo die ganzen Leckereien doch schon in den Läden stehen? 

Welche Farbe dürfen die Kerzen auf dem Adventskranz haben? 

Was sollte man bei Weihnachtsgrüßen und der Wahl des Wichtelgeschenkes beachten?

Christkind oder Weihnachtsmann?


Ungeschriebene Regeln wohin man sieht und überall lauern Fettnäpfchen!

Ein Knigge für Weihnachten in 24 Kapiteln.


Mein Eindruck:

Mir hat die Idee des Zeitreisenden sehr gut gefallen, denn wie sonst sollte man erklären, dass jemand tatsächlich gar keine Ahnung von Weihnachtsbräuchen hat.

Das Buch ist in 24 Kapitel unterteilt, man könnte es daher als Adventskalender nutzen. Aber es liest sich beinahe in einem weg und vielleicht gelingt es dem Leser, das eine oder andere Fettnäpfchen zu umgehen, wenn man das Buch bereits im November liest ;-)

Humorvoll, überspitzt und amüsant wird der Kulturschock, den Gurian bei der vierköpfigen Familie Hollerbach erlebt, geschildert. Mutter Annette, Vater Jürgen und die Kinder Sophie und Lukas machen es dem armen Gurian, der es zunächst mit Logik versucht, manchmal ganz schön schwer. Sehr zur Freude des Lesers versteht sich. 

Der Zeitreisende kennt nicht nur kein Weihnachten, sondern er berichtet, dass in über 200 Jahren Halloween als großes Fest gefeiert wird. Eine grausige Vorstellung für jeden Weihnachtsliebhaber.

Wie auch Gurian lernt der Leser vielleicht noch das eine oder andere Neue über das Weihnachtsfest, wie wir es heute feiern, denn die meisten Rituale sind erst in den letzten zweihundert Jahren entstanden. Oder wussten Sie, dass bis Anfang des 20. Jahrhunderts ab dem Martinstag bis Weihnachten streng gefastet wurde? Geschlemmt werden durfte erst zum Weihnachtsfest.

Zusätzlich zur eigentlichen Geschichte gibt es immer wieder Infokästen beispielsweise zur sprachlichen Herkunft des Wortes "Weihnachten", Traditionen anderer Länder oder die Geschichte des Lebkuchens.

In vielen der geschilderten Situationen erkennt man eigene Muster wieder, z. B. der Tannenbaum, der erst am 24. Dezember ins Haus darf oder Kurioses wie die Essenswahl: spartanisch Kartoffelsalat mit Würstchen am Heiligen Abend und dafür kulinarische Exzesse bestehend aus Ente, Klößen und Rotkohl und vielen süßen Schlemmereien von Kuchen bis Plätzchen an den Weihnachtsfeiertagen.

Meine Highlights sind neben der vielen witzigen Fehltritte das Bullshit-Bingo bei Omas Kaffeetafel und das Lesezeichen mit den Top 10 der Dos & Don'ts zur Weihnachtszeit. 

Im Hinblick auf das im Buch verwendete Zitat von Loriot "Früher war mehr Lametta!" - früher war mehr Glitzer und Bling Bling - ist der goldfarben schimmernde Bucheinband die perfekte Wahl.

Ein lustiges wie lehrreiches Lesevergnügen und eine Empfehlung für die Vorweihnachtszeit - auch als Geschenk ideal für Weihnachtsmuffel oder Weihnachtsfan!


Fazit:

Witzig, kurzweilig und lehrreich!

Amüsant werden die typischen Fettnäpfchen zu Weihnachten mit Informationen zu historischen Hintergründen, Entstehung von Traditionen usw. verknüpft.

Für Weihnachtsfans wie Weihnachtsmuffel eine unterhaltsame Lektüre in der Vorweihnachtszeit!

...

Rezensiertes Buch: "Fettnäpfchenführer Weihnachten - Da habt ihr die Bescherung" aus dem Jahr 2019

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