Nadine Sieger

 4.2 Sterne bei 58 Bewertungen
Autor von Ein Jahr in New York, Coco Chanel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Nadine Sieger

Ein Jahr in New York

Ein Jahr in New York

 (48)
Erschienen am 01.02.2014
Coco Chanel

Coco Chanel

 (8)
Erschienen am 17.09.2018
Ein Jahr in New York

Ein Jahr in New York

 (2)
Erschienen am 16.08.2016
SHOES

SHOES

 (0)
Erschienen am 01.04.2015

Neue Rezensionen zu Nadine Sieger

Neu

Rezension zu "Coco Chanel" von Nadine Sieger

Ein Leben, das Stoff für mehrere Romane bietet: Coco Chanel
Buecherspiegelvor 2 Monaten

Was für ein Leben! Die Romanbiografie über Coco Chanel von Nadine Sieger ist Inspiration und Mahnung zugleich. Nicht nur in Amerika kann man vom Tellerwäscher zum Millionär und mehr werden, in jedem Land ist dies möglich, so die Aussage des ersten Kapitels. Und das sogar als Frau Anfang 1900. Bei ihr war es das Waisenhaus und ihre bitterarme Kindheit, geprägt von Nonnen. Allerdings zeigt sich auch hier, dass der Zufall im Leben eine nicht zu unterschätzende Komponente ist. Ohne die Männer, die Gabrielle Chanel kennengelernt hat, die ihre Begabungen geschätzt und unterstützt haben, ohne diese nun, hätte es dann die modische Revolution gegeben? Die Freiheit für Frauen, sich so anzuziehen, dass sie sich darin auch gut bewegen und trotzdem chic und modern aussehen? Und was wäre aus diesem berühmten Parfum geworden?
Konstanten im Leben von Coco Chanel gab es viele. Eine davon war es, für sie kaum zu ertragen, keinen Ehemann gehabt zu haben und auch kein Kind. Obwohl sie Familie „gespielt“ hat. Jede Menge Liebhaber hatte sie, selbst aus dem englischen Königshaus, hochgestellte Adlige aus Europa, doch wenn es um die Ehe ging, machten sie entweder einen Rückzieher oder starben ihr,wie in einem Fall, weg. Als Trost folgten weitere Liebhaber, Verbitterung, Zynismus, Strenge, Trauer, Einsamkeit und jede Menge Arbeit. Je älter sie selbst wurde, desto mehr Freunde verlor sie an den Tod. Ebenso lange hielt der Streit um ihr berühmtes Parfüm. Ebenfalls ein nicht weg zu denkendes Utensil von ihr war die Zigarette.
In dieser Romanbiografie wird nicht mit Superlativen gespart, die Zeit war zum Großteil für die Modeschaffende. Mangelnder Ehrgeiz oder Arbeitsunlust kann man ihr nicht vorwerfen, auch wenn sie öfter eine längere Auszeit nahm. Entweder während des Zweiten Weltkrieges oder in ihrer Zeit im Exil in der Schweiz. Beide Weltkriege hat sie sogar recht gut überstanden. Den Ersten, um unter anderem praktische Mode für die freiwilligen Hilfskräfte im Gesundheitsdienst zu schaffen. Im Zweiten, tja, da wissen die Biografen nicht so recht damit umzugehen, ob Mademoiselle Chanel nun als Spionin tätig war oder nicht. Ihr unglaublich großes soziales Netzwerk, ihre Reisen und die Hinweise, dass sie als Agentin tätig gewesen sein soll, sind jedenfalls vorhanden.
Die sehr lebendige Biografie lebt natürlich davon, dass sie in der Gegenwart geschrieben wurde. Da wirkt jedes beschriebene Tennisspiel so frisch, als käme sie gerade von dort zurück, ihre Ideen, ihre Entwürfe, die Besonderheit, dass sie am Model ihre Mode "gezeichnet" hat. Viel hat ihr daran gelegen, ihre liebsten Verwandten und engsten Freunde ständig um sich zu haben. Konkurrenz konnte sie nicht ertragen, Mode, in der sich Frauen weder bewegen konnten noch tatsächlich auf der Straße herumliefen, das war ihr zeitlebens ein Gräuel. Sie verstand die moderne Mode nicht, die nach dem Zweiten Weltkrieg erschaffen wurde. Und wir? Wir verdanken ihr das kleine Schwarze, das in vielen Schlafzimmern der Welt hängt, als immer währendes „Must-have“. Genauso wie diese kleinen Hütchen und das Ringelshirt.
Ein Buch, fast wie ein Thriller geschrieben, so viele Wendungen, wie es im Leben von Coco Chanel gegeben hat. Ein „das musst Du gelesen haben“ Buch.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Coco Chanel" von Nadine Sieger

„Mode ist vergänglich. Stil niemals.“
JoJansenvor 2 Monaten

Coco Chanel war eine Frau, die wie keine andere die Mode beeinflusst hat und es auch Jahre nach ihrem Tod immer noch tut. Das „kleine Schwarze“ und Chanel N°5 scheinen unsterblich zu sein. Oder, wie Coco selbst sagte: „Mode ist vergänglich. Stil niemals.“

Die Romanbiografie von Nadine Sieger liest sich spannend wie ein Roman und ist dennoch so informativ wie eine Biografie. Wir lernen eine die blutjunge Gabrielle Chanel kennen, die versuchte, ihrem armseligen Leben zu entkommen, indem sie gemeinsam mit ihrer Tante in Pariser Lokalen als Pausenfüller auftrat. Gratis. Aber nicht umsonst. Denn aus der Zeit stammt der Spitzname „Coco“, der zum Markenzeichen wurde. Und Coco lernte schnell, dass reiche Männer nicht nur ein angenehmes Leben ermöglichten, sondern auch die Verwirklichung ihrer eigenen kreativen Ziele. Mit einem angeborenen Talent für Stil und Schönheit konnte Coco es nicht mitansehen, wie die Frauen Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts sich über und über in Rüschen und schweren Plunder kleideten. Unbequem und unpraktisch fand Coco diese (Ver-)Kleidung. Sie selbst bevorzugte schon lange männliche Kleidungsstücke, z.B. beim Reiten. 

Was heute so banal klingt, kam damals einer Revolution gleich. Zitat aus dem Buch: „Coco verkauft den Frauen nicht nur Kleidung, sondern eine ganz neue Weltanschauung. Ein emanzipiertes Frauenbild: frei, furchtlos, uneingeschränkt und kess.“ Coco verkauft diesen Stil nicht nur, sie lebt ihn. Selbst aus Skeptikern werden schnell Bewunderer und alle Frauen wollen so aussehen wie Coco. Trotz des bald weltweiten Erfolgs ihrer Kollektionen bleibt Coco eine widersprüchliche Figur. Stark nach außen und doch unheimlich verletzlich. Ihre Ängste und ihre innere Einsamkeit betäubte sie mit Morphium und rauschenden Festen. All die vielen Männer in ihrem Leben zeigten zwei Eigenschaften von ihr. Zum Einen liebte sie es, die Starke zu sein, ihren Reichtum zu nutzen, um arme und von ihr geliebte Künstler zu fördern. Zum Anderen war Coco am Boden zerstört, wenn eine Beziehung vom Schicksal oder vom geliebten Mann beendet wurde. Auch ihr Verhältnis zu den Nazis während des Zweiten Weltkrieges ist nicht frei von Ungereimtheiten. Apropos Ungereimtheiten: Catherine Deneuve wurde 1943 geboren. Und dann schaute sie tatsächlich 1954 wieder regelmäßig in der Maison Chanel vorbei? Mit 11 Jahren? (S. 261) Diese Dame wurde wohl erst ein paar Jahre später Chanel-Kundin. Das war allerdings auch das einzige Stolpersteinchen in der ansonsten sehr gut recherchierten Romanbiografie. Interessant auch, mit welchen Prominenten Coco verkehrte. 

Alles in allem bleibt Coco für mich eine faszinierende Frau, von der wir auch heute noch viel lernen können. Sei Du selbst, finde Deinen Stil. Ich habe nach der Lektüre zum ersten Mal in meinem Leben Chanel N°5 ausprobiert. Der Duft ist wirklich etwas Besonderes. Es ist ja bald Weihnachten ...

Fazit: Spannende und interessante Romanbiografie einer faszinierenden Frau. 5*****

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Coco Chanel" von Nadine Sieger

Biografie ohne langeweile
Faltinevor 2 Monaten

Meine Meinung:

Das Cover finde ich sehr passend und auf seine Art und Weise ist es auch schlicht gehalten – eine schlichte Eleganz :) Es gibt ein Inhaltsverzeichnis, welches ich sehr praktisch finde, die mit interessanten Fotos gespickt sind, haben eine gute Länge und auch deren Gestaltung hat mir gut gefallen.


Dieses Werk stammt aus einer Reihe mit ''Hildegard von Bingen'', das mir auch schon sehr gut gefallen hat. Über Coco Chanel wusste ich bisher nur sehr wenig, da mich ihre Persönlichkeit aber dennoch interessiert, habe ich mich neugierig an dieses Buch gewagt. Der Einstieg viel mir leicht, denn der Schreibstil ist wirklich gut zu lesen. Auch wenn es eher ein trockenes Thema ist, schafft es die Autorin diese ganzen Informationen nicht langweilig wirken zu lassen – ganz im Gegenteil: Ich wurde sehr gut unterhalten und an manchen Stellen, konnte ich das Buch kaum weg legen.


Für Interessierte ein Muss und auch für Chanel Fans einen Blick wert, da man hier bestimmt noch Dinge erfährt, die man vorher noch nicht wusste.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 107 Bibliotheken

auf 20 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks