Das verlorene Kopftuch

von Nadine Pungs 
4,7 Sterne bei17 Bewertungen
Das verlorene Kopftuch
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Marie-Enterss avatar

Packend, ehrlich und mutig.

L

Eine farbenfrohe Reise durch ein Land, das man so gar nicht wahrnimmt

Alle 17 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das verlorene Kopftuch"

Ohne Kopftuch auf die Straße gehen, Wein trinken und sich bis über beide Ohren in einen Mann verlieben. All das erlebt Nadine Pungs im Iran, obwohl es streng verboten ist. Von Teheran über den Persischen Golf bis fast an die Grenze zu Aserbaidschan erkundet sie, wie das Land jenseits westlicher Klischees tatsächlich tickt. Wortgewaltig schildert sie, wie es sie herausfordert und zugleich beschenkt. Wie sich ihre Schwarz-Weiß-Vorstellungen in tausendundeine Schattierung auflösen und die Perser ihr Herz schließlich zum Überlaufen bringen …

»Hier ist eine Frau unterwegs, die nichts versteckt, auch nicht die Mühsal der Fremde, die Sprachlosigkeit, die Unruhe. Und die sie in einem Ton schildert, der swingt und uns daran erinnert, was dreißig stille Buchstaben vermögen.« Andreas Altmann

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783890294940
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:MALIK
Erscheinungsdatum:02.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne14
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    L
    Lealein1906vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine farbenfrohe Reise durch ein Land, das man so gar nicht wahrnimmt
    Die Schönheit des Irans

    Der Iran ist sicherlich weit weg davon ein typisches Urlaubsziel für Touristen zu weden. Doch Nadine Pungs hat dieses Land bereist und schildert ihre eindrucksvollen Erlebnisse. Dabei räumt sie mit vielen Vorurteilen auf, bleibt aber auch kritisch, z.B. gegenüber den vielen Verboten und den Kopftüchern. Deswegen ist dieses Buch so spannend zu lesen.
    Pungs hat (fast) den ganzen Iran bereist und so auch ihr Buch gegliedert. Man kann ihre Reise also hautnah miterleben. Die kleine Karte vorne im Einband hilft, sich zu orientieren.
    Durch die detaillierten Beschreibungen der Landschaften und Gebäude hat man richtig Lust, den Iran selbst zu entdecken.
    Am meisten haben mir aber die Schilderungen über die Leute  gefallen. An ihnen merkt man, wie offen der Iran sein kann und dass doch viele ganz anders denken, als die Regierung vorgeben will.
    Der Schreibstil ist eine Mischung aus Reisebericht und eigenen Gedanken, die miteinfließen. So wirkt alles sehr authentisch, ist interessant und erzählt Wissenswertes.
    Ich bin froh, dass es solche Bücher gibt, die sich nicht um Vorurteile scheren, sondern sich vorher alles selbst anschauen und dann selbst ihr Urteil fällen.
    Ich möchte dieses Buch gerne weiterempfehlen, weil es super interessant, gut geschrieben ist und einfach eine wichtige Botschaft hat: Schaut euch erst einmal selbst alles mit eigenen Augen an!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    talishas avatar
    talishavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Autorin erzählt bildhaft Reise durch den Iran und gibt den Heimgebliebenen das Gefühl mitzureisen. Kulturinteressierten sei es empfohlen
    Die Freiheit in der Cola-Flasche

    Früher hab ich viele Bücher über Nahost gelesen, darunter hat mich Brunni Prasskes "Mögen deine Hände niemals schmerzen" begeistert. Deshalb freue ich mich - fast 20 Jahre später - auf einen erneuten Einblick in den Iran, diesmal mit dem Buch von Nadine Pungs. 

    Ich habe "Das verlorene Kopftuch" mit Prasskes Büchern im Hinterkopf und meinen eigenen Eindrücken von orientalischen Ländern gelesen. Auch Nadine Pungs trifft auf viele gastfreundliche Menschen, die sie spontan zu sich nach Haus einladen, die ihr die Stadt oder den richtigen Weg zeigen oder einfach neugierig sind, diese alleinreisende Frau kennenzulernen. So offen wie diese Iraner geht auch Pungs auf die Leute zu. 

    Die Autorin  beschreibt unterhaltsam die Kultur und Geschichte des Landes, erzählt farbig von den schönen Landschaften und schildert die Erlebnisse der Fahrtwege per Taxi, Bus, Zug und Schiff zu den Sehenswürdigkeiten des Irans. Sie  setzt sich während ihrer Reise stark mit der Politik, mit dem Tragen des Schleiers, der Freiheit der Iraner im Allgemeinen und die der Frauen im Besonderen auseinander. 

    Freiheit, oder die Definition davon, ist ein grosses Thema. Kein Wunder, denn als europäische Frau ist man der Thematik auf Schritt und Tritt ausgesetzt und sei es nur weil das Kopftuch immer wieder verrutscht. Zur Freude der Einheimischen haben die Technikerrungenschaften der Neuzeit den Iran längt erreicht. Sie sind nun durch Internet mit der restlichen Welt verbunden und kommen einfacher in den Genuss von kleineren Freiheiten, wie z.B. das Herunterladen oder Hören moderner Musik, die sonst verboten ist.  Noch immer werden die Freiheiten hinter verschlossenen Türen gelebt - die iranische Freiheit beginnt sozusagen hinter der Haustüre.  

    Wie überall auf der Welt erlebt man nicht nur Positives. Doch die negativen Reiseerlebnisse kann die Autorin zum Glück an einer Hand abzählen. Dazu gehört die ewige Frage nach dem Verheiratet-sein, von der sie irgendwann genug hat und sich mit einem "Ehering" Abhilfe schafft. Ich musste lachen, denn das kam mir sehr bekannt vor: bei meinen Reisen (nicht durch den Iran) hatte ich ebenfalls mit dem Ehering meiner verstorbenen Grossmutter vorgesorgt und kann daher den Unterschied, den so ein kleiner Ring ausmacht, vollkommen verstehen. 

    Durch die eingefügte Landkarte kann man Nadine Pungs Reiseroute nachverfolgen, zahlreiche farbige Fotos ergänzen die Erzählungen.

    Fazit: Nadine Pungs  e rzählt bildhaft von ihrer Reise durch das Land, von Begegnungen mit den Menschen, deren Mentalität und gibt den Heimgebliebenen das Gefühl mitzureisen.  Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für fremde Kulturen interessieren. 
    4 Punkte. 

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Maryam_liests avatar
    Maryam_liestvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Tiefe Einblicke hinter die Kulissen eines (immer noch) stigmatisierten Landes. „Das verlorene Kopftuch“ rückt den Iran nun ins rechte Licht.
    Überaus kluge Reise-Erzählung, ehrlich und reflektiert – ein Blick in den wahren Iran

    Mich hat das Buch gefesselt. Es fühlte sich an, als hätte Nadine Pungs mich auf die Reise mitgenommen. Sie schreibt sehr lebendig, sehr interessant, witzig, emotional und auch teilweise wütend. Sie beschönigt nichts. Sie benutzt eine klare Sprache und bezieht eindeutig Position.
    Ihre Begegnungen mit den Menschen sind berührend, skurril und stimmen nachdenklich. Ihr Schreibstil brachte mich oft zum Schmunzeln, aber bewegte mich auch. Er ist poetisch, warm und manchmal auch radikal.

    Es waren sehr tiefe Einblicke hinter die Kulissen eines (immer noch) stigmatisierten Landes. „Das verlorene Kopftuch“ rückt den Iran nun ins rechte Licht. Hier wird nicht an der Oberfläche gekratzt, sondern genau hingeschaut.
    Die Autorin hat mit vielen Menschen Zeit verbracht, mit ihnen gesprochen. Auch natürlich mit den Frauen über den Kopftuchzwang und über ihre Unterdrückung, die nun mal gesetzlich im Gottesstaat verankert ist.
    Und so haben sich Pungs‘ Klischees/ihre „westlichen“ Vorurteile, die wir ja ALLE aufgrund von Spielfilmen und Medien mit uns herum tragen, Stück für Stück aufgehoben.
    Da sagen Iranerinnen zu ihr „Wir hassen das Kopftuch“ oder zwei Studentinnen antworten „Wir wollen frei sein“.
    Das Kopftuch ist nun mal ein Mittel der Unterdrückung. Es wird den Iranerinnen aufgezwungen. Das kann kein noch so tolerantes Argument schönreden. Denn wäre es so, würden nicht Millionen Iranerinnen dagegen tagtäglich ankämpfen und ihr Leben riskieren. Wer anderes sagt und die Verschleierung herunterspielt oder sie als Kultur abtut, beleidigt all diese tapferen Frauen!

    Aber niemand ist frei von Vorurteilen. Auch Nadine Pungs hat Klischees im Kopf, die sie nicht haben will. Und genau mit diesen Klischees spielt sie. Sie sind der Ausgangspunkt, denn die Autorin will wissen, wie es im Iran tatsächlich ist, und deshalb macht sie sich auf die Reise.
    Diese Herangehensweise ist toll, weil sie zum Nachdenken anregt. Was stimmt, was stimmt nicht? Was denken die Iraner wirklich? Wie leben die Menschen? Was wünschen sie sich? Und was denke ich eigentlich über den Iran?

    Die Schwarz-Weiß-Vorstellungen der Autorin lösen sich schon während der ersten paar Seiten nach und nach auf und wandeln sich in 1001 Graustufe. So schreibt sie es gleich im ersten Kapitel. Und das ist die Grundlage des Buchs; das ständige Hinterfragen.
    Pungs ist dabei schonungslos mit sich selbst und somit ertappt man sich auch als Leser zwangsläufig dabei, wie man an alten Denkmustern haften bleibt. Die Autorin hält dem Leser also den Spiegel vor. Diese Ehrlichkeit ist selten in Reisebüchern. Und zugleich spürt man, dass sich Nadine Pungs echt und wahrhaftig in den Iran verliebt hat. Trotz all der Widersprüche.

    Sie reist quer durch das Land und trifft dabei viele Menschen, fragt, ärgert sich, öffnet ihr Herz und hinterfragt ihre eigene Meinung.
    Die Iraner haben sich währenddessen oft sehr liebevoll um sie gekümmert und auch von den Dingen gesprochen, die ihnen nicht gefallen. Die Verbote, die Diskriminierung der Frauen, der verhasste Hidschab. Eben eine Diktatur.

    All diese politischen und gesellschaftlichen Hintergründe hat die Autorin aufgelöst und erklärt. Sie schreibt von der Revolution, von einzigartigen historischen Stätten, von Liebe und von Religion. Sie bezieht den Koran mit ein und die Hadithe. Und das alles sehr beschwingt und locker.
    Das geht nur, wenn man gründlich recherchiert, und das hat Pungs getan, das merkt man als Leser sofort. Ihre Recherchen hat sie im Anhang belegt. Sie ist dabei reflektiert und beleuchtet auch die Interventionen des Westens sehr genau, wie z.B. den Sturz Mossadeghs während der Shah-Zeit, die Beteiligung deutscher Chemie-Firmen am Irak/Iran-Krieg oder die Politik Netanyahus. So entsteht ein rundes Bild und man versteht, wieso sich das Regime im Iran bis heute halten kann.
    Man lernt auch, dass der Iran hart und sanft zugleich ist. Ein Land, in dem nicht nur die Frauen immer häufiger rebellieren, sondern auch ein Land, das schon jetzt mit großer Wassernot, Wüste und Dürre zu kämpfen hat. Die ökologische Krise steht bevor, wenn alles so bleibt, wie es ist. Die gesellschaftliche vielleicht auch.

    Mein Fazit: Ich war beim Lesen zutiefst fasziniert und konnte „Das verlorene Kopftuch“ nicht mehr aus den Händen legen.
    Ein absolutes *must have* für alle, die einen ehrlichen, herzenswarmen Einblick ohne Schönfärberei und eben ohne Schwarzweißdenken (denn das wird ja widerlegt), in den Iran erhalten wollen!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Jaris avatar
    Jarivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Tatsächlich weckte "Das verlorene Kopftuch" in mir den Wunsch, selbst mal in den Iran zu fahren.
    Nadine Pungs - Das verlorene Kopftuch

    Lesen ist das, was meiner Meinung nach dem eigentlichen Reisen am nächsten kommt. Deshalb lasse ich mich gerne von Büchern in fremde Länder entführen, um zumindest auf diese Weise ein paar neue Eindrücke zu bekommen. Als ich den Rückentext von "Das verlorene Kopftuch" las, war für mich klar, dass ich mehr über Pungs Erfahrungen in diesem fremden Land namens Iran erfahren möchte.

    Pungs erzählt aussergewöhnlich sympathisch und humorvoll von ihren Erlebnissen im Iran. Dabei gerät auch der Leser immer wieder ins Staunen über die Vielfalt der Lebensentwürfe und wie die Einwohner die strengen Regeln umgehen. Wir erfahren vom Kopftuchzwang, wie dieser umgangen wird, von eigentlich verbotenen Liebschaften, von hilfreichen Taxifahrern und dem alltäglichen Leben in einem uns eher unbekannten Land.

    Tatsächlich weckte "Das verlorene Kopftuch" in mir den Wunsch, selbst mal in den Iran zu fahren und all das, wovon Pungs berichtet, selbst zu erleben und zu sehen. Das Buch baut Ängste und Vorurteile ab, wobei die Autorin jedoch auch ihre Gedanken fliegen lässt. Sie verurteilt keinen der Menschen, die sie trifft, hat aber auch harsche Kritik an der Frauenfeindlichkeit des Systems. Und am örtlichen Strassenverkehr.

    Dabei kann man nur den Mut und die Aufgeschlossenheit Nadine Pungs bewundern. Sie reist nicht nur an typischen, unterdessen auf ausländische Touristen eingestellte Orte, sondern auch in Gebiete, von denen ihr selbst im Land direkt abgeraten werden. Man spürt, dass Pungs jeden Teil des Landes kennenlernen möchte, sich alles einprägen und eigenen Schranken abbauen will.

    Davon erzählt sie derart poetisch und schwungvoll, dass das Lesen wahrlich ein Genuss ist. Das Buch sprüht vor unterhaltsamen Vergleichen, Ideen und Sätzen. Die Seiten fliegen nur so dahin und viel zu schnell ist die Zeit im Iran auch für den Leser wieder vorbei. 

    Wer wirklich etwas über den Iran erfahren möchte, reist hin. Oder liest dieses Buch. Oder am besten beides. Ich bin wirklich dankbar für die Lektüre, half sie mir doch ein wenig dabei, diesem Land ein Gesicht zu gaben, von dem ich bisher noch kaum etwas wusste. Ehrlich, ich weiss auch jetzt noch kaum etwas darüber, aber die negativen Gefühle sind verpufft und das nur dank Pung.

    Und ich glaube, in der heutigen Zeit braucht es das. Da braucht es Bücher wie "Das verlorene Kopftuch" und es braucht mutige Menschen, mutige Frauen, die sich Dinge wagen, die sich andere nicht trauen. Um dann Bücher darüber zu schreiben und diese den Daheimgebliebenen vorzulegen.

    Ein Buch, das ich wirklich nur empfehlen kann.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor 5 Monaten
    Erst nach 70% ist Schluss mit Schwarz-Weiß-Denken

    Ich habe den Iran selbst bereist und finde es schade, dass die ersten 70 % sehr negativ gestimmt und von der einseitigen Sichtweise, die uns auch in den Medien präsentiert wird, dominiert werden. 

    Die typischen klischeehaften Themen werden überstrapaziert. Nadine fühlt sich mit dem Kopftuch nicht wohl. Frauen müssen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen. Zudem sieht sie es ständig als Zeichen der Diskriminierung und sie philosophiert über die unterdrückten Frauen. Dabei verpasst sie die Gelegenheit die vielen Frauen, denen sie begegnet ist darüber zu befragen, was sie wirklich empfinden.

    Noch viel schlimmer ist das sehr einseitige Bild das Nadine im Hinblick auf Gewalt, Krieg und den Dash auf den Iran wirft. Ich behaupte nicht, dass sich der Iran immer und in allen (politischen) Fragen richtig verhalten hat. Dennoch denke ich, dass man für eine reflektierte Meinung auch die Rolle diverser anderer Staaten genau betrachten sollte. Welche Möglichkeiten hätten die anderen Staaten gehabt und welche Alternativen gab es für den Iran. Der Iran leidet darunter, dass er selbst alles hat was zum Überleben notwendig ist. Klimatisch liegt das Land hervorragend. Lebensmittel können in vielen Gebieten angebaut werden und gedeihen prächtig. Zusätzlich gibt es Wasser und Erdöl. Viele Ressourcen auf die so mancher gierig starrt.

    Am aller meisten stört mich der Schreibstill. Dieser ist derartig negativ, dass man es schon wieder als Kunst bezeichnen kann. 

    Was mir im Herzen schmerzt ist das lapidare Abwicken der kulturellen Bedeutung von Ganj Nameh. Hier findet man auf gigantischen Steintafeln in einem Felsen Inschriften von Dareios I und Xerxes I. Inhaltlich preisen die Text die Götter und die beiden Herrscher. Das kann man vielleicht noch als nicht spektakulär abtun. Allerdings sind die Schrifttafeln in drei Sprachen (altpersisch, neuelamisch und neubabylonisch) geschrieben. Dadurch trugen diese Steintafeln einen enormen Beitrag zur Entzifferung der Keilschrift bei.

    Ich konnte kaum eine halbe Seite in „Das verlorene Kopftuch“ lesen ohne meinem Unmut lautstark Kund zu tun. Und dann plötzlich bei circa 70%, kurz vor dem Ende ihrer Reise, macht Nadine eine 180 Grad Drehung. Ohne erkennbaren Auslöser steht sie plötzlich dem Land wohlgesonnener gegenüber. Fast scheint es als hätte sie auf ihrer Reise jetzt erstmals die Gelegenheit sich über alles Gedanken zu machen.

    Denn nun zieht Nadine Rückschlüsse und wirft einen Blick unter die Oberfläche. Sie macht sich Gedanken über die geschichtlichen Ereignisse. Hinterfragt ob der Westen und die USA immer richtig gehandelt haben und was passiert wäre, wenn andere Entscheidungen getroffen worden wären.

    Nadine Pungs endet mit einem schönen Plädoyer für die Freiheit. Sie ruft in Erinnerung, dass für sie selbst, sowie für die meisten Westler die Freiheit selbstverständlich ist. Wir nehmen sie nicht mehr als das kostbar wahr, was sie definitiv ist. Sie spürte, so wie ich, den Wunsch der IranerInnen nach Freiheit. Fernab von den klischeehaften Kopftuchdisskusionen, die so herrlich plakativ und gleichzeitig nutzlos sind.

    Besonders wichtig finde ich die Erkenntnis, dass die IranerInnen ihren eigenen Weg zur Freiheit finden müssen. Wir dürfen Ihnen nicht unsere Ansichten aufzwingen, die aufgrund von so vielen kulturellen Unterschieden nicht funktionieren werden.

    Was hat mich dieses Buch geärgert und schimpfen lassen? Da Nadines Reiseroute ähnlich wie meine war, hoffte ich die vielen schönen Erlebnisse hier noch einmal in Erinnerungen gerufen zu bekommen.

    Und dann waren die ersten 70% des Buches gefüllt mit vielen Klischees und sehr oberflächlichen Einblicken, die sich im Kreis zu drehen drohten. Und plötzlich beginnt Nadine Pungs völlig überraschend zu reflektieren und die Dinge, in das für mich richtige Licht zu rücken. Dabei ist „das richtige Licht“ nicht eines, das alles gut heißt. Sondern eines, das hinterfragt, sich Gedanken macht und vor allem die unendlichen Graustufen zwischen Schwarz und Weiß wahrnimmt und darstellt.

    Obwohl ich kurz davor war das Buch abzubrechen, bin ich froh durchgehalten zu haben. Ja, letzten Endes muss ich für diese enorme Wende sogar noch einen zweiten Stern vergeben, wenngleich ich hoffe, dass die Leser sich auf das letzte Drittel des Buches stürzen.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Reisebericht, anschaulich-informativ und mit vielen Details und einer gelungenen lebendigen Darstellung
    Ein gelungener Reisebericht, anschaulich-informativ und mit vielen Details

    Die Autorin bereiste den Iran von März bis April 2016, das schreibt sie in ihrem Nachwort am Ende des Buches. Das Buch ist eine gelungene und lebendige Darstellung dieser Reise und ihrer Eindrücke dieses Landes.
    Sie war 4 Wochen unterwegs in diesem Land. Zu Beginn des Reiseberichtet erzählt sie auch, dass sie ein ungutes Gefühl hatte, allein als Frau hier unterwegs zu sein. Wie wird es sein, das Leben im Iran. Der Text ist so gestaltet, dass sie immer wieder Fragen stellt. Fragen, die mich als Leser ebenso nachdenklich machen wie auch neugierig auf dieses Land und seine Menschen. Mir hat der Stil des Buches sehr gut gefallen.
    Sie regt den Leser zum Nachdenken an. Wie leben wir in den westlichen Ländern vor allem mit den Freiheiten, die wir haben. Aber auch wie leben die Menschen im Iran. Es werden immer wieder Begegnungen beschrieben. Auch wie herzlich und gastfreundlich die Menschen sind.
    Abgerundet wird das Buch mit einem Glossar, dem Nachwort der Autorin und auch einem Literaturverzeichnis.
    Mittig im Buch findet der Leser auch einige Seiten mit Farbfotos und kleinen Unterschriften zu den Bildern. Auch diesen gibt mir noch ein buntes Bild des Lebens vor Ort.
    Sie beschreibt auch Sehenswürdigkeiten, berichtet aber ebenso auch historische Details zu der Entwicklung des Staates, der Religion- das war für mich eine Art Rund-um-Blick und hat mir sehr gut gefallen.
    Auch dass ihr Bild von Büchern, Filmen, Berichterstattungen geprägt wurde erzählt sie hier und findet auch deutliche Worte.
    Reisen hilft, gegen Vorurteile anzugehen, das habe ich auch aus dem Buch mitgenommen.
    Man findet hier viele Informationen rund um das Land und die Menschen, die Religion, die Geschichte, die Stellung der Frau. Es sind lebendige Beschreibungen, die sich locker lesen lassen. Durch die Fragen, die die Autorin stellt, bietet sie auch dem Leser die Möglichkeit nachzudenken und sie macht den Leser neugierig.
    Ein gelungener Reisebericht, anschaulich-informativ und mit vielen Details und einer gelungenen lebendigen Darstellung.

    Kommentare: 1
    22
    Teilen
    aus-erlesens avatar
    aus-erlesenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Das Land hinter den Nachrichten
    Neugierige Blicke

    Bei vielen Reiseberichten über und aus dem Iran bekommt man immer wieder das Gefühl als ob ein Redaktionspraktikant oder Volontär sich auf die Suche nach dem Außergewöhnlichen machen musste. Der Iran ist zweigeteilt. Zum Einen der Iran aus den Nachrichten mit brennenden Stars and Stripes und lautstarkem Wehklagen. Zum Anderen der Iran, in dem Menschen ihre Kultur offen ausleben. Zwiespältig. Verschleiernd. Widersprüchlich. 

    Nadine Pungs weiß auch nicht genau, was sie erwarten wird, was sie erwarten soll, als sie auf dem Flughafen von Teheran landet. Das Schlimmste bringt sie allerdings gleich hinter sich. Auf der Taxifahrt versucht der Fahrer sie mit deutschem Pop von Modern Talking herzlich zu begrüßen. Folter auf höchstem Niveau. Doch nichts anderes als eine Geste der Gastfreundschaft, die mit nichts auf der Welt zu vergleichen ist. Auch, dass sie – durch Beziehungen – absolut kostenfrei und so lange sie möchte eine Privatunterkunft in der Millionenmetropole gefunden hat, lässt sie am Nachrichtenbild des Irans zweifeln. 

    Nadine Pungs hat sich akribisch vorbereitet. Sie hat Unmengen an Büchern gelesen. Stundenlang Fernsehbeiträge geschaut. Sie weiß viel über den Iran. Doch als es an der Tür klingelt, ihre „Vermieter“ haben sich angekündigt, weiß sie nicht, ob sie nun ein Kopftuch tragen soll oder nicht. Schließlich sind sie sich alle fremd. Muss sie nicht, wird sie beruhigt. Und schon das nächste Fettnäpfchen. Es wird sich bei der Begrüßung dreimal auf die Wange geküsst. 

    Kaum zehn Prozent des Buches gelesen und schon weiß man mehr über den Iran als man vorher auch nur zu wissen glaubte. Punktlandung.

    Vier Wochen wird sie dieses Land bereisen. Ein Land, in dem strenge Sittenwächter bestimmt darauf hinweisen, dass das Kopftuch eine Locke hervorblitzen lässt, aber Haschisch so alltäglich ist wie andernorts auf der Welt das Feierabendbier. Ein Land, das vor ehrlicher Gastfreundlichkeit strotzt, die Ehe auf Zeit genauso erlaubt wie chirurgische Nasenkorrekturen. 

    Nadine Pungs ist nicht die Volontärin, die dem Chefredakteur die ungewöhnlichsten Geschichten auf den Tisch wirft. Der Iran hat ihr Herz wahrlich berührt, und das nicht nur, um einen schmissige Unterzeile für ihren Titel zu erhalten. Alltag und Wahnsinn gehen im Iran genauso Hand in Hand wie anderswo. Doch hier – fernab von permanenter Leuchtreklame der so genannten Global Player, westlicher Sittendekadenz – fällt es eher auf. Auch im Iran ist das Leben normal. Nur eben anders. Doch die Ausschläge nach oben in der Fremdlichkeitsskala sind extremer. Die Freundlichkeit in Gastfreundlichkeit wiegt hier mehr als der Gast. 

    Vorsicht muss hier immer walten lassen. Doch man gewöhnt sich daran zu allem und jedem seine Meinung laut kundzutun. So wie man es generell im Ausland halten sollte. So was nennt man kulturelle Unterschiede. Nadine Pungs gelingt es mit federleichter Vehemenz ihr Erstaunen in nuancierte Worte zu fassen. Die umwerfenden Paläste sind sichtbare Zeichen einer bemerkenswerten Kultur. Nadine Pungs bringt diese Hinterlassenschaften in Einklang mit den Menschen, deren Vorfahren diese errichtet haben. Darin liegt die Besonderheit dieses Buches. 


    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Marie-Enterss avatar
    Marie-Entersvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Packend, ehrlich und mutig.
    Lesenmachtschoens avatar
    Lesenmachtschoenvor 3 Monaten
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
    __________________________________________________________________  

    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
    __________________________________________________________________

    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
    .
     
    __________________________________________________________________   

    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
    __________________________________________________________________ 

    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
    Zur Leserunde
    diewortklauberins avatar

    Unternehmt mit uns eine außergewöhnliche Reise in den Iran! 

    »Was denke ich über den Iran? Über dieses Land, das mich verwirrt und das keine schlichte Antwort zulässt? Es gibt so viel, was ich sagen könnte.« 
     
    Der Iran ist ein Land voller Widersprüche. Voller Farben und Schönheit, aber auch Gewalt und Verbote. Es ist ein zerrissenes Land. Die Autorin Nadine Pungs begibt sich auf die Suche nach genau diesen Brüchen und Rissen und hat mit ihrem Buch "Das verlorene Kopftuch" einen ganz besonderen Reisebericht geschrieben. 

    An diesem Fragefreitag habt ihr die Gelegenheit, der Autorin Nadine Pungs alle Fragen zum Thema Iran, Reisen und fremde Kulturen zu stellen. Also ran an die Tastatur! Zu gewinnen gibt es 5 Exemplare von "Das verlorene Kopftuch".

    Mehr zum Inhalt
    Ein Glas Wein trinken, ohne Kopftuch über die Straße laufen und einfach einen Mann küssen. Da, wo Nadine Pungs sich hinbegibt, ist all das strengstens verboten, werden Frauenrechte nicht sonderlich geachtet und können alltägliche Dinge mit Peitschenhieben bestraft werden. Ihr Ziel: der Iran. Mit Schmugglerbussen und Taxifahrern, die während der Fahrt zum Himmel beten, reist sie von Teheran über den Persischen Golf im Süden bis fast an die Grenze zu Aserbaidschan im Norden. Dabei möchte sie herausfinden, was sich hinter dem leidigen Begriff »Achse des Bösen« verbirgt und wie der Iran abseits westlicher Klischees tatsächlich tickt. Schließlich bekommt sie nicht nur einen Wein angeboten, sondern mehrere ... Der Verlust des Kopftuchs scheint somit unvermeidlich. Und als sie auch noch dem smarten Kourosh begegnet, ist das Chaos perfekt. Eine poetische Reise hinter den Schleier, in ein zerrissenes Land voller Menschlichkeit und Schönheit.


    »Hier ist eine Frau unterwegs, die nichts versteckt, auch nicht die Mühsal der Fremde, die Sprachlosigkeit, die Unruhe. Und die sie in einem Ton schildert, der swingt und uns daran erinnert, was dreißig stille Buchstaben vermögen.« – Andreas Altmann

    Mehr zur Autorin
    Nadine Pungs, geboren 1981, hat Literaturwissenschaft und Geschichte studiert. Seit vielen Jahren zieht es sie auf der Suche nach Intensität und Schönheit immer wieder in die Welt. Zumeist allein. Wenn sie nicht reist, steht sie als Kleinkünstlerin auf der Bühne und verdient damit ihren Lebensunterhalt. Sie lebt in Düsseldorf.

    Gemeinsam mit MALIK verlosen wir 5 Exemplare von "Das verlorene Kopftuch" unter allen Fragestellern! Einfach auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klicken und fleißig Fragen stellen!

    Wir freuen uns, dass Nadine Pungs Zeit gefunden hat und wünschen euch und natürlich der Autorin ganz viel Spaß beim Fragen stellen und Fragen beantworten!


    NadinePungss avatar
    Letzter Beitrag von  NadinePungsvor 5 Monaten
    :)
    Zur Buchverlosung

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Als Frau allein im Land der Mullahs

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks