Das Setting mit Sylt und dem mysteriösen Verschwinden der Eltern sehr neugierig gemacht hat. Die Ausgangsidee funktioniert gut: Sea-Geheimnisse, SMS eines Fremden, Meereswesen und hat mich sofort eingefangen.
Die Protagonistin Emma ist sympathisch: Nach dem Verlust ihrer Eltern lebt sie bei ihrer Tante und trägt diesen Schatten mit sich. Ihre Zweifel und Ängste bekommt man gut mit. Dabei gefällt mir, dass nicht alles glattläuft und sie nicht einfach sofort alle Antworten hat. Das macht sie authentisch.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig. Die kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass ich oft weitergelesen habe („nur noch ein Kapitel“) und ich hatte tatsächlich Szenen vor Augen, etwa die Beschreibung der Insel, der See, der SMS-Nachricht vom Fremden. Die Fantasieelemente Meerwesen, Geheimnisse finde ich spannend umgesetzt.
Was mir weniger gefallen hat: Der Spannungsaufbau wirkt an manchen Stellen etwas zu vorhersehbar. Ich hatte relativ früh eine Ahnung, wohin sich die Geschichte entwickelt. Und gegen Ende ging mir alles dann doch ein bisschen zu schnell: Viele Ereignisse und Wendungen auf engem Raum.
Das Buch ist insgesamt eine gute Wahl für alle, die gerne eine Mischung aus Fantastik und Meer-Mystik lesen wollen. Für mich war es unterhaltsam und stimmungsvoll.
Empfehlenswert, wenn man Fantasie mag und sich auf eine märchenhafte Stimmung einlassen möchte


















