Nadja Quint Rosa Mord

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(2)
(4)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Rosa Mord“ von Nadja Quint

Der zweite Fall für Evelyn Eick Der Düsseldorfer Geschäftsmann und Schwulenrechtler Bernd Brook genießt hohes Ansehen für sein soziales Engagement. Eines Morgens liegt er erdrosselt im Park, den Mund voller rosa Farbe. Dies ist nur einer von zwei ritualisierten Mordfällen an homosexuellen Männern, mit deren Ermittlung die Düsseldorfer Hauptkommissarin Evelyn Eick vollauf beschäftigt ist. Sie vermutet bereits eine Serie, hinter der ein geistesgestörter Täter steckt, doch ein dritter Mord, nach ähnlichem Ritual ausgeführt, passt plötzlich nicht mehr in das Schema. Auch Evelyns Privatleben verläuft nicht ausschließlich harmonisch. Ihr Vater ist inzwischen verstorben, und ihre Beziehung mit Lars, dem Rechtsmediziner, wird von dessen Töchtern aus erster Ehe skeptisch betrachtet. Die beiden Teenager wünschen sich, dass ihre Eltern sich wieder versöhnen, und Evelyn fühlt ihre Liebe zu Lars bedroht. Als Evelyn schließlich glaubt, ihre drei Kriminalfälle gelöst zu haben, hört das Morden trotzdem nicht auf, und langsam aber sicher deckt sie ein menschliches Drama auf, dessen Wurzeln bis in die Fünfziger Jahre zurück reichen. ROSA MORD thematisiert die Grenzen der Toleranz zwischen Menschen mit unterschiedlichem Lebensideal in ihrer Gier nach Geld, Macht und Liebe.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Gelungene Fortsetzung

    Rosa Mord

    chiara

    04. March 2014 um 19:54

    Nachdem ich den ersten Teil der Reihe um die Düsseldorfer Kommissarin Evelyn Eick gelesen hatte, war für mich klar, dass ich auch um die Fortsetzung nicht herumkomme. So war ich ganz gespannt, wie es nun mit Evelyn Eick weitergeht. Da in „Verachte nicht den Tod“ alle wiederkehrenden Figuren vorgestellt wurden, stand nun in der Fortsetzung die Ermittlungsarbeit im Vordergrund. Am Rande spielt zwar Evelyns Privatleben eine Rolle, aber im Großen und Ganzen verzichtet Nadja Quint auf die Weiterentwicklung der Figuren. Damit alle Leser den gleichen Stand haben, werden zwischendurch die wichtigsten Hintergrundinformationen über die handelnden Personen noch einmal wiederholt. Daher braucht man den ersten Teil der Reihe nicht unbedingt zu kennen, was für Neueinsteiger sehr praktisch ist. Da es sich bei diesem Buch um einen Krimi handelt, verlaufen die Ermittlungen hier etwas ruhiger, was mich aber nicht im Geringsten stört. Ich bin froh, wenn ich einmal nicht durch ein Buch rase. Auch wenn es hier etwas langsamer zugeht, ist es mir während des Lesens nie langweilig geworden. Positiv hervorheben möchte ich, dass Nadja Quint auf sämtliche Aspekte einer Mordermittlung eingegangen ist; vom Auffinden der Leiche über die Obduktion bis hin zum Stillstand der Ermittlungen, weil sich einfach keine weiteren Spuren finden. Im Gegensatz zu vielen Krimiserien oder auch anderen Kriminalromanen, wo ein Fall möglichst schnell gelöst wird und der Zuschauer bzw. Leser durch die Handlung hetzt, darf in diesem Buch auch mal gar nichts passieren. Auf diese Weise bekommt die Geschichte auch einen größeren Bezug zur Realität, denn im wahren Leben dauert es auch oft Wochen oder sogar Monate bis sich neue Spuren auftun. Doch trotz dieser Ermittlungspausen wird es nicht langweilig. Meist geht Nadja Quint dann etwas näher auf die Figuren ein. Wie immer kann man sich über die Hauptpersonen streiten. So hat mir beispielsweise der Chef des Kommissariats besser gefallen als Evelyn Eicks. Irgendwie hat mich der Chef an einen anderen Kommissariatsleiter in einer Fernsehserie erinnert. Mit Evelyn hingegen bin ich schon im ersten Teil nicht richtig warm geworden. Aber da man im wahren Leben auch nicht alle Menschen mag, hat mir dies beim Lesen nicht so viel ausgemacht. Eventuell wäre ich von Evelyns und Lars Beziehungsproblemen unter anderen Umständen etwas weniger schnell genervt gewesen. Aber wirklich wissen, kann ich das nicht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Bei mir hat es tatsächlich bis kurz vor Schluss gedauert bis der Groschen endlich gefallen ist und ich den Mörder herausgefunden hatte. So war mir beim Lesen nie langweilig. Da ich mit Evelyn, wie bereits erwähnt, nicht so richtig warm geworden bin, finde ich es nicht schade, dass dies der letzte Band der Reihe ist. Aber auf jeden Fall war dieses Buch sicherlich nicht das letzte, das ich von Nadja Quint gelesen habe.

    Mehr
  • Ein ruhiger, aber alles andere als langweiliger Krimi

    Rosa Mord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. February 2014 um 14:48

    Da Nadja Quint mich bereits mit ihrem Debüt „Verachte nicht den Tod“ – und vor allem mit ihrem Mut, einen etwas anderen Krimi zu schreiben und auch sensible Themen aufzugreifen - für sich gewinnen konnte, war ich sehr auf Hauptkommissarin Evelyn Eick’s 2. Fall gespannt. Und die Autorin hat mich nicht enttäuscht – im Gegenteil! Den Plot von „Rosa Mord“ empfand ich als noch stimmiger und war von der ersten bis zur letzten Seite in sich schlüssig. Die Aufklärung, die auch für geübte Krimileser eine harte Knacknuss ist, hat mich trotz den logischen Zusammenhängen und Folgerungen überrascht. Mit ihrem zweiten Düsseldorf-Roman beweist Nadja Quint wiederum, dass spannende und unterhaltsame Krimistunden nicht von Sensationsmache und blutrünstigen Details abhängig sind. Auch wenn die Handlung eher gemächlich und ohne Hektik verläuft, kommt keine Langeweile auf. Und die flüssige Sprache, gepaart mit den klar gezeichneten Figuren (die manchmal etwas unnahbar, aber nicht unsympathisch erscheinen) und eine gesunde Prise Humor tragen zusätzlich zum Lesevergnügen bei. Ich brauche wohl nicht mehr zu betonen, dass mich dieses Buch überaus gut unterhalten hat und ich sehr gerne eine klare Leseempfehlung ausspreche. Nadja Quint – ein Autorenname, den ich auf jeden Fall im Auge behalten werde… :-)

    Mehr
  • Neue Ermittlungen in Düsseldorf

    Rosa Mord

    Spatzi79

    24. January 2014 um 18:53

    "Rosa Mord" ist der zweite Fall für die Düsseldorfer Kriminalkommissarin Evelyn Eick. Der stadtbekannte Geschäftsmann und Schwulenrechtler Bernd Brook wird auf seiner üblichen Joggingrunde überfallen, erdrosselt und ihm wird rosa Farbe in den Mund gekippt. Ein Hinweis darauf, dass ein schwulenfeindliches Motiv zugrundeliegt? Oder eine falsche Spur, die mit Absicht gelegt wurde? Evelyn und ihr Team ermitteln in alle Richtungen und schnell sind diverse Verdächtige gefunden, aber keine der Spuren erhärtet sich wirklich. Dann geschieht ein zweiter Mord, der dem ersten sehr ähnelt, aber es gibt auch Unterschiede, denn im Gegensatz zu Brook war das zweite Opfer nicht wohlhabend, was finanzielle Gründe wohl eher ausschließt. Ist die Gemeinsamkeit der beiden Opfer also doch ihre Homosexualität? Sind weitere Morde zu befürchten? Im Gegensatz zum ersten Teil "Verachte nicht den Tod" fand ich diesen Kriminalroman deutlich ausgereifter, was Handlung und auch Schreibweise angeht. Evelyn Eick ist immer noch keine Figur, mit der ich wirklich warmgeworden bin, aber ihr Privatleben spielt diesmal auch keine ganz so große Rolle. Es wird durchaus thematisiert, denn sie hat inzwischen eine Beziehung mit dem Rechtsmediziner Lars Herxheimer, die sich ja schon im ersten Band angedeutet hatte, und die beiden erleben gerade ihre ersten Schwierigkeiten. Dennoch liegt der Fokus hier viel mehr auf der Ermittlung und das hat mir gut gefallen. In Einschüben wird die Geschichte eines Kindes erzählt, dessen Identität und Zusammenhang mit den heutigen Ereignissen relativ lange unklar bleiben. Durch die Aufklärung, wer dieses Kind ist, ergibt sich am Ende ein Teil der Lösung des Falles, aber es gibt auch noch eine relativ unerwartete Wendung, die ich persönlich war etwas unrealistisch fand, die aber dennoch in sich stimmig war und somit zu einer befriedigenden Auflösung führte. Ich würde durchaus weitere Geschichten um Evelyn Eick lesen, allerdings wird sich die Autorin in Zukunft wohl anderen Projekten widmen, so dass diese Reihe nach zwei Bänden vorerst abgeschlossen ist.

    Mehr
  • packend und spannend

    Rosa Mord

    aly53

    21. January 2014 um 10:55

    Kurzbeschreibung:Der zweite Fall für Evelyn Eick Der Düsseldorfer Geschäftsmann und Schwulenrechtler Bernd Brook genießt hohes Ansehen für sein soziales Engagement. Eines Morgens liegt er erdrosselt im Park, den Mund voller rosa Farbe. Dies ist nur einer von zwei ritualisierten Mordfällen an homosexuellen Männern, mit deren Ermittlung die Düsseldorfer Hauptkommissarin Evelyn Eick vollauf beschäftigt ist. Sie vermutet bereits eine Serie, hinter der ein geistesgestörter Täter steckt, doch ein dritter Mord, nach ähnlichem Ritual ausgeführt, passt plötzlich nicht mehr in das Schema. Auch Evelyns Privatleben verläuft nicht ausschließlich harmonisch. Ihr Vater ist inzwischen verstorben, und ihre Beziehung mit Lars, dem Rechtsmediziner, wird von dessen Töchtern aus erster Ehe skeptisch betrachtet. Die beiden Teenager wünschen sich, dass ihre Eltern sich wieder versöhnen, und Evelyn fühlt ihre Liebe zu Lars bedroht. Als Evelyn schließlich glaubt, ihre drei Kriminalfälle gelöst zu haben, hört das Morden trotzdem nicht auf, und langsam aber sicher deckt sie ein menschliches Drama auf, dessen Wurzeln bis in die Fünfziger Jahre zurück reichen. ROSA MORD thematisiert die Grenzen der Toleranz zwischen Menschen mit unterschiedlichem Lebens ideal in ihrer Gier nach Geld, Macht und Liebe.   Meine Meinung: Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Das ist das erste Buch der Autorin das ich gelesen habe. Ich war auch schon direkt drin im Geschehen, jedoch war mir von Anfang an klar, das der Mörder nicht in der Homosexuellen - Szene zu finden war. Vielmehr hab ich ein persönliches Motiv hinter dem ganzen vermutet. Jedoch lag ich mit meinem ersten Verdacht , erstmal gründlich daneben. Irgendwann änderte dann das Buch seine Richtung, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da sowas in meinem Augen erst einen guten Krimi ausmacht. Die Auflösung am Schluss hat mich dann doch ziemlich erschüttert, mit sowas hatte ich selbst in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. Aber daran sieht man auch mal wieder, wie tief die Abgründe der menschlichen Seele gehen und das nie etwas ist, wie es scheint. Die Ermittler waren mir sympathisch, wenn ich auch nicht von Anfang an eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte, so konnten sie dennoch mein Herz im Laufe des Buches erwärmen. Einzig anmerken würde ich jetzt vielleicht dabei, daß mehr Ecken und Kanten den Ermittlern nicht geschadet hätten, war in meinen Augen zuviel Friede, Freude, Eierkuchen, gab irgendwie keine Konkurrenz oder Antipathie, sowas ist  im wahren Leben eigentlich nicht zu finden, aber dafür wurde mein Schmunzelfaktor desöfteren mal erhöht. Insdgesamt ein sehr tolles Buch, zunächst als einfache Geschichte getarnt, man wurde in eine Richtung gelockt und unversehens mit einmal in eine andere Richtung geschleudert, absolut brilliant. Ich denke ich werd mir von der Autorin noch mehr zu Gemüte führen. Ein gut geschriebener Kriminalroman der es geschafft hat, mich von Anfang an zu fesseln.

    Mehr
  • Evelyn Eick ermittelt zum zweiten Mal

    Rosa Mord

    odenwaldcollies

    17. January 2014 um 12:06

    Der in der Öffentlichkeit angesehene Düsseldorfer Geschäftsmann Bernd Brook wird erdrosselt im Park aufgefunden. In seinem Mund befindet sich rosa Farbe, die auf einen Mord mit schwulenfeindlichem Hintergrund hinweist. Oder soll die Farbe die ermittelnden Beamten nur auf eine falsche Fährte locken? Kurz vor seinem Tod hat Brook sein Testament geändert – hat der Mord vielleicht damit zu tun? Ziemlich schnell gibt es mehrere Verdächtige, die jedoch Alibis vorweisen können, so daß die Ermittlungen ins Stocken geraten. Da geschieht ein weiterer Mord an einem homosexuellen Mann. Im Gegensatz zum ersten Buch „Verachte nicht den Tod“ hat mir diesmal der Anfang des Buches besser gefallen: die Handlung nimmt direkt von Anfang an Spannung auf und insgesamt wirkt der Einstieg auf mich einfach gelungener. Mir hat gefallen, daß der Leser den Beamten beim Ermitteln über die Schulter schaut, d.h. wie auch die Polizisten bekommt der Leser seine Informationen aus den Befragungen der Beteiligten und kann so mit Evelyn und ihren Kollegen gemeinsam spekulieren. Und hier ging es mir wie der Polizei: ich hatte bis zum Schluß keine Ahnung, ob die Morde wirklich aus schwulenfeindlichen Gründen begangen wurden oder ob mit der Farbe nur eine falsche Spur gelegt werden sollte. Umso mehr hat mich das Ende überrascht; auf die Lösung in ihrer ganzen Dimension wäre ich nie und nimmer gekommen. Immer wieder werden die aktuellen Ereignisse durch kursive Einschübe unterbrochen, in denen ein Kind aus seiner Kindheit erzählt. Lange ist nicht klar, ob und inwiefern diese Rückblicke mit den Taten zu tun haben könnten und wer ihr Verfasser ist. Die Charaktere haben mir auch wieder sehr gut gefallen, vorallem Evelyn Eick, die durch ihre Beziehung zu dem Rechtsmediziner Lars Herxheimer ihre Magersucht in den Griff bekommen hat. Allerdings wird momentan ihre Beziehung durch einen Streit der Beiden belastet und es ist fraglich, ob sie hierfür eine Lösung finden können. Ansonsten bringt sie sich, wie gewohnt, voll in die Ermittlungen ein und ich hatte diesmal auch nicht das Gefühl, daß sie sich mehr zumutet, als sie bewältigen kann. Zusammen mit Jelena Burkoschewa und ihrem Chef Gercke bilden die Drei ein eingespieltes Team, das hat mir sehr gut gefallen. Aber auch die Figuren, die mit den Mordfällen in Verbindung stehen, wurden abwechslungsreich dargestellt und haben sich nicht in ihre Karten sehen lassen. Ich bedaure es, daß mit „Rosa Mord“ die Serie um Evelyn Eick abgeschlossen ist, freue mich aber auf die weiteren Projekte von Nadja Quint.

    Mehr
  • "Was sind wir doch für eine wundervolle Familie." (Seite 54)

    Rosa Mord

    Sternenstaubfee

    13. January 2014 um 15:53

    Hauptkommissarin Evelyn Eick bekommt einen neuen Fall. Im Park wurde die Leiche eines angesehenen Geschäftsmannes gefunden. Bernd Brook wurde erdrosselt, sein Mund ist voller rosa Farbe. Brook war homosexuell; ist hier das Mordmotiv zu suchen? Mein Leseeindruck: Dieser Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen. Schnell war ich in der Geschichte drin und konnte das Buch dann kaum noch zur Seite legen. Der Schreibstil ist flüssig und einfach, so dass die Seiten sich wirklich schnell weglesen lassen. Auch ist lange unklar, wer für den Mord an Brook verantwortlich ist. Es gibt viele Tatverdächtige; jeder könnte es gewesen sein. Ich mag es sehr, wenn ich beim Lesen von Krimis ein bisschen miträtseln kann, und das konnte ich bei diesem Buch sehr gut. Immer wieder tauchen neue Hinweise auf, die die Spannung erhöhen und neue Möglichkeiten eröffnen. Auch das Privatleben von Evelyn Eick, der Kommissarin, kommt nicht zu kurz. Ein bisschen konnte ich sie schon kennenlernen in "Verachte nicht den Tod", welches der Vorgängerband zu "Rosa Mord" ist. Man kann aber durchaus auch beide Bücher unabhängig voneinander lesen; das ist kein Problem. Dieser Krimi spielt in Düsseldorf und enthält viel Lokalkolorit. Wer regionale Krimis mag, wird sicherlich seine Freude haben an diesem Buch! Ich kann es auf jeden Fall empfehlen! Es ist ein sehr gutes Buch!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks