Nadja Quint Hohes Tier

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Inhaltsangabe zu „Hohes Tier“ von Nadja Quint

Razzia auf Rügen: Das Gesundheitsamt rückt aus zum Alterssitz von Hansjoachim Segert, Bundeslandwirtschaftsminister a.D., der laut eines Nachbarn unzählige Katzen hortet. Vor Ort erwartet die Beamten eine böse Überraschung – der wunderliche Ex-Politiker versteckt nicht nur Katzen in seinem Haus, sondern auch eine Frauenleiche. Selbstmord, ergibt die Obduktion. Lilo Gondorf, patente Pensionswirtin mit Polizeivergangenheit, wittert jedoch mehr. Auf eigene Faust heuert sie im örtlichen Tierheim an – und stößt auf eine mafiöse Verbindung, die Hundewelpen aus Polen nach Deutschland schmuggelt ...

Rügenkrimi mit Schwächen. Unglaubwürdige Polizeiarbeit.

— OmaInge
OmaInge

Ganz netter Krimi mit einer untypischen Ermittlerin, einem ziemlich tierischen Fall - und leider künstlich konstruiertem Überraschungseffekt

— bkn
bkn

Ein atmosphärischer Rügenkrimi mit spannender Handlung und tierischen Problemen.

— sommerlese
sommerlese

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  • unglaubwürdige Polizeiarbeit

    Hohes Tier
    OmaInge

    OmaInge

    18. May 2017 um 10:37

    Auf Rügen wird ein Fall von Tierhortung angezeigt. Die Polizei findet in Haus und Garten eines ehemaligem Ministers nicht nur unzählige Katzen sondern auch eine Frauenleiche. Es ist zwar ein Selbstmord aber die ehemalige Polizistin Lilo Gondorf vermutet ein Verbrechen. Mein Leseeindruck: Der zweite Fall für Lilo Gondorf, die auf Rügen eine Ferienpension betreibt. Früher hat sie bei der Polizei gearbeitet und das Aufklären von Verbrechen liegt ihr im Blut. Sie würde am liebsten gleich in die Ermittlung einsteigen. Ihre Tochter, die bei der Kriminalpolizei arbeitet, greift gerne auf die Erfahrung der Mutter zurück. In diesem Fall versucht Lilo über das Tierheim, das die Katzen aus der Razzia aufgenommen hat, an Beweise zu kommen. Für mich ist es unglaubwürdig, dass die Polizei mit Hobbyermittlern zusammenarbeitet. Hier geht es sogar so weit, dass ein Beweisstück welches Lilo findet, in die Ermittlungen aufgenommen wird. Das geht gar nicht! Auch, dass die Tochter einen laufenden Fall so intensiv mit ihrer Mutter bespricht, ist für mich unrealistisch. Das hat mich doch sehr gestört. Die Protagonisten sind ansonsten durchaus glaubwürdig aber die Geschichte (für mich) nicht. Der Schreibstil war etwas unrund, zum Teil abgehakt. Ich habe das Buch nicht in einem Rutsch lesen können. Was mir gut gefallen hat war das Rügen-Flair. Das ist so richtig gut rübergekommen. ACHTUNG: für Tierfreunde ist dieser Krimi nicht so geeignet. Es werden nicht nur Katzen schlecht gehalten/behandelt. Mein Fazit: Gute, spannende Geschichte mit Schwächen. Als Sommerlektüre für Rügenfans.

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  • Rezension zu "Hohes Tier"

    Hohes Tier
    Zsadista

    Zsadista

    23. April 2017 um 17:38

    In einem Anwesen auf Rügen muss die Polizei mit der Tierrettung antreten. Ein ehemaliger Politiker scheint psychisch nicht mehr ganz zurechnungsfähig und hat angefangen Katzen zu horten. Zur Rettung der Tiere muss hier schnell eingeschritten werden. Während der Räumung des Grundstückes wird eine verdeckte Leiche im völlig verwahrlosten Garten gefunden. Die Polizei fängt an zu ermitteln. Lilo Gondorf, ehemals selbst Ermittlerin bei der Polizei, geht das Ganze zu langsam voran. Sie nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand. Ihr erster Schritt führt sie ins nahe gelegene Tierheim. „Hohes Tier“ ist der zweite Krimi um die pensionierte Ermittlerin Lilo aus der Feder der Autorin Nadja Quint. Das Cover ist mir mit seinen Farben direkt ins Auge gefallen. Leider muss ich hier schon gestehen, das Cover hat nichts mit dem Inhalt zu tun. Ich finde es immer etwas seltsam, wenn das Cover nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Innen befindet sich dann direkt am Anfang eine Karte. Ich liebe Karten in Büchern. Karten sind immer Pluspunkte bei mir. Der Schreibstil der Autorin an sich ist flott und gut verständlich. Die Kapitel sind nicht so groß und man kommt gut voran. Den Inhalt an sich, finde ich ziemlich zusammengeschustert und an den Haaren herbei gezogen. Schon alleine am Anfang, wie Lilo allen im Tierheim kriminelle Machenschaften nachsagte, fand ich nicht in Ordnung. Es war ohne Sinn und Verstand einfach dahin gesagt. Ohne fundierte Hinweise war dies einfach hinzunehmen. Lilo sagt, Lilo hat Recht. So ging das dann auch weiter. Das Verhalten des Ex-Ministers, war für mich nicht nachvollziehbar. Das Ganze Zusammenspiel der Ereignisse war nicht gerade logisch. Dass hier auf das Tier-Elend hingewiesen wird, war mir schon klar. Dass es da viele unschöne Erklärungen gab, ebenfalls. Aber was Lilo im Tierheim machte, damit ihr Freund an die Personalakten kam, war echt mehr als erschreckend. Dass die Autorin so etwas in einem Roman benutzt, ohne vorher recherchiert zu haben, was ihre Idee wirklich verursacht, finde ich echt bedenklich. Dass Lilo das dann auch noch als Kleinigkeit abtut, lies mich das Buch erst einmal in die Ecke pfeffern. Kurz gesagt, der Inhalt ist einfach schlecht. Man hat hier versucht das schwere Thema Animal Hording und Hundewelpen Schmuggel anzugehen und hat kläglich versagt. Man mag vielleicht etwas hinter die Kulissen der Sache sehen und bekommt auch das schreckliche Leid der Hundewelpen aufgezeigt, die geschmuggelt werden. Jedoch ist der Fall so schlecht konstruiert, dass das eigentliche Thema völlig verfehlt wurde. Dazu kommt, die Ermittlungsergebnisse, einer Ex-Polizistin die nichts mit dem Fall zu tun haben sollte, auch noch mit Tierquälerei zu rechtfertigen, geht gar nicht. Wie gut, dass ihre Tochter, die jetzige Ermittlerin das auch noch witzig fand. Für Krimileser kann ich das Buch nicht wirklich empfehlen. Da kann man sich natürlich gerne auch selbst ein Urteil bilden. Für Meerschweinchen Liebhaber und Halter kann ich nur empfehlen, die Finger von dem Buch zu lassen.

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  • Überraschungen - tierische und ärgerliche

    Hohes Tier
    bkn

    bkn

    15. April 2017 um 20:14

    Pensionsbesitzer Heiko Raabe beschwert sich über seinen Nachbarn: Dieser würde jede Menge Katzen auf seinem Grundstück beherbergen, deren Lärm und Gestank ihn und seine Gäste störten. Da es sich bei dem Nachbarn um den ehemaligen Landwirtschaftsminister Hansjoachim Segert handelt, sind Polizei und Tierschützer bei ihrer Aktion etwas nervös. Doch was sie in Segerts Haus vorfinden, rechtfertigt ihr Eingreifen: über 100 Katzen sind im Haus eingesperrt und Segert ist ganz offensichtlich psychisch gestört. Mit dem Fund einer Leiche im Garten rechnete allerdings niemand… Bei der toten Frau handele es sich um eine ehemalige Lebensgefährtin namens Ewa, erzählt Segert bereitwillig. Sie sei vor wenigen Tagen zu Besuch gekommen und habe sich dann selber erschossen. Mehr will Segert zu dem Fall nicht sagen. Und Lilo Gondorfs Tochter Verena übernimmt vom Kommissariat Stralsund aus die Ermittlungen. Begeht eine Frau wirklich Selbstmord, indem sie sich mitten ins frisch geliftete Gesicht schießt? Oder ist Segert vielleicht so verwirrt, dass er einen Mord begangen hat? Aber warum sagt er dann nicht mehr zu „Ewa“? Nicht mal ihr Nachname oder ihr Beruf ist aus Segert herauszubekommen. Ein Fall für Lilo Gondorf? Titelfigur Lilo Gondorf, 60 Jahre alt, Vermieterin zweier Ferienhäuser auf Rügen und ehemalige Kommissarin, kann es nicht lassen, auch selber bei den Ermittlungen mitzumischen. Immerhin wird sie von ihrer Tochter auf dem Laufenden gehalten, sie kennt Heiko Raabe vom Square Dance und Freund Oskar hatte mit dem Ex-Minister schon zu tun. Das reicht für Lilo völlig aus, um sich als freiwillige Helferin im Tierheim einzuschleichen, wo sie aus irgendeinem, nur ihr erklärlichen, Grund dunkle Machenschaften vermutet. Die junge Leiterin des Tierheims, Nora Onning, war bei der Katzenbefreiung bei Segert dabei. Der smarte Tierarzt Kai-Uwe Scholl hat in jungen Jahren bereits zwei Tierarztpraxen auf Rügen. Kann das alles mit rechten Dingen zugehen? Verena Gondorf ermittelt Auch wenn Lilo im Verlauf des Krimis noch mehr Gelegenheiten zu eigenmächtigen „Ermittlungen“ bekommt, steht dieses Mal doch ihre Tochter Verena als ermittelnde Kommissarin häufiger im Vordergrund. Der Leser darf Verena bei Fahrten und Befragungen begleiten, nicht aber in ihr Privatleben. Privatleben gibt es nur bei Lilo, die zwar gerne mitmischen möchte, aber nicht so wirklich zum Zuge kommt. Eine Rollenverteilung, die vermutlich nur Mütter von erwachsenen Kindern völlig normal finden werden. Überraschung! Insgesamt ist dieser zweite Band mit Lilo Gondorf jedenfalls viel besser lesbar als sein Vorgänger. Der Fall ist wirklich interessant, die Aufklärung folgt einer gewissen Logik – allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Kurz vor Ende des Krimis tun auf einmal alle sehr heimlich und der Leser weiß, die Auflösung des Falles soll dramatisch und überraschend präsentiert werden. Während der Leser den Ermittlungen vorher genauestens folgen durfte, werden auf einmal Schritte ausgelassen, damit recht unbeholfen ein Überraschungseffekt konstruiert werden kann. Die Erklärungen müssen dann natürlich nachgeliefert werden, zum einen mit Ausschnitten aus Vernehmungsprotokollen, zum anderen mit einem Kaffeeklatsch zwischen Mutter und Tochter. Was sich zwar ganz nett liest, aber dann doch den Höhepunkt des Romans irgendwie kaputt macht. Krimi mit ein bisschen Rügen Alles in allem ist Hohes Tier ein netter Regionalkrimi mit einer sympathischen Heldin jenseits des üblichen Heldinnenalters, mit einem interessanten Fall, mit ein bisschen Rügen und Urlaub und flüssig erzählt. Der mühsam konstruierte „Höhepunkt“ der Auflösung des Falles ist aber leider ärgerlich. Krimifans, die gerne miträtseln möchten, haben da keine Chance. Autorin Nadja Quint wurde 1959 in Herford geboren und ist Fachärztin für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

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  • Tierische Probleme auf Rügen

    Hohes Tier
    sommerlese

    sommerlese

    11. April 2017 um 17:51

    "Hohes Tier" ist der zweite Band der Regionalkrimireihe um Lilo Gondorf von Autorin Nadja Quint. Die Krimireihe erscheint im btb Verlag. Bei einer Razzia auf dem Anwesen eines ehemaligen Ministers werden unzählige Katzen entdeckt und schliesslich sogar eine Frauenleiche. Laut Obduktion liegt ein Selbstmord vor. Lilo Gondorf geht der Sache auf den Grund und ermittelt undercover sogar im Tierheim der Gegend. Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen, das Leben auf Rügen wird beschaulich und die Landschaft bildhaft schön gezeigt, die Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und es geht um Tierhaltung bzw. gestörten Katzenwahn und Hundewelpenmafia. Ich konnte gut in die Geschichte und die Gegend eintauchen und kann mir diesen Krimi auch gut als Urlaubslektüre vorstellen. Hier wird zwar ermittelt, aber immer aus einem Blickwinkel, der dank Lilo an der offiziellen Seite der Polizei vorbeigeht. Ihre Aktionen laden zu einem Schmunzeln ein und wie so häufig, hat sie auch Erfolg bei ihren Nachforschungen. Die Ergebnisse teilt sie mit Oskar, ihrem biertrinkender Nachbarn und ebenfalls Expolizist, und mit ihrer Tochter Verena, die wie Lilo die Kommissarinnenlaufbahn eingeschlagen hat und in just dem Fall der Frauenleiche ermitteln muss. Für Tierfreunde ist es traurig zu lesen, dass hier zahlreiche vernachlässigte Katzen aufgefunden werden und ebenso viel zu junge, mit Parasiten befallene Hundewelpen. Doch sie kommen in die Obhut des ansässigen Tierheims, in dem sich Ehrenamtliche und Angestellte um die Tiere kümmern. Wie die Arbeit dort verläuft, wird ausführlich geschildert. Mit geschickten Wendungen und Einblicken in die mafiöse Struktur des Welpenhandels wird hier die Ermittlung zu der gefundenen Leiche verknüpft. Eigentlich ermittelt offiziell ja Verena, aber hinter den Kulissen zieht Lilo die Strippen der Ermittlung. Der Erzählstil ist flüssig und liest sich sehr unterhaltsam, dabei gibt die gezeigte Inselatmosphäre den besonderen Wohlfühlcharakter. Es ist auch nett zu erleben, wie sich Lilo und Oskar auch privat immer näher kommen. Ein atmosphärischer Rügenkrimi mit Wohlfühlcharakter, viel Spannung und einer logischen Aufklärung. Ich bin gespannt auf weitere Fälle für Lilo & Co. 

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